Verein Sternwarte Trier e.V.

Verein Sternwarte Trier e.V. Der Verein Sternwarte Trier e. V. widmet sich der astronomischen Bildung.

Rendezvous am Abendhimmel:Zwei Planeten kommen sich immer näher In den kommenden Tagen kann der aufmerksame Naturliebhab...
31/05/2026

Rendezvous am Abendhimmel:
Zwei Planeten kommen sich immer näher

In den kommenden Tagen kann der aufmerksame Naturliebhaber beobachten, wie sich zwei Planeten immer näherkommen und dann wieder voneinander entfernen. Eine beeindruckende Möglichkeit, Himmelsmechanik und damit die Bewegungen von Planeten am Sternenhimmel hautnah mit zu erleben. Gutes Wetter vorausgesetzt, ist diese beeindruckende Planetenkonjunktion auch in der Trierer Region gut zu beobachten.

Vielleicht sind ihnen nach Einbruch der Dämmerung auch schon zwei besonders hell leuchtende Gestirne über dem Westhorizont aufgefallen? Es handelt sich hierbei um zwei Wandelsterne, die jetzt im Juni besonders gut zu beobachten sind.

Jupiter der Gasriese
Jupiter ist der größte und massereichste Planet in unserem Sonnensystem. Als fünfter Planet von der Sonne aus gesehen ist dieser gewaltige Gasriese so groß, dass die Erde rund 1300-mal in ihn hineinpassen würde. Er besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium und besitzt keine feste Oberfläche.

Venus der Abendstern
Die Venus ist der zweite Planet in unserem Sonnensystem und unser nächster Nachbar. Wegen ihrer Größe von 12.100 km und ihrer festen Oberfläche wird sie oft als „erdähnlich“ bezeichnet, ist durch eine extrem dichte Atmosphäre jedoch eine lebensfeindliche, kochend heiße Hölle.

Beide Planeten zeigen sich seit dem Frühjahr 2026 zusammen am Abendhimmel. Von Abend zu Abend kann man jetzt beobachten, wie sich beide Himmelskörper näherkommen.

Beobachtungstipps:
In den ersten Junitagen stehen beide Planeten bereits als markantes Doppelgestirn in der Abenddämmerung am Westhimmel. Rund um den 9. Juni erreicht das Schauspiel seinen Höhepunkt, wenn Venus den Jupiter überholt. Dann stehen beide Wandelsterne gerade einmal ein Fingerbreit voneinander entfernt!
Diese Planetenkonjunktion ist vor allem ein Genuss für das bloße Auge. Um das Himmelsschauspiel zu erleben, ist kein Teleskop oder Fernglas notwendig, da Venus und Jupiter bereits in der Abenddämmerung hell am Himmel leuchten. Suchen sie sich aber einen Beobachtungsplatz mit freier Sicht nach Westen (in Trier z.B. die Korlinger Höhe oder der Aussichtspunkt Petrisberg), da die Planeten schon relativ tief über dem Horizont stehen, wenn die Dämmerung einsetzt.

Tipps für Fotografen
Eine Konjunktion von Venus und Jupiter ist ein tolles Fotomotiv. Mit den richtigen Kameraeinstellungen und etwas Planung fangen Sie das Himmelsspektakel perfekt ein.
Nutzen sie ihre vorhandene Kamera. Egal ob Spiegelreflex oder spiegellose Kamera.
Nutzen sie am besten ein Weitwinkelobjektiv (24 mm – 50 mm) für Landschaftsaufnahmen. Möchte man die Planeten im Detail fotografieren, kann man auch zu Objektiven mit 70-200 mm Brennweite greifen. Ein Stativ ist zwingend erforderlich, um Verwacklungen zu vermeiden. Zudem hilft ein Fernauslöser Erschütterungen beim Drücken des Auslösers zu verhindern (alternativ: der Selbstauslöser der Kamera). Planetenkonjunktionen wirken am spektakulärsten, wenn Sie markante Vordergründe in das Bild integrieren (z. B. Bäume, Kirchtürme, Berge oder historische Gebäude). Die Trierer Region hat hier einiges zu bieten! Zudem wirken Planetenfotos am schönsten im Farbenspiel der Dämmerung, da der Himmel dann noch eine tiefe, blaue Farbe hat und der Kontrast zu den hellen Lichtpunkten ideal ist. Belichtungszeiten je nach Dämmerungsverlauf zwischen 5 bis 10 Sekunden bei ISO 800 und offener Objektivblende haben sich bewährt.

Wie geht es mit den zwei Planeten weitert? Jupiter beendet seine Sichtbarkeit und pirscht sich immer näher an die Sonne heran. Damit verschwindet der Gasriese Ende Juni von der Himmelsbühne. Venus hingegen leuchtet noch bis September als strahlender Abendstern über dem Westhorizont und begleitet uns an lauen Sommerabenden.

Viel Spaß bei der Beobachtung!
Die Aufnahmen stammen von unserem Vereinsmitglied Michel Luy und zeigen die Planeten am Abend des 28. Mai 2026 über der Stdt Trier. Standort ist der Markusberg mit Blickrichtung Westen.

Der Sternenhimmel im Juni 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.Tief über dem südöstlichen Horizont funk...
31/05/2026

Der Sternenhimmel im Juni 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Planeten im Juni 2026

Merkur bietet Anfang Juni eine Abendsichtbarkeit zu später Stunde. Wenn Merkur am 15. Juni seine größte östliche Elongation erreicht, ist seine beste Sichtbarkeit bereits vorüber – am 16. Juni steht die schmale Mondsichel neben Merkur.

Venus durchstreift die Zwillinge, dann den Krebs, und zieht am 9. Juni an Jupiter vorbei. Am 17. Juni steht die Mondsichel direkt unter Venus und am 19. trifft Venus auf den offenen Sternhaufen Praesepe im Krebs.

Mars erklimmt die nördlichen Regionen des Tierkreises, ab dem 20. Juni läuft er durch den Stier. Ende Juni kann man versuchen, Mars in der Morgendämmerung aufzuspüren.

Jupiter in den Zwillingen gibt seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Am 22. wechselt er in den Krebs.

Saturn kann am morgendlichen Osthimmel gesehen werden. Der Ringplanet zieht seine Bahn ab dem 3. Juni durch die Fische.

Uranus befand sich Ende Mai in Konjunktion mit der Sonne und bleibt im Juni unbeobachtbar.

Neptun in den Fischen kann ab Ende Juni am Morgenhimmel aufgesucht werden.

Astronomie für Kinder erlebbar machen.Sterne beobachten mit Kindern: Ein kosmisches Abenteuer für die ganze Familie.Soba...
13/05/2026

Astronomie für Kinder erlebbar machen.
Sterne beobachten mit Kindern: Ein kosmisches Abenteuer für die ganze Familie.

Sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, scheint sich die Welt ganz neu zu gestalten. Der Nachthimmel mit seinen funkelnden Sternen hat etwas Magisches, das die Menschheit schon seit Jahrtausenden fasziniert. Vor allem Kinder geraten leicht ins Staunen, wenn sie die Sternbilder entdecken und vielleicht sogar die Mythen und Sagen hören, die sich hinter den vertrauten Formationen verbergen. Mit der richtigen Vorbereitung wird der Blick in den nächtlichen Himmel zu einem eindrucksvollen und zugleich lehrreichen Erlebnis für die ganze Familie. Wir zeigen die wichtigsten Beobachtungs- und Ausflugstipps, um Kinder für Astronomie zu begeistern.

Hier der Link zum Artikel „Astronomie für Kinder erlebbar machen“: https://www.c-and-a.com/de/de/shop/sterne-beobachten-mit-kindern

Der Sternenhimmel im Mai 2026 Grafik und Text: Vereinigung der Sternfreunde e.V. Sobald es abends dunkel wird, findet ma...
04/05/2026

Der Sternenhimmel im Mai 2026
Grafik und Text: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.
Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Die Planeten im Mai 2026
Merkur wird am 14. Mai von der Sonne bedeckt und taucht Ende Mai über dem spätabendlichen Westhorizont auf.
Venus läuft durch den Stier in die Zwillinge und wird ihrem Namen „Abendstern“ jetzt mehr und mehr gerecht. Am 18. Mai begegnet ihr die schmale, zunehmende Mondsichel.
Mars entfernt sich bis Ende Mai über 30 Grad von der Sonne, wird am Morgenhimmel aber immer noch nicht sichtbar.
Jupiter bewegt sich rechtläufig durch die Zwillinge und verlegt seine Untergänge im Laufe des Monats auf die Zeit vor Mitternacht.
Saturn im Walfisch taucht Ende Mai langsam wieder am morgendlichen Osthimmel auf.
Uranus im Stier wird am 22. Mai von der Sonne eingeholt und befindet sich mit ihr am Taghimmel.
Neptun in den Fischen bleibt noch in der hellen Morgendämmerung verborgen.

02/04/2026

Tag der Astronomie an der Sternwarte Trier.
Am bundesweiten Tag der Astronomie am 28. März 2026 öffnete auch der Verein Sternwarte Trier e.V. seine Beobachtungsstation in Trier-Irsch. Pünktlich zu Beginn der öffentlichen Führung um 19 Uhr verzogen sich die Regenwolken und gaben den Blick zum Himmel frei. So konnten zahlreiche Besucher schon einen beeindruckenden Sonnenuntergang erleben.
Die Highlights am Abendhimmel
Hoch am Himmel stand der zu dreiviertel beleuchtete Mond mit dem „Goldenen Henkel“. Es handelt sich hierbei um ein besonderes Lichtphänomen an der Tag-Nacht-Grenze des Mondes, bei dem die Bergspitzen des Juragebirges bereits von der Sonne beleuchtet wurden, während die Ebene des Sinus Iridum noch im Schatten liegt. Ein besonderer Anblick im Fernrohr.
Unser innerer Nachbarplanet Venus stand schon zu Beginn der Dämmerung als auffälliger Abendstern über dem Westhorizont.
Auch der Riesenplanet Jupiter stand gut sichtbar am Sternenhimmel: Er bot zusammen mit seinen vier Monden in den Fernrohren der Trierer Sternwarte einen spektakulären Anblick
Zudem kamen die Besucher in den Genuss einer Sternführung unter freiem Himmel. Wintersternbilder wie Orion, Zwillinge und Stier wurden erklärt und auch der aufziehende Frühlingssternhimmel mit Löwe und Jungfrau wurden den Besucher nähergebracht.
Interessante Vorträge über aktuelle Themen der Astronomie rundeten das Angebot ab.
Gegen 24 Uhr endete dann ein beindruckender, wenn auch kalter Sternenabend an der Sternwarte Trier.
Hier zeigen wir euch den Verlauf des tollen Beobachtungsabends in einem Zeitraffer von Michael Luy. Viel Spaß beim anschauen.

Der Sternenhimmel im April 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten ...
01/04/2026

Der Sternenhimmel im April 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Merkur ist Anfang April fast 28 Grad von der Sonne entfernt, zeigt sich wegen seiner südlichen Lage bei uns aber nicht am Morgenhimmel.

Venus zieht vom Widder in den Stier, unser innerer Nachbarplanet leuchtet tief in der westlichen Abenddämmerung. Am 18. April steht die schmale Mondsichel unterhalb von Venus, am 19. oberhalb, direkt neben den Plejaden. Am 23. kommt es zu einer nahen Begegnung mit Uranus.

Mars ist vom Wassermann in die Fische gewechselt und läuft anschließend durch den Walfisch. Bei uns taucht Mars noch nicht am Morgenhimmel auf, aber von der Südhalbkugel aus ist am 20. eine Konjunktion von Mars, Merkur und Saturn zu sehen.

Jupiter in den Zwillingen ist nach dem Untergang von Venus der hellste Planet der ersten Nachthälfte.

Saturn stand Ende März in Konjunktion mit der Sonne und taucht noch nicht wieder am Morgenhimmel auf.

Uranus im Stier verabschiedet sich am Abendhimmel. Die enge Begegnung mit Venus am 23./24. April findet tief über dem Westhorizont statt.

Neptun hat wie Saturn seine Konjunktion mit der Sonne gerade hinter sich – der sonnenferne Planet bleibt unsichtbar.

Zusammen mit der Vereinigung der Sternfreunde e.V. laden wir euch ein zum Tag der Astronomie.Der Mond mit Goldenem Henke...
18/03/2026

Zusammen mit der Vereinigung der Sternfreunde e.V. laden wir euch ein zum Tag der Astronomie.

Der Mond mit Goldenem Henkel – Abendstern Venus – Riesenplanet Jupiter
In unserer Sternwarte in Trier-Irsch findet ab 19.00 Uhr eine Veranstaltung statt, die dazu einlädt, den Sternenhimmel mit eigenen Augen durch unsere Teleskope zu erleben.
Auch eine sternkundliche Führung wird angeboten.
An dieser Veranstaltung können maximal 60 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist unter der Email [email protected] notwendig.
Unkostenbeitrag 5 €, für Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt frei.
Die ersten 60 Anmeldungen erhalten per Email eine Bestätigung mit weiteren wichtigen Hinweisen.

Am 28. März ist Astronomietag!
Am Astronomietag bieten Sternwarten, Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute, Museen, Schulen und Einzelpersonen zahlreiche Aktivitäten, damit jeder einmal den Sternhimmel live erleben kann – zentral koordiniert von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Das Weltall mit eigenen Augen sehen
Die Welt der Sterne ist den meisten von uns nur wenig bekannt. Vom Großen Wagen hat jeder schon einmal gehört, doch wo findet man ihn? Und kann ich eigentlich mein „Sternzeichen“ auch am Himmel entdecken? Welcher der vielen Sterne ist vielleicht ein Planet? Am 28. März 2026 laden Veranstalter in ganz Deutschland und der Schweiz wieder dazu ein, um genau diese Fragen zu beantworten – und die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden – zur besten Sichtbarkeit des Mondes und des Gasriesen Jupiter.

Der Astronomietag 2026 steht ganz im Zeichen unseres kosmischen Nachbarn: Der zunehmende Mond steht während der gesamten ersten Nachthälfte hoch am Himmel. Zehn Tage nach Neumond sind die Bedingungen ideal, um mit Ferngläsern und großen und kleinen Teleskopen seine Kraterlandschaften zu erkunden. Besonders auffällig zeigt sich unmittelbar an der Tag-und-Nacht-Grenze die von der Sonne beleuchtete bogenförmige Bergkette des Juragebirges, die die noch im Schatten liegende Regenbogenbucht einfasst: der sogenannte Goldene Henkel.

Abends steht auch Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, hoch am Südwesthimmel. Er ist so hell, dass er zusammen mit der Venus im Westen bereits eine knappe Stunde nach Sonnenuntergang noch vor den hellen Sternen des Wintersechsecks in der hellen Dämmerung auftaucht. Mit Fernglas und Teleskop zeigt er sich umgeben von den vier Galileischen Monden Io, Europa, Ganymed und Kallisto.

Der Sternhimmel am Astronomietag
Am Astronomietag 2026 befindet sich der Sternhimmel in der Übergangszeit von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Wenn es abends dunkel wird, kann man sich noch an den funkelnden Sternen des Winterhimmels erfreuen: Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel, ist der Hauptstern des Sternbilds Großer Hund und fällt als erstes ins Auge. Nicht weit davon entfernt bilden die sieben Sterne des Himmelsjägers Orion eine prägnante Figur mit der Beteigeuze oberhalb und dem Fußstern Rigel unterhalb der drei aufgereihten Gürtelsterne, die den Weg zum berühmten Orionnebel weisen. Von den Wintersternbildern geht der Stier mit dem Hauptstern Aldebaran im Frühjahr abends als erstes unter.

Über dem Orion hingegen stehen die Zwillinge und der Fuhrmann noch hoch am Himmel. Um Mitternacht haben sie dann aber den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Jupiter steht hoch am SternenhimmelJa, er steht immer noch hoch am Himmel und ist schon während der Abenddämmerung zu se...
09/03/2026

Jupiter steht hoch am Sternenhimmel
Ja, er steht immer noch hoch am Himmel und ist schon während der Abenddämmerung zu sehen.
Der größte Planet des Sonnensystems ist tatsächlich nicht zu übersehen, denn mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,3 mag übertrifft Jupiter jeden Stern bei Weitem. Selbst Sirius, der hellste Stern des ganzen Firmaments und einige Handbreit unter Jupiter am Märzhimmel, muss sich mit -1,46 mag geschlagen geben (je niedriger die mag-Zahl, umso heller ist das Himmelsobjekt).

Jupiter bis in die Morgenstunden sichtbar:
Sein helles Licht leuchtet fast die ganze Nacht lang. Anfang März versinkt er erst gegen halb fünf Uhr morgens in den Dunstschichten im Nordwesten, am Monatsende schon gegen halb drei Uhr.
Jupiter hat gerade ein schönes Plätzchen zwischen lauter sehr hellen Sternen: Jupiter befindet sich am östlichen Rand des Wintersechsecks im Sternbild Zwillinge, etwa eine Handbreit westlich von Pollux, dem hellsten Zwillingsstern. Links über und unter Jupiter tummeln sich viele der hellsten Sterne, die es am Nordhimmel zu sehen gibt. In den kommenden Monaten wird Jupiter sich ostwärts bewegen und unter Pollux vorbeiwandern.

Nutzen sie die kommenden warmen Frühlingsabende zum beobachten des Gasriesen.

Der Sternenhimmel im März 2026 Vereinigung der Sternfreunde e.V.Er bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingss...
04/03/2026

Der Sternenhimmel im März 2026
Vereinigung der Sternfreunde e.V.
Er bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von Orion, Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.
In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.
Merkur zeigt sich Anfang März am Abendhimmel über dem Westhorizont. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 5.3. ab 19 Uhr. Die höher stehende und deutlich hellere Venus weist den Weg zu Merkur. Gleich am 1.3. steht die schmale Mondsichel zwischen den beiden Abendplaneten.

Merkur läuft am 7. März zwischen Sonne und Erde hindurch. Bis Ende März entfernt sich Merkur wieder weit von der Sonne, taucht wegen seiner südlichen Lage bei uns aber nicht am Morgenhimmel auf.
Venus baut ihre Abendsichtbarkeit nur zögernd aus. Am 7. März zieht sie knapp an Neptun vorbei, am 8. März passiert Venus den Saturn. Am 20. März ergibt sich zusammen mit der schmalen Mondsichel ein hübscher Himmelsanblick.
Mars hält sich im Wassermann auf und bleibt im Sonnenlicht verborgen.
Jupiter wird Mitte März wieder rechtläufig und beendet damit seine Oppositionszeit. Noch steht der helle Planet hoch in den Zwillingen.
Saturn wird am 25. März von der Sonne eingeholt. Die Begegnung mit Venus am 8. März wird eine Herausforderung.
Uranus kriecht im Stier auf seiner Bahn langsam nach Osten. Er ist am besten in den Abendstunden zu sehen.
Neptun kommt am 23. März in Konjunktion mit der Sonne. Die enge Begegnung mit Venus am 7. März (Abstand nur vier Bogenminuten) wird kaum zu beobachten sein.

Der Sternenhimmel im Februar 2026Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.In den Abendstunden des Februar funke...
01/02/2026

Der Sternenhimmel im Februar 2026
Text und Grafik: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.
Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.
In den Zwillingen glänzt nach wie vor der strahlende Jupiter. Um den weiter westlich stehenden Uranus im Stier auszumachen, sollte man ein Fernglas benutzten.

Die Planeten im Februar 2026

Merkur ist Mitte Februar am Abendhimmel zu sehen. Am 19. Februar erreicht er seine größte östliche Elongation. Südlich von

Merkur taucht auch Venus wieder auf. Am 18. steht unterhalb von Merkur die schmale Mondsichel, am 19. oberhalb von Merkur neben Saturn.

Venus macht sich ab Mitte Februar am Abendhimmel bemerkbar. Etwas weiter nördlich ist Merkur zu sehen.

Mars streift durch den Steinbock und Wassermann, der rote Planet bleibt unsichtbar.

Jupiter hat seine Opposition Anfang Januar gerade hinter sich. Der Riesenplanet leuchtet weiterhin in den Zwillingen.

Saturn verabschiedet sich im Februar vom Abendhimmel. Dabei läuft er nach der Monatsmitte am fernen Neptun vorbei.

Uranus im Stier wird wieder rechtläufig, der grünliche Planet beendet seine Oppositionsperiode und wird zum Objekt der ersten Nachthälfte.

Neptun in den Fischen befindet sich unweit von Saturn und ist wie der Ringplanet ein Objekt für die frühen Abendstunden. Nach der Monatsmitte wird er von Saturn überholt.

Adresse

Laurentius/Zeller/Straße 11
Trier
54294

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