Verein Sternwarte Trier e.V.

Verein Sternwarte Trier e.V. Der Verein Sternwarte Trier e. V. widmet sich der astronomischen Bildung.

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 – Beobachtungen von der SternwarteAm 12. August 2026 bot sich ein besonderes as...
18/08/2026

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 – Beobachtungen von der Sternwarte

Am 12. August 2026 bot sich ein besonderes astronomisches Ereignis: Eine Sonnenfinsternis konnte von verschiedenen Beobachtungsstandorten aus verfolgt werden. Auch die Sternwarte auf dem Dach der Universität sowie die Außensternwarte Irsch boten hervorragende Möglichkeiten, das faszinierende Himmelsschauspiel zu beobachten und fotografisch festzuhalten.

Mit unserem Teleskopen konnten wir die Finsternis in beeindruckender Weise verfolgen. Das vergleichsweise kompakte Instrument eignet sich aufgrund seiner optischen Eigenschaften sehr gut für die Sonnenbeobachtung und ermöglicht detailreiche Aufnahmen der Sonnenscheibe. Unter Verwendung geeigneter und für die Sonnenbeobachtung zugelassener Schutzfilter konnten die einzelnen Phasen der Finsternis sicher beobachtet und dokumentiert werden.

Ein außergewöhnliches Himmelsschauspiel

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond von der Erde aus gesehen vor die Sonne. Je nach Standort wird dabei ein unterschiedlich großer Teil der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Für Beobachtende entsteht dadurch ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus Sonne, Mond und Erde, das sich innerhalb weniger Stunden abspielt und in dieser Form nur selten zu erleben ist.

Besonders spannend ist dabei nicht nur der eigentliche Moment der stärksten Bedeckung. Bereits der Beginn der Finsternis markiert den Auftakt zu einer langsam fortschreitenden Veränderung des Erscheinungsbildes der Sonne. Die Mondscheibe wandert scheinbar langsam über die Sonnenscheibe und gibt dabei immer neue Ansichten frei. Im weiteren Verlauf nimmt die Bedeckung wieder ab, bis die Sonne schließlich vollständig zu ihrer ursprünglichen Gestalt zurückkehrt.

Beobachtungen von der Dachsternwarte

Von der Sternwarte auf dem Dach der Universität ließ sich die Sonnenfinsternis besonders gut verfolgen. Die erhöhte Lage bietet einen weiten Blick über die Umgebung und ermöglicht dadurch gute Bedingungen für astronomische Beobachtungen, sofern Wetter und Sichtverhältnisse mitspielen.

Unser 80-mm-Refraktor kam dabei für die Beobachtung und Fotografie zum Einsatz. Gerade bei einem solchen Ereignis zeigt sich der Vorteil einer präzisen optischen Ausrüstung: Auch ein relativ kleiner Refraktor kann die Sonnenscheibe formatfüllend und kontrastreich abbilden und damit den Verlauf der Finsternis anschaulich dokumentieren.

Die entstandenen Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich die Position des Mondes vor der Sonnenscheibe im Laufe der Finsternis verändert. Aus den einzelnen Aufnahmen lässt sich so der zeitliche Verlauf des Ereignisses nachvollziehen.

Auch in der Außensternwarte Irsch wurde beobachtet

Parallel dazu konnte die Sonnenfinsternis auch in unserer Außensternwarte Irsch beobachtet werden. Der Standort bietet mit seiner Lage abseits des unmittelbaren Stadtumfelds gute Voraussetzungen für astronomische Beobachtungen. Auch hier wurde das Ereignis mit astronomischer Ausrüstung verfolgt und fotografisch dokumentiert.

Die Beobachtung von zwei unterschiedlichen Standorten macht das Ereignis besonders interessant. So konnten nicht nur verschiedene Eindrücke gesammelt, sondern auch die Möglichkeiten unserer beiden Beobachtungsplätze genutzt werden. Sowohl die Dachsternwarte als auch die Außensternwarte Irsch zeigten einmal mehr, wie vielseitig astronomische Beobachtungen mit vergleichsweise kompakter Ausrüstung durchgeführt werden können.

Für die fotografische Dokumentation kam unser 80-mm-Refraktor zum Einsatz. Bei der Sonnenfotografie ist neben der optischen Qualität vor allem die sichere Filterung des Sonnenlichts entscheidend. Nur speziell für die Sonnenbeobachtung geeignete und korrekt eingesetzte Filter ermöglichen eine gefahrlose Beobachtung durch ein Teleskop.

Die Aufnahmen geben einen unmittelbaren Eindruck von der Finsternis und machen sichtbar, wie sich die Bedeckung der Sonnenscheibe verändert. Gerade in einer Bildserie wird deutlich, dass eine Sonnenfinsternis kein einzelner Moment, sondern ein über einen längeren Zeitraum ablaufendes astronomisches Ereignis ist.

Ein gelungener Beobachtungstag

Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 war damit auch für unsere Sternwarten ein besonderer Beobachtungstag. Sowohl von der Sternwarte auf dem Dach der Universität als auch von der Außensternwarte Irsch konnte das Ereignis gut verfolgt und mit unseren Teleskopen fotografisch festgehalten werden.

Die Bilder dokumentieren nicht nur ein seltenes astronomisches Ereignis, sondern vermitteln auch einen Eindruck davon, wie faszinierend die Beobachtung des Himmels mit vergleichsweise überschaubarem technischen Aufwand sein kann. Eine Sonnenfinsternis verbindet dabei wissenschaftliche Beobachtung, technische Präzision und ein außergewöhnliches Naturerlebnis.

Wir freuen uns, einige der während der Beobachtung entstandenen Aufnahmen zeigen zu können – und damit die Eindrücke dieses besonderen Tages ein Stück weit weiterzugeben.

Die partielle Sonnenfinsternis am kommenden Mittwoch, dem 12. August 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e...
07/08/2026

Die partielle Sonnenfinsternis am kommenden Mittwoch, dem 12. August 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V. und Sternwarte Trier

Das astronomische Ereignis des Jahres steht kurz bevor: Am Abend des 12. August 2026 kann man – klaren Himmel natürlich vorausgesetzt – in Deutschland kurz vor Sonnenuntergang eine fast totale Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne zu einer schmalen Sichel wird. In Trier wird die Sonne bis zu 89,3 % vom Mond bedeckt.

Die Sonne steht während der Finsternis bereits tief am Westhorizont. Vollkommen freie Sicht nach Westen bzw. Nordwesten ist daher unabdingbar. In Trier eignen sich die Korlinger Höhe, Tarforster Höhe, Kernscheider Höhe oder auch der Helenenberg. Sehr gut eignen sich die Höhen des Hunsrück und der Eifel.
Das Maximum der Finsternis findet noch über dem Horizont statt, anschließend geht die Sonne als schmale Sichel unter. Das Ende der Finsternis ist dann nicht mehr zu sehen.

Zeitplan für Trier (Ortszeit MESZ)

19:20 Uhr – Beginn der Finsternis: Der Mond berührt den Rand der Sonne (erster Kontakt).

20:14 Uhr – Maximum: Die maximale Verdunkelung ist erreicht. Die Sonne wird zu 89,3 % vom Mond verdeckt. Sie steht zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 5,7° sehr tief über dem Horizont.

20:56 Uhr – Sonnenuntergang: Die Sonne geht in Trier im verfinsterten Zustand unter.
21:06 Uhr – Ende der Finsternis: Der Mond verlässt die Sonnenscheibe vollständig (unter dem Horizont).

Beim Beobachten der Sonnenfinsternis ist Vorsicht geboten: Grundsätzlich unterscheidet sich der Anblick der Sonne bei einer Sonnenfinsternis nicht von einem normalen sonnigen Tag. Unmittelbar über dem Horizont wird das Licht der tiefstehenden Sonne allerdings durch die Erdatmosphäre auf natürliche Weise abgeschwächt. Die Versuchung länger direkt in die Sonne zu schauen, ist daher größer und überwindet leicht den Lidschlussreflex des menschlichen Auges.

Um die Augen nicht zu schädigen, empfiehlt es sich, zu speziellen, für wenige Euro im Fachhandel erhältlichen Sonnensicht- bzw. Sonnenfinsternisbrillen zu greifen, die die Lichtmenge der Sonne auf eine gefahrlose Helligkeit abschwächen. Gleichzeitig schützen die Brillen vor Ultraviolett- und Infrarotstrahlung. Herkömmliche Sonnenbrillen reichen nicht aus, Hausmittel wie eine mit Kerzenruß geschwärzte Gläser, Rettungsfolie oder Schweißerbrillen sind gänzlich ungeeignet. Beim Beobachten mit Ferngläsern und Teleskopen sind spezielle Filter oder lichtschwächende Zusatzoptiken zwingend erforderlich.
Die Alfred-Wagner-Sternwarte auf der Uni Trier und die Außensternwarte in Trier-Irsch sind diesmal nur für Vereinsmitglieder und Astro-AG-Schüler geöffnet,
da die Beobachtung am Abendhimmel vor Sonnenuntergang zeitlich stark begrenzt ist:

Da die partielle Sonnenfinsternis am Abendhimmel mit Beginn um 19:20 MESZ stattfindet, und die Zeit bis zum Sonnenuntergang um 20:56 MESZ knapp ist, kann die Sonnenfinsternis nur von einer begrenzten Anzahl von Personen an den beiden Sternwarten des Vereins beobachtet werden. Daher wird die Beoachtung diesmal nur für Vereinsmitglieder und Astro-AG Schüler angeboten.

Wir wünschen viel Spass bei der Beobachtung!

Der Sternenhimmel im August 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V Im August kann man sich in Ruhe den So...
02/08/2026

Der Sternenhimmel im August 2026
Text und Grafik:
Vereinigung der Sternfreunde e.V

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf

Am 12. August findet eine Sonnenfinsternis statt: über Island, Spanien und den Balearen als totale Finsternis, im restlichen Europa als partielle Finsternis. Und am Morgen des 28. August folgt eine partielle (fast totale) Mondfinsternis. Aktuelle Informationen zu gegebener Zeit unter www.sternfreunde.de.

Merkur bietet von Anfang bis Mitte August eine Morgensichtbarkeit – jahreszeitlich bedingt zu sehr früher Stunde. Am 2. August erreicht Merkur seine größte westliche Elongation. Am 11. August steht die schmale Mondsichel über Merkur und am 15.8. zieht Merkur an Jupiter vorbei.
Venus kommt am 15. August in größte östliche Elongation, ist also weiterhin am Abendhimmel zu sehen, doch sie geht immer früher unter. Am 16. August passiert der zunehmende Mond den Abendstern.
Mars ist ein Objekt des Morgenhimmels und wechselt vom Stier in die Zwillinge. Am 9. August wird Mars vom abnehmenden Mond besucht.
Jupiter macht sich Ende August wieder am Morgenhimmel bemerkbar. Anfang August passiert Jupiter den offenen Sternhaufen Messier 44 im Krebs südlich. Bereits am 15.7. wird Jupiter vom schnelleren Merkur überholt – eine Herausforderung in der Morgendämmerung.
Saturn in den Fischen geht bereits in den Abendstunden auf und lohnt zur späteren Stunde eine Beobachtung.
Uranus im Stier baut seine Morgensichtbarkeit aus, Ende August geht er bereits am späten Abend auf.
Neptun befindet sich wie Saturn in den Fischen.

Der Sternenhimmel im Juli 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.Der Juli ist der beste Monat, um die süd...
02/07/2026

Der Sternenhimmel im Juli 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Planeten im Juli 2026

Merkur legt nach seinem Auftritt im Juni eine Pause ein – der sonnennahe Planet ist nicht zu sehen.

Venus befindet sich nun im Löwen und kommt am 8. Juli in einem guten Grad Abstand an Regulus vorbei. Die abendliche Sichtbarkeitsdauer nimmt bereits wieder ab.

Mars wird am Morgenhimmel jetzt besser sichtbar. Am 4. Juli begegnet der dem deutlich lichtschwächeren Uranus in nur sechs Bogenminuten Abstand.

Jupiter in den Zwillingen gibt seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Am 22. wechselt er in den Krebs, Ende Juli kommt er in Konjunktion mit der Sonne.

Saturn geht nun bald vor Mitternacht auf – der Ringplanet in den Fischen setzt Ende Juli zu seiner Oppositionsschleife an.

Uranus macht sich ab Mitte Juli wieder am Morgenhimmel bemerkbar. Die enge Begegnung mit Mars am 4. Juli wird schwierig zu beobachten sein.

Neptun beginnt im Juli ebenfalls mit seiner Oppositionsschleife. Der lichtschwache Planet kann am Morgenhimmel in den Fischen aufgesucht werden.

Rendezvous am Abendhimmel:Zwei Planeten kommen sich immer näher In den kommenden Tagen kann der aufmerksame Naturliebhab...
31/05/2026

Rendezvous am Abendhimmel:
Zwei Planeten kommen sich immer näher

In den kommenden Tagen kann der aufmerksame Naturliebhaber beobachten, wie sich zwei Planeten immer näherkommen und dann wieder voneinander entfernen. Eine beeindruckende Möglichkeit, Himmelsmechanik und damit die Bewegungen von Planeten am Sternenhimmel hautnah mit zu erleben. Gutes Wetter vorausgesetzt, ist diese beeindruckende Planetenkonjunktion auch in der Trierer Region gut zu beobachten.

Vielleicht sind ihnen nach Einbruch der Dämmerung auch schon zwei besonders hell leuchtende Gestirne über dem Westhorizont aufgefallen? Es handelt sich hierbei um zwei Wandelsterne, die jetzt im Juni besonders gut zu beobachten sind.

Jupiter der Gasriese
Jupiter ist der größte und massereichste Planet in unserem Sonnensystem. Als fünfter Planet von der Sonne aus gesehen ist dieser gewaltige Gasriese so groß, dass die Erde rund 1300-mal in ihn hineinpassen würde. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium und besitzt keine feste Oberfläche.

Venus der Abendstern
Die Venus ist der zweite Planet in unserem Sonnensystem und unser nächster Nachbar. Wegen ihrer Größe von 12.100 km und ihrer festen Oberfläche wird sie oft als „erdähnlich“ bezeichnet, ist durch eine extrem dichte Atmosphäre jedoch eine lebensfeindliche, kochend heiße Hölle.

Beide Planeten zeigen sich seit dem Frühjahr 2026 zusammen am Abendhimmel. Von Abend zu Abend kann man jetzt beobachten, wie sich beide Himmelskörper näherkommen.

Beobachtungstipps:
In den ersten Junitagen stehen beide Planeten bereits als markantes Doppelgestirn in der Abenddämmerung am Westhimmel. Rund um den 9. Juni erreicht das Schauspiel seinen Höhepunkt, wenn Venus den Jupiter überholt. Dann stehen beide Wandelsterne gerade einmal ein Fingerbreit voneinander entfernt!
Diese Planetenkonjunktion ist vor allem ein Genuss für das bloße Auge. Um das Himmelsschauspiel zu erleben, ist kein Teleskop oder Fernglas notwendig, da Venus und Jupiter bereits in der Abenddämmerung hell am Himmel leuchten. Suchen sie sich aber einen Beobachtungsplatz mit freier Sicht nach Westen (in Trier z.B. die Korlinger Höhe oder der Aussichtspunkt Petrisberg), da die Planeten schon relativ tief über dem Horizont stehen, wenn die Dämmerung einsetzt.

Tipps für Fotografen
Eine Konjunktion von Venus und Jupiter ist ein tolles Fotomotiv. Mit den richtigen Kameraeinstellungen und etwas Planung fangen Sie das Himmelsspektakel perfekt ein.
Nutzen sie ihre vorhandene Kamera. Egal ob Spiegelreflex oder spiegellose Kamera.
Nutzen sie am besten ein Weitwinkelobjektiv (24 mm – 50 mm) für Landschaftsaufnahmen. Möchte man die Planeten im Detail fotografieren, kann man auch zu Objektiven mit 70-200 mm Brennweite greifen. Ein Stativ ist zwingend erforderlich, um Verwacklungen zu vermeiden. Zudem hilft ein Fernauslöser Erschütterungen beim Drücken des Auslösers zu verhindern (alternativ: der Selbstauslöser der Kamera). Planetenkonjunktionen wirken am spektakulärsten, wenn Sie markante Vordergründe in das Bild integrieren (z. B. Bäume, Kirchtürme, Berge oder historische Gebäude). Die Trierer Region hat hier einiges zu bieten! Zudem wirken Planetenfotos am schönsten im Farbenspiel der Dämmerung, da der Himmel dann noch eine tiefe, blaue Farbe hat und der Kontrast zu den hellen Lichtpunkten ideal ist. Belichtungszeiten je nach Dämmerungsverlauf zwischen 5 bis 10 Sekunden bei ISO 800 und offener Objektivblende haben sich bewährt.

Wie geht es mit den zwei Planeten weitert? Jupiter beendet seine Sichtbarkeit und pirscht sich immer näher an die Sonne heran. Damit verschwindet der Gasriese Ende Juni von der Himmelsbühne. Venus hingegen leuchtet noch bis September als strahlender Abendstern über dem Westhorizont und begleitet uns an lauen Sommerabenden.

Viel Spaß bei der Beobachtung!
Die Aufnahmen stammen von unserem Vereinsmitglied Michel Luy und zeigen die Planeten am Abend des 28. Mai 2026 über der Stdt Trier. Standort ist der Markusberg mit Blickrichtung Westen.

Der Sternenhimmel im Juni 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.Tief über dem südöstlichen Horizont funk...
31/05/2026

Der Sternenhimmel im Juni 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Planeten im Juni 2026

Merkur bietet Anfang Juni eine Abendsichtbarkeit zu später Stunde. Wenn Merkur am 15. Juni seine größte östliche Elongation erreicht, ist seine beste Sichtbarkeit bereits vorüber – am 16. Juni steht die schmale Mondsichel neben Merkur.

Venus durchstreift die Zwillinge, dann den Krebs, und zieht am 9. Juni an Jupiter vorbei. Am 17. Juni steht die Mondsichel direkt unter Venus und am 19. trifft Venus auf den offenen Sternhaufen Praesepe im Krebs.

Mars erklimmt die nördlichen Regionen des Tierkreises, ab dem 20. Juni läuft er durch den Stier. Ende Juni kann man versuchen, Mars in der Morgendämmerung aufzuspüren.

Jupiter in den Zwillingen gibt seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Am 22. wechselt er in den Krebs.

Saturn kann am morgendlichen Osthimmel gesehen werden. Der Ringplanet zieht seine Bahn ab dem 3. Juni durch die Fische.

Uranus befand sich Ende Mai in Konjunktion mit der Sonne und bleibt im Juni unbeobachtbar.

Neptun in den Fischen kann ab Ende Juni am Morgenhimmel aufgesucht werden.

Astronomie für Kinder erlebbar machen.Sterne beobachten mit Kindern: Ein kosmisches Abenteuer für die ganze Familie.Soba...
13/05/2026

Astronomie für Kinder erlebbar machen.
Sterne beobachten mit Kindern: Ein kosmisches Abenteuer für die ganze Familie.

Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, scheint sich die Welt ganz neu zu gestalten. Der Nachthimmel mit seinen funkelnden Sternen hat etwas Magisches, das die Menschheit schon seit Jahrtausenden fasziniert. Vor allem Kinder geraten leicht ins Staunen, wenn sie die Sternbilder entdecken und vielleicht sogar die Mythen und Sagen hören, die sich hinter den vertrauten Formationen verbergen. Mit der richtigen Vorbereitung wird der Blick in den nächtlichen Himmel zu einem eindrucksvollen und zugleich lehrreichen Erlebnis für die ganze Familie. Wir zeigen die wichtigsten Beobachtungs- und Ausflugstipps, um Kinder für Astronomie zu begeistern.

Hier der Link zum Artikel „Astronomie für Kinder erlebbar machen“: https://www.c-and-a.com/de/de/shop/sterne-beobachten-mit-kindern

Der Sternenhimmel im Mai 2026 Grafik und Text: Vereinigung der Sternfreunde e.V. Sobald es abends dunkel wird, findet ma...
04/05/2026

Der Sternenhimmel im Mai 2026
Grafik und Text: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.
Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Die Planeten im Mai 2026
Merkur wird am 14. Mai von der Sonne bedeckt und taucht Ende Mai über dem spätabendlichen Westhorizont auf.
Venus läuft durch den Stier in die Zwillinge und wird ihrem Namen „Abendstern“ jetzt mehr und mehr gerecht. Am 18. Mai begegnet ihr die schmale, zunehmende Mondsichel.
Mars entfernt sich bis Ende Mai über 30 Grad von der Sonne, wird am Morgenhimmel aber immer noch nicht sichtbar.
Jupiter bewegt sich rechtläufig durch die Zwillinge und verlegt seine Untergänge im Laufe des Monats auf die Zeit vor Mitternacht.
Saturn im Walfisch taucht Ende Mai langsam wieder am morgendlichen Osthimmel auf.
Uranus im Stier wird am 22. Mai von der Sonne eingeholt und befindet sich mit ihr am Taghimmel.
Neptun in den Fischen bleibt noch in der hellen Morgendämmerung verborgen.

02/04/2026

Tag der Astronomie an der Sternwarte Trier.
Am bundesweiten Tag der Astronomie am 28. März 2026 öffnete auch der Verein Sternwarte Trier e.V. seine Beobachtungsstation in Trier-Irsch. Pünktlich zu Beginn der öffentlichen Führung um 19 Uhr verzogen sich die Regenwolken und gaben den Blick zum Himmel frei. So konnten zahlreiche Besucher schon einen beeindruckenden Sonnenuntergang erleben.
Die Highlights am Abendhimmel
Hoch am Himmel stand der zu dreiviertel beleuchtete Mond mit dem „Goldenen Henkel“. Es handelt sich hierbei um ein besonderes Lichtphänomen an der Tag-Nacht-Grenze des Mondes, bei dem die Bergspitzen des Juragebirges bereits von der Sonne beleuchtet wurden, während die Ebene des Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Ein besonderer Anblick im Fernrohr.
Unser innerer Nachbarplanet Venus stand schon zu Beginn der Dämmerung als auffälliger Abendstern über dem Westhorizont.
Auch der Riesenplanet Jupiter stand gut sichtbar am Sternenhimmel: Er bot zusammen mit seinen vier Monden in den Fernrohren der Trierer Sternwarte einen spektakulären Anblick
Zudem kamen die Besucher in den Genuss einer Sternführung unter freiem Himmel. Wintersternbilder wie Orion, Zwillinge und Stier wurden erklärt und auch der aufziehende Frühlingssternhimmel mit Löwe und Jungfrau wurden den Besucher nähergebracht.
Interessante Vorträge über aktuelle Themen der Astronomie rundeten das Angebot ab.
Gegen 24 Uhr endete dann ein beindruckender, wenn auch kalter Sternenabend an der Sternwarte Trier.
Hier zeigen wir euch den Verlauf des tollen Beobachtungsabends in einem Zeitraffer von Michael Luy. Viel Spaß beim anschauen.

Der Sternenhimmel im April 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten ...
01/04/2026

Der Sternenhimmel im April 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Merkur ist Anfang April fast 28 Grad von der Sonne entfernt, zeigt sich wegen seiner südlichen Lage bei uns aber nicht am Morgenhimmel.

Venus zieht vom Widder in den Stier, unser innerer Nachbarplanet leuchtet tief in der westlichen Abenddämmerung. Am 18. April steht die schmale Mondsichel unterhalb von Venus, am 19. oberhalb, direkt neben den Plejaden. Am 23. kommt es zu einer nahen Begegnung mit Uranus.

Mars ist vom Wassermann in die Fische gewechselt und läuft anschließend durch den Walfisch. Bei uns taucht Mars noch nicht am Morgenhimmel auf, aber von der Südhalbkugel aus ist am 20. eine Konjunktion von Mars, Merkur und Saturn zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist nach dem Untergang von Venus der hellste Planet der ersten Nachthälfte.

Saturn stand Ende März in Konjunktion mit der Sonne und taucht noch nicht wieder am Morgenhimmel auf.

Uranus im Stier verabschiedet sich am Abendhimmel. Die enge Begegnung mit Venus am 23./24. April findet tief über dem Westhorizont statt.

Neptun hat wie Saturn seine Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich – der sonnenferne Planet bleibt unsichtbar.

Adresse

Laurentius/Zeller/Straße 11
Trier
54294

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