Bündnis pro Bildung BW

Bündnis pro Bildung BW Die grün-rote Landesregierung hält die Forderung nach einem "Faktencheck" zur Gemeinschaftsschule für überflüssig. Wir fordern Transparenz und Mitsprache! B.

Viele Eltern wünschen sich diesen aber zum Wohle ihrer Kinder! Meistens werden, wenn die Befürworter der Gemeinschaftsschule für diese Schulform werben, Floskeln, wie „längeres Gemeinsames Lernen“ oder „Bildung für Jedermann“ verwendet um zu betonen, wie sehr dieses Konzept doch den „althergebrachten“ Schulformen überlegen sei. Dies ist jedoch nicht der Fall. Deshalb ist es wichtig, die wesentlich

en Eigenheiten der Gemeinschaftsschule realistisch zu betrachte
n:

Gemeinschaftsschulen sind „Ganztagsschulen“. In Baden-Württemberg bedeutet das Betreuung bis maximal 16 Uhr. Auf Gemeinschaftsschulen können Haupt- oder Realschulabschluss erworben werden. Der Erwerb des Abiturs ist zunächst nicht möglich. Gemeinschafsschulen nehmen Schüler mit allen Empfehlungen auf. Klassen im eigentlichen Sinne gibt es auf einer Gemeinschaftsschule nicht. Alle Schüler werden unabhängig von Ihrer Leistungsstärke gemeinsam unterrichtet. Zusätzlich zum „Hauptunterricht“ können die Schüler Leistungskurse und Fachmodule für weiterführenden Unterricht wahrnehmen. Von den Befürwortern der Gemeinschaftsschule wird eine individuelle Förderung jedes Kindes kommuniziert, ohne dass klar ist, wie dies gerade in einer solch heterogenen Schulform geleistet werden kann, während Lehrer dies heute ja nicht einmal für einzelne Schüler in vergleichsweise homogenen Klassen in Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien erreichen können. Impressum
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Es wird zwar immer wieder beteuert, dass die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schüler Berücksichtigung finden, aber für eine Spezialisierung wie z. auf einer Werkrealschule oder einer kaufmännischen Schule ist naturgemäß weniger Raum gegeben, denn es handelt sich ja eine Schule für „Jede/n. Immer wieder wird seitens der Gemeinschaftsschul-Befürworter versichert, dass die Schüler bis zum Schulabschluss gemeinsam lernen würden. Wie vor diesem Hintergrund eine individuelle Förderung verschiedener Begabungen auf gleichem Niveau wie dies im heutigen Schulsystem der Fall sein soll stattfinden soll, wird jedoch nirgendwo erläutert. Es ist völlig unverständlich, warum die Gemeinschaftsschule in Konkurrenz zur Werkrealschule treten soll. In der in der Gemeinschaftsschule sollen wie schon erwähnt nur der Hauptschulabschluss und Realschulabschluss angeboten werden. Was passiert mit einem Schüler, der in der Gemeinschaftsschule den Realschulabschluss nicht schafft? Da wäre es ja besser die Werkrealschule zu besuchen. Sitzenbleiben ist auf Gemeinschaftsschulen nicht vorgesehen. Dies bedeutet, dass schwächere Schüler keine Möglichkeit bekommen durch das Wiederholen einer Klasse, entgangenen Stoff nachzuholen. Im kommenden Schuljahr sollen in Baden-Württemberg zunächst 34 Gemeinschaftsschulen eingeführt werden und zwar als Ersatz für bestehende Hauptschulen sowie Werkrealschulen und Realschulen. Gleichzeitig wurde die verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft, was dazu führt, dass die Anmeldezahl auf Haupt- und Werkrealschulen schon jetzt stark zurückgegangen ist. In Kürze werden die ersten Haupt- und Realschulen wegen Schülermangel schließen müssen, weil die neuen Gemeinschaftsschulen von der Landesregierung bevorzugt behandelt werden und dies obwohl sie weniger leistungsfähig und in der hiesigen Praxis noch nicht erprobt sind. In den kommenden Jahren sollen dann alle bestehenden Haupt- und Realschulen dann Stück für Stück durch Gemeinschaftsschulen ersetzt werden. Diese Entwicklung würde qualitativ schlimme Folgen für das bestehende, sehr erfolgreich baden-württembergische Bildungssystem haben. Bitte beachten:
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15/11/2024

Der Realschullehrerverband Baden-Württemberg hat heute seine Pläne für einen Volksantrag “Nicht ohne unsere Realschulen!” vorgestellt. Ich unterstütze zusammen mit der gesamten FDP/DVP-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg diese Initiative voll und ganz!

Wir brauchen starke Realschulen für die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Die als Schulform ist praxisnah, bereitet hervorragend auf Ausbildung und Beruf vor und überzeugt mit einem eigenständigen pädagogischen Konzept. Leider schwächt das so genannte “große Bildungspaket” von Grün-Schwarz die Realschulen aber massiv. Vor allem die Entscheidung, die verbindliche nur für das und nicht auch für die Realschule wiedereinzuführen, ist völlig falsch!

Zusammen mit unserem Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Rülke habe ich in einer Pressemitteilung meine Unterstützung für den Volksantrag deutlich gemacht: https://bit.ly/3O0FmOM

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