Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts

Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts Wichtig ist aber auch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Einstellungen und deren Ursachen in der Mitte der Gesellschaft.

Ziel des Verein ist es, zusammen mit allen Akteuren, die sich in diesem Bereich in Trier engagieren, die Arbeit gegen Rechtsextremismus zu bündeln und breite Bevölkerungsschichten in die Arbeit mit einzubeziehen. Der Verein will Gegenöffentlichkeit herstellen, wenn rechtsextreme Parteien und Organisationen ihre menschenverachtende Ideologie durch Kundgebungen und Aufmärsche verbreiten. Häufig wird

Rechtsextremismus als ein Problem des politischen Randes wahrgenommen. Klar ist aber, belegt z.B. durch die „Mitte-Studien“ der Friedrich Ebert Stiftung, dass rechtsextremes Denken in Deutschland kein „Randproblem“ ist. Rassistische, antisemitische, fremdenfeindliche und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind auch in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet. Sich diesem Trend entgegenzustellen, ist die Aufgabe aller gesellschaftlichen Akteure. Eine breite öffentliche Debatte über die positive und emanzipatorische Gestaltung einer demokratischen und an den Menschenrechten orientierten Gesellschaft ist vor diesem Hintergrund unverzichtbar. Der Verein möchte Vernetzungsarbeit, Bildungsangebote und die Entwicklung kreativer Protestformen unterstützen, Recherche über die lokalen rechtsextremen Erscheinungsformen und Strukturen betreiben und dazu Informationsmaterialien erstellen. Hierzu gehört auch, die vorherrschenden Diskurse innerhalb der rechtsextremen Szene und modernisierte Elemente innerhalb der rechtsextremen Ideologie, wie z.B. Ethnopluralismus, zu durchschauen. Jede und Jeder kann Mitglied des Vereins werden und dadurch ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzten. Institutionen, Gruppen und Verbände können ebenfalls Mitglied werden.

Am Samstag, 17.05.25 findet unser politisches Straßenfest statt. Das erwartet euch an den Ständen der einzelnen FUZ-Grup...
06/05/2025

Am Samstag, 17.05.25 findet unser politisches Straßenfest statt. Das erwartet euch an den Ständen der einzelnen FUZ-Gruppen. Wir freuen uns auf euren Besuch! Lasst uns zusammen 25 Jahre FUZ feiern! 🌈

Am Samstag, 17.05.25 findet unser politisches Straßenfest statt. Das erwartet euch an den Ständen der einzelnen FUZ-Gruppen. Wir freuen uns auf euren Besuch! Lasst uns zusammen 25 Jahre FUZ feiern! 🌈☀️

Das "Bündnis gegen Antifeminismus" in Trier bietet dieses Jahr mehrere Veranstaltungen zum Thema "Rollenbilder und Gewal...
28/04/2025

Das "Bündnis gegen Antifeminismus" in Trier bietet dieses Jahr mehrere Veranstaltungen zum Thema "Rollenbilder und Gewalt" an.
Den Start macht pro familia Trier mit einer Infoveranstaltung zum Thema "Kinder kriegen: ja oder nein?" am 22.05.2025 um 18 Uhr im Palais.

ProgrammKundgebung "Für eine offene und solidarische Gesellschaft"15.02.2025 // Porta Nigra14 - 15 UhrEUROPARaymond Beck...
13/02/2025

Programm
Kundgebung "Für eine offene und solidarische Gesellschaft"
15.02.2025 // Porta Nigra

14 - 15 Uhr

EUROPA
Raymond Becker (Lux)
Netzwerkhafen Ukraine e.V.

SOZIALE GERECHTIGKEIT
Für ein buntes Trier - gemeinsam gegen Rechts e.V.
Offenes Antifaschistisches Treffen Trier (OAT)
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Trier (KAB)
DGB Region Saar-Trier & NGG-Region Trier

Highlights:
Demo - Chor
Julia Reidenbach
Hennich und Hanschel

15 - 16 Uhr

JÜNGERE und ÄLTERE gegen RECHTS
Bund der deustchen katholischen Jugend Diozöse Trier (BDKJ)
Omas gegen Rechts

MIGRATION
Refugee Law Clinic Trier (RLC)
Iranische Community Trier
Gemeinsame Diakonische Werke Rheinland-Süd gGmbH
Syrische Community Trier

Highlight:
"Unser Haus" Performance by Frosch Kultur & KATZ-Theater e.V.

16 - 16:30 Uhr

QUEERFEMINISMUS
SCHMIT-Z e.V.
Feministische Vernetzung Trier
Vernetzung für sexuelle und reproduktive Rechte in der Großregion Trier

Highligt:
Julius und Mark vom Schmitz

16:30 - 17 Uhr

SOLIDARITÄT „Wehret den Anfängen“
Arbeitskreis "Trier im Nationalsozialismus" der AG Frieden
Vereinigung bunter Hochwald
Antiatomnetz Trier

Highlight:
Wim Negelen

17 - 18 Uhr

INKLUSION
Club Aktiv e.V.
Elfriede Mommenthal

KLIMAGERECHTIGKEIT + TIERSCHUTZ
Churches for future Trier
Psychologists for future Trier
Animal Liberation Trier

Highlights:
Tamara Köcher
Rico and his dancing girls
Alpina Weiss Bescheid
Demo-Chor

🌟Vor der Nie-wieder-ist-Jetzt Kundgebung diesen Samstag wird es einen Sternmarsch aus drei Demonstrationen geben, die um...
13/02/2025

🌟Vor der Nie-wieder-ist-Jetzt Kundgebung diesen Samstag wird es einen Sternmarsch aus drei Demonstrationen geben, die um 13:00 am Viehmarkt, Hauptbahnhof, und St. Paulin starten, um gleichzeitig gegen 14:00 die Kundgebung an der Porta Nigra zu erreichen! ✨
❤️🧡💛💚💙💜
Die Demo vom Viehmarkt wird von Omas gegen Rechts Trier, Pulse of Europe Trier und dem Trierer Archiv für Geschlechterforschung und Digitale Geschichte organisiert (gewünscht ist hier ein Fokus auf ein solidarisches Miteinander).
Die Demo vom Hauptbahnhof wird von der Arbeitsgemeinschaft Frieden und der Feministischen Vernetzung organisiert.
Die Demo von St. Paulin wird von Studis gegen Rechts, Greenpeace und dem Offenen Antifaschistischen Treffen organisiert.
Schließt euch einer dieser Demos an! Lasst uns zeigen, dass wir viele sind, die an einem solidarischen Miteinander festhalten, und uns Mut machen, auch nach diesem Tag für eine offene Gesellschaft aufzustehen!
❤️🧡💛💚💙💜

Einladung zur gemeinsamen Gedenkstunde zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am Montag, den 27.1.2025 im Kurfürstliche...
14/01/2025

Einladung zur gemeinsamen Gedenkstunde zum Internationalen Holocaust-Gedenktag am Montag, den 27.1.2025 im Kurfürstlichen Palais, Trier.
Der Landesverband der Sinti und Roma RLP und die Jüdische Gemeinde Trier gestalten erstmals gemeinsam eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden viele Menschen entrechtet, verfolgt, deportiert und ermordet. Darunter waren ca. 6 Millionen Juden, 500.000 Sinti und Roma sowie Tausende anderer Verfolgte.
Nach Grußworten von Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Christian Kling und Jeanna Bakal werden Zeitzeugen beider Gemeinschaften über ihre Erlebnisse während dieser Zeit sprechen.
Für den musikalischen Rahmen sorgen Irina Ladyjenskaja (Klavier) und Annette Golub (Violine).
„Auschwitz“ steht heute synonym für den Massenmord der Nationalsozialisten an Millionen von Menschen. Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrations - und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit.
Kooperationspartner: Stadt Trier, Buntes Trier e.V., AG Frieden e.V., Trierer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., Pastoraler Raum Trier.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Bitte weisen Sie sich am Einlass aus.

Auch in Trier wurden Sinti und Roma in Konzentrationslager deportiert. Daran will der Stolpersteinrundgang am 26.1.25 um 15.00 Uhr erinnern. Er führt zu den Stolpersteinen der Sinti- und Roma-Opfer und den Orten der Verfolgung dieser Minderheit in der Nazi-Zeit und danach. Teilnahme kostenlos, barrierefrei und ohne Anmeldung.

Wenn Menschen Rassismus erleben, ist dies zutiefst verletzend und entwürdigend. Für nicht wenige Menschen unter uns ist ...
17/12/2024

Wenn Menschen Rassismus erleben, ist dies zutiefst verletzend und entwürdigend. Für nicht wenige Menschen unter uns ist es dennoch oft Realität. Daher ist es wichtig, dass Politik und Gesellschaft sich gemeinsam für ein Leben frei von Rassismus einsetzen.
Das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Rassismus unser Zusammenleben und unsere demokratische Gesellschaft bedroht, ist groß. Viele Menschen engagieren sich direkt oder indirekt in der Antirassismusarbeit. Das ist ein erfreuliches Zeichen.
Im vierten Teil unserer fünfteiligen Veranstaltungsreihe „Rassismus im Fokus“ widmen wir uns daher der praktischen Antirassismusarbeit. Wir wollen Menschen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen zu Wort kommen lassen, die diese wichtige Arbeit leisten. Wie gelingt sie, welche Hürden stellen sich ihr in den Weg und was sind überhaupt aktuell wichtige Hand¬ lungsfelder der Antirassismusarbeit? Wir wollen aber auch darüber reden, welche Wider¬ stände Antirassismusarbeit erschweren und wie sie durch aktuelle Debatten in Politik und Gesellschaft beeinflusst wird.
Hierzu laden wir Sie herzlich am 15. Januar 2025 um 18 Uhr in die Volkshochschule Trier ein. Anmeldungen unter: [email protected]

Die Veranstaltungsreihe „Rassismus im Fokus“ ist eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland¬Pfalz, dem Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, der Arbeitsgemein¬ schaft der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland¬Pfalz (AGARP), dem Initiativausschuss für Migrationspolitik
in Rheinland¬Pfalz sowie lokalen Kooperationspartner*innen aus den jeweiligen Veranstaltungsorten. Bei der vierten Veran¬ staltung sind dies die Stadt Trier und das Multikulturelle Zentrum Trier e.V.

Keine diskriminierende Bezahlkarte gegen Geflüchtete in Trier! “Die (...) Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu...
05/12/2024

Keine diskriminierende Bezahlkarte gegen Geflüchtete in Trier!

“Die (...) Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.”
(BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2012 - 1 BvL 10/10 -, Rn. 95)

Seit einigen Wochen ist der Koalitionsvertrag des selbsterklärten “Zukunftsbündnisses” im Stadtrat aus CDU, FDP und Grünen der Öffentlichkeit zugänglich. https://www.zukunftsbuendnis-trier.de/ Über vieles in diesem Koalitionsvertrag kann man streiten, doch es geht heute um einen spezifischen Absatz. Nachdem bereits die Ampel aus SPD, Grünen und CDU im Frühjahr im Stadtrat einen Prüfauftrag dazu beschlossen hatte, steht nun auf Seite 49 des “Zukunftsbündnisses”: “Die Landesregierung entwickelt aktuell im Ministerium für Integration eine Bezahlkartenlösung für Rheinland-Pfalz. Sobald diese abgestimmt für das Land vorliegt, soll die Lösung auch in Trier umgesetzt werden. (...)”.
Wir halten diese Zielsetzung für grundfalsch und sind zutiefst enttäuscht von dieser Entscheidung der neuen Stadtratsmehrheit.

Wir wollen deshalb dagegen halten und Begründen hier warum:
Die Bezahlkarte ist unserer Meinung nach populistische, unsachliche Symbolpolitik. Sie ist ein Diskriminierungsinstrument, mit dem

- der Vorrang von Sachleistungen statt Bargeld zementiert werden soll.

- Überweisungen und Lastschriften eingeschränkt / ausgeschlossen werden können. - Menschen der Bargeldbetrag auf ein Minimum gekürzt werden soll,

- die Auswahl der Geschäfte beschränkt und - der Einkauf regional begrenzt werden kann.

Der Beschluss, eine Bezahlkarte einzuführen, folgt einer rassistischen Kampagne. Die Aussage, Geflüchtete würden wegen der besseren Sozialleistungen hierzulande fliehen, widerspricht jeder wissenschaftlichen Erkenntnis. Mit einer Bezahlkarte wird das grundgesetzlich garantierte Existenzminimum weiter unterschritten, das schon jetzt für Geflüchtete um fast 20% unter dem verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimum liegt. Die ehemalige Ampel-Regierung hatte angesichts dieses Verfassungsbruchs noch angekündigt, dass sie „das Asylbewerberleistungsgesetz im Lichte der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts weiterentwickeln“ werde. Aber davon ist nichts mehr zu hören.
Gründe, warum pauschal allen Asylsuchenden diese Bestrafung zugefügt wird, obwohl sie nichts Unanständiges getan haben, sucht man vergeblich. Dass durch die Karte, durch pauschale Beschränkungen des Bargelds Verwaltungshandeln erleichtert werden soll ist eine Behauptung, die dank erster Gerichtsurteile widerlegt wurde, die diese Maßnahme für unzulässig erklärt haben. Auch aus der Trierer Stadtverwaltung gibt es Aussagen, dass die Bezahlkarte hier vor Ort vorraussichtlich weder Arbeitszeit, noch Kosten einspare, im Gegenteil.
Ein weiteres Argument ist, dass man verhindern wolle, dass Sozialleistungen ins Ausland überwiesen werden. Warum es jetzt aber verwerflich sein soll, wenn ein*e Asylbewerber*in von dem mickrigen Geld, dass er*sie bekommt, ein paar Euros absparen kann, um sie zum Beispiel den Geschwistern oder der kranken Oma in der Heimat zu schicken, konnte uns bisher noch niemand erklären.

Übrig bleibt somit nur ein illegitimes Ziel: Menschen, die nichts verbrochen haben, soll das Leben so schwer gemacht werden, dass sie Deutschland schnellstmöglich wieder verlassen. Rausekeln würden viele von uns sagen. Verjagen. Menschen schlecht behandeln als neue Maxime demokratischer Politik. Wie konnten wir nur zu diesem enttäuschenden Punkt kommen?
Vor gerade mal 12 Jahren hatte das Bundesverfassungsgericht ein wegweisendes Urteil zum Umgang mit Asylbewerberleistungen verfasst, dass angesichts der Härte und Eiseskälte des Tons vieler Entscheidungsträger*innen in der Asyldebatte mittlerweile wohl als linksradikal diffamiert würde. Wir zitieren zwei zentrale Passagen, die grundsätzliche Bedenken bezüglich der Intentionen hinter der Bezahlkarte aufwerfen:
“Auch eine kurze Aufenthaltsdauer oder Aufenthaltsperspektive in Deutschland rechtfertigte es im Übrigen nicht, den Anspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums auf die Sicherung der physischen Existenz zu beschränken. Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG verlangt, dass das Existenzminimum in jedem Fall und zu jeder Zeit sichergestellt sein muss (vgl. BVerfGE 125, 175 ). Art. 1 Abs. 1 GG garantiert ein menschenwürdiges Existenzminimum, das durch im Sozialstaat des Art. 20 Abs. 1 GG auszugestaltende Leistungen zu sichern ist, als einheitliches, das physische und soziokulturelle Minimum umfassendes Grundrecht. Ausländische Staatsangehörige verlieren den Geltungsanspruch als soziale Individuen nicht dadurch, dass sie ihre Heimat verlassen und sich in der Bundesrepublik Deutschland nicht auf Dauer aufhalten (vgl. Rothkegel, ZAR 2010, S. 373 ). Die einheitlich zu verstehende menschenwürdige Existenz muss daher ab Beginn des Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland realisiert werden.

Migrationspolitische Erwägungen, die Leistungen an Asylbewerber und Flüchtlinge niedrig zu halten, um Anreize für Wanderungsbewegungen durch ein im internationalen Vergleich eventuell hohes Leistungsniveau zu vermeiden, können von vornherein kein Absenken des Leistungsstandards unter das physische und soziokulturelle Existenzminimum rechtfertigen (vgl. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Familie und Senioren vom 24. Mai 1993, BTDrucks 12/5008, S. 13 f.). Die in Art. 1 Abs. 1 GG garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.”
Doch genau das ist, was hier versucht wird: Demokratische Politikerinnen und Politiker überbieten sich gegenseitig mit ihren Versuchen, wer die feindseligere Atmosphäre für Schutzsuchende schaffen kann. Längst wird akzeptiert, dass Asylsuchende wie Kriminelle behandelt werden. Jahrelange Rhetorik über “irreguläre Migration”, “Sozialschmarotzer”, “Sozialtourismus”, “kleine Paschas” etc. aus der selbsterklärten “Mitte” hat dafür den Weg bereitet. So wurde die Entsolidarisierung mit ganzen Bevölkerungsgruppen eingeleitet.
Wir können verstehen, wenn sich manche denken, dass unsere Aufregung über diese eine, vermeintlich kleine und technische Maßnahme überzogen ist.
Aber es sind diese einzelnen Schritte, diese vielen einzelnen Maßnahmen, die die Rechtsverschiebung von Politik und Gesellschaft nach und nach, Stück für Stück zur

Realität machen. Es geht um Politik, die -selbst laut der eigenen Stadtverwaltung- mit Sachgründen kaum bis nicht begründbar ist. Um Politik, die nicht mehr die Verbesserung der Leben von Menschen zum Ziel hat. Sondern, wenn sich die Verantwortlichen wirklich ehrlich machen, nur der Gängelung, der Schikane, der Herabwürdigung einer einzelnen Gruppe dient. Weil es gerade populär scheint, auf diese Gruppe einzudreschen. Oder zumindest zu unpopulär, sich der Stimmungsmache gegen diese Gruppe entgegenzustellen und Haltung zu zeigen.
Aber wenn sich die demokratischen Kräfte dieser Entwicklung nicht mehr entgegenstellen, wer dann? Was heißt das für unsere Gesellschaft und die nächsten Jahre? Wenn selbst in einer Region wie Trier, wo die AfD keine reale Macht hat, im Stadtrat immerhin unter 10% geblieben ist. Wenn sich selbst dann die Demokratinnen und Demokraten unserer Stadt zu Mittäter*innen ihres Agendasettings machen?

Ja, es mag wie nur eine einzige, technische Maßnahme wirken. Aber sie ist Teil eines Ganzen. Teil der berühmten Schneeballdynamik, die zertreten werden muss, bevor sie eine Lawine auslösen kann. Wir wollen nicht von der Seitenlinie zuschauen. Wir wollen diese Entscheidung zum Anlass nehmen, um hier in dieser Stadt, unserem Trier, ein klares Stopp-Signal zu senden. Wir wollen den Verantwortlichen der Parteien unmissverständlich zeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Dass wir eine andere Politik in unserer Stadt wollen. Eine Politik der Integration, statt der Ausgrenzung. Des Zusammenhalts, statt der Spaltung. Wir fordern die gewählten demokratischen Politiker*innen auf, besser zu sein und sich sachlich und vor allem mit mitmenschlicher, solidarischer Grundhaltung zu handeln. Hört auf, uns zu sagen, wessen Leben ihr wie schlechter machen könnt und präsentiert Lösungen, wie ihr unser aller Leben besser machen wollt!

Deswegen stehen wir heute hier: In Solidarität mit den Geflüchteten, den Betroffenen, den Sündenböcken.
Danke an die Organisator*innen, an euch, die hier mit uns zusammen stehen, und alle, die bei uns sind, auch wenn sie heute nicht hierher kommen konnten.
Freund*innenschaft!

(Nils Claasen, Vorstand Buntes Trier, Kundgebung "Nein zur Bezahlkarte", 04.12.2024)

Sei kein Menschenfeind! Unterstütze unsere Petition gegen die Einführung der Bezahlkarte in Trier: openpetition.de/!wgvrd

600 Demonstrierende versammelten sich heute in Trier auf der Demo „Nie wieder ist wann? Menschenrechte kennen keine Gren...
16/11/2024

600 Demonstrierende versammelten sich heute in Trier auf der Demo „Nie wieder ist wann? Menschenrechte kennen keine Grenzen!“
Karo und Lin aus dem Vorstand von Buntes Trier hielten eine kraftvolle Rede gegen den wachsenden Antifeminismus in unserer Gesellschaft und setzten ein starkes Zeichen gegen Femizide. Hier ein eindringliches Gedicht, das Teil der Rede war: 🌈✊

„Morgen, Kinder, wird’s was geben,
Denn wenn Frau nicht kuscht, wird sie gekillt.
Totenklagen, Grabgesang,
So fängt unser Fest gut an:
13 werden noch umgebracht,
Heißa, dann ist Weihnachtstag!
Femizid wird oft verkannt,
Als „Beziehungstat“ benannt.
„War sie brav?“ oder „Schuld daran?“
Wir sagen: Schluss mit diesem Wahn!
Hört, wie still die Straße klingt,
Heißa, bis der Morgen winkt.
Ein Geschenk, das keiner will,
Doch die Welt bleibt tödlich still.
Aber wir sind hier und laut,
Für jede, die man missbraucht.
Für jede, die man zum Schweigen zwang,
Erhebt die Faust, erhebt den Klang!
Morgen wird es Hoffnung geben,
Denn wir kämpfen für das Leben!
Schluss mit Tränen, Schluss mit Leid,
Wir fordern Schutz und Sicherheit!
Nicht länger schweigen, still und kalt –
Für unser Recht: brennt nieder das Patriarchat“

Eine Politik, die den Zorn einiger damit besänftigen will, dass sie sich das Verschlechtern der Lebensbedingungen manche...
16/11/2024

Eine Politik, die den Zorn einiger damit besänftigen will, dass sie sich das Verschlechtern der Lebensbedingungen mancher zum Ziel setzt, können wir niemals akzeptieren und verliert jegliche Legitimität. Wir stellen uns dem in den Weg. Wir erwarten besseres von den demokratischen Politikerinnen und Politikern unserer Stadt! Die breite Mehrheit der Triererinnen und Trierer hat bei den vergangenen Stadtratswahlen deutlich gemacht, dass sie mit der spalterischen Agenda à la “AfD” nichts zu tun haben will.

Deshalb fordern wir das “Zukunftsbündnis” aus CDU, FDP und Grünen auf: Stoppt diesen Irrweg! Achtet die Würde aller Mitmenschen! Keine pauschale Bezahlkarte in Trier!

Unterstützt unsere Petition, um eine Bezahlkarte für Geflüchtete in Trier zu verhindern: openpetition.de/!wgvrd

Seit einigen Tagen ist der Koalitionsvertrag des selbsterklärten “Zukunftsbündnisses” im Stadtrat aus CDU, FDP und Grünen der Öffentlichkeit zugänglich (https://www.zukunftsbuendnis-trier.de/ (https://www.zukunftsbuendnis-trier.de/)). Wir wollen uns auf einen Absatz daraus fokussieren. Auf ...

Was ist israelbezogener Antisemitismus und wie erkenne ich ihn?Israelbezogener Antisemitismus ist eine Form des Antisemi...
12/11/2024

Was ist israelbezogener Antisemitismus und wie erkenne ich ihn?

Israelbezogener Antisemitismus ist eine Form des Antisemitismus, in der Israel als zentrales Symbol jüdischen Lebens und Überlebens nach dem Holocaust zur Projektionsfläche für antisemitische Vorstellungen wird. Er ist die gegenwärtig am stärksten verbreitete und die gesellschaftlich normalisierteste Form des Antisemitismus und findet sich in allen politischen Milieus – von der politischen Linken, insb. ‚antiimperialistischen‘ Zusammenhängen, über die ‚legitime Israelkritik‘ bildungsbürgerlicher Kreise bis zur extremen Rechten und dem islamistischen Spektrum. Der Bezug auf Israel und „die Zionisten“ ermöglicht es, judenfeindliche Ressentiments zu verbreiten, ohne von „den Juden“ reden zu müssen – um sich damit weniger angreifbar zu machen.

Die geteilte – mal offene, mal implizite – Feindschaft gegenüber Israel führt dabei auch zu neuen Allianzen zwischen diesen Gruppen, die sich ansonsten ideologisch Spinnefeind sind. Dies erklärt sich dadurch, dass Antisemitismus mehr ist als nur Vorurteil oder Diskriminierung von Jüdinnen und Juden. Antisemitismus ist eine falsche Art und Weise, sich die Welt zu erklären, in der komplexe gesellschaftliche Verhältnisse auf eindeutige Gut-Böse- und Täter-Opfer-Gegensätze heruntergebrochen werden, in identitären Kategorien wie Volk oder Nation und in verschwörungsideologischen Mustern gedacht wird.

„Die Juden“ und Israel nehmen in solchem Denken die gleiche Funktion ein: sie erlauben es, „die Täter“, die Schuld sind an allem, was das jeweilige Individuum ablehnt, eindeutig zu identifizieren und zu bekämpfen. Sowohl „die Juden“ als auch der jüdische Staat werden dabei mit jahrhundertealten Vorstellungen von Allmacht, Bösartigkeit oder Gier belegt, die sich oftmals mit Verschwörungsmythen verbinden. Israel erscheint als „Kollektivjude“, dem auf der Weltbühne bzw. im Nahen Osten eine ähnliche Funktion zugeschrieben wird wie „den Juden“ in anderen Formen des Antisemitismus: Israel würde besonders unmoralisch handeln, Kriege anzetteln, Völker ausbeuten oder gleich ganz vernichten wollen (Vorwurf des Genozids).

Eine erste Annäherung an die Frage, ob eine Aussage über Israel als antisemitisch einzustufen ist, erlaubt der sogenannte „3D-Test“.

Die „3Ds“ sind:

- Delegitimierung (Aberkennung des Existenz- und Selbstverteidigungsrechts)

- Dämonisierung (NS- und Apartheid-Vergleiche)

- Doppelte Standards (Forderungen, die sonst an keinen demokratischen Staat gestellt werden)

Dabei ist anzumerken, dass es sich beim „3D-Test“ nicht um eine einfache Checkliste handelt, mithilfe derer Aussagen in jedem Fall eindeutig einzuordnen sind. Vielmehr dient er als Instrument, um Aussagen herauszufiltern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Antisemitismus enthalten. Gleichzeitig sind Aussagen, die nicht unter die Kategorien des 3D-Tests fallen, nicht automatisch frei von Antisemitismus. In nicht unmittelbar eindeutigen Fällen ist es daher notwendig, den Kontext einer Aussage genauer zu analysieren, um zu einem Urteil zu gelangen.
Eine Kritik an israelischer Politik, die vergleichbar ist mit der an anderen Staaten und ihrer Politik, ist jedoch nicht antisemitisch.

In den nächsten Wochen werden wir uns mit den am häufigsten vorkommenden israelbezogen antisemitischen Narrativen kritisch auseinandersetzen. Dabei wird es z.B. um die Vorwürfe von „Genozid“, „Apartheid“ und „Kindesmord“ gegenüber Israel gehen. Im nächsten Post wird es um die Geschichte des israelbezogenen Antisemitismus gehen, die nicht erst 1948 mit der Staatsgründung beginnt, sondern sich bereits gegen die Ende des 19. Jh. aufkommende Idee des Zionismus richtet.

Buntes Trier und Amnesty International Trier stellen sich vor. Kommt am 20.11.2024 zwischen 17 und 19 Uhr zu unserem Inf...
11/11/2024

Buntes Trier und Amnesty International Trier stellen sich vor. Kommt am 20.11.2024 zwischen 17 und 19 Uhr zu unserem Infostand in der Brotstraße Höhe Commerzbank. Lernt uns uns unsere Arbeit kennen.

Adresse

Pfützenstraße 1
Trier
54290

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts senden:

Teilen