20/02/2026
Der SWR berichtet heute über die Planung eines großen überörtlichen Gewerbegebietes in Maring-Noviand im Kreis Bernkastel Wittlich. Schon bei den ersten Planungsschritten vor 7 Jahren hat sich der BUND-Landesverband mit dem Thema beschäftigt. Denn die Fläche befindet sich auf der Rückseite des Berges mit dem weltberühmten Weinanbaugebiet "Brauneberger Juffer". Sie liegt im Landschaftsschutzgebiet und gehört zu einem Regionalen Grünzug. Ähnlich wie die Mehrheit im Ortsgemeinderat wendet sich der BUND entschieden gegen die Pläne von Vg-Bürgermeister Wächter und Investor Lehnen, ein 60 ha großes Gewerbegebiet gerade dort zu planen. Sinnvoll wäre an diesem Ort nach der Renaturierung der Kiesabbauflächen einen Naturpark auszuweisen mit Weinbauflächen. Über alle Maßen problematisch aber war die Gemeinderatssitzung am 10.2.26, wo die Aggressivität der Zuschauer, die sich für eine umfassende Gewerbegebietsplanung einsetzen, deutlichst zu spüren war. Trotz aller Bemühungen des Ortsbürgermeisters um Sachlichkeit und Schlichtung gibt es nun eine nicht akzeptable Spaltung im Dorf. Die Zeitung Trierischer Volksfreund trägt mit ihrer aktuellen Berichterstattung dazu bei, die ungerechtfertigten Anschuldigungen noch zu verstärken. Denn darin wird unterstellt, den Gegnern der großen Gewerbegebietsplanung, ihnen ginge es nur darum, die Farbe grün zu sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen. Tatsächlich geht es in Maring-Noviand um eine nachhaltige, zukunftsfähige und naturverträgliche Zukunftsplanung. Der SWR-Beitrag enthält auch einen Link mit Informationen über ein mehr als 100 ha großes Gewerbegebiet in der Nachbarschaft (bei Platten). Befeuert wurde die Spannung im Dorf durch das Engagement von drei Vertretern aus dem Wirtschafts- und Innenministerium des Landes bei der letzten Gemeinderatssitzung -durch Zusagen besonderer Fördermittel im Rahmen von Turbo-Baumaßnahmen. Tatsächlich aber beziehen sich neue Turbo-Bauvorschriften im Bund nur auf Wohnbauflächen in Innenbereichen.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/moselort-gespalten-im-streit-um-gewerbegebiet-100.html