04/11/2024
„Fa. Volmary lädt Geflüchtete ein“
„Schön, wenn die Mitarbeitersuche einer Firma und die Neugier arbeitssuchender Geflüchteter zusammenkommen!“ so Marita Wrocklage von der Flüchtlingshilfe. Sie kennt die schwierige Grätsche zwischen den Schwierigkeiten Deutsch zu lernen und sich mit gebrochenen Deutschkenntnissen irgendwann eine Arbeit suchen zu müssen, was die meisten Geflüchteten auch wollen. Offensichtlich hat der Großteil von ihnen nur geringe oder keine Vorstellungen von der hiesigen Arbeitswelt. „Uns ist wichtig, dass Zugewanderte aus anderen Arbeitswelten sich rechtzeitig eine erste Vorstellung von Betrieben machen können. Das motiviert und erleichtert den Berufseinstieg“ bemerkt Marita Wrocklage. Diesem Wunsch kamen Daniela Parthe und Thomas Mengede nach, indem sie eine größere Gruppe Geflüchteter aus Senden in ihren Betrieb einluden und durch das weite Betriebsgelände führten. Auch wenn momentan eine Ruhephase im Produktionsbetrieb der Firma Volmary ist und die Vorbereitungen auf die kommende Frühjahrs-Pflanzsaison erst beginnen, konnten die Besucher Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten der Pflanz- und Aufzuchtprozessen der Jungpflanzen bis hin zur internationalen Versandlogistik gewinnen. Tätigkeiten auf unterschiedlichem Anforderungsniveau von der Helfertätigkeit über die Maschinenführung bis hin zur Ausbildung zum Zierpflanzengärtner werden angeboten.
Um dies alles auch verständlich zu machen übersetzten Muttersprachler in Arabisch-, Farsi- und Russisch entsprechend der Herkunft der Interessenten. Ausführlich konnten anschließend Fragen beantwortet werden u.a. auch zu Arbeitszeit und Verdienstmöglichkeiten. „Wir sind bereits personell international aufgestellt und haben lernen können, damit konstruktiv umzugehen. Bei uns kann sich ein Neuankömmling - auch mit begrenzter Sprachkenntnissen- entwickeln, wir begleiten diesen Prozess.“ so die leitenden Mitarbeiter. Hilfreich war bei diesem von der Flüchtlingshilfe organisierten Besuch die Teilnahme des Vertreters des Jobcenters der Gemeinde Senden, Alexander Matthesius, der einen großen Teil der Geflüchteten über die Sprachkurse bis hin zum Berufseinstieg begleitet. Er konnte weitere Auskünfte geben zu den Formalitäten der Arbeitsaufnahme, der Genehmigung von Praktika und vor allem, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, vom Sprachkurs zur Arbeitsaufnahme zu wechseln. „Warten wir ab, was dieser Besuch an Spuren hinterlassen hat. In jedem Fall ein Schritt in die richtige Richtung“ meint Marita Wrocklage von der Flüchtlingshilfe und dem stimmen die beiden Betriebsleiter zu.