Tribes

Tribes TrIBES is an acronym for Trends, Identities and new BElongingS.

We investigate how cultural trends emerge and circulate, how collective identities are constructed and transformed, and how new forms of belonging develop within contemporary societies. Der Blog TrIBES beschäftigt sich mit dieser bisher vor allem in der Marktfor­schung etablierten post-strukturalistischen Metapher bzw. mit neuen Trends, neuen Identitäten und sozialen Beziehungsformen in der Epheme

ral Society hinsichtlich ihrer möglichst breiten Anwendung und Verbreitung in den sozialen und Geisteswissenschaften. Ausgangspunkt des Blogs sind die AG „Neo-Tribes“ an der WWU Münster (2014–2016) und an der Universität Trier (seit 2016) sowie der konzeptionelle Aufsatz „Neotribalismus als Metapher und Modell. Konzeptionelle Überlegungen zur Analyse emotionaler und ästhetischer Vergemeinschaftung in posttraditionalen Gesellschaften“ (AfS 57/2017). Hier wurde die Relevanz für die Sozialgeschichte und die Möglichkeit der Historisierung der Differenz zu vorangegangenen Vergemeinschaftungs- und sozialen Beziehungsformen, die aus medialen und technologischen Entwicklungen sowie den daraus folgenden Auswirkungen auf Diskurs- und Handlungspraktiken seit den 1980er Jahren resultiert, erarbeitet und diskutiert.

Wenn Krisen erzählt werden: Kommunikation, Vertrauen und VerschwörungsdenkenMehr lesen: https://tribes.hypotheses.org/52...
23/07/2026

Wenn Krisen erzählt werden: Kommunikation, Vertrauen und Verschwörungsdenken

Mehr lesen: https://tribes.hypotheses.org/5214
(link alla versione italiana sulla pagina)

Krisen sind nicht nur Ereignisse – sie entstehen auch durch Kommunikation. Ausgehend vom neuen Buch von Ruth Wodak und Markus Rheindorf (Babyelefant und Hausverstand. Wie Krisen produziert werden) untersucht dieser Beitrag, wie politische Kommunikation Wahrnehmungen von Krisen prägt, weshalb institutionelles Vertrauen erodieren kann und unter welchen Bedingungen Verschwörungserzählungen an gesellschaftlicher Resonanz gewinnen. Im Zentrum steht die Frage, wie Kommunikationsökosysteme kollektive Deutungen, Gemeinschaften und politische Identitäten hervorbringen – weit über die Covid-19-Pandemie hinaus.

Eine Reflexion zu Ruth Wodak und Markus Rheindorf: Babyelefant und Hausverstand. Wie Krisen produziert werden. Picus Verlag, Wien 2026, 224 S., ISBN 978-3-7117-3506-5 Krisen sind nicht nur politische oder gesundheitliche Ereignisse. Sie sind kommunikative Prozesse, in denen Vertrauen, kollektive Deu...

Tomorrow Sofia Miola and Massimiliano Livi will host the first Writers' Workshop for our editorial project, "Lost in The...
16/07/2026

Tomorrow Sofia Miola and Massimiliano Livi will host the first Writers' Workshop for our editorial project, "Lost in Their Words. Rewriting the Political Lexicon of the Far-Right".
Together with around 30 contributors, we look forward to a day of discussion, collaboration, and collective reflection.
This workshop is a structured editorial space aimed at strengthening the conceptual architecture of the volume as a shared intellectual project.
Our goal is not to compile a lexicon of far-right terminology or simply describe ideological keywords. Instead, we seek to understand processes of semantic transformation: how concepts that are not inherently extremist acquire ideological weight, circulate across different discursive arenas, become embedded in political culture, and ultimately contribute to the normalization of radical positions.

We are already looking forward to our second Writers' Workshop, which will take place in November.

We will share updates on the project's progress on TrIBES.hypotheses.org
Stay tuned.

„War Oma auch dabei?“ Gender, Familienidentität und der blinde Fleck der Debatte um die NSDAP-Mitgliederkarteihttps://tr...
21/05/2026

„War Oma auch dabei?“ Gender, Familienidentität und der blinde Fleck der Debatte um die NSDAP-Mitgliederkartei
https://tribes.hypotheses.org/5093

[English below] Die digitale Öffnung der NSDAP-Mitgliederkartei hat ein spezialisiertes Archiv in einen öffentlichen Raum der Recherche und Selbstbefragung verwandelt. Millionen Nutzerinnen und Nutzer können heute innerhalb weniger Sekunden nach Familiennamen suchen, wodurch das Archiv zu einem Ort wird, an dem Erinnerung, familiäres Schweigen und Fragen historischer Verantwortung aufeinandertreffen.

Die öffentliche Debatte konzentriert sich jedoch fast ausschließlich auf die Figur des „Opa“ als symbolischen Träger nationalsozialistischer Verstrickung. Diese männlich geprägte Perspektive verweist auf einen anhaltenden blinden Fleck innerhalb der gegenwärtigen Erinnerungskultur. Trotz jahrzehntelanger Forschung bleiben Frauen in den öffentlichen Narrativen über den Nationalsozialismus weitgehend marginalisiert.

Die Datenbank wirft daher nicht nur die Frage auf, wer am Regime beteiligt war, sondern auch, wem gegenwärtige Erinnerungskultur überhaupt politische Handlungsmacht zuschreibt.



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“War Oma auch dabei?” Gender, Family Identity and the Public Debate on the NSDAP Membership Database
https://tribes.hypotheses.org/5093

The recent opening of the digitised NSDAP membership database has transformed a specialised archive into a public space of inquiry and self-reflection. Millions of users can now search family names within seconds, turning the archive into a site where inherited silence, memory and questions of responsibility intersect.

Yet public debate has been framed overwhelmingly through the figure of the “Opa” as the symbolic bearer of complicity in the N**i past. This masculine perspective reveals a persistent blind spot within contemporary Erinnerungskultur. Despite decades of scholarship, women remain largely marginal within the public narrative surrounding National Socialism.

The database therefore raises not only the question of who participated in the regime, but also whose political agency contemporary memory culture is prepared to recognise.

**ism

The recent opening of the digitised NSDAP membership database has transformed a specialised archive into a public space of inquiry and self-reflection. Millions of users can now search family names within seconds, turning the archive into a site where inherited silence, memory and questions of respo...

"Wie Meloni Popkultur und Influencer für ihre Zwecke nutztDie Fantasy-Welten von J.R.R. Tolkien spielen für die rechte S...
03/04/2026

"Wie Meloni Popkultur und Influencer für ihre Zwecke nutzt
Die Fantasy-Welten von J.R.R. Tolkien spielen für die rechte Szene in Italien schon seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle. Das Movimento Sociale Italiano, die ursprüngliche Organisation der Nachkriegsfaschisten, veranstaltete sogar Hobbit-Camps für den Nachwuchs. Auch Meloni selbst zitiert immer wieder aus dem Werk Tolkiens.
Eine Ausstellung über Tolkien in Rom wurde zur Darstellung traditioneller, konservativer und katholischer Werte genutzt, ganz im Sinne der Fratelli d’Italia. Der Historiker Massimiliano Livi sieht den Rückgriff auf Tolkien als Strategie, sich popkulturelle Elemente wieder anzueignen und umgekehrt rechte Ideologien in die Popkultur zurückzutragen. Das funktioniere auch."

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni verfolgt den kulturellen Umbau des Landes hin zu einer Verankerung nationalistischer Werte.

Call for Contributions*Lost in Their Words: Rewriting the Political Lexicon of the Far-Right*Book edited by *Massimilian...
21/03/2026

Call for Contributions

*Lost in Their Words: Rewriting the Political Lexicon of the Far-Right*

Book edited by *Massimiliano Livi* (Goethe University Frankfurt) and *Sofia Miola* (University of Pavia)

Over the past three decades, Far-right actors have profoundly reshaped their political language — turning familiar words like freedom, democracy, or solidarity into tools of redefinition and legitimation.
This collective volume explores how such shifting meanings circulate between online cultures, media ecosystems, and political arenas, gradually normalising radical narratives within mainstream discourse.

Scholars are invited to contribute chapters (4,000–5,000 words) analysing keywords or recurring concepts in Far-right discourse from the 1970s to today, combining conceptual history, discourse analysis, and cultural approaches.

🗓 Abstract deadline: *3 May 2026*
📩 Submit a 300-word abstract, short CV, and 3–5 references to: [email protected]

Full call available here → https://tribes.hypotheses.org/4957

Over the past three decades, Far-right actors have profoundly reshaped their political language turning familiar words like freedom, democracy, or solidarity into tools of redefinition and legitimation. This collective volume explores how such shifting meanings circulate between online cultures, med...

📍Am Dienstag, 03.02.2026, hält Massimiliano Livi (Trier/Bielefeld) im Oberseminar der Neueren Geschichte und Technikgesc...
01/02/2026

📍Am Dienstag, 03.02.2026, hält Massimiliano Livi (Trier/Bielefeld) im Oberseminar der Neueren Geschichte und Technikgeschichte der TU Darmstadt einen Vortrag zu „Identität, Erinnerung und urbane Praxis der extremen Rechten in Italien seit den 1970er Jahren"

💬Darum geht's: Die extreme Rechte in Italien bedient sich seit den 1970er Jahren gezielter räumlicher Praktiken, um ideologische Präsenz, kollektive Identität und politische Deutungsmacht im öffentlichen Raum zu etablieren. Anhand von Beispielen wie Acca Larentia in Rom, Predappio oder den urbanen Aktivitäten von CasaPound zeigt der Beitrag, wie bestimmte Orte dauerhaft zu Erinnerungs-, Identitäts- und Agitationsräumen umgedeutet werden.

Im Fokus stehen urbane Kontexte in Städten wie Rom, Mailand und Verona. Rituale, Gedenkpraktiken, Hausbesetzungen und symbolische Markierungen dienen dazu, politische Narrative physisch zu verankern und über Generationen hinweg zu stabilisieren.

📍Am Dienstag, 03.02.2026, begrüßen wir PD Dr. Massimiliano Livi (Trier/Bielefeld) im Oberseminar der Neueren Geschichte und Technikgeschichte.

In seinem Vortrag spricht er über:
„Identität, Erinnerung und urbane Praxis der extremen Rechten in Italien seit den 1970er Jahren"

💬Darum geht's:
Die extreme Rechte in Italien bedient sich seit den 1970er Jahren gezielter räumlicher Praktiken, um ideologische Präsenz, kollektive Identität und politische Deutungsmacht im öffentlichen Raum zu etablieren. Anhand von Beispielen wie Acca Larentia in Rom, Predappio oder den urbanen Aktivitäten von CasaPound zeigt der Beitrag, wie bestimmte Orte dauerhaft zu Erinnerungs-, Identitäts- und Agitationsräumen umgedeutet werden.

Im Fokus stehen urbane Kontexte in Städten wie Rom, Mailand und Verona. Rituale, Gedenkpraktiken, Hausbesetzungen und symbolische Markierungen dienen dazu, politische Narrative physisch zu verankern und über Generationen hinweg zu stabilisieren. Der Beitrag verfolgt diese Strategien in zeithistorischer Perspektive und analysiert ihre Entwicklung, Kontinuitäten und Brüche im Spannungsfeld von lokalen Kontexten, sozialer Raumstruktur und ideologischer Hegemoniebildung.

Wir freuen uns auf einen spannenden und diskussionsanregenden Beitrag!

Tempo libero e comunità informali. Il valore dell’esperienza e la lenta scomparsa degli hobbyhttps://tribes.hypotheses.o...
23/01/2026

Tempo libero e comunità informali. Il valore dell’esperienza e la lenta scomparsa degli hobby
https://tribes.hypotheses.org/4725
[re-post]

Negli ultimi decenni, gli hobby hanno rappresentato spazi sociali marginali ma cruciali, in cui pratiche non produttive e non monetizzate hanno favorito forme di comunitarizzazione informale e identità non professionali.

Questo re-post di un articolo de "il Post" (in italiano) analizza il declino degli hobby come indicatore di trasformazioni più ampie nel rapporto tra lavoro, tempo libero e consumo, segnate dalla pressione alla valorizzazione economica dell’esperienza e dalla riduzione degli spazi non finalizzati.

Letto in chiave storico-fenomenologica, il fenomeno diventa una lente per osservare la ridefinizione contemporanea del valore dell’agire e delle forme di appartenenza sociale.

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Leisure, informal communities, and the value of experience. On the slow disappearance of hobbies
[re-post]

For decades, hobbies have functioned as marginal yet crucial social spaces, where non-productive and non-monetised practices fostered informal forms of community-building and non-professional identities.

This re-post from "il Post" (in Italian) examines the decline of hobbies as a symptom of broader transformations in the relationship between work, leisure, and consumption, shaped by the growing pressure to monetise personal activities and experiences.

From a historical-phenomenological perspective, the erosion of hobbies offers a lens through which to observe changing notions of agency, value, and social belonging.

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Negli ultimi decenni, gli hobby hanno rappresentato spazi sociali marginali ma cruciali, in cui pratiche non produttive e non monetizzate hanno favorito forme di comunitarizzazione informale e identità non professionali. Questo re-post di un articolo de "il Post" analizza il progressivo declino deg...

+++neu+++Paolo Virno und die semantische Transformation der Arbeit.[von Jacopo Ciammariconi]https://tribes.hypotheses.or...
09/01/2026

+++neu+++

Paolo Virno und die semantische Transformation der Arbeit.
[von Jacopo Ciammariconi]

https://tribes.hypotheses.org/4694

Der Tod von Paolo Virno bietet Anlass, sein Denken als Teil einer Geschichte der Arbeitsbegriffe neu zu betrachten. Arbeitsbegriffe funktionieren hier als concepts in action: Sie beschreiben die soziale Wirklichkeit nicht nur, sondern prägen sie aktiv mit. Kategorien wie „komplexe Arbeit“, „Multitude“ und „Massenintellektualität“ zeigen, wie seit den 1970er- und 1980er-Jahren neue Formen von Arbeit, Subjektivität und sozialer Reproduktion entstanden – und wie lange als marginal geltende Praktiken ins Zentrum theoretischer und politischer Debatten rückten. Virnos Werk fungiert als Laboratorium begrifflicher Innovation für die postfordistische Gesellschaft.
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The death of Paolo Virno provides an opportunity to reconsider his thought as part of a history of concepts of work. Work-related concepts function here as concepts in action: they do not merely describe social reality, but actively shape it. Categories such as “complex work,” “multitude,” and “mass intellectuality” show how, since the 1970s and 1980s, new forms of work, subjectivity, and social reproduction emerged—and how practices long considered marginal came to the center of theoretical and political debates. Virno’s work serves as a laboratory of conceptual innovation for post-Fordist society.

Der Tod von Paolo Virno lädt dazu ein, sein Denken als Teil einer Geschichte der Arbeitsbegriffe zu verstehen. Arbeitsbegriffe funktionieren hier als concepts in action: sie beschreiben die soziale Wirklichkeit nicht nur, sondern prägen sie aktiv mit. Kategorien wie „komplexe Arbeit“, „Multi...

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