07/10/2026
Integration braucht Beratung. Und sie braucht Menschen, die den nächsten Schritt möglich machen.
Gestern fand im Stuttgarter Rathaus der jährliche Aktionstag der Migrationsberatung statt. Vertreter*innen der Stadt und der Liga Baden-Württemberg wiesen darauf hin, dass sich die gesellschaftliche Debatte über Migration und Integration deutlich verändert habe. Sie dankten den Mitarbeitenden der Migrationsberatung ausdrücklich für ihre wertvolle Arbeit unter diesen erschwerten Verhältnissen.
Eine aktuelle Studie der Liga der freien Wohlfahrtspflege Baden-Württemberg zur Migrationsberatung für Erwachsene zeigt: Gute Beratung und gelingende Integration können langfristig dazu beitragen, Folgekosten zu vermeiden – etwa durch eine bessere Arbeitsmarktintegration. Laut Studie verhindert die Migrationsberatung jährlich über 216 Millionen Euro an Folgekosten in Baden-Württemberg.
Ayse Özbabacan, Leiterin Abteilung Integrationspolitik der Stadt Stuttgart, wies darauf hin, dass hinter jeder einzelnen Zahl ein Mensch mit Sorgen und Fragen stehe – und vor allem mit dem Wunsch nach einer Perspektive.
Umso wichtiger sei es, dass notwendige Beratungsstrukturen erhalten bleiben. Die Stadt Stuttgart finanziere erstmals eine Ko-Finanzierung für die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte und setze damit ein wichtiges Zeichen. Gleichzeitig sei klar, dass die kommunale Finanzierung die notwendige Bundesfinanzierung nicht ersetzen könne.
Integration passiert nicht von allein. Sie braucht Menschen, die unterstützen – und Strukturen, die diese wichtige Arbeit ermöglichen. Auch wir danken unseren Mitarbeiter*innen der IN VIA Jugendmigrationsberatung für ihren täglichen Einsatz.