30/09/2026
Wie wird Arbeit in Zukunft wirklich inklusiv?
Rund 60 Besucher*innen kamen am 24. September zur Podiumsdiskussion des Projekts „Selbstvertretung – von uns für uns!“ der Lebenshilfe Trier und der VHS Trier im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie.
Im gut gefüllten Saal wurde darüber diskutiert, was sich verändern muss, damit Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenarbeiten können – und welche Hürden einer wirklich inklusiven Arbeitswelt noch immer im Weg stehen.
Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer, Präsidentin der Universität Trier. Auf dem Podium diskutierten Marko Arnoldy (Personalleiter REWE Tim Schirra oHG), Heike Josten (Expertin in eigener Sache und Selbstvertreterin), Gerd Dahm (Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Trier), Reinhilde Willems (Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Trier) und Martin Herz (Geschäftsführer der Lebenshilfe-Werke Trier).
Im Fishbowl-Format konnte sich auch das Publikum aktiv beteiligen und eigene Erfahrungen, Fragen und Perspektiven einbringen.
Ein zentraler Gedanke des Abends: Nicht über Menschen mit Behinderung reden, sondern mit ihnen. Inklusion bedeutet, Stärken und Potenziale zu erkennen, Selbstbestimmung zu ermöglichen und Menschen mit Behinderung an der Gestaltung der Arbeitswelt zu beteiligen.
Deutlich wurde aber auch, welche Perspektive fehlte: die von Unternehmen, die bislang keine Menschen mit Behinderung beschäftigen oder inklusiver Beschäftigung skeptisch gegenüberstehen. Welche Vorbehalte und Hindernisse gibt es dort? Und was muss passieren, damit auch diese Betriebe sich auf den Weg machen?
Der Abend hat gezeigt: Der Austausch über inklusive Arbeit muss weitergehen. Denn eine inklusive Arbeitswelt kann nur gemeinsam entstehen.
Begleitet wurde die Veranstaltung von einer kleinen Ausstellung des Projekts und Gebärdensprachdolmetschenden.
Das Projekt „Selbstvertretung – von uns für uns!“ wird durch Aktion Mensch gefördert.
+++ Leichte Sprache +++
Wie kann Arbeit für alle Menschen gut sein?
Am 24. September gab es eine Gesprächs-Runde in der VHS Trier.
Das Thema war:
Wie wird Arbeit in Zukunft wirklich inklusiv?
Inklusiv bedeutet:
Alle Menschen können mitmachen.
Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung.
Die Lebenshilfe Trier und die VHS Trier haben die Veranstaltung zusammen gemacht.
Die Veranstaltung war Teil von der Langen Nacht der Demokratie.
Etwa 60 Menschen waren dabei.
Der Saal war gut gefüllt.
Bei der Gesprächs-Runde ging es um wichtige Fragen:
Was brauchen Menschen mit Behinderung für eine gute Arbeit?
Welche Hindernisse gibt es noch?
Was müssen Firmen verändern?
Und wie können Menschen mit Behinderung ihre Stärken bei der Arbeit zeigen?
Viele verschiedene Menschen haben mitgemacht
Die Gesprächs-Leitung hatte Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer.
Sie ist Präsidentin von der Universität Trier.
Diese Menschen waren bei der Gesprächs-Runde dabei:
Marko Arnoldy von REWE.
Heike Josten.
Sie ist Selbst-Vertreterin und Expertin in eigener Sache.
Gerd Dahm.
Er ist der Beauftragte für Menschen mit Behinderung bei der Stadt Trier.
Reinhilde Willems von der Agentur für Arbeit Trier.
Und Martin Herz von den Lebenshilfe-Werken Trier.
Auch die Besucher*innen konnten mitreden.
Dafür gab es einen freien Platz in der Gesprächs-Runde.
Wer etwas sagen wollte,
konnte sich auf diesen Platz setzen.
Das nennt man Fishbowl.
Menschen mit Behinderung sollen selbst mitreden
Ein wichtiger Gedanke war:
Wir dürfen nicht nur über Menschen mit Behinderung sprechen.
Wir müssen mit ihnen sprechen.
Menschen mit Behinderung wissen selbst am besten:
Was brauchen sie?
Was können sie gut?
Und was muss sich verändern?
Deshalb sollen Menschen mit Behinderung mitreden und mitentscheiden.
Das bedeutet Selbst-Vertretung.
Oder kurz gesagt:
Nichts über uns ohne uns!
Eine wichtige Sicht hat gefehlt
Bei der Gesprächs-Runde war auch ein Arbeitgeber dabei.
Aber eine wichtige Sicht hat gefehlt:
Firmen,
die noch keine Menschen mit Behinderung beschäftigen.
Manche Firmen haben vielleicht Sorgen oder Vorurteile.
Deshalb müssen wir fragen:
Warum beschäftigen manche Firmen keine Menschen mit Behinderung?
Welche Hindernisse gibt es?
Welche Unterstützung brauchen die Firmen?
Auch darüber müssen wir in Zukunft sprechen.
Denn Arbeit wird nur dann wirklich inklusiv,
wenn alle mitmachen.
Bei der Veranstaltung gab es auch eine kleine Ausstellung.
Und Gebärden-Sprach-Dolmetscher*innen waren dabei.
Die Veranstaltung gehörte zum Projekt
„Selbstvertretung – von uns für uns!“
von der Lebenshilfe Trier.
Aktion Mensch unterstützt das Projekt.