Internationale Gisela Elsner Gesellschaft e.V.
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Literarische Gesellschaft zur Vermittlung und Erschließung des schriftstellerischen Werks der Autorin Gisela Elsner (1937-1992)
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Sulzbach-Rosenberg
92237
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Über die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft e.V.
Die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft e.V. wurde im Mai 2012 in Sulzbach-Rosenberg gegründet. Ihre Ziele sind insbesondere die Erschließung des Werkes der Autorin sowie eine Bestandsaufnahme der in der Gegenwart fortwirkenden Einflüsse ihres schriftstellerischen Schaffens. Die Gesellschaft veranstaltet Tagungen, Lesungen und Symposien zu Gisela Elsner sowie zu Themen, die mit ihrem schriftstellerischen Werk zusammenhängen.
Gisela Elsner war eine streitbare und umstrittene Autorin – und das gilt bis heute. Außer der internationalen Anerkennung ihres Erstlings Die Riesenzwerge (1964) hatte Elsner zu Lebzeiten kaum Erfolg mit ihren bitterbösen Gesellschaftssatiren. Bereits vor ihrem Tod im Jahr 1992 war die Autorin so gut wie vergessen. Doch dann erlangte sie als Mutter des Regisseurs Oskar Roehler durch dessen Film Die Unberührbare im Jahr 2000 langsam wieder Beachtung. Über die Bedeutung der Autorin Gisela Elsner und die Qualität ihrer Werke wird zwar bis heute gestritten, doch lässt sich nicht leugnen, dass Gisela Elsner als Satirikerin eine Sonderstellung im literarischen Feld der Bundesrepublik einnimmt – zumal unter den Autorinnen. Nicht umsonst wird Elsner heute rückblickend zuweilen als „ältere Schwester“ Elfriede Jelineks bezeichnet.
Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass sich aus den kontinuierlichen Publikationen im Rahmen einer Werkausgabe im Berliner Verbrecher Verlag langsam eine (nicht nur literaturwissenschaftliche) Beschäftigung mit der Autorin entwickelt hat, die schließlich im Mai 2012 zu der Gründung der Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft e.V. führte (und im Mai 2016 auch zur Mitgliedschaft in der ALG). Die Gesellschaft verdankt ihren Namen einer Erzählung mit dem Titel „Die Auferstehung der Gisela Elsner“ (1980), die die Autorin als eigenen Nachruf in satirischer Manier zu Lebzeiten verfasst hatte. In der Erzählung imaginierte Elsner bereits die Existenz einer Internationalen Gisela Elsner Gesellschaft. Insofern hat die Realität die Fiktion hier inzwischen eingeholt.
In den nun knapp vier Jahren ihres Bestehens hat sich die Internationale Gisela Elsner Gesellschaft nicht allein intensiv um eine Wiederentdeckung, sondern auch um eine Neubewertung der Autorin und ihres Werkes verdient gemacht. Ergebnisse dieser Neuentdeckung sind unter anderem in einem Tagungsband mit dem Titel Ikonisierung, Kritik, Wiederentdeckung. Gisela Elsner und die Literatur der Bundesrepublik (hg. von Michael Peter Hehl und Christine Künzel) nachzulesen, der 2014 in der edition text+kritik erschienen ist.