07/10/2026
Heute ist der "Welttag für menschenwürdige Arbeit". Wir freuen uns, dass die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler uns dazu ein Grußwort geschickt hat. Siehe auch hier:
https://www.kab-trier.de/aktuelles/uebersicht/detailansicht/article/grusswort-zum-welttag-fuer-menschenwuerdige-arbeit
Foto: MASFFJ/Jülich
"Liebe Mitglieder der KAB,
liebe Engagierte,
liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
menschenwürdige Arbeit ist ein Anspruch, der für alle Beschäftigte gelten muss – unabhängig davon, woher sie kommen, in welcher Branche sie arbeiten oder ob ihr Arbeitsplatz in einem Betrieb, auf einer Baustelle oder hinter dem Steuer eines Lkw ist.
Deshalb ist es wichtig, am Welttag der menschenwürdigen Arbeit den Blick gerade auf diejenigen zu richten, deren Arbeitsbedingungen häufig weniger sichtbar sind. Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer halten unsere Wirtschaft und unseren Alltag am Laufen. Gleichzeitig erleben viele von ihnen hohen Zeitdruck, lange Abwesenheiten von ihren Familien und schwierige Bedingungen unterwegs. Wer täglich Verantwortung für schwere Fahrzeuge und wertvolle Ladung trägt, verdients selbst verlässliche Arbeitsbedingungen, Schutz und Respekt.
Ich danke der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung dafür, dass sie mit ihrem diesjährigen Schwerpunkt „Waren fahren – Würde bewahren. Gute Arbeit auf dem Lkw“ genau darauf aufmerksam macht. Menschenwürdige Arbeit darf nicht an der Laderampe oder auf dem Rastplatz enden.
Als Arbeitsministerin ist mir bewusst: Faire Arbeit entsteht nicht von allein. Wir müssen sie gemeinsam gestalten. Deshalb haben wir in Rheinland-Pfalz die Landesinitiative „Stark für faire Arbeit“ ins Leben gerufen. Unter dem Leitgedanken „Sichern. Beteiligen. Gestalten.“ bündeln wir unsere Arbeit in drei Bereiche, die für uns dringend zusammengehören: ein wirksamer Arbeits- und Gesundheitsschutz, eine starke Mitbestimmung sowie Tarifbindung und Tariftreue für faire Arbeitsbedingungen und fairen Wettbewerb.
Gerade in grenzüberschreitenden Branchen wie dem Straßengüterverkehr zeigt sich, wie wichtig verlässliche soziale Standards und ihre wirksame Durchsetzung sind. Wettbewerb darf nicht darüber geführt werden, wer bei Löhnen, Arbeitszeiten oder beim Schutz der Beschäftigten die niedrigsten Standards bietet. Faire Arbeit und wirtschaftliche Stärke sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Faire Bedingungen stärken Beschäftigte, verantwortungsvolle Unternehmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Internationale Tag der menschenwürdigen Arbeit erinnert uns daran, dass Würde auch in der Arbeitswelt ganz praktisch wird: durch Sicherheit, faire Bezahlung, Mitsprache und Respekt.
Ich danke allen, die sich dafür einsetzen – in der KAB, in den Gewerkschaften und Interessenvertretungen, in verantwortungsvollen Unternehmen und jeden Tag am Arbeitsplatz.
Allen Beteiligten wünsche ich einen guten Austausch, starke Impulse und weiterhin Kraft für Ihr Engagement für menschenwürdige und faire Arbeit!
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend