Der Württembergische Geschichts- und Altertumsverein e.V. (WGAV) ist ein deutscher Geschichtsverein. Er wendet sich sowohl an Historiker als auch an interessierte Laien, die ihre landesgeschichtlichen Kenntnisse erweitern und ihr Verständnis für die südwestdeutsche Kulturlandschaft vertiefen möchten. Für seine rund 1.250 Mitglieder bietet er zahlreiche Veranstaltungen an, wie Vorträge, Studienfahr
ten, Tagungen und Kurse. Ein halbjährlich erscheinender Rundbrief informiert über das Veranstaltungsprogramm. In Kooperation mit dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart finden historisch-literarische Lesungen und paläographische Übungen statt, die mit der Lektüre handschriftlicher Quellen vertraut machen sollen. Gemeinsam mit der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg gibt der WGAV die renommierte Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG) heraus. Sie bietet thematisch breit gefächerte Beiträge zur Landesgeschichte, Forschungsergebnisse und Besprechungen neuer Bücher. In der ebenfalls vom WGAV herausgegebenenen Schriftenreihe "Lebendige Vergangenheit" werden Erinnerungen, Tagebücher und Briefwechsel von Persönlichkeiten des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens unserer und früherer Generationen aus dem südwestdeutschen Raum veröffentlicht. Das Spektrum der publizierten Selbstzeugnisse reicht von der spätmittelalterlichen Pilgerfahrt des Herzogs Eberhard im Bart nach Jerusalem, über die fesselnde Autobiographie eines Feldpredigers im Dreißigjährigen Krieg, die Feldpostbriefe des Ministerpräsidenten Reinhold Maier bis hin zu den Jugenderinnerungen eines jüdischen Emigranten. Daneben fördert der Verein die Drucklegung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur geschichtlichen Landeskunde. Nachdrücklich engagiert er sich für die Erhaltung gefährdeter Kulturgüter, unterstützt die Denkmalpflege und trägt zur Verbreitung des Geschichtsbewusstseins im Lande bei.