22/05/2018
✰✰✰ Der „Klick“ als Selbstverständlichkeit – Gurtpflicht als Sicherheitsaspekt ✰✰✰
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Als die Gurtplicht im Jahr 1976 in Deutschland eingeführt wurde, lehnten viele den Gurt ab. Inzwischen ist der damals entfachte Glaubenskrieg zu Nutzen und Risiko beigelegt und das Anschnallen sollte Routine sein.
Sollte! Die Erfahrungen unserer Kolleg*Innen können diese Routine leider nicht bei allen Fahrzeugführern bestätigen. Doch das Fahren ohne Gurt stellt ein erhebliches Risiko für die eigene Gesundheit dar.
14 Menschen kamen in den vergangenen drei Jahren bei Unfällen in Mittelhessen vermutlich deshalb zu Tode, weil sie nicht angeschnallt waren.
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„Ich wollte doch nur kurz“
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Um Ausreden sind Verkehrsteilnehmer nicht verlegen, wenn sie von der Polizei angehalten werden, weil sie gerade nicht angeschnallt waren.
Ein Verwarnungsgeld von 30 Euro müssen sie im Normalfall bezahlen.
Geld, welches viele offenbar wenig schmerzt, denn die Anzahl der erwischten Gurtmuffel ist hoch und die Varianten der Ausreden vielfältig. Dabei kann manchen Gurtmuffeln ganz klar ein vorsätzliches Handeln unterstellt werden. Um das bei neueren Fahrzeugen standardmäßige "Piepen" auszuschalten, wenn der Fahrzeuginsasse nicht angeschnallt ist, gurten diese Verkehrsteilnehmer sich hinter ihrem Rücken an oder haben sogar ein extra Gurtschloss dabei, welches sie Einstecken, um den Warnton zu unterbinden.
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So geht es richtig
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Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein, davon lässt das Gesetz für den normalen Kraftfahrzeugführer außerhalb von Parkplätzen so gut wie keine Abweichungen zu. Bis zu einer Größe von 150cm oder der Vollendung des 12. Lebensjahres müssen Kinder zudem in Kraftfahrzeugen in einem geeigneten Kindersitz sitzen.
Egal wie weit oder eben kurz die Strecke ist, egal wie sicher oder unsicher sich ein Fahrzeugführer in seiner Karosse fühlt, um den Gurt geht kein Weg vorbei. Die von manchen Fahrern gefühlte Sicherheit täuscht. Egal wie modern oder hochklassig ausgestattet Fahrzeuge sind, Airbags und andere Sicherheitssysteme können nur in Kombination mit dem angelegten Sicherheitsgurt richtig wirken.
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Jeder Tote ist einer zu viel
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Eine Beule, weil man beim Unfall vielleicht mit der Stirn gegen die Scheibe knallt, dass ist das eine und sicher noch zu verkraften. Fahrzeuginsassen, die einen Unfall jedoch nicht überlebten, weil sie vermutlich nicht angeschnallt waren, das ist eine ganz andere Hausnummer.
Bei 14 Unfällen in den letzten drei Jahren kamen in Mittelhessen 14 Fahrzeuginsassen zu Tode die den Gurt nicht benutzten.
Die meisten von ihnen wurden aus ihrem Fahrzeug heraus geschleudert.
Nun lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob sie den Unfall überlebt hätten, wenn sie angeschnallt gewesen wären, vieles aber spricht dafür.
Eine traurige Bilanz.
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Seid Vorbild!
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Eines ist sicher, wir werden weiter die Einhaltung der Gurtpflicht kontrollieren. Um die Verwarnungsgelder geht es uns dabei nicht. Wir wollen auf die Gefahren aufmerksam machen – so wie auch mit diesem Beitrag!
Geht mit gutem Beispiel voran, vor allem für die Kleinen, bei denen es von Anfang an Routine sein kann und sollte einen Gurt zu benutzen!
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Der Beitrag auf unserer Internetseite:
👉 http://k.polizei.hessen.de/1156574838
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Euer
Team Soziale Medien