17/08/2026
Männerfresserin bundesweit auf dem Vormarsch🔍
Seit einigen Tagen erreichen uns vermehrt Meldungen zu Gottesanbeterinnen, die in der Region gesichtet werden. Wie diese Bilder, die von einer aufmerksamen Naturbeobachterin gemacht wurden☀️
In ganz Deutschland gehen vermehrt Meldungen ein.
Auf den Fotos sind die beiden großen Flecken auf den Beinen der Tiere gut erkennbar. Sie dienen der Abwehr. Auf angreifende Feinde wirken sie wie Augen, wenn sich die Gottesanbeterin aufrichtet.
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Da nur die erwachsenen Tiere Flügel haben, bedeutet das vermehrte Aufkommen, dass immer mehr ausgewachsene Gottesanbeterinnen unterwegs sind. Sie fallen auf, wenn sie auf der Suche nach Nahrung und Hochzeitspartnern kurze Flüge unternehmen und dabei auch in Gärten kommen oder sich sogar ins Haus verirren. In der Regel ist das ab Mitte August der Fall, in diesem Jahr hat die Hitze die Entwicklung wohl um zwei bis drei Wochen beschleunigt.
Warum Männerfresserin? 😂
Ca. 1/3 der Männchen stirbt bereits unmittelbar nach der Paarung, da sie von den Weibchen verspeist werden. Was grausam klingt, ist im Sinne der Arterhaltung nachvollziehbar, denn die Männchen haben ihre Schuldigkeit getan und die Weibchen stärken sich für die anstrengende Eierproduktion. Im Herbst werden auch die Weibchen sterben, nur die „Oothek“ genannten Eipakete überwintern.
🫵Um weiter beobachten und dokumentieren zu können, wie und wo sie sich ausbreitet, fordert der NABU alle auf Sichtungen zu melden.
Hierfür eignet sich das Meldeportal NABU Naturgucker👀
Fotos: Sonja Trossen