04/12/2024
SCHORNDORF/ GOMEL. Maryna Zolatava aus Belarus erhält den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit 2024 für ihre unbeugsame Haltung als Journalistin für ein freiheitlich-demokratisches Belarus.
Als langjährige Chefredakteurin war Maryna Zolatava die Identifikationsfigur von Tut.by, dem größten und wichtigsten unabhängigen Online-Medium während der Massenproteste der belarussischen Demokratiebewegung im Jahr 2020. Trotz massiver Repressionen setzte das Portal das belarussische Regime mit seinem investigativen Journalismus unter Druck. Allen Gefahren trotzend, berichtete die Redaktion unter der Leitung von Maryna Zolatava in dieser entscheidenden Zeit weiter über die Machenschaften der autokratischen Staatsmacht. Um der Freiheit willen zog sie den Zorn des Diktators auf sich. Maryna Zolatava wurde deshalb im März 2023 zu zwölf Jahren Straflager verurteilt. Ein Geständnis ließ sie sich nicht abpressen.
Mit ihrer aufrechten Haltung, ihrem Mut und ihrer Integrität ist und bleibt Maryna Zolatava für uns
beispielgebend im Kampf um eine freie, demokratische Gesellschaft.
Maryna Zolatava teilt sich den Preis mit der Redaktion von Zan Times aus Afghanistan.
Laudatio: Prof. Dr. Yaraslava Ananka, Universität Leipzig