03/07/2026
Gemeinsam für Menschenrechte – Erinnerung an das Massaker von Ürümqi
Heute haben wir an der Mahnwache zum 17. Jahrestag des Massakers von Ürümqi in Karlsruhe teilgenommen.
Wir erinnern an die Opfer der Gewalt vom 5. Juli 2009 und stehen solidarisch an der Seite der Uiguren sowie aller Menschen, die in China wegen ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Sprache, ihrer Kultur oder ihres Glaubens verfolgt werden.
Besonders besorgniserregend ist das neue chinesische Gesetz zur „Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“, das am 1. Juli 2026 in Kraft getreten ist. Es stärkt die staatliche Kontrolle über Sprache, Kultur und Religion und verschärft den Druck auf ethnische Minderheiten.
Als christliche Menschenrechtsinitiative sehen wir deutliche Parallelen zwischen der Verfolgung von Uiguren, Christen, Tibetern und anderen Glaubens- und Volksgruppen in China. Menschenwürde, Religionsfreiheit und kulturelle Vielfalt dürfen niemals geopfert werden.
Wir fordern:
- eine unabhängige Aufklärung des Massakers von Ürümqi,
- die Freilassung aller willkürlich Inhaftierten,
- ein Ende der transnationalen Repression gegen Exilgemeinschaften,
- und eine werteorientierte Politik, in der Menschenrechte wichtiger sind als wirtschaftliche Interessen.
Schweigen gegenüber einem Handelspartner ist keine neutrale Haltung – es ist Komplizenschaft.
Vielen Dank an alle, die heute mit uns ein Zeichen für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde gesetzt haben.