18/04/2026
Entlastungsprämie ist unredlich!
Entlastung ankündigen und die Kosten dafür den Betrieben aufbürden: Das ist nicht redlich. Es ist aber genau das, was Politik gerade macht, und was ZDH-Präsident Jörg Dittrich im RTL Deutschland-Nachtjournal zu Recht scharf kritisiert: „Es ist nicht redlich, dass die Politik diesen Anreiz für die Kolleginnen und Kollegen auf die Betriebe abwälzt. Die Entlastungsprämie ist ein Geschäft zu Lasten Dritter.“ Was politisch als Unterstützung der Politik für die Arbeitnehmer verkauft wird, bedeutet in der Praxis eine handfeste zusätzliche Belastung für die Betriebe. Diese einseitige Verantwortungsverschiebung ist aus Sicht des Handwerks unangemessen.
Die Dimension ist gewaltig: Bekämen alle 5,6 Millionen Beschäftigten im Handwerk je 1.000 Euro, wären das 5,6 Milliarden Euro, die direkt aus der Liquidität der Betriebe fließen würden. Und anders als viele – auch Beschäftigte – glauben: Dieses Geld käme nicht vom Staat und müsste von den Betrieben nur durchgereicht werden. Nein, diese Mittel müssten die Betriebe vollständig selbst tragen. Und das in einer Situation, in der sie vielerorts längst am Limit arbeiten, mit steigenden Energie-, Material- und Personalkosten kämpfen, um ihre Liquidität ringen und schon heute froh sind, überhaupt die Mittel zu haben, um Löhne und Gehälter zu zahlen und den Betrieb am Laufen zu halten.
Was als Entlastung angekündigt ist, kehrt sich damit ins Gegenteil um: Es verschiebt Verantwortung, erhöht den Druck und greift vor allem die Substanz der Betriebe an. So entsteht ganz sicher keine neue Wirtschaftsdynamik.
Der komplette Beitrag und das Statement ab Minute 8:40: https://plus.rtl.de/video-tv/shows/rtl-nachtjournal-177589/2026-4-1063881/episode-72-sendung-vom-16042026-1018989
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