20/05/2026
Wie erlebten Menschen den Holocaust?
Was konnten sie wissen, sehen, hören?
📖 am 29.5. um 17:00 liest aus den Tagebüchern Victor Klemperers auf der Stadtbadstraße 1C in Thalheim.
Das Tagebuch von Victor Klemperer beantwortet solche Fragen, die von jeder Generation neu gestellt werden. Victor Klemperer (1881-1960), von den N***s 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft als Romanistik-Professor an der Technischen Hochschule Dresden entlassen, gilt als einer der wichtigsten Chronisten der Zeit des Nationalsozialismus. Im „Judenhaus“ in Dresden hielt er für die Nachwelt fest, was er beobachtete, erfuhr und erlebte. Sein Tagebuch ist ein einzigartiges Dokument über den Alltag der Judenverfolgung mitten in einer deutschen Großstadt.
Renatus Deckert, geboren 1977, lebt als Autor und Herausgeber in Dresden. Bei Suhrkamp und im Insel-Verlag veröffentlichte er mehrere Bücher, u.a. „Das erste Buch“ und „Die Nacht, in der die Mauer fiel“. Seine Essays erschienen u.a. in der FAZ, in der Süddeutschen Zeitung sowie in Sinn und Form. Seit 2022 schreibt er Geschichten in „Wolken und Kastanien“.
Die Förderung läuft über die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogramms „Jüdisches Leben in Kunst und Kultur“. Vom 14.12.2025 bis 12.12.2026 richtet der Freistaat Sachsen das landesweite Themenjahr „TACHELES - Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ aus. Das Programm begleitet und fördert Kunst- und Kulturvorhaben, die jüdisches Leben in Sachsen 2026 öffentlich sichtbar und erlebbar machen.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Das Porträt von Victor Klemperer (um 1930) stammt von Ursula Richter (1886-1946). Die Rechte liegen bei der SLUB Dresden / Deutsche Fotothek