26/12/2025
Eine uralte weihnachtliche Tradition jenseits von kirchlichen Ritualen sind die sogenannten Heischebräuche. Am Heiligen Abend ziehen kostümierte junge Männer von Haus zu Haus und heimschen dabei Gaben ein. Dieser Brauch ist nicht nur in Mecklenburg und Pommern bekannt, solche Umzüge lassen sich auch in der Altmark, dem Braunschweiger Land, der Prignitz, im Ruppiner Land und in der Uckermark nachweisen. In Mittel- und Süddeutschland kennt man sie, ebenfalls in Österreich.
In vielen Teilen Polens gehören Umzüge mit dem Turon (Auerochse) und Ziegengestalten zur heute noch gelebten weihnachtlichen Tradition.
In einigen Dörfern Mecklenburgs werden diese früher weit verbreiteten Heischebräuche bis heute gepflegt. Der Kunsthistoriker Henry Gawlick ist diesem Weihnachtsbrauchtum in dem Buch „Rugklaas Kinnjes Schimmelrieder“ bis zu seinen Wurzeln gefolgt – übrigens auch ein toller Geschenktipp für Heimatinteressierte!
Mit diesem Beitrag verabschieden wir uns aus dem Themenjahr Mobilität – und wünschen Euch ein gesundes und friedvolles 2026 💫
Abb.1.: Der Weihnachtsmann mit seinen kostümierten Begleitern an Heiligabend in einer pommerschen Stube. Holzstich (Xylografie) nach einer Skizze von F.Iwan 1892 (Ausschnitt) Quelle: Das Buch für Alle. III. Familienzeitung. Heft 11, 1892, S. 265. SHG. Aus: Henry Gawlick, “ Rugklaas Kinnjes Schimmelrieder“, HG.: Stiftung Mecklenburg, Schwerin, 2017, S.73 I Abb.2: Autor Henry Gawlick dringt zu den Wurzeln des alten Weihnachtsbrauches vor – und zeigt, wie und wo er heute noch zelebriert wird. Das Buch mit 181 tollen Abbildungen auf 176 Seiten kann bei der Stiftung Mecklenburg unter [email protected] zum Preis von 19,99 Euro erworben werden.