06/05/2026
KINO FÜR DEN FRIEDEN
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StuKi zeigt einen Monat lang Filme für die Menschlichkeit
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Die Welt war noch nie friedlich, aber seit ein paar Jahren wird sie immer unruhiger und furchtbare neue Kriege fordern Hunderttausende Menschenleben. Es scheint, als ob die Menschheit nicht aus ihrer Vergangenheit lernt, sondern Probleme und Konflikte seit Menschengedenken ausschließlich in kriegerischer Form lösen kann. Begonnen werden Kriege aber nicht von den „kleinen Menschen“, die in der Folge dann in den Schützengräben liegen und aufeinander schießen, sondern von jenen wenigen Machthabern an den Schreibtischen der Staatsgewalt und von jenen Mächtigen, die ihre Interessen durchsetzen möchten. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Provinzkultur aus künstlerischer Sicht mit dem Thema Krieg und Frieden, so unter anderem bei den beiden großen Konzerten für den Frieden 2024 in Suhl und 2025 in Meiningen. In diesem Jahr werden wir dieses Engagement mit einer eigenen Filmreihe unter dem Titel „Kino für den Frieden“ im Provinzkultur-Studiokino, kurz StuKi, in ZellaMehlis fortsetzen. Im Mai zeigen wir aufeinanderfolgend vier Filme, die sich explizit dem Thema Krieg, Frieden und Menschlichkeit widmen.
Wir starten die neue Filmreihe am 6. Mai mit dem deutschslowakischen Film „Führer und Verführer“. Die Handlung rekonstruiert die letzten sieben Jahre des NS-Staats von 1938 bis 1945 und fokussiert sich auf die Beziehung zwischen dem „Führer“, dem deutschen Reichskanzler Adolf Hi**er, und dem „Verführer“, seinem fanatischen Reichsminister für Propaganda, Joseph Goebbels. „Führer und Verführer“ ist eine Mischung aus Dokumentarfilm und Reenactment mit zahlreichen historischen Filmsequenzen. In kurzen Interviews kommen Überlebende des Holocaust, wie Margot Friedländer, Elly Gotz, Ernst Grube, Charlotte Knobloch, Eva Szepesi, Eva Umlauf und Leon Weintraub zu Wort.
Weiter geht’s am 13. Mai mit „In Liebe, Eure Hilde“. Der Film von Andreas Dresen spielt in Berlin, 1942: Die unscheinbare und unpolitische 32-jährige Arzthelferin Hilde schließt sich einer Widerstandsgruppe an, die später unter dem Namen „Rote Kapelle“ bekannt werden wird. Nach der Verhaftung wird sie zum Tode verurteilt.
Mit dem dritten Film im Rahmen der Reihe beschäftigen wir uns mit dem deutschen Schriftsteller Bertolt Brecht, der vor den Nationalsozialisten aus dem Land flüchten musste. „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ ist in den 1920er Jahren angesiedelt und zeigt die Entwicklung des Drehbuchs vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und des aufkommenden Nationalsozialismus.
Und als letzten Film im Kino für den Frieden spielen wir zum wiederholten Mal die Oscar-prämierte internationale Coproduktion
„The Zone of Interest“ mit der in Suhl geborenen Sandra Hüller in der Hauptrolle. Der an die historische Wirklichkeit angelehnte Historienfilm rollt das Leben des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß und seiner Ehefrau Hedwig auf, die sich auf einem direkt an die Lagermauer angrenzenden Grundstück ihre Vorstellung eines
Traumlebens mit einer kinderreichen Familie, Haus und großem Garten erfüllen.
Tickets gibt’s wie gewohnt online unter: www.provinzkultur.de oder in
den bekannten Vorverkaufsstellen.