29/09/2026
Alle in einem Boot – und immer auf der Suche nach dem Teichhuhn
In Windeseile tauchen unsere Paddel in die Niers. Kaum sind wir unterwegs, öffnet der Himmel seine Schleusen und droht, unser Acht-Personen-Gummiboot in eine riesige Badewanne zu verwandeln. Zum Glück bietet uns eine Autobahnbrücke Schutz vor dem Regen. Dort stärken wir uns mit Snacks und genießen den Rückenwind, der uns bereits seit dem Start an der Langendonker Mühle begleitet.
Wir, das sind Sandra, Melanie, Anja, Maria, Jörg, Werner und Michael von der pädagogischen Begleitung des Ambulanten Dienstes des Heimstatt Adolph Kolping e.V. Gemeinsam erkunden wir die Niers am Niederrhein, die sich durch eine idyllische Wald- und Wiesenlandschaft schlängelt. Schwäne am Ufer, grasende Kühe und eine friedliche Atmosphäre begleiten unsere Fahrt.
Für Unterhaltung sorgt ein Spiel: Wer entdeckt zuerst das grünfüßige Teichhuhn? Einen Gewinner gibt es allerdings nicht. Dafür leisten uns zwei Stockenten unter der Brücke Gesellschaft, bis der Regen nachlässt.
Nach etwa 20 Minuten setzen wir unsere Tour fort. Die Paddel werden regelmäßig durchgewechselt, denn nur gemeinsam kommen wir gut voran. Unterwegs ziehen eine Biogasanlage und die romantische Abtei Mariendonk an uns vorbei. Die schöne Landschaft und das Rudern machen Freude, aber auch hungrig.
Nach gut zwei Stunden endet unsere Fahrt am Holleshof in Wachtendonk. Mit vereinten Kräften wird das Boot an Land gebracht, bevor wir uns auf das gemeinsame Essen freuen. Der Duft von Holzkohle und frisch Gegrilltem macht den Abschluss perfekt.
Gut gestärkt lassen wir den Ausflug Revue passieren und besuchen noch den kleinen Streichelzoo des Hofes. Nachdem auch Esel und Ziegen ihre Portion Mais erhalten haben, treten wir die Heimfahrt an.
Ein letzter Blick fällt auf die ruhig dahinfließende Niers. Irgendwo zwischen Schilf und Uferböschung versteckt es sich noch immer: das geheimnisvolle grünfüßige Teichhuhn. Doch wir sind sicher: Im nächsten Jahr kommen wir wieder und werden es entdecken.