03/12/2024
Gestern trafen wir uns zur gemeinsamen Mettenschicht mit den Kameraden und Kameradinnen des Bergbau und Höhenrettungszug aus Annaberg-Buchholz. Nach einer Führung im St. Briccius Stollen haben wir in gemütlicher Runde den Abend ausklingen lassen...... Ein Kamerad hat es in seinen Worten nicht besser beschreiben können.
Ihr Lieben, als ich am 1. Advent Abends zum Lieder singen in der Kirche sahs und bei Kerzenschein meine Gedanken sich um Bauprojekte und Aufgaben drehten, hab ich mich gefragt wie soll da eine besinnliche Stimmung aufkommen, zwischen Terminen und Aufgaben. So viel was unbedingt noch gemacht werden muß und was irgendwie keinen Aufschub duldet. Wie soll ich zur Krippe im Stall kommen?
Zeitsprung zurück in den Sommer.
Unser Kamerad Tommy ist aus dem Leben geschieden und bei einer Verabschiedung auf dem Keilberg, waren Kameraden aus Annaberg und Buchholz und Umgebung an unserer Seite, sie haben den Weg zu uns unter die Räder genommen und uns in dieser schweren Stunde nicht alleine gelassen. Überwältigt von dieser Geste und dieser Freundschaft ist der Zusammenhalt noch mehr gewachsen und wir waren davon stark beeindruckt.
Eine Einladung auf eine Mettenschicht bei unseren Kameraden in Annaberg/Buchholz war uns somit eine Herzensangelegenheit.
Auch Männer unterhalten sich vorher und fragen sich, was ziehen wir an? Uniform oder normale Kleidung. Die Wahl fiel auf normale Klamotten.
Gestern Abend so gegen 17.00 Uhr war Start mit zwei Kleinbussen, von unserer Seite aus fast volle Kapelle. Erst in die Wehr zu den Kameraden nach Buchholz und dort hieß es das wir noch ein Stück gemeinsam fahren. Die Autos sollten unten am Berg geparkt werden und der Bus mit der Verpflegung sollte den Anstieg wagen, damit nicht alles getragen werden müsste. Gesagt getan, im dunklen Wald fuhren wir erst durch Stadt und ländlichem Gefilde, bis wir im irgendwo im nirgendwo angekommen waren. Von Teerstraße zu Waldweg. Vergleichbar die Straße/Weg Talstraße über Farbemühler Berg, zur Kanzel und dann zum Schmelnfelsen.
Durch künstlerische Fahrkünste wurde die Strecke gemeistert und am Ende ist natürlich kein Bus unten stehen geblieben sondern alle hoch gefahren.
Eine stattliche Truppe bildete sich dann dort oben.
Das Ziel war ein Bergbauverein der in mühsamer Handarbeit Gänge und Abbau von Kupfer/Silbererz wieder aufbereitet hat und besonders auch freigelegt hat. Diese Leistung ist nicht in Worte zu fassen und jeder der mit seinen Händen schon einmal Hacke und Schaufel geführt hat, weiß was das für eine Knochenarbeit ist.
Wir hatten dann eine Führung mit vielen Höhepunkten, teilweise waren wir unter Tage in Sneakers ohne Helm und Licht unterwegs. Es wurde sich das Licht geteilt und den Führern "aufmerksam" zugehört. Nein das ganze hatte eine Art Klassenfahrtcharakter und wir haben so dermaßen viel gelacht und uns gegenseitig hopps genommen, das es eine Freude war. Es kam dann zu Verlusten von Mobiltelefonen und der ein oder anderen Beule, zu nassen und trockenen Füßen und am Ende sind wir fast noch einem gelben Engel begegnet, der war da als wir drinnen waren und hat einen Bus Notgeöffnet weil der Schlüssel drinnen lag.
Am Ende sahsen wir in einer Hütte alle beisammen in einer gemütlichen Runde, Männer haben Geschichten erzählt, es wurde gegessen und getrunken. Im Ofen brannte das Holz und die Gemeinschaft war zum greifen.
In einem Moment der Ruhe und des in mich Gehens hab ich so bei mir gedacht, ja das war eine Art Weihnachtsgeschichte, ein zur Ruhe kommen. Ganz viel Tradition und Freundschaft
Ganz viel von dem was wir jetzt brauchen.
Danke an alle die uns geführt und bewirtet haben und für Kamerad/Freundschaft
Für zukünftige Abenteuer hab ich mir jetzt einen Helm und ein paar Stiefel ins Auto getan, man kann ja nie wissen 😉