14/08/2025
Immer mehr Menschen lassen sich in der auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf in Mitten der Natur bestatten
Wie schon Manfred Krug oder Maja Maranow wurde kürzlich Anita Kupsch an einem Baum bestattet
Auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf werden die meisten Verstorbenen mittlerweile in pflegefreien Gräbern in Mitten der Natur an einem Baum bestattet. Wie schon der Musiker und Schauspieler Manfred Krug, die Schauspielerin Maja Maranow, der Synchron Sprecher Arne Elsholz oder Ingrid Steeger, hat sich auch die kürzlich verstorbene Anita Kupsch (Anita Krahn), bekannt als markante Schauspielerin in Filmen, Serien oder dem Theater für einen solchen Grabplatz in der wild romantischen Anlage des Südwestkirchhof Stahnsdorf entschieden.
Wenn Menschen des öffentlichen Lebens, wie Kulturschaffende, Wissenschaftler oder Politiker, noch von 100 Jahren in repräsentativen Ruhestätten mit monumentalen Grabsteinen oder Mausoleen bestatte wurden, sind die Gräber heute weitläufig verteilt in der Natur eingerichtet. Dieser Trend in der sich wandelnden Friedhofs- und Bestattungskultur ist einschneidend. Insbesondere können Freunde und Bekannte nur schwer Gräber finden. Menschen, welche in der Öffentlichkeit präsent waren haben Fans, welche heute mühevoll Gräber suchen, an denen sie Andacht halten, sich an die Lebenswerke der Verstorbenen erinnern und mit Blumenschmuck Ehre erweisen wollen.
So wurde Berlinerin Anita Kupsch in engstem Familienkreis und einer würdigen Trauerfeier, am 4. August 2025 an einer 100 Jahre alten, märkischen bestattet. Nachdem die dezenten Grabgebinden verwelkt sind, verweist ein Namenstein und leuchtende Blumen auf das Grab. Besucher können sich nun vom Friedhofspersonal oder Ehrenamtlichen des Fördervereins den Weg erklären lassen. Es wird dann heißen „…gehen Sie zum Grab von Ingrid Steeger und dann um die Ecke, dort ist die Ruhestätte…“