05/06/2026
Wie es manchmal so geht.
Kaum waren die Zeilen des letzten Beitrags getippt, klarte der Himmel auf.
Kurz später: strahlender Sonnenschein und sogar der Wind schien etwas nach zu lassen. Ein Blick auf das Wetterradar zeigte eine Wolkenlücke, die knapp eine Stunde halten würde.
Ab nach draußen! Für eine Fahrt zum Flugplatz reichte die Zeit leider nicht, doch wenn man wie ich das Glück hat, eine Landewiese direkt vor der Haustür zu haben, sind solche spontan Aktionen möglich.
Die Wonder wurde aufgetankt und angelassen. Der Motor musste noch ein wenig nach reguliert werden.
Ein letzter Rudercheck und mit einem kräftigem Wurf in den strammen Gegenwind wurde das Modell seinem Element übergeben.
Sie zieht etwas nach rechts, kann aber leicht getrimmt werden.
Ansonsten fliegt die Wonder Fuchsjagd-Modell-typisch, ist ziemlich giftig auf den Rudern, aber gut beherrschbar.
Ich bin ganz ehrlich:
Im Zeitalter moderner Elektroantriebe erwartet man, dass das kleine Flugzeug nach dem Start los zischt und senkrecht nach oben zieht.
Tut es nicht...
Wir haben es hier mit einem ca 40 Jahre altem Methanolmodell zu tun. Die Beschleunigung ist für heutige Verhältnisse eher träge und die Fahrt muss gehalten werden, damit die Wonder gut und wendig fliegt.
Aber gerade das macht den Charme solcher Modelle aus.
Sie bringen keine Höchstleistungen und sind anspruchsvoll zu fliegen, aber sie machen gewaltig viel Spaß!!
Nach einigen Runden nehme ich das Gas raus und teste wie langsam man sie fliegen kann. Relativ schnell wird die Wonder schwammig an den Rudern und droht mit Strömungsabriss.
Ok, ganz langsam mag sie also gar nicht. Gas rein und noch eine Runde. Mit dem gewonnenen Wissen der letzten Runde leite ich den Landeanflug ein. Mit etwas Gas schwebe ich ein, dann Gas ganz raus und sie landet im hohem Gras.
Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden und werden die kleine Spaßkiste das nächste Mal mit zum Flugplatz nehmen.