13/06/2026
An Christi Himmelfahrt waren wir mit unserem Bootstrupp bei der großen Katastrophenschutzübung der DLRG Westfalen in Münster im Einsatz. Das angenommene Szenario: eine schwere Hochwasserkatastrophe, überflutete Bereiche, Menschen, die aus einem Haus gerettet werden mussten, und ein untergegangenes Auto, aus dem die Taucher die verunfallten Personen befreiten. Mit unserem Hochwasserboot „Hotte“ waren wir Teil der Bootskette, die Dummies und Darsteller sicher aus dem Gefahrenbereich zum Sammelplatz brachte, wo sie anschließend medizinisch gesichtet und versorgt wurden. Auch die Passage durch die Schleuse am Dortmund‑Ems‑Kanal gehörte dazu – ein kleines besonderes Element des Tages, das man nicht jeden Tag erlebt, aber sauber sitzen muss.
Schon Tage vor der Übung begann für uns die eigentliche Arbeit. Wir haben unseren Bootstrupp vollständig aufgerödelt, die selbstgebauten Ausbauten im Fahrzeug montiert und anschließend mit dem notwendigen Equipment gefüllt: Leinen, Rettungswesten, Kraftstoff, Sanitätsmaterial und vieles mehr. Dazu kamen die technischen Checks an Boot und Zugfahrzeug, damit im Einsatz alles zuverlässig funktioniert und wir uns auf unser Material verlassen können.
Als wir nach der Übung wieder in Schwelm ankamen, war der Tag noch lange nicht vorbei. Es folgten die Aufräumarbeiten: Ausrüstung abbauen, reinigen, trocknen, pflegen, sortieren und wieder einsatzbereit machen. Vieles davon passiert im Hintergrund, aber ohne diese Arbeit gäbe es keinen funktionierenden Einsatz und keine sichere Hilfeleistung.
Wir trainieren solche Szenarien, damit wir im Ernstfall schnell, sicher und professionell helfen können. Ob Katastrophenschutz, Schwimmausbildung oder Wachdienst an der Glörtalsperre – wir sind da, wenn wir gebraucht werden. Doch ein großer Teil unserer Ausrüstung, unseres Materials und unserer Umbauten wird von uns selbst finanziert. Ehrenamt bedeutet Herzblut, Zeit und Engagement, aber eben auch Kosten, die wir ohne Unterstützung kaum stemmen können.