07/06/2026
Sehr schöne Illustrationen und Informationen für Familienchroniken z. B. bei Vorfahren aus Herrenberg oder Bad Herrenalb
Nach den Frauen- werfen wir heute einen Blick auf die „Herrenorte“ im Südwesten. Am bekanntesten sind die Städte Herrenberg und Herrenalb. Dazu kommen jede Menge Wohnplätze, die auf örtliche Gegebenheiten hinweisen, wie Bäche und Wälder, Mühlen und Äcker, zuweilen auch eine Rodungssiedlung. Während die „Frauenorte“ meist im Zusammenhang mit Marienpatrozinien stehen, waren es mehr weltliche als geistliche Mannen, die in den Herrennamen ihre Spuren hinterlassen haben. Herrenalb entstand Mitte des 12. Jh. als ebersteinisches Hauskloster. In Herrenberg ließen die Pfalzgrafen von Tübingen eine Burg errichten und nahmen dort Mitte des 13. Jh. ihren Sitz. Herrentierbach im Landkreis Schwäbisch Hall war ab dem 12. Jh. ein Sitz der Herren von Tierbach, die eine Turmhügelburg bewohnten. Ähnlich verhielt es sich in Herrenzimmern, einem Teilort von Niederstetten im Main-Tauber-Kreis. Mitte des 14. Jh. wurden die dortigen Zimmern mit der Ortsburg belehnt, von der einige Reste erhalten sind. Die Burg Herrenzimmern im Landkreis Rottweil war Stammsitz der Familie, die den berühmten Froben Christoph von Zimmern (1519-1566) hervorbrachte. Im 14. Jh. wurde der Schwerpunkt der kleinen Herrschaft an die obere Donau verlegt. Burg Herrenzimmern ist heute eine imposante Ruine.
Rund 40 Wohnplätze kennt das LEO-Ortslexikon, die die Herrenorte mit landwirtschaftlichen, geografischen oder anderen Merkmalen in Verbindung bringen. So taucht der Name Herrenberg ganze viermal im Ländle auf, drei davon sind Wohnplätze. Mehr dazu lesen Sie heute im LEO-Blog www.leo-bw.de/blog
Bild: Herrenberg auf der Ansicht von Andreas Kieser, 1683. Die beiden Türme der Stiftskirche mussten Mitte des 18. Jh. auf halber Höhe abgebrochen werden, stattdessen entstand die barocke Zwiebelhaube. Das Schloss wurde Anfang des 19. Jh. abgetragen. Bildquelle: Landesarchiv BW, HStAS H 107/18 Bd. 52 Bl. 17, gemeinfrei