Hohenzollerischer Geschichtsverein e.V.

Hohenzollerischer Geschichtsverein e.V. Der Hohenzollerische Geschichtsverein e.V.

hat sich zum Ziel gesetzt, die Erforschung der Geschichte und Landeskunde der ehemaligen Hohenzollerischen Lande und der sie umgebenden Gebiete zu fördern und gewonnenes Wissen zu verbreiten.

FIDELIS GEPRÄGT – VORTRAG ÜBER MEDAILLEN DES HEILIGEN IM FIDELISHAUSDer Heilige Fidelis in numismatischer Hinsicht wird ...
04/05/2026

FIDELIS GEPRÄGT – VORTRAG ÜBER MEDAILLEN DES HEILIGEN IM FIDELISHAUS

Der Heilige Fidelis in numismatischer Hinsicht wird am Dienstag, 5. Mai 2026, 18.00 Uhr im Fidelishaus in Sigmaringen (Fidelisstraße 1) vorgestellt.

Auf Einladung des Heimatvereins Sigmaringen, der katholischen Kirchengemeinde Sigmaringen und des Hohenzollerischen Geschichtsvereins gibt der ausgewiesene Numismatik-Experte Dr. UIrich Klein, von 1981 bis 2007 Leiter des Münzkabinetts im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, in seinem Vortrag erstmals einen umfassenden Überblick über die Fidelismedaillen.

Als Patron der hohenzollerischen Lande im deutschen Südwesten und seiner Heimatstadt ist der Heilige Fidelis (1578–1622) gerade in dieser Gegend noch in vielfältiger Weise präsent. Zur großen Zahl der Erinnerungsstücke an ihn gehören auch Medaillen meist religiöser Art, die bisher noch kaum beachtet wurden. Es gibt zahlreiche Typen und Hauptvarianten besonders aus dem 18. Jahrhundert.

Eine dieser Medaillen, geprägt wohl unmittelbar im Anschluss an die Heiligsprechung von 1746, konnte der Heimatverein Sigmaringen kürzlich für die Sammlungen im Heimatmuseum Runder Turm erwerben.

VORTRAG ZUM WANDEL DES NS-FUNKTIONÄRS UND BÜRGERMEISTERS HEINRICH HIPP AUS GUTENSTEIN ZUM NS-GEGNER UND NS-OPFERAuf Einl...
25/03/2026

VORTRAG ZUM WANDEL DES NS-FUNKTIONÄRS UND BÜRGERMEISTERS HEINRICH HIPP AUS GUTENSTEIN ZUM NS-GEGNER UND NS-OPFER

Auf Einladung des Hohenzollerischen Geschichtsvereins hält der Historiker und ehemalige Sigmaringer Kreisarchivar Dr. Edwin Ernst Weber am Montag, 20. April 2026, im Staatsarchiv in Sigmaringen und am Dienstag, 21. April, im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen einen Vortrag unter dem Titel „Zwischen Querulanz und Widerstand. Die Wandlung des NS-Funktionärs und Bürgermeisters Heinrich Hipp aus Gutenstein (1882-1942) zum NS-Gegner und zum NS-Opfer“. Beginn ist jeweils um 18.00 Uhr (!) Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Edwin Ernst Weber widmet sich in seinem Vortrag dem NS-Funktionär und Bürgermeister Heinrich Hipp aus Gutenstein bei Sigmaringen, der nach interner Kritik am neuen Reichsjagdgesetz, an Bürokratie, Autarkiepolitik, Begünstigung der Großindustrie und Aufrüstung, aber auch an „Judenhetze“ und „Religionskampf“ in zwei sich von 1936 bis 1938 hinziehenden Verfahren aus der Partei ausgeschlossen und als Bürgermeister abgesetzt wurde.

Neuerliche, sich jetzt auch nach außen wendende Kritik, nunmehr auch an der „Niederknebelung der freien Meinungsäußerung“, der Kriegspolitik und dem mit Stalin geschlossenen „Russenpakt“ trug Hipp 1940 einen Heimtücke-Prozess vor dem Sondergericht Mannheim und eine eineinhalbjährige Gefängnisstrafe ein. Kritische Äußerungen in einer Gaststätte über den Russlandkrieg und die hohen deutschen Verluste brachten den einstigen „Alten Kämpfer“ am 19. September 1941 als „Schutzhäftling“ in das Konzentrationslager Dachau, wo Hipp am 15. Februar 1942 verstarb.

Bei diesem ungewöhnlichen Wandel von einer Stütze zum Gegner des NS-Systems spielten neben einer hellsichtigen Wahrnehmung von Abgründen und Schattenseiten der nationalsozialistischen Herrschaft unverkennbar auch persönliche Dispositionen wie eine rasche Erregbarkeit, gekränkte Eitelkeit, ein Hang zur Besserwisserei und querulatorische Neigungen eine wesentliche Rolle.

Bild (Generallandesarchiv Karlsruhe): Ausweis der Gauamtswalterschule der NSDAP Gau Baden für Heinrich Hipp, 1934 (Vorlage: Generallandesarchiv Karlsruhe)

HOHENZOLLERISCHE SPUREN IN SCHLESIENVortrag in Hechingen und SigmaringenZum Thema “Hohenzollerische Spuren in Schlesien”...
03/03/2026

HOHENZOLLERISCHE SPUREN IN SCHLESIEN
Vortrag in Hechingen und Sigmaringen

Zum Thema “Hohenzollerische Spuren in Schlesien” referiert der Kunsthistoriker Ulrich Feldhahn in Hechingen und Sigmaringen, Veranstalter ist jeweils der Hohenzollerische Geschichtsverein.

Der Vortrag findet am Montag, 16. März 2026, im Staatsarchiv in Sigmaringen statt, Beginn ist um 18.00 Uhr (!)
Der Vortrag findet am Dienstag, 17. März 2026, im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen statt, Beginn ist um 18.00 Uhr (!).

Angehörige mehrerer Linien des Hauses Hohenzollern haben Teile des heute weitgehend zu Polen gehörenden Schlesiens geprägt. Nachdem im 16. und 17. Jahrhundert zeitweilig Besitzungen an die fränkische sowie die Sigmaringer Linie fielen, brachte insbesondere die unter dem preußischen König Friedrich II. ab 1740 einsetzende Eroberung Schlesiens nachhaltige Veränderungen.

Im 19. Jahrhundert entdeckten Mitglieder der Königsfamilie das landschaftlich reizvolle Hirschberger Tal und errichteten sich dort malerische Sommersitze, bevor wenig später auch der abgedankte letzte Fürst von Hohenzollern-Hechingen, Friedrich Wilhelm Constantin, auf die von seiner Mutter ererbten Güter in Schlesien zog und dort nochmals einen Musenhof unterhielt.

Der Vortrag ist zugleich eine Einführung in die vom 28. Juni bis 4. Juli 2026 stattfindende Exkursion des Hohenzollerischen Geschichtsvereins nach Schlesien.

Bild (Feldhahn): Das Schloss Fischbach im heutigen Karpniki in Polen gehörte einst Prinz Wilhelm von Preußen, dem Bruder von König Friedrich Wilhelm III.

NEUES HEFT DER “HOHENZOLLERISCHEN HEIMAT” ERSCHIENENEin wiederentdecktes Porträt von Graf Eitelfriedrich II., eine unbek...
29/01/2026

NEUES HEFT DER “HOHENZOLLERISCHEN HEIMAT” ERSCHIENEN

Ein wiederentdecktes Porträt von Graf Eitelfriedrich II., eine unbekannte Schlacht auf dem Tigerfeld und ein vergessener Wirtschaftshof bei Starzeln - spannende Beiträge zur hohenzollerischen Geschichte vereint das noch vor der Jahreswende erschienene Heft Nr. 4/2025 der “Hohenzollerischen Heimat”.

Das Titelbild des neuen Heftes ziert ein Gemälde aus dem Ende des 15. Jahrhundert, das einen melancholisch blickenden Mann mit rotem Hut zeigt. Die spannende Geschichte hinter diesem Portrait und wie der Dargestellte durch kunsthistorische, nahezu kriminalistische Untersuchungen als Graf Eitelfriedrich II. von Hohenzollern (1452-1512) identifiziert wurde, erklärt der Beitrag des niederländischen Redakteurs Arjen Ribbens. Ursprünglich hatte das Bild eine zweite Hälfte, die die Ehefrau von Eitelfriedrich, Margarete von Brandenburg, zeigte. Das Portrait tauchte vor drei Jahren überraschend auf einer Auktion in Barcelona auf.

Der Archivar und Historiker Joachim Jehn, der vor kurzem zusammen mit Sören Frommer eine Geschichte der Stadt Gammertingen veröffentlicht hat, geht der Frage nach, ob es im Bauernkrieg eine große Schlacht bei “Tigerfeld” gab und stellt seine Resultate in einer spannend lesbaren, minutiösen Abfolge der Ereignisse vor.

Von Stefan Wintermantel kommt wieder ein äußerst detailliert recherchierter Artikel, diesmal über Jungental, einen Wirtschaftshof des Johanniterordens oberhalb von Starzeln im Killertal, der von der Kommende Hemmendorf aus verwaltet wurde. Der Autor hat in diesem 1. Teil seiner Untersuchung die Lage, die zugehörigen Gebäude sowie die Geschichte und Verwaltung dieses Gutes vom 13. bis zum 18. Jahrhundert dargestellt, ein zweiter Teil folgt.

Schließlich stellt Falko Hahn eine neue Folge seiner Auszüge aus der Zimmerschen Chronik vor. Daneben können die Leser sich über die aktuelle Ausstellung “Landleben” in der Kreisgalerie in Meßkirch informieren. Drei Buchbesprechungen runden das Heft ab: Über das Badische (und Hohenzollerische) Klosterbuch, über eine Publikation zur Jugendkultur um Meßkirch in den 1960er-Jahren und über einen Bildband zu Prinz Wilhelm von Hohenzollern, der zu Beginn des 2. Weltkrieges in Frankreich fiel, ein Enkel von Kaiser Wilhelm II.

Die Hohenzollerische Heimat wird vierteljährlich vom Hohenzollerischen Geschichtsverein e.V. herausgegeben und kann per E-Mail an [email protected] bestellt werden.

HOHENZOLLERISCHER GESCHICHTSVEREIN MIT NEU AUFGESTELLTER VORSTANDSCHAFT / NEUE EHRENMITGLIEDEREine in etlichen Positione...
16/12/2025

HOHENZOLLERISCHER GESCHICHTSVEREIN MIT NEU AUFGESTELLTER VORSTANDSCHAFT / NEUE EHRENMITGLIEDER

Eine in etlichen Positionen erneuerte Vorstandschaft war das Ergebnis der Vorstands- und Beiratswahlen bei der Mitgliederversammlung des Hohenzollerischen Geschichtsvereins e.v., die bereits im Oktober im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen stattgefunden hat. Der langjährige Vorsitzende Dr. Volker Trugenberger und der langjährige Schatzmeister Wolfgang Wenzel wurden zu Ehrenmitlgiedern ernannt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Volker Trugenberger folgte die Totenehrung. Erinnert wurde unter anderem an den im Februar 2025 verstorbenen Robert Frank, der seit 1997 Beiratsmitglied war, und von 2003 bis 2024 als Schriftleiter für die Redaktion der “Hohenzollerischen Heimat” verantwortlich zeichnete.

In seinem Tätigkeitsbericht gab der Vorsitzende einen Überblick über die Veranstaltungen und die Publikationen des Hohenzollerischen Geschichtsvereins. Neun Vorträge haben seit der letzten Mitgliederversammlung in Hechingen und Sigmaringen stattgefunden, unter anderem ein Vortrag von Dr. Casimir Bumiller zum Bauernkrieg.

Die Publikationsorgane des Geschichtsvereins sind die in den letzten Jahren als Jahres-Doppelband erschienene Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte und die Hohenzollerische Heimat, der Bezug der beiden ist im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

Der Doppelband 2023/24 der Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte erschien Ende 2024, der nächste Band ist wiederum als Doppelband geplant und soll 2026 erscheinen. Der Vorsitzende dankte Dr. Andreas Zekorn für die Zusammenarbeit bei der Schriftleitung. Die Hohenzollerische Heimat ist pünktlich vierteljährlich erschienen, Schriftleiter ist Uwe Hager.

Schatzmeister Wolfgang Wenzel trug anschließend seinen Tätigkeitsbericht vor, der von den Rechnungsprüfern ohne jegliche Beanstandungen gut geheißen wurde. Die folgende Entlastung des Vorstandes fiel einstimmig aus.

Sodann standen Wahlen an, die Vorstandsmitglieder und ein Teil der Mitglieder des Beirates werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Im Beirat sind zudem einige Mitglieder kraft ihres Amtes tätig.
Sowohl der Vorsitzende Dr. Volker Trugenberger als auch der Schatzmeister Wolfgang Wenzel hatten im Vorfeld erklärt, das Amt angesichts der langjährigen Tätigkeit und des begonnenen Ruhestandes nicht mehr fortführen zu wollen. Ebenfalls im Vorfeld hatten sich glücklicherweise Kandidaten für die freiwerdenden Ämter gefunden, weitere Bewerber gab es nicht.

Sämtliche Wahlen fielen, teils mit Enthaltung der Betroffenen, einstimmig aus. Zum neuen Vorsitzenden wurde Georg Loges aus Hettingen gewählt, bisher als Schriftführer tätig. Zum neuen Schriftführer gewählt wurde das bisherige Beiratsmitglied Helmut Eisler aus Hörschwag, zum neuen Schatzmeister Oliver Grudke aus Hausen im Killertal. Der stellvertretende Vorsitzende Thomas Jauch wurde wiedergewählt, ebenso die Rechnungsprüfer Franz Vees und Peter Westhauser.

Für den Beirat des Vorstandes wiedergewählt wurden Otto Bogenschütz (Vertreter Raum Hechingen), David Hendel (Hohenzollerisches Landesmuseum) und Dr. Andreas Zekorn (Schriftleitung Zeitschrift für hohenzollerische Geschichte. Neu in den Beirat gewählt wurden Uwe Hager (Schriftleitung Hohenzollerische Heimat) und Wolfgang Wenzel (Raum Sigmaringen).
Kraft ihres Amtes sind zudem Dr. Uwe Folwarczny (Kreisarchivar Zollernalbkreis), Annette Hähnel (Fürstliche Hohenzollernsche Sammlungen und Hofbibliothek), Vera Hollfelder (Kultur und Archiv Kreis Sigmaringen), Christoph Schlemmer (Leiter Staatsarchiv Sigmaringen) und Rolf Volgt (Leiter Hohenzollerische Heimatbücherei) Mitglieder im Beirat.

Anschließend übernahm der neue Vorsitzende Georg Loges die Versammlungsleitung und würdigte die Verdienste von Dr. Volker Trugenberger, der 16 Jahre lang den Verein leitete, und von Wolfang Wenzel, der 20 Jahre lang für die Finanzen verantwortlich war. Auf Antrag aus den Reihen der Mitlgieder wurden beide zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt, die entsprechenden Abstimmungen fielen ebenfalls einstimmig aus.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand ein spannender und gut besuchter öffentlicher Vortrag des Historikers Felix Hild statt mit dem Titel „Unverzichtbare Minderheit? – Die Juden und der Hechinger Hof unter Fürst Joseph Friedrich Wilhelm (1750–1798)“.

https://www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de/

MITGLIEDERVERSAMMLUNG UND VORTRAG ÜBER DIE JÜDISCHE GESCHICHTE HECHINGENSAm Dienstag, 4. November, findet im Hohenzoller...
23/10/2025

MITGLIEDERVERSAMMLUNG UND VORTRAG ÜBER DIE JÜDISCHE GESCHICHTE HECHINGENS

Am Dienstag, 4. November, findet im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen um 18.00 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung des Hohenzollerischen Geschichtsvereins e.V. statt. Die Tagesordnung sieht außer den Tätigkeitsberichten des Vorstandes und des Schatzmeisters auch die Neuwahl des Vorstandes und der Beiratsmitglieder vor.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung widmet sich um 20.00 Uhr der Historiker Felix Hild in einem Vortrag unter dem Titel „Unverzichtbare Minderheit? – Die Juden und der Hechinger Hof unter Fürst Joseph Friedrich Wilhelm (1750–1798)“ den vielfältigen Beziehungen zwischen dem Fürstenhof und der jüdischen Gemeinde im Hechingen des 18. Jahrhunderts. Der Referent studierte Geschichte und Latinistik in Konstanz und Tübingen und absolviert aktuell den Vorbereitungsdienst für das gymnasiale Lehramt in Ostfildern.

Bis ins 15. Jahrhundert reicht die jüdische Geschichte Hechingens zurück. Nicht nur als Abgabenzahler, sondern auch zur Belebung der örtlichen Wirtschaft sowie als Ausweis herrschaftlicher Souveränität waren die Juden für die frühneuzeitlichen Herrscher relevant. Ausgeschlossen aus den Stadt- oder Dorfgemeinden und unter unmittelbarem Schutz des Hofes stand die Judenschaft nicht selten in einer besonderen Nahbeziehung zum Herrscherhaus.

Der Vortrag beleuchtet dieses Verhältnis von Hof und Judenschaft in der Regierungszeit des Hechinger Fürsten Joseph Wilhelm (1750–1798). Seine Herrschaft, die von einem immensen Repräsentationsbedürfnis bei gleichzeitig ständig drohendem Bankrott geprägt war, war für die Juden mit zahlreichen Versuchen stärkerer fiskalischer Ausbeutung verbunden, eröffnete für sie aber auch neue Handlungsspielräume. So folgte etwa die Umsiedlung der ärmeren Juden in die vor der Stadt gelegene Friedrichsstraße eher einer fiskalischen als einer antijüdischen Maxime.

Reiche jüdische Familien – darunter auch die berühmte Familie Kaulla – fungierten als Hoffaktoren, die den Hof nicht nur mit Luxuswaren, sondern regelmäßig auch mit Krediten versorgten. Ihre enge Bindung an den Hof brachte der Judenschaft jedoch auch Anfeindungen der Stadtgemeinde ein, die in regelmäßigen Forderungen zur Vertreibung der Juden mündeten.

Abbildung (Vorlage: Staatsarchiv Sigmaringen): Bauplan für den Ausbau der zweiten Kaserne in der Hechinger Friedrichsstraße für Judenwohnungen von 1768.

Die Vorträge fallen leider aus.
10/10/2025

Die Vorträge fallen leider aus.

Leider fallen die Vorträge aus!

Leider fallen die Vorträge aus!
10/10/2025

Leider fallen die Vorträge aus!

DIE FÜRSTEN VON HOHENZOLLERN IM ALTEN REICH - KONFESSION UND REICHSPOLITIK IM SPIEGEL DYNASTISCHER STRATEGIENVORTAG IN S...
30/09/2025

DIE FÜRSTEN VON HOHENZOLLERN IM ALTEN REICH - KONFESSION UND REICHSPOLITIK IM SPIEGEL DYNASTISCHER STRATEGIEN

VORTAG IN SIGMARINGEN (13.10.) UND IN HECHINGEN (14.10.)

Einen Vortrag zum Thema “Die Fürsten von Hohenzollern im Alten Reich - Konfession und Reichspolitik im Spiegel dynastischer Strategien” hält am Montag, 13. Oktober, im Staatsarchiv in Sigmaringen und am Dienstag, 14. Oktober, im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen der Tübinger Professor für Neuere Geschichte, Dr. Franz Brendle. Die Veranstaltungen des Hohenzollerischen Geschichtsvereins beginnen jeweils um 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Bezeichnungen Imperium Romanum, Imperium Christianum und Imperium Mundi – römisch, christlich, weltumspannend – veranschaulichen die Selbstdeutung des Heiligen Römischen Reiches, das seit etwa 1500 den Zusatz „Deutscher Nation“ führte. Die Reichsreform Kaiser Maximilians I. von 1495 markierte eine verfassungsgeschichtliche Zäsur: Mit dem Ewigen Landfrieden und der Einrichtung des Reichskammergerichts wurde das mittelalterliche Fehdewesen zurückgedrängt und die rechtlich-institutionelle Ordnung des Reiches gestärkt. Als Gegengewicht zum Einfluss der Reichsstände auf die Besetzung der Richterämter schuf Maximilian zusätzlich den kaiserlichen Reichshofrat.

Im konfessionellen Zeitalter geriet diese Ordnung zunehmend unter Druck. Reformation und Gegenreformation, Religionsfrieden und Reichstage sowie der Dreißigjährige Krieg stellten das Reich vor immer neue Herausforderungen. In diesem sich wandelnden Gefüge behauptete sich das schwäbische Haus Hohenzollern mit bemerkenswerter Präsenz: Es stellte nicht nur die ersten Präsidenten beider oberster Reichsgerichte, sondern bekleidete auch das Ehrenamt des Reichserbkämmerers.

Die engagierte Unterstützung der katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg durch die Hohenzollern wurde reichspolitisch honoriert – mit der Erhebung in den Reichsfürstenstand als Ausdruck gesteigerter dynastischer Bedeutung. Diese Politik zwischen Kaiserloyalität, territorialem Eigeninteresse und konfessioneller Positionierung zeigt exemplarisch, wie kleinere Fürstenhäuser agierten, um sich im komplexen System des Heiligen Römischen Reiches als dessen Glied behaupten zu können.

Prof. Dr. Franz Brendle beleuchtet in seinem Vortrag die dynastischen Strategien der Hohenzollern im Spannungsfeld von Reichsverfassung, Religion und Macht. Dabei wird deutlich, wie konfessionelle Entscheidungen und politische Loyalitäten die Handlungsspielräume fürstlicher Akteure bestimmten und wie sich darin die Dynamik einer Epoche widerspiegelt, die von religiösen Konflikten und politischen Neuordnungen gleichermaßen durchzogen war.

Abbildung (Universitätsbibliothek Tübingen): Wappen des Grafen Karl I. von Hohenzollern in David Wollebers Chorographia Württemberg von 1591 mit dem goldenen Szepter des Reichserbkämmerers. Die Grafen bzw. Fürsten von Hohenzollern hatten dieses Amt seit 1505 inne.

www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de

WAR DER BAUERNKRIEG VON 1524/25 IN SÜDWESTDEUTSCHLAND EINE REVOLUTION?VORTRAG VON DR. CASIMIR BUMILLERNachdem sich das G...
15/09/2025

WAR DER BAUERNKRIEG VON 1524/25 IN SÜDWESTDEUTSCHLAND EINE REVOLUTION?
VORTRAG VON DR. CASIMIR BUMILLER

Nachdem sich das Gedenkjahr zum Bauernkrieg von 1524/25 seinem Ende entgegenneigt, zieht der Historiker Dr. Casimir Bumiller ein Resumee zur Frage, ob der Bauernkrieg eine Revolution war, ein Versuch, die feudale Gesellschaftsordnung in Europa zu überwinden – und das 250 Jahre vor der Französischen Revolution.

Der vom Hohenzollerischen Geschichtsverein e.V. veranstaltete Vortrag findet am MONTAG, 22. SEPTEMBER, IM STAATSARCHIV IN SIGMARINGEN und am DIENSTAG, 23. SEPTEMBER, IM HOHENZOLLERISCHEN LANDESMUSEUM IN HECHINGEN statt. Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine stimmige Antwort auf die Frage, wie der „Aufruhr“, die „Empörung“ des „gemeinen Mannes“ gegen die feudalen Obrigkeiten gewertet und historisch eingeordnet werden soll, soll versucht werden aus der Perspektive des Bauernkriegs in den südwestdeutschen Regionen, zu denen der Referent selbst mehrere Publikationen vorgelegt hat. Sicherlich ist der Aufruhr im Frühjahr und Sommer 1525 von den Truppen des Schwäbischen Bundes blutig niedergeschlagen worden, aber muss das massenhafte, gut organisierte und religiös begründete Aufbegehren der Bauern nicht dennoch als revolutionär, weil auf die Abschaffung der feudalen Ordnung zielend erkannt werden? Die Antwort auf diese Fragestellung fällt differenziert aus: Während die oberschwäbischen Bauern nach dem Weingartener Vertrag vom 22. April 1525 mit dem „Bauernjörg“ aus der gemeinsamen Front der Aufrührer ausschieden und auf die Revolution verzichteten, hielten die Aufständischen im Hegau und Schwarzwald die „Fahne der Freiheit“ aufrecht und erzielten mit ihrer „Christlichen Bruderschaft“ enorme Erfolge: Sie griffen nicht nur in den Mittleren Schwarzwald, auf die Westalb und den Raum Balingen aus, sondern nahmen mit den verbündeten Breisgauern am 24. Mai 1525 die Stadt Freiburg ein.

Der Referent Dr. Casimir Bumiller studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Freiburg und ist seit 1988 als freiberuflicher Historiker tätig: Er entwickelte Konzeptionen für viele Museen und historische Ausstellungen, verfasste Orts- und Stadtgeschichten und legte zahlreiche Publikationen zur südwestdeutschen Landeskunde vor, zuletzt über den Bauernkrieg im Hegau. An den Universitäten Freiburg i.Br. und Basel nimmt er Lehraufträge wahr. Er ist Mitglied des Alemannischen Instituts Freiburg.

www.hohenzollerischer-geschichtsverein.de

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