Architektenkammer Baden-Württemberg

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Architektenkammer Baden-Württemberg Über 25.000 Planerinnen + Planer. Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur. Baukultur + Gestaltung für Morgen. Wir sind Kammer. 🏗🏡
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Als Körperschaft öffentlichen Rechts im Bereich Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung tätig.

Kita, Grundschule und Volkshochschule in einem, dazu eine Sporthalle, die auch von externen Vereinen genutzt wird: Das B...
30/10/2026

Kita, Grundschule und Volkshochschule in einem, dazu eine Sporthalle, die auch von externen Vereinen genutzt wird: Das Bildungshaus Neckarpark, geplant von Glück + Partner Freie Architekten mit Pfrommer + Roeder Freie Landschaftsarchitekten, ist als Holz-Hybrid-Bau der Gebäudeklasse 5 das erste seiner Art in Stuttgart. Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt nimmt es einen ganzen Quartiersblock ein und bietet viel Raum zum Lernen – vom ersten Lebensjahr bis ins Seniorenalter.

„Ein ganz wesentliches Element ist das innovative pädagogische Konzept, das eine sehr enge Verzahnung zwischen der Kindertagesstätte und der Schule vorsieht“, sagt Marco Tschöp, Projektleiter des Schulverwaltungsamts von Stuttgart - meine Stadt, im Video zum IWS Immobilien Award, mit dem das Bildungshaus 2025 ausgezeichnet wurde. Kita und Grundschule teilen sich die vier Stockwerke des Nordgebäudes, das aus insgesamt sieben Lernhäusern besteht. Alle Ganztagsräume stehen wechselseitig der Schule oder der Kita zur Verfügung – ebenso wie der Musiksaal, das Atelier, die Kinderküche oder das Elterncafé. Der Quartiershofs mit gemeinsam genutzten Freibereichen für die Kita- und Grundschulkinder sowie einer Terrasse für die Volkshochschule im Südgebäude ist Begegnungsraum für alle Generationen.

Eine ausführliche Projektvorstellung findet ihr auf DABonline – dort war „Bauen für die Bildung“ Schwerpunktthema im Oktober: https://www.dabonline.de/projekte/ein-ort-zum-lernen-vom-ersten-lebensjahr-bis-ins-seniorenalter

📷 Roland Halbe

26/10/2026

NAT am KIT: „Steht für die Werte ein, die euch wichtig sind!“ lautet eine zentrale Botschaft des NAT:26. Rund 300 junge Planende aus den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung kamen am 23. Oktober in Karlsruhe zum Nachwuchsarchitekt:innentag 2026 zusammen – Studierende, Lehrende, Kammeraktive und nicht Organisierte an der Schwelle in den Beruf. Der Ort, Heimat der am , war trefflich gewählt, um über Weichenstellungen zu diskutierten. Klimakrise, Wohnraummangel, Ressourcenknappheit, Digitalisierung, demografischen und gesellschaftlichen Wandel: das Berufsbild befindet sich im Stresstest, Spielräume schwinden - finanziell, strukturell und ökologisch.

In Keynotes, Workshops und Diskussionen wurde über gemeinsame Verantwortung für die gebaute Umwelt, neue Formen des Arbeitens und Lernens, nachhaltiges Planen und Bauen, den Umgang mit dem Bestand, Partizipation und Intersektionalität sowie über die Rolle der Kammern heiß diskutiert.

Die gute Stimmung zeugte von Lust auf Gestaltung nicht nur der gebauten Umwelt, sondern auch der Bedingungen künftiger Planung.
Am Ende wählten die Teilnehmenden die fünf dringlichsten Positionen aus 21 Thesen. Die auf Platz Eins gerankte Forderung lautete, grob verkürzt, pro Weiterbauen und gegen Abriss. An zweiter Stelle die Aufforderung: „Macht die Kammern gesellschaftsrelevant durch überraschende Bündnisse, zukunftsweisende Positionen und maximaler Omnipräsenz.“ Weitere Statements wandten sich gegen Wohnen als „Spekulationsgegenstand“, die Verhältnisse in den Büros von Gehaltsstandards bis Kostenübernahme und Freistellung für Fortbildungen. Schließlich das Plädoyer für die Bindung von Architektur und Planungsberufen an demokratische Grundwerte.
Gleichzeitig gab der NAT 2026 gab die Devise „gemeinsam“ aus. Der Tenor: Probate Antworten entstehen im Austausch über Disziplinen, Generationen und institutionelle Grenzen hinweg.

Ausgerichtet und organisiert wurde der NAT:26 von , der und den drei Architektenkammern , und .

Ein innerstädtischer Unternehmensstandort, mehr als 100 Jahre Geschichte, 17 Gebäude aus unterschiedlichen Bauphasen und...
22/10/2026

Ein innerstädtischer Unternehmensstandort, mehr als 100 Jahre Geschichte, 17 Gebäude aus unterschiedlichen Bauphasen und 260.000 Ziegel, die ein zweites Leben bekommen: Für die Architektenkammer Baden-Württemberg-Serie zu nachhaltigen Materialien und innovativen Baustoffen im regionalen Kontext waren wir dieses Mal zu Besuch im Klett-Areal im Stuttgarter Westen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1897 ist der Ernst Klett Verlag in der Rotebühlstraße am Feuersee präsent. Heute wird der historisch gewachsene Stammsitz der Klett Gruppe als Teil der weiterentwickelt. Der Entwurf von Bruno Fioretti Marquez ergänzt und transformiert den bestehenden Gebäudekomplex mit gezielten Eingriffen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Ziegel. Statt die Klinker für Neu- und Anbauten extra zu produzieren, werden rund 260.000 gebrauchte Ziegelsteine aus einem Abbruchprojekt in Mannheim wiederverwendet. Verband, Fugenbild und Farbigkeit knüpfen an die bestehenden Fassaden an und lassen dennoch einen Unterschied ersichtlich. So bleiben die unterschiedlichen Bauphasen des Areals ablesbar.

Auch die Bürobereiche verändern sich: Klassische Zelleneinteilung weicht flexiblen Bereichen. Feste Arbeitsplätze treten dabei zunehmend in den Hintergrund - bis hin zur Geschäftsführung.
Dr. Raquel Jaureguízar, Projektleiterin der IBA'27 StadtRegion Stuttgart, lobt: „Beim Klett-Areal gehören ökologisches und soziales Bauen zusammen: Hier im Hauptsitz der Klett Gruppe wird der Bestand weiterentwickelt und von der Straße aus besser wahrgenommen, während aufgewertete Freiräume neue Orte der Begegnung und des Austauschs für die Mitarbeitenden schaffen. Das ist ein Bekenntnis zu Stadt, Mischung und Gemeinschaft und zugleich eine Antwort auf die Frage, wie die Arbeitswelten der Zukunft aussehen können.“

Ein transparenteres Foyer und neue Blickbezüge in den Stadtraum öffnen das bislang weitgehend nach innen orientierte Firmengelände, stärker zur Nachbarschaft. Im Zentrum des Areals entsteht durch Rückbau und Entsiegelung ein grüner Freiraum mit Baumhain und Aufenthaltsbereichen. So wird ein neuer Ort für Begegnung im Büroalltag geschaffen, der zugleich zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen soll.

Die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen.

Ein besonderer Schwerpunkt beim Beispielhaften Bauen Main-Tauber-Kreis 2017-2026 lag auf dem Bauen und Weiterbauen im Be...
16/10/2026

Ein besonderer Schwerpunkt beim Beispielhaften Bauen Main-Tauber-Kreis 2017-2026 lag auf dem Bauen und Weiterbauen im Bestand. „Dies zeigt deutlich, worauf es in Zukunft ankommt: Wir müssen das Vorhandene mit neuem Leben füllen“, so Landrat und Schirmherr Christoph Schauder. Acht Prämierungen von insgesamt 17 würdigen die qualitätvolle Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung bestehender Gebäude. Acht Prämierungen von insgesamt 17 würdigen die qualitätvolle Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung bestehender Gebäude. Die ausgezeichneten Projekte zeigen die Bandbreite zeitgemäßer Baukultur: von Kulturstätten wie der TauberPhilharmonie und dem Altenbergsaal, die sich sensibel in die Weinberglandschaft einfügen über innovative Gewerbebauten in nachhaltiger Holzbauweise bis hin zur Schaffung klimaangepasster Orte des gemeinschaftlichen Miteinanders wie dem revitalisierten Wasserspielplatz und dem Gänsmarkt. Vorsitzender der Jury war Manfred Sautter, Freier Architekt und AKBW-Landesvorstand.

Objekte in der Reihenfolge ihres Erscheinens:

Sanierung und Erweiterung Wohnhaus F, Grünsfeld: © Barbara von Brunn

TauberPhilharmonie, Weikersheim: © HGEsch
Altenbergsaal und Küchenerweiterung REBgut - die Weinherberge, Lauda-Königshofen: © Julius Stark

Brennerei Herz, Bad Mergentheim: © Brigida González
Spedition Dölzer, Ahorn-Berolzheim: © Bruno Blesch

Grundschule Nord, Bad Mergentheim: © nix
Sanierung Bungalow, Bad Mergentheim: © Kathrin Herz

Umnutzung Scheune zu Wohngebäude, Tauberbischofsheim-Dittigheim: © Barbara von Brunn
Naturerlebnishaus, Boxberg: © Lazy Bones

Ackerbürgerhaus, Bad Mergentheim: © architekturbüroKLÄRLE

Erweiterung L***r und Büro Hieber AG, Weikersheim: © architekturbüroKLÄRLE
Sanierung Polizeisporthalle, Wertheim: © rüger+tröger architekten

Gasthof „Möhlers“, Igersheim: © FOTOSTUDIO PROFIL Brigitte Blesl
Revitalisierung Wasserspielplatz, Königheim: © Sven Trabold

Neugestaltung Gänsmarkt, Bad Mergentheim: © jens_hackmann

Innensanierung katholische Kirche, Boxberg-Unterschüpf: © Bruno Blesch

Umbau Scheune zu Wohnhaus W, Boxberg-Wölchingen: © Bruno Blesch
Jury © Architektenkammer Baden-Württemberg

Ein Gedanke eint die 19 Auszeichnungen beim Beispielhaften Bauen Landratsamt Emmendingen 2018-2026: der Genius Loci, die...
15/10/2026

Ein Gedanke eint die 19 Auszeichnungen beim Beispielhaften Bauen Landratsamt Emmendingen 2018-2026: der Genius Loci, die präzise und gut gestaltete Antwort auf den jeweiligen Ort. Unter dem Vorsitz von AKBW-Landesvorstand Thomas Herrmann prämierte die Jury sensibel eingefügte Nachverdichtungen für neuen Wohnraum sowie mutige Revitalisierungen von Denkmälern oder Schulkomplexen. Wie wichtig das Bauen im Bestand für den Berufsstand ist und welch hervorragende Lösungen dafür gefunden werden, zeigt sich auch in einem multifunktionalen Kirchenumbau oder dem Jugendzentrum in einer alten Feuerwache. Gute Beispiele für Holzbauweise, Fassaden-Photovoltaik beim Einfamilienhaus und optimierten Flächenverbrauch im Gewerbebau runden das Auszeichnungsergebnis ab.

Objekte in der Reihenfolge ihres Erscheinens:

Modulares Einfamilienhaus, Biederbach © Olaf Herzog

Kirchturm mit Aussichtsplattform, Gutach im Breisgau © Architektur-Fotograf Freiburg
Betriebserweiterung Becherer Möbelwerkstätten, Elzach © Yohan Zerdoun

Ruth-Cohn-Schule, Denzlingen © Bernhard Strauss
Sonnenensemble – Wohnen und Bürgertreff, Gutach im Breisgau © Oliver Kern, Architektur³

Wohnhaus G&S, Endingen am Kaiserstuhl © Michael Welle Architektur GmbH

Jugendzentrum „Alte Feuerwache“, Emmendingen © Jürgen Gocke
Wohnen im denkmalgeschützten Kleinbauernhaus, Emmendingen-Mundingen ©

Wohnen im Dreiseithof, Endingen am Kaiserstuhl © Sennrich & Schneider Architekten GmbH

Nachverdichtung mit Mehrfamilienhaus, Waldkirch © Yohan Zerdoun

Boardinghaus mit umgenutztem Werkstattgebäude, Waldkirch
+ Sanierung Carl-Helbing-Schule, Emmendingen © Bernhard Tränkle/ Bernhard Tränkle

Areal Försterhaus – Umnutzung und Sanierung, Reute © ml² architektur GmbH

Quartier Dreikönig, Emmendingen © Michael Spiegelhalter
Mehrfamilienhaus – Weiterbauen im Bestand, Emmendingen-Wasser © Yohan Zerdoun

Villa Alexander – Sanierung und Umnutzung, Gutach im Breisgau © architektur³

Umbau der Evangelischen Kirche, Waldkirch © Olaf Herzog
Gemeindezentrum – Veranstaltungssaal und Pfarrhausumnutzung als Rathaus, Forchheim am Kaiserstuhl © Yohan Zerdoun

Sporthalle Köndringen, Teningen-Köndringen © Roland Halbe
Jury © Architektenkammer Baden-Württemberg

14/10/2026

„Der Wettbewerb ist tot, es lebe der Wettbewerb!“ Der Architekt und Wettbewerbsbegleiter Mark Arnold, , ist überzeugt, dass Baukultur stets mit dem richtigen konzeptionellen Ansatz beginne. „Dafür braucht es den Mut öffentlicher Auftraggeber, Planungsleistungen durch die Auslobung von Planungswettbewerben zu vergeben.“ Den Mut von Kommunen wie .de , die von der als „Auslober des Jahres 2026“ ausgezeichnet wurde. Die Große Kreisstadt nördlich von Stuttgart führte in den letzten Jahren zahlreiche Wettbewerbsverfahren mit großer Sorgfalt durch – für Bildungseinrichtungen wie eine Grundschule und zwei Kindergärten, aber auch für das zentral im Ort gelegene Haus für Soziale Einrichtungen. Der Preis der Architektenkammer würdige „Mut, Entschlossenheit und Weitsicht“, so Laudator Mark Arnold. Der Wettstreit von Ideen und Konzepten bringe architektonische Vielfalt von hoher Qualität in unsere Städte und schaffe einen echten Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Ditzingens Bürgermeister nahm den Preis am Mittwoch, 14. Oktober, beim diesjährigen Wettbewerbstag im Haus der Architektinnen und Architekten zusammen mit dem Leiter des Stadtplanungsamtes, Markus Beutner, entgegen. Die Auszeichnung sei „eine Ehre“, so Bahmer gegenüber . Ditzingen gehe den eingeschlagenen Weg weiter. Denn: „Wettbewerbliche Verfahren, Preisgerichte und Jurys geben uns die Möglichkeit, die Stadt zu entwickeln und, begleitet von Fachleuten, dahin zu führen, wo wir als große Kreisstadt mit großer Historie sein sollten.“

„Ditzingen steht exemplarisch für eine vorbildliche Planungskultur und ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Qualität der gebauten Umwelt“, so Dr. Fred Gresens, der Vorsitzende des AKBW-Ausschusses „Vergabe und Wettbewerb“. In einer Zeit, in der Städte und Gemeinden zunehmend zu – vermeintlich – einfacheren und weniger aufwändigen Vergabeverfahren tendieren oder gar auf Generalplanung setzten, könne der Wettbewerb noch immer als schlankes, wirtschaftliches Verfahren bestehen.

98 zu 44 zu 27 ist das Verhältnis von Einreichungen zu besichtigten Objekten zu Prämierungen beim Beispielhaften Bauen U...
14/10/2026

98 zu 44 zu 27 ist das Verhältnis von Einreichungen zu besichtigten Objekten zu Prämierungen beim Beispielhaften Bauen Ulm und Alb-Donau-Kreis 2019-2026. Damit ist es Spitzenreiter der AKBW-Auszeichnungsverfahren in diesem Jahr. Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Susanne Dürr, Architektin und AKBW-Vizepräsidentin, prämierte nach 14 Stunden Rundfahrt an zwei Tagen ein Atelier, Wohngebäude, eine Sporthalle, ein Feuerwehrhaus, Schule, Kindergärten, mehrere Funktions- und Gewerbegebäude, Sanierungen, Innenraumgestaltungen sowie Stadtentwicklungen. Wir gratulieren!

Atelier im Garten, Schelklingen © .dieterich

Mehrfamilienhäuser Warndtstraße, Ulm © Conné van d' Grachten
Bassena und Pawlatsche, Ulm © C. van d'Grachten

Das weiße Haus – Dichterviertel, Ulm © Dietmar Strauß

KiTa Auf der Apfelwiese, Dornstadt-Bollingen © C. van d'Grachten
Erweiterung KiTa, Ulm-Mähringen © Brigida González

Kindergarten und Wohnen, Ehingen © Dominic Kummer
Erweiterung Astrid-Lindgren-Schule und Jörg-Syrlin-Grundschule, Ulm ©

Dreifeldhalle, Erbach © Zooey Braun
Betriebshof Tiergarten, Ulm © C. van d'Grachten

Parkhaus am Bahnhof (Tiefgarage, Passage und Läden), Ulm © C. van d'Grachten
Bahnhof (Funktionsgebäude und Fahrradhaus), Merklingen © STEFFEN ROLLER PHOTOGRAPHY

Feuerwehr Blaustein-Bermaringen © Dominic Kummer
Betriebsstätte schultech GmbH, Hüttisheim © STEFFEN ROLLER PHOTOGRAPHY

Neue Apotheke, Ulm © Matthias Schmiedel Photography

Kunden- und Innovationszentrum Science Park 2, Ulm ©
Hofstelle Ehingen-Tiefenhülen © Herbert Geiger

Mühle – Sanierung Wohn- u. Geschäftsgebäude, Staig-Steinberg © Lars Altstadt

Architekturwerkstatt im Kleinen Lautertal, Blaustein © Erich Spahn
Sanierung Museum (1.BA/2.BA), Ulm © Brigida González

Sanierung Friedrich-List-Schule, Ulm © Albrecht Imanuel Schnabel
Quartiersentwicklung St. Elisabeth, Ulm © Werner Huthmacher

Neue Stadtmitte Blaustein © René Müller
Volksbank Höfe, Ehingen © Erich Spahn

Wohnhäuser am Weinberg Carré, Ulm © Dominik Kummer
Umbau Hotel Bäumle, Ulm © Dominic Kummer

Wilhelmsburg 2030 – 3. BA, Ulm © Brigida González
Jury © AKBW

IBA HUB – Orte der Bewegung und Begegnung. So lautet der Titel des Schüler:innenwettbewerbs der Architektenkammer Baden-...
08/10/2026

IBA HUB – Orte der Bewegung und Begegnung. So lautet der Titel des Schüler:innenwettbewerbs der Architektenkammer Baden-Württemberg 2026/27. Was ist damit gemeint? Welche Gestaltungsaufgabe verbindet sich mit dem Schlagwort? Wo in ihrer Stadt/Gemeinde können die Schülerinnen und Schüler ansetzen? Welche gesellschaftlich relevanten Themen lassen sich verknüpfen?

Rund 25 Lehrerinnen und Lehrer nutzten den angebotenen Workshop in Stuttgart, um vertraut zu werden mit Planungsaufgabe - ein erklecklicher Teil der Pädagog:innen nicht zum ersten Mal.

Für die Architektenkammer Baden-Württemberg stellte Referentin Claudia Knodel, langjährige Projektleiterin der AKBW-Initiative „Architektur macht Schule“, das Engagement im Schulbereich vor: Seit 2008 organisiert die Kammer Lehrerfortbildungen. Landesvorstand Uli Schwille versicherte: „Freuen Sie sich auf das Verfahren, das wird top!“

Im Schulungsteil erläuterten Stephanie Reiterer und Jan Weber-Ebnet vom Büro bauwärts die Bauaufgabe, einen „HUB“ zu entwerfen, der mehr sein soll als ein Umstiegsort für Mobilität. Als Anschauungsmaterial dienten Luftaufnahmen immer ähnlicher Asphaltflächen, wo ein „IBA HUB“ möglich wäre. „Wir können direkt an der Betroffenheit der Jugendlichen andocken - und zwar in Stadt und Land“, so Reiterer. „Wir nutzen versiegelte Fläche, idealerweise Parkplätze. Mobilitätsorte sind in aller Regel versiegelte Orte.“ Leitend soll die Idee der produktiven Stadt aus der Leipzig Charta sein. „Es gibt so viele Ansätze“, sagte Jan Weber-Ebnet.

Wie konkret vorgegangen wird, konnten die Lehrkräfte vor Ort selbst erproben mit einem vorbereiteten Materialienset aus Schablonen für Grundflächen und Nutzungsvarianten. Reiterers Tipp: „Klebestifte nicht sofort austeilen!“

Die Schulung kommt an. „Echt gut vorbereitet, die Anwendung sehr lebensnah“ findet Felix Behr vom partizipativen Planungsbüro mätsch • Studio für Zusammenspiel Kunstlehrerin Cornelia Kamprath-Scholtz, Heinrich-von-Zügel-Gymnasium in Murrhardt, findet: „Der Wettbewerb greift viele wichtige Themen auf, auf die es in Zukunft ankommt.“

Für Kurzentschlossene ist eine Teilnahme an der Online-Schulung am 13. Oktober, 14-17 Uhr, noch möglich. Anmeldung: https://eveeno.com/iba-hub-fortbildung-online

Alle Infos zum zweiten landesweiten Schüler:innenwettbewerb der AKBW: https://www.akbw.de/baukultur/architektur-macht-schule/landesweiter-wettbewerb-fuer-schuelerinnen-und-schueler-2026/27
Alle Infos zu „Architektur macht Schule“: https://www.akbw.de/baukultur/architektur-macht-schule/

Gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung

Im „Bau-KULTUR-Turbo“-Hearing des Kompetenzteams „Landesentwicklung“ tauschten sich Mitglieder der Architektenkammer Bad...
06/10/2026

Im „Bau-KULTUR-Turbo“-Hearing des Kompetenzteams „Landesentwicklung“ tauschten sich Mitglieder der Architektenkammer Baden-Württemberg mit Kommunalvertreter:innen zu den Erfahrungen nach einem Jahr Bauturbo aus. Die Leitfrage: Wie verändert der Bauturbo die Arbeit von Stadtplanung und Verwaltung – vor allem hinsichtlich der Qualitätssicherung? Der Austausch zeigte: 1.100 Kommunen im Land, 1.100 verschiedene Erfahrungen.

Intensiv diskutiert wurde die Wirkung auf die kommunale Planungshoheit. Teils ließe sie sich sogar zurückgewinnen. Nach § 34 Baugesetzbuch (BauGB) genügt es, dass sich ein Vorhaben einfügt. Ist der Bauturbo an einen städtebaulichen Vertrag geknüpft, kann die Kommune gezielter steuern im Vergleich zum reinen Einfügungsgebot. Bei umstrittenen oder städtebaulich relevanten Vorhaben bliebe der vorhabenbezogene Bebauungsplan weiterhin das richtige Mittel, so die mehrheitliche Meinung.

Konkreter Ausdruck der Planungshoheit bleibe nach wie vor ein Bebauungsplan. Deshalb solle der Bauturbo eine Experimentierklausel bleiben als Zwischenschritt zu einem vereinfachten B-Plan-Verfahren sein. Außerdem und unabhängig davon müsse die Aufhebung von Bebauungsplänen deutlich leichter werden.

Ob der Bauturbo auf die Straße kommt, hängt vom Zusammenspiel von Baurechtsbehörde und Stadtplanungsamt ab. Ebenso wichtig ist ein Gemeinderat, der sich fundiert mit den Möglichkeiten befasst. Die Instrumente Gestaltungsbeirat und Ortentwicklungsbeirat können diesen Prozess optimal unterstützen. Sinnvoll ist ein Grundsatzbeschluss mit klaren Leitlinien für die Anwendung.

Einzelfallentscheidungen erlauben zwar eine gezielte Projektauswahl, gerade in kleinen Kommunen. Sie bergen aber das Risiko beliebiger Entscheidungen ohne Qualitätsmaßstab.

Eine weitere Erkenntnis: Die – bisher – größte Leistung steckt nicht im Zünden des noch stotternden Turbos sondern darin, den Wert der Stadtplanung und die Debatte über städtebauliche Qualitäten wieder ins Zentrum zu rücken.

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Stuttgart
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