04/01/2026
Die deutsche Kolonialgeschichte steht spätestens seit Anerkennung des deutschen Kolonialkrieges gegen die Herero und Nama (1904-1908) als Völkermord durch den Bundestag im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit.
Vertreter:innen der Nachkommen in Namibia sowie BiPoC Aktivist:innen und ihre Verbündeten weisen darauf hin, dass es höchste Zeit ist, sich in der deutschen Gesellschaft kritisch mit der deutschen Kolonialgeschichte und ihren Folgen auseinanderzusetzen.
Das zeigen die vielen lokalen Initiativen, die sich für Straßenbenennungen einsetzen oder die eigene Kolonialgeschichte und ihre Auswirkungen auf unser heutiges Leben in Form eines postkolonialen Stadtrundgangs aufzeigen.
Sie zeigen, dass Kolonialismus nicht nur eine Sache der „großen Politik“ war, sondern auch den Alltag der Menschen durchdrang.
So auch der Arbeitskreis “Trier Postkolonial”, eine Initiative von Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, insbesondere dem Verein Afrikanische Community Trier e.V., der AG Frieden Trier e.V., dem deutsch-namibischen Bildungsverein Suni e.V. und engagierten Studierenden der Universität Trier.
Gemeinsam rekonstruieren wir die Trierer Kolonialgeschichte und ihre bis heute sichtbaren Auswirkungen.
Erste Ergebnisse zeigen, dass Trier auf vielfältige Weise mit der Kolonialgeschichte verbunden ist:
durch die Aussendung von Missionar:innen,
die Einfuhr von südamerikanischem Leder zur Weiterverarbeitung,
dem Handel mit Kolonialwaren (z.B. mit Tabak) oder
die Auswanderung nach Süd- und Nordamerika.
Insbesondere wohlhabende Bürger:innen engagierten sich in kolonialpolitischen Organisationen wie der Deutschen Kolonialgesellschaft.
Die Arbeitsgruppe trifft sich jeweils am dritten Montag jedes Monats und wird unterstützt durch PD Dr. Eva Bischoff.
Seit Sommer 2025 bietet der Arbeitskreis einen Stadtrundgang zum Thema an.
Interesse geweckt?
Du möchtest:
beim Arbeitskreis mitmachen,
an einem öffentlichen Stadtrundgang teilnehmen,
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Kontakt an: [email protected]
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