Forschungsgruppe Untertage

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Forschungsgruppe Untertage Die Forschungsgruppe Untertage e.V. ist ein gemeinnütziger, überregionaler Verein mit Vereinssitz in

01/10/2026

Besonders auffällig ist das Motiv, das eine Sektflasche als Kriegsschiff darstellt. Es spielt auf die 1902 zur Finanzierung der Flottenaufrüstung eingeführte Sektsteuer an. August Weiss’ kunstsinniger Sohn Rudolf (1871–1943) beauftragte bekannte Künstler mit der Ausarbeitung solcher Reklamemotive, darunter den »Simplicissimus«-Zeichner Th. Th. Heine (1867–1948). Die freche und unkonventionelle Reklame vor 1914 sprach ein modernes Publikum an, das vom Pomp und Säbelrasseln der spätwilhelminischen Epoche genug hatte.

Wie viele Sektflaschen könnt ihr entdecken?

In Huntsville kommt die Geschichte Wernher von Brauns bis zum 08. Mai 1945 praktisch nicht vor. Weder Peenemünde noch Mi...
01/10/2026

In Huntsville kommt die Geschichte Wernher von Brauns bis zum 08. Mai 1945 praktisch nicht vor. Weder Peenemünde noch Mittelbau Dora oder die Geschichte der V2 (A4) werden dort thematisiert.

Der Wettlauf zum Mond hatte eine weitgehend verdrängte Vorgeschichte: Im Rahmen der Operation Paperclip rekrutierten die USA nach Kriegsende deutsche Wissenschaftler, darunter ehemalige NS-Ingenieure. Ihre Expertise aus der Entwicklung der V2-Rakete wurde zum Baustein des amerikanischen Raumfahrtpr...

26/09/2026
16/09/2026

Ukraine 1942: Aufgeteilt unter Deutschland und Rumänien

Deutschland und Rumänien überfielen gemeinsam mit ihren Armeen die Sowjetunion und zogen anschließend neue Grenzen durch ein besetztes Land.

Gebiete wurden unter deutschen und rumänischen Verwaltungen aufgeteilt, Städte umbenannt, Rohstoffe und Getreide abtransportiert. Millionen Menschen wurden verfolgt, zur Zwangsarbeit verschleppt, deportiert oder ermordet.

Im Zentrum lag das Reichskommissariat Ukraine, die deutsche zivile Besatzungsverwaltung mit Sitz in Riwne. Es war in sechs Generalbezirke gegliedert: Wolhynien-Podolien, Schitomir, Kiew, Dnjepropetrowsk, Nikolajew und Krim Taurien.

Diese Einteilung wurde allerdings nie vollständig umgesetzt. Der Generalbezirk Krim-Taurien bestand nur teilweise; große Teile der Krim blieben unter deutscher Militärverwaltung. Auch die deutsche Kontrolle änderte sich mit dem Kriegsverlauf.

Die deutsche Besatzung endete außerdem nicht an den Grenzen des Reichskommissariats.

Ostgalizien wurde 1941 dem deutschen Generalgouvernement zugeschlagen, das bereits seit 1939 unter nationalsozialistischer Besatzung stand. Andere Gebiete, vor allem im Osten und Süden, blieben zunächst unter deutscher Militärverwaltung. Zuständigkeiten und Grenzen waren nicht überall eindeutig und veränderten sich im Verlauf des Krieges.

Im Südwesten begann die rumänische Besatzung:

Transnistrien.

Gemeint ist hier nicht in erster Linie die heutige, international nicht anerkannte Region östlich des Dnister in der Republik Moldau. Das von Rumänien verwaltete Gouvernement Transnistrien bestand von 1941 bis 1944 aus einem deutlich größeren Gebiet zwischen Dnister und südlichem Bug, darunter Odessa.

Es war kein staatsrechtlicher Teil Rumäniens, sondern ein rumänisches Besatzungsgebiet mit eigener Zivilverwaltung. Seine genaue Ausdehnung und die Dauer der rumänischen Kontrolle unterschieden sich je nach Zeitraum und Karte.

Die rumänischen Behörden und ihre Verbündeten führten dort einen Vernichtungskrieg gegen Juden und Roma. Menschen wurden deportiert, erschossen, zur Zwangsarbeit gezwungen oder unter katastrophalen Bedingungen in Lagern und Ghettos eingesperrt. Viele starben an Hunger, Krankheiten, Kälte und Gewalt.

Die Opferzahlen lassen sich nicht auf eine einzige verlässliche Zahl reduzieren. Forschende gehen für die jüdischen Opfer der rumänischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik in den von Rumänien kontrollierten Gebieten, einschließlich Transnistrien, je nach Abgrenzung und Zählweise von etwa 280.000 bis 380.000 Toten aus.

Für Roma sind die Zahlen unsicherer; häufig ist von mehreren Zehntausend Toten die Rede. Diese Angaben überschneiden sich teilweise mit Opferzahlen aus anderen rumänisch besetzten Gebieten und dürfen deshalb nicht einfach addiert werden.

Auch unter deutscher Herrschaft wurde die Bevölkerung systematisch ausgeplündert. Getreide, Rohstoffe und andere Güter wurden beschlagnahmt und abtransportiert. Millionen Menschen wurden zur Zwangsarbeit gezwungen oder nach Deutschland verschleppt.

Gleichzeitig ermordeten deutsche Dienststellen, SS- und Polizeieinheiten, Wehrmachtangehörige und lokale Kollaborateure Hunderttausende Juden und Angehörige anderer verfolgter Gruppen.

Das war kein gewöhnlicher Krieg um Grenzen. Es war ein nationalsozialistischer Eroberungs-, Vernichtungs- und Kolonialkrieg. Die Ukraine sollte als Lebensraum, Rohstoffquelle und Arbeitskräftereservoir für das Deutsche Reich dienen. Die Bevölkerung galt nicht als gleichberechtigt, sondern als auszubeutende und zu beseitigende Masse.

1941 gab es keine einheitliche „ukrainische Seite“ gegenüber einem einzigen Besatzer. Das Gebiet der heutigen Ukraine war zwischen dem Reichskommissariat Ukraine, deutschen Militärverwaltungen, dem Generalgouvernement und dem rumänischen Gouvernement Transnistrien aufgeteilt.

Diese Gebiete waren keine gleichartigen Verwaltungseinheiten. Sie unterschieden sich in Rechtsstatus, Zuständigkeiten, Dauer und tatsächlicher Kontrolle.

Die Karte wirkt nüchtern.

Doch jede Linie stand für eine andere Besatzungs- und Ausbeutungsordnung. Für Millionen Menschen konnte sie bedeuten, unter deutsche oder rumänische Herrschaft zu geraten, ausgeraubt, deportiert, zur Zwangsarbeit verschleppt, in Ghettos eingesperrt oder ermordet zu werden.

Hinter den Grenzen dieser Karte standen keine Verwaltungsreformen. Dahinter standen Krieg, NS-Herrschaft, Besatzung, Zwangsarbeit und Massenmord.

12/09/2026

Informationen zum Tag des offenen Denkmals

10/09/2026

🏚️ Tag des offenen Denkmals im Kulturbunker

Am Sonntag, 13. September öffnen wir im Rahmen des Tags des offenen Denkmals die Türen des Diakonissenbunkers in Stuttgart-West.

Von 11 bis 17 Uhr könnt ihr den über 3.000 m² großen Bunker frei begehen und Bereiche entdecken, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Infotafeln geben Einblicke in die Geschichte des Bunkers und seine Nutzung als Zivilschutz- und Atomschutzbunker.

📍 Rosenbergstr. 23, Stuttgart-West
🕚 11–17 Uhr
🎟️ Eintritt frei

Im Bunker ist es kühl – warme Kleidung wird empfohlen. 🧥

Kommenden Sonntag sind wieder der Museumsbunker RO1 der Neckar-Enz-Stellung und der ehemalige Luftschutzstollen Gaishald...
30/08/2026

Kommenden Sonntag sind wieder der Museumsbunker RO1 der Neckar-Enz-Stellung und der ehemalige Luftschutzstollen Gaishalde in Bietigheim-Bissingen geöffnet. Wir freuen uns auch Euch an beiden Locations von 11 - 17 Uhr.

Am Sonntag soll es in Bietigheim-Bissingen weitgehend schön sein, bei 25 Grad. Das ist das perfekte Wetter, um sich mal ...
03/07/2026

Am Sonntag soll es in Bietigheim-Bissingen weitgehend schön sein, bei 25 Grad. Das ist das perfekte Wetter, um sich mal die Reste der Neckar-Enz-Stellung im Stadtgebiet und den einzigen noch begehbaren zivilen Luftschutzstollen Bietigheims zu erschließen. Unser Wanderweg entlang der Enz funktioniert in beide Richtungen, egal ob ihr im Museumsbunker RO1 der Neckar-Enz-Stellung in Bissingen anfangt oder in ehemaligen Luftschutzstollen Gaishalde in Bietigheim. Beide Bauwerke sind von 11:00 h bis 17:00 h geöffnet und freuen sich auf Euren Besuch. Auf dem Weg dazwischen liegen die Ruinen mehrerer nach dem Krieg gesprengter Neckar-Enz-Bunker und der vermauerte Eingang des Wobach-Stollens, des größten zivilen Luftschutzstollens, der während des 2. Weltkrieges in Bietigheim gebaut wurde.

Adresse

Stuttgart
70469

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