03/02/2026
+++ Pressebericht JHV+++
JHV der Feuerwehr Burggrub 2026
Mit den Worten: „2025, wieder ein Jahr das wir nicht so schnell vergessen werden, diesmal aber nicht im Positiven“; begrüßte 1. Vorsitzender Dirk Kreul 30 Mitglieder und acht Gäste bei der Jahreshauptversammlung am 18.01.26, im Feuerwehrhaus Burggrub. Der Verkehrsunfall, bei dem ein Kamerad der Jugendfeuerwehr sein Leben verlor, ist allen aktiven und passiven Mitgliedern noch in tragischer Erinnerung.
Kreul begann seine Ausführungen mit den Top-Ereignissen des vergangenen Jahres. Hierzu gehörte wieder das Schlachtfest, dass mit 160 Portionen restlos ausverkauft war. Ein besonderes Highlight des Jahres 2025 war das Grillfest, dieses feierte die Burggrüber Bevölkerung zusammen mit der Anbaueinweihung und Kommandantenübergabe. Leider stand dieses Fest im Schatten der Ereignisse um den Tod des Kameraden, weshalb der Jahrestag „40 Jahre Jugendfeuerwehr“ verschoben wurde. Eigentlicher Höhepunkt dieses Festes war die Kommandantenübergabe von Dirk Raupach an Jan Barcsik, der nun die Geschicke der aktiven Mannschaft leitet. Ein regelrechtes Kaiserwetter ließ das Grillfest bis in die späte Nacht hinein andauern. „Gerne weiter so“ sagte Dirk Kreul zu den Kirchweihfeierlichkeiten 2025, die zusammen mit den Fußballern abgehalten wurden. Das Altliga-Spiel war bestens besucht und auch Speisen und Getränke gingen weg wie warme Semmeln. Last but noch least fand am 22.11.25 der Kameradschaftsabend im Gasthof „Zum Goldener Adler“ statt. Zum letzten Mal bewirtete die Familie Höring/Wagner die Kameradinnen und Kameraden mit Lebenspartnern, weil das Gasthaus zum 19.12.25 schloss. Die diesjährige Tombola am Kameradschaftsabend suchte ihres Gleichen. Ein großer Dank ging an die Spender und Organisatoren der Preise. Den Abschluss der Veranstaltungen 2025 machte der Glühweinabend zusammen mit den Club-Freunden. Dieses Event wurde von der gesamten Dorfbevölkerung sehr gut angenommen, so dass Wiederholung garantiert ist.
Bei Veranstaltungen und Festen anderer Vereine war die FFW Grub ebenfalls vertreten. Hierzu zählen der Schützenfestumzug, die Feuerwehrfeste in Stockheim, Reitsch, Posseck, Steinbach am Wald und der Patenfeuerwehr Tüschnitz, ebenso die Kinderferienwoche und der Kirchgang zum Volkstrauertag.
Zu den statistischen Mitgliederzahlen erläuterte Kreul, dass der Feuerwehrverein 179 Mitglieder habe, davon vier Feuerwehranwärter und 15 Kinderfeuerwehrler.
Zum Schluss seiner Ausführungen dankte der 1. Vorsitzende allen Frauen und Lebenspartnern für ihr Verständnis, allen Helfern bei den Veranstaltungen, den Mitgliedern und Ehrenmitgliedern für ihr Engagement bei Festumzügen, Kirchgängen und Beerdigungen und den Spendern des vergangenen Jahres.
Nun übernahm 1. Kommandant Jan Barcsik das Wort. Auch er bedankte sich bei allen anwesenden Gästen und insbesondere bei Dirk Raupach, über den Support in den vergangenen Monaten. Ein großes Dankeschön richtete er auch an seine Stellvertreter Andreas Kießling und Torsten Fiedler, sowie an Dirk Kreul. Barcsik hob das Ehrenamt hervor, dass keine Arbeit ist, die bezahlt wird. Es ist eine Arbeit die unbezahlbar ist, stellte er fest. Er führte aus, dass jeder aus anderen Gründen ehrenamtlich tätig ist. Da mancher Dank oft nicht ausgesprochen wird, bedankte er sich ausdrücklich bei seiner Mannschaft für deren Engagement im vergangenen Einsatzjahr.
Momentan leisten 34 Aktive, darunter zehn Atemschutzträger, vier Feuerwehranwärterinnen/-anwärter Dienst. Er hob besonders den hohen Anteil von neun Frauen in der aktiven Mannschaft heraus. Bei den fünf Einsätzen im Jahr 2025 kamen insgesamt 164 Einsatzstunden zusammen. Für besondere Betroffenheit sorgte jedoch die technische Hilfeleistung beim VU mit tödlichem Ausgang für den Kameraden der Jugendfeuerwehr.
Barcsik lobte den herausragenden Übungswillen der Mannschaft. Insgesamt kamen 462 Übungsstunden zusammen. Denn: „wer im Einsatz übt, der übt zu spät“ sagte er. Ebenso kam die Fortbildung mit insgesamt fünf Lehrgängen nicht zu kurz.
Vier Kameradinnen/Kameraden nahmen vergangenes Jahr am Lotto Thüringen Treppenlauf in Oberhof teil. Mit Unterstützung der FFW Neuhaus-Schierschnitz können 2026 insgesamt drei Mannschaften erneut teilnehmen. Mit Dankesworten an die Gemeinde mit Bürgermeister, die Betreuer der Jugend- und Kinderfeuerwehr, Funktioner, Nachbarfeuerwehren, Spendern, Partnern und Familien, Dirk Kreul und besonders an seine aktive Mannschaft schloss er seine Ausführungen.
Jugendwart Benjamin Fischer übernahm nun das Wort. Auch er kam auf den tragischen Unfall des Feuerwehrkameraden zu sprechen. Dieser führte vor allem bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zu großer Trauer und Betroffenheit. Fischer sagte daraufhin die Teilnahme an sämtlichen Abzeichen und Leistungsmärschen ab. Die Ausbildung der Jugendlichen wurde, im Hinblick auf das kommende Jahr, jedoch erfolgreich weitergeführt. 2026 stehen wieder Leistungsmärsche, Jugendflamme, Wissenstest und das bayer. Leistungsabzeichen an. Zum Schluss führte Benjamin Fischer aus, dass bei den 45 Übungen der vier Jugendlichen, 90 Übungsstunden zusammenkamen. Sein abschließender Dank galt seinem Stellvertreter Adrian Zeidler, dem Feuerwehrverein und nicht zuletzt Timo Fleischmann für seine Spende an die Jugendfeuerwehr.
Jetzt kamen die „Löschfüchse“ in Persona von Johannes Ludwig zu Wort. Er übernahm die Kinderfeuerwehr im Januar 2025 von Karolin Barcsik und leitete zusammen mit Isabell Zipfel die insgesamt 10 Übungen/Veranstaltungen für die kleinen Feuerwehrler. Höhepunkte waren sicherlich die bestandene „Kinderflamme“ und die Kinderfackelwanderung in Steinbach a. Wald. Mit den drei Neuanmeldungen und einem Abgang zur Jugendfeuerwehr sind nun 15 Kinder bei den Löschfüchsen. Sein abschließender Dank galt den Spendern, den Helfern aus der aktiven Mannschaft und seiner Stellvertreterin Isabell Zipfel.
Ehrungen für verdiente Vereinsmitglieder fehlten ebenfalls nicht. Für langjährige Vereinszugehörigkeit ehrte Dirk Kreul: Christian Freitag (30 Jahre), Hans-Willi Geiger (60 Jahre), Reinhard Kießling (60 Jahre) und Siegfried Hauck (60 Jahre). Das staatliche Ehrenabzeichen in Silber überreichte stellv. Landrat Bernd Steger an: Jan Barcsik (25 Jahre), Karolin Barcsik (25 Jahre) und Michael Kießling (25 Jahre). Ehrungen für aktive Dienstzeit überreichte Jan Barcsik an: Andreas Kießling (20 Jahre), Johannes Ludwig (20 Jahre) und Dirk Kreul (20 Jahre).
Ebenfalls wurde Torsten Fiedler als stellv. Kommandant verabschiedet, er übernimmt zukünftig das Amt des Gerätewartes.
Nachdem Dirk Raupach im Sommer das Zepter nach 24 Jahren an Jan Barcsik übergeben hat, wurde ihm heute eine ganz besondere Ehre zu teil. Nach einer Laudatio die schon ihres gleichen sucht, konnten 1. Vorsitzender Dirk Kreul und 1. Kommandant Jan Barcsik, voller Stolz, Dirk Raupach zum Ehrenkommandanten ernennen.
Stellvertretender Landrat Bernd Steger nutzte die Ehrungen, um der FFW Burggrub ein großes Lob auszusprechen. Ihre Kameradschaft und ehrenamtlicher Einsatz sei vorbildlich.
Kassenführer Andre Karl erläuterte nach den Ehrungen den finanziellen Stand des Feuerwehrvereins. Er lobte ebenso die Spendenbereitschaft, die sich in dem Betrag von 6321 Euro ausdrückte.
Erster Bürgermeister Daniel Weißerth folgte mit seinem Grußwort. Auf Grund der emotionalen Momente bei seinen Vorrednern änderte er seine geplanten Grußworte. Unter anderem sagte er, er „ziehe den Hut“ vor der Feuerwehr Grub, wie sie mit den tragischen Ereignissen umgegangen ist. Die Truppe habe aus der Situation Kraft gewonnen. Er zollte der Mannschaft eine klasse Leistung, bei all der Tragik die dahinterstand. Er sparte auch nicht mit Lob für den neuen Kommandanten Jan Barcsik. Weißerth stellte zudem heraus, dass die FFW ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft sei. Dies sehe man vor allem bei den gut besuchten
Veranstaltungen. Mit Ausblick auf das kommende Jahr sprach er kurz die Kathastrophenschutzpläne des Landkreises an. Um diese zu verwirklichen werden die Ehrenamtlichen dringend gebraucht, denn diese sind letztendlich da, wenn Not am Mann/Frau ist. In diesem Zusammenhang lobte er ausdrücklich die aktiven Frauen in der FFW, die wirklich gebraucht werden, weil die Männer das alleine nicht schaffen.
KBI Frank Schnappauf schloss sich den Grußworten von 1. Bgm. Weißerth an. Er lobte den Zusammenhalt und die Kameradschaft in der Grüber Wehr. Diese habe eine sehr gute Arbeit im vergangenen Jahr geleistet. Er hob hierbei insbesondere die Einsätze und die Jugendarbeit hervor. Für die Fertigstellung des Anbaues zollte er große Anerkennung an die Eigenleistung der Wehr. Mit Blick auf die Zukunft sprach er die geplante Kathastrophenschutzübung des Landkreises an. Hier soll die Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen praktisch geübt und koordiniert werden. Dazu werden die Ehrenamtlichen dringend gebraucht, da andere Organisationen nicht das Personal vorhalten können, das in der Anfangsphase notwendig ist.
Als abschließender Gastredner folgte Pfarrer Johannes Brunner. Er sagte, Gott habe auch eine Rufnummer! 5015, als Brücke zu Psalm 50,15 wo Gott zu Abraham sagte: „Rufe mich an in der Not…“ So verglich der die ehrenamtliche Feuerwehr, die in der Not des Bürgers gerufen wird und hilft. Brunner sagte Danke für all die Unterstützung in allen Belangen.
Zu guter Letzt konnten Wünsche und Anträge gestellt werden. Zwei Wortmeldungen von Vereinsmitgliedern wurden angehört und beantwortet.
Bei frischen Bratwürsten und Getränken folgte nun der kameradschaftliche Teil der Veranstaltung.
Text und Bild: Norbert Zipfel