Natura 2000-Station Osterland

Natura 2000-Station Osterland Beratung, Fördermittelakquise, Umwelt- und Artenschutzprojekte, Umweltbildung in Ostthüringen Der Landschaftspflegeverband Altenburger Land e.V.

wurde 1995 als gemeinnützige Organisation gegründet. Er ist ein Instrument des Naturschutzes, welcher in dessen Auftrag landschaftspflegerische Maßnahmen durchführt. Er bringt unterschiedliche Interessengruppen zusammen und kommuniziert so im Einvernehmen notwendige Vorhaben. Ziel ist es, den kulturellen Wert des Altenburger Landes und das Landschaftsbild zu erhalten, zu unterstützen und somit die

Biodiversität zu fördern. Aufgabenbereiche:
Pflege von.....Streuobstwiesen..Feuchtwiesen..Trockenhängen..Kopfweiden..Obstbäumen
Unterstützung von Schlammfängen
Bau, Ausbringung und Wartung von Nistkästen
Anbringung und Wartung von Amphibienleiteinrichtungen
Nachpflanzungen von verschiedenen Gehölzen
Beschilderung von Naturschutzgebieten, Flächennaturdenkmälern u.a. Beräumung illegaler Müllablagerungen
Entwicklung und Durchführung neuer Naturschutzprojekte

🦇 𝗙𝗹𝗲𝗱𝗲𝗿𝗺𝗮𝘂𝘀-𝗗𝗲𝘁𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲: 𝗔𝘂𝗳 𝗦𝗽𝘂𝗿𝗲𝗻𝘀𝘂𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗽𝗮𝗿𝗮𝗱𝗶𝗲𝘀 🦇Im DRK-Kindergarten „Kinderparadies“ in Gera-Untermhaus sorgt...
09/06/2026

🦇 𝗙𝗹𝗲𝗱𝗲𝗿𝗺𝗮𝘂𝘀-𝗗𝗲𝘁𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲: 𝗔𝘂𝗳 𝗦𝗽𝘂𝗿𝗲𝗻𝘀𝘂𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗽𝗮𝗿𝗮𝗱𝗶𝗲𝘀 🦇

Im DRK-Kindergarten „Kinderparadies“ in Gera-Untermhaus sorgt eine alte Villa derzeit für spannende Rätsel. Kinder und Erzieherinnen hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Geräusche hinter einer Wand im Bereich eines Fensters im ersten Obergeschoss wahrgenommen.

Schnell entstand die Vermutung: Könnte sich dort ein größeres Fledermausquartier oder sogar eine Wochenstube befinden?

Um dieser Frage nachzugehen, veranstalteten die Untere Naturschutzbehörde Gera und die Natura 2000-Station Osterland am 4. Juni einen Fledermausabend für die zukünftigen Schulkinder, ihre Familien sowie das Team der Kita unter Leitung von Frau Seidemann.

Nach einem gemeinsamen Grillen erfuhren die Kinder und Eltern viele spannende Fakten über die heimlichen Nachtjäger und die Kinder konnten spielerisch nachempfinden, wie Fledermäuse mit den Ohren sehen. Außerdem konnten verschiedene Fledermauspräparate aus nächster Nähe betrachtet werden.

Mit Einbruch der Dämmerung begann dann der Höhepunkt des Abends: Gemeinsam wollten alle den Ausflug der Fledermäuse beobachten und zählen. Doch die Überraschung war groß – aus den vermuteten Ausflugsspalten an den oberen Fensterkanten flog keine einzige Fledermaus aus.

Zwar konnten mit speziellen Bat-Recordern Fledermäuse in der Umgebung nachgewiesen werden, doch diese kamen offenbar nicht aus dem Gebäude selbst.
Wie lässt sich das erklären?

Eine mögliche Vermutung ist, dass es sich bei dem Bereich in der Villa um ein sogenanntes Zwischenquartier handelt, das aktuell nicht besetzt ist.

Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, werden die Kita, die Untere Naturschutzbehörde Gera und die Natura 2000-Station Osterland das Gebäude weiterhin beobachten und untersuchen.

Wir bleiben dran und berichten, ob die Fledermäuse doch noch ihr Versteck preisgeben!

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt – „Ein Drittel der weltweit erfassten Arten bedroht.“ Regional reagieren f...
22/05/2026

Internationaler Tag der biologischen Vielfalt – „Ein Drittel der weltweit erfassten Arten bedroht.“ Regional reagieren für internationale Erfolge!

Heute ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. In den letzten 50 Jahren haben sich die globalen Ökosysteme dramatisch verschlechtert. Übernutzung natürlicher Ressourcen, die Zerstörung von Lebensräumen und in jüngerer Zeit auch der Klimawandel haben unter anderem zu einer Verkleinerung der untersuchten Wirbeltierpopulationen um mehr als 73 Prozent weltweit geführt.

Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt 2026 steht unter dem Motto „Acting locally for global impact“. Dieser Tag bietet Zeit zum Innehalten und Reflektieren, was wir alle für den Erhalt unserer Artenvielfalt tun können. Es bestehen vielfältige Angebote im Bereich der anerkannten Naturschutzverbände zum Beispiel als Fördermitglied oder ehrenamtliche Person tätig zu werden. Dazu gehören spannende Aufgaben. So helfen etwa das Aufstellen von Amphibienschutzzäunen oder die Pflege von Streuobstwiesen der Artenvielfalt. Auf dem eigenen Balkon können insektenfreundliche Blühmischungen angesät werden oder der Garten naturnah gestaltet werden, so dass auch Schmetterlinge, Wildbienen und viele Vogelarten dort Nahrungsangebote oder Lebensraum zum Brüten finden können.

Das Netzwerk Natura-2000-Stationen in Thüringen setzt in diesem Zusammenhang wichtige Akzente in der Naturschutzarbeit. Die Natura 2000-Stationen fördern die biologische Vielfalt in zahlreichen regionalen Projekten zum Erhalt bedrohter Arten und Lebensräume. Sie setzen nicht nur Schutzmaßnahmen um, sondern tragen auch dazu bei, dass landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Nutzung mit dem Schutz der biologischen Vielfalt in Einklang gebracht wird.

Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt schärft das Bewusstsein für die unverzichtbare Bedeutung der Biodiversität und erinnert uns daran, dass ihr Erhalt entscheidend für das Wohl von Natur und Mensch ist. Die Arbeit des Netzwerks trägt dazu bei, dass Thüringens vielfältige Lebensräume – von Wäldern über Feuchtgebiete bis hin zu Wiesen – auch in Zukunft Heimat zahlreicher bedrohter Arten bleiben.

𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗮 𝟮𝟬𝟬𝟬-𝗧𝗮𝗴 – 𝗧𝗵ü𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗳𝗲𝗶𝗲𝗿𝘁 𝟭𝟬 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲 𝗡𝗲𝘁𝘇𝘄𝗲𝗿𝗸 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗮 𝟮𝟬𝟬𝟬Anlässlich des heutigen europäischen Natura...
21/05/2026

𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗮 𝟮𝟬𝟬𝟬-𝗧𝗮𝗴 – 𝗧𝗵ü𝗿𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗳𝗲𝗶𝗲𝗿𝘁 𝟭𝟬 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲 𝗡𝗲𝘁𝘇𝘄𝗲𝗿𝗸 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗮 𝟮𝟬𝟬𝟬

Anlässlich des heutigen europäischen Natura 2000-Tags und dem Jubiläumsjahr der Natura 2000-Stationen in Thüringen laden wir ein, gemeinsam am 17.07.2026 die Bläulingswiesen im Fürstlich Greizer Park zu erkunden und dort die seltenen Naturschätze Thüringens zu bestaunen.

Natura 2000 ist ein europaweites Netzwerk aus Schutzgebieten, das dem Erhalt wertvoller Lebensräume und der biologischen Vielfalt dient. Grundlage dafür sind die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) von 1992 und die Vogelschutzrichtlinie der EU von 1979. Die ausgewiesenen FFH- und Vogelschutzgebiete (SPA) bieten Rückzugsräume für zahlreiche bedrohte Arten und tragen zum Erhalt einzigartiger Ökosysteme bei. Gemeinsam bilden sie das Schutzgebietssystem Natura 2000.

In Deutschland umfasst das Natura 2000-Netz etwa 15,4 % der Landesfläche – in Thüringen sind es sogar rund 16,8 %, die sich auf 212 FFH-Gebiete und 44 Vogelschutzgebiete aufteilen und Lebensräume für viele gefährdete Arten bieten. Im Freistaat engagieren sich bereits seit 10 Jahren 12 Natura 2000-Stationen und ein Kompetenzzentrum für den Schutz und die Pflege dieser wertvollen Naturräume. Zudem wurden zwei Sonderaufgaben zum Feldhamster- und Fledermausschutz gegründet.

Wir sind dabei in den Landkreisen Altenburger Land, Greiz und der Stadt Gera mit konkreten Schutzmaßnahmen, Beratung für Landnutzerinnen und -nutzer sowie Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Der Natura 2000-Tag ist ein europaweiter Aktionstag, der das Bewusstsein für den Schutz der biologischen Vielfalt stärken soll. In Thüringen und ganz Europa wird an diesem Tag das Engagement für den Erhalt wertvoller Lebensräume gefeiert und gewürdigt. Mit Veranstaltungen, Exkursionen und Mitmachaktionen wird gezeigt, wie wichtig der Schutz dieser Gebiete ist – für die Natur und für kommende Generationen.
Der 21. Mai wurde im Jahr 2017 offiziell als Natura 2000-Tag eingeführt – auf Initiative des damaligen EU-Umweltkommissars Karmenu Vella gemeinsam mit Vertretern des Europäischen Parlaments und des Ausschusses der Regionen.

𝗗𝗲𝗺 𝗥𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻Wettertechnisch gehts endlich bergauf und das frische Grün, zarter Blütenduft und Vogelgezwitsch...
18/05/2026

𝗗𝗲𝗺 𝗥𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻

Wettertechnisch gehts endlich bergauf und das frische Grün, zarter Blütenduft und Vogelgezwitscher laden zum ausgiebigen Entdecken und Genießen der Umgebung ein.🌱🐦

Nicht mehr lange und bald findet auch wieder der "Lange Tag der Natur" statt, an dem NABU Thüringen und Stiftung Naturschutz Thüringen seit 2011 alljährlich einladen, um die heimische Natur mit ihren grünen Schätzen mit allen Sinnen zu erleben und die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür kennenzulernen.

Gemeinsam mit unserem Mitarbeiter Tobias Eggert und Uwe Wange, Mitarbeiter der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg, begeben wir uns an diesem Tag auf eine Wanderung zu wertvollen Lebensräumen direkt am Altenburger Stadtrand. Denn nicht selten liegen bedeutende Biotope „Ab vom Schuss“, sondern oft direkt um die Ecke – auch in urbanen Räumen.

Teilnehmende erhalten Einblicke in den Lebensraum Streuobstwiese, wo sie die Vielfalt regionaler Obstsorten und die Bedeutung dieser geschützten Flächen für den Artenschutz kennenlernen. 🍎

Auf der Hellwiese beobachten wir hautnah Wasserbüffel als tierische Landschaftspfleger bei der Arbeit. 🐃

In den Kopfweiden entlang der Blauen Flut entdecken wir deren heimliche Bewohner, die namensgebend für das umliegende FFH-Gebiet sind. 🪲

Während der Exkursion erfahrt ihr mehr über die Bedeutung und Schönheit der heimischen Natur und Wissenswertes über die vielfältige Tätigkeit und aktuelle Projekte der regionalen Naturschutzmacher*innen.

Neugierig? Dann meldet euch gern an: per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 034491-579299. Wir freuen uns auf euch!

Ausrüstung: festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung

Die Veranstaltung ist kostenfrei und für Kinder ab 6 Jahre geeignet.

Eine Veranstaltung der Natura 2000-Station „Osterland“ und dem Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg

Alle Veranstaltungen zum Anfassen und Erleben, Beobachten und Genießen der schönen Natur sind in einer Online-Datenbank mit über 90 Veranstaltungen unter www.Langer-Tag-der-Natur.de zusammengefasst.

Heute ist Welttag der Zugvögel (World Migratory Bird Day).Er wurde ursprünglich im Jahr 1993 in den USA vom Smithsonian ...
09/05/2026

Heute ist Welttag der Zugvögel (World Migratory Bird Day).

Er wurde ursprünglich im Jahr 1993 in den USA vom Smithsonian Migratory Bird Center und dem Cornell Laboratory of Ornithology ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über den Schutz der Zugvögel und ihrer Lebensräume aufzuklären.

Nach Deutschland kehren Zugvögel nach der Überwinterung im Frühjahr in ihre angestammten Quartiere zurück, um sich hier zu paaren, zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Diese Vögel ernähren sich neben Sämereien und Beeren weitestgehend von Insekten, Spinnen und Würmern. Diese sind als Nahrungsquelle ab dem Spätsommer immer weniger verfügbar. Deshalb verlassen die Zugvögel dann das Land in Richtung Süden, um die Wintermonate in wärmeren Gegenden zu verbringen, in denen es ausreichend Futter gibt.

Für viele Vögel ist diese mehrere tausend Kilometer lange Reise eine enorme Anstrengung, die sie zum Teil nicht überleben. Dabei spielen leider auch immer noch illegale Fänge und Abschüsse eine große Rolle.

Etwa die Hälfte aller in Deutschland brütenden Vögel, sind Zugvögel. Einige von Ihnen, darunter Weißstörche, Schwalben und Mauersegler, sind Langstreckenzieher, die bis nach Afrika fliegen. Kurzstreckenzieher, wie Bachstelzen und Stare hingegen, fliegen nur bis in den Mittelmeerraum nach Frankreich oder Spanien. Zusehends wird beobachtet, dass einige Arten nicht mehr so weit ziehen, früher zurückkehren oder sogar teilweise hier überwintern - wie in unserer Region der Rotmilan. Bei einigen Arten haben Untersuchungen bereits gezeigt, dass sich bestimmte Körpermerkmale (z.B. die Länge der Flügel) dahingehend bereits angepasst haben.

Habt ihr schon Kuckuck, Feldlerche oder Nachtigall singen gehört? Wenn nicht, legt euch am Wochenende mal ein Stündchen auf die Lauer und meldet eure Ergebnisse gern beim NABU oder LBV, die in den kommenden Tagen wieder zur aufrufen.

Mit dem morgigen Feiertag startet auch der "No-mow-may". Das heißt für alle Gartenliebhaber unter euch: ihr könnt die nä...
30/04/2026

Mit dem morgigen Feiertag startet auch der "No-mow-may". Das heißt für alle Gartenliebhaber unter euch: ihr könnt die nächsten vier Wochen mal entspannt die Füße hochlegen, die Sonne genießen und das saftige Grün im Garten beim wachsen und gedeihen beobachten.

Allen, die euch schräge Blicke zuwerfen, könnt ihr bescheinigen, dass ihr nicht faul seid, sondern damit einen wichtigen Beitrag zum regionalen Naturschutz direkt vor eurer Haustür leistet. Durch das Nichtmähen der Wiesenflächen, haben verschiedenste Wildkräuter, Wiesenpflanzen und Gräser die Chance zur Blüte und Samenreife zu kommen und damit auch eine wichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl an Insekten darzustellen.

Seid herzlich eingeladen zu entdecken, welche wilde Blütenpracht und Vielfalt an Käfern, Schmetterlingen und Wildbienen euer Garten hervorbringen kann, wenn ihr ihn einfach mal ein bisschen sich selbst überlasst. Dabei werden euch sicher auch die Kleinsten in der Familie gern unterstützen. Oft reicht es sogar schon aus, kleine Streifen, Inseln und Randbereiche stehen zu lassen.

Lasst uns gern eure Bilder zukommen, die wir dann am Ende des Monats gern hier zeigen.

Am vergangenen Freitag verbrachten wir mit einer 5. Klasse der Regelschule Rositz einen erlebnisreichen Vormittag auf de...
27/04/2026

Am vergangenen Freitag verbrachten wir mit einer 5. Klasse der Regelschule Rositz einen erlebnisreichen Vormittag auf der Streuobstwiese in Rositz/Fichtenhainichen. Anlässlich des "Tages der Streuobstwiese" führen wir seit einigen Jahren mit interessierten Schulen einen Projekttag durch, der den Kindern einen spannenden Einblick in dieses wertvolle Biotop ermöglicht.

An verschiedenen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes über die Bedeutung der Streuobstwiesen als historisches Kulturlandschaftselement und Lebensraum für über 5.000 verschiedene Arten erfahren.

So erforschten die Kinder die Baumhöhlen in den alten Kirschbäumen, wo sie z.B. Ameisen und Hornissen in den Spechtlöchern entdeckten. Zusammen mit unserem Mitarbeiter Tobias Eggert überlegten sie, welche Tiere die Bäume sonst noch als Lebensstätte nutzen. Dabei wurde klar, dass nicht nur die Baumkrone, sondern auch der Stamm und der Wurzelbereich bewohnt ist. Und mit dem Verschwinden der Bäume, auch zahlreiche Tierarten ihr Zuhause verlieren.

Bei der Wiesensafari sammelten die Kinder eifrig bekannte und unbekannte Kräuter und Gräser und bestimmten diese zusammen mit unserer Mitarbeiterin Stephanie Schareina. Sie trugen zusammen, welche unterschiedlichen Obstarten auf einer Streuobstwiese vorkommen und wie man diese z.B. anhand ihrer Rindenstruktur auseinanderhält. Mit kleinen Wahrnehmungsübungen schulten sie ihren Blick und konnten sich zwischendurch mit Bewegungsspielen aufwärmen.

Wie jedes Jahr unterstützen uns auch dieses Mal Mario und Regine Knoll, die den Kindern die alte Bewirtschaftungstechnik des Sensens näher brachten. Nach einigen theoretischen Ausführungen, konnten sich die Kinder mit ersten Schwungübungen mit dem Werkzeug vertraut machen und ihre Kenntnisse dann gleich praktisch umsetzen. Anschließend wurde noch geübt, wie man die Sensenblätter fachgerecht dengelt und schärft.

Es war so schön zu sehen, mit welcher Freude und Begeisterung die Kinder bei der Sache waren und neugierig und stolz mitgemacht haben.

Ein großer Dank geht außerdem an die Gemeinde und den Bauhof Rositz sowie den Kleingartenverein "Glück auf" für die Unterstützung an diesem Tag!

Heute ist Tag der Streuobstwiese 🍎🍐 An diesem Tag soll auf die Bedeutung der Streuobstwiese als wertvoller Lebensraum au...
24/04/2026

Heute ist Tag der Streuobstwiese 🍎🍐

An diesem Tag soll auf die Bedeutung der Streuobstwiese als wertvoller Lebensraum aufmerksam gemacht werden.

In unserer Region sind Streuobstwiesen vielerorts ein prägendes Kulturlandschaftselement, welches einst auch wirtschaftlich bedeutend war. Heutzutage steht jedoch zunehmend die ökologische Bedeutung im Vordergrund. Baumhöhlen und Totholz bieten vielen geschützten und gefährdeten Tieren, darunter Vö**ln, Fledermäusen und Käfern eine wichtige Lebensstätte. Die artenreichen Wiesen stellen zudem mit ihren zahlreichen Blühpflanzen eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge dar. Diese wiederum stehen auf dem Speiseplan der oben gennanten Tiere. Somit erfüllt das zumeist gesetzlich geschützte Biotop eine Vielzahl an Funktionen, die weit über die reine Obstverwertung hinausgehen.

Doch um diese strukturreichen Lebensräume zu erhalten, ist eine regelmäßige Nutzung und Pflege notwendig, die auf vielen Flächen aus unterschiedlichen Gründen zunehmend ausbleibt. Damit gehen viele Einzelbäume und sogar ganze Streuobstwiesen nach und nach verloren.

Neben der Initiierung von Revitalisierungsprojekten auf Streuobstwiesen, liegt uns vor allem der Aspekt der Umweltbildung am Herzen. Zum Tag der Streuobstwiese führen wir deshalb seit einigen Jahren einen Projekttag mit regionalen Schulen durch. An diesem wollen wir bereits den Jüngsten die Bedeutung von Streuobstwiesen praktisch nahe bringen und sie für das Thema sensibilisieren.

Heute freuen wir uns daher auf einen erlebnisreichen Tag mit einer 5. Klasse auf der Streuobstwiese in Fichtenhainichen, die wir im Rahmen eines mit dem Förderprogramm NALAP finanzierten Projektes bereits erfolgreich sanieren konnten.

Am Samstag fand unser letzter Workshop "Rund ums Streuobst" für dieses Saison statt.🌱🍎Am Vormittag fanden sich neun inte...
14/04/2026

Am Samstag fand unser letzter Workshop "Rund ums Streuobst" für dieses Saison statt.🌱🍎

Am Vormittag fanden sich neun interessierte Teilnehmende in unserem Seminarraum ein, um die Veredelung von Obstbäumen zu erlernen. Dabei stellte unsere Obstbaumwartin Anett Roßberg zunächst die wichtigsten theoretischen Grundlagen vor und erklärte den Unterschied zwischen den Techniken Rindenpfropfen und Kopulation. So können entweder alte Obstbäume umveredelt oder neue Jungbäume mit der Lieblingssorte gezogen werden.

Anschließend konnten die Teilnehmenden, je nach Vorliebe, zwischen acht verschiedenen Apfelsorten wählen, die dann als Edelreis auf Wurzelunterlagen veredelt wurden. Beliebt waren unter anderem die Sorten 'Rheinischer Bohnapfel', 'Cox Orange' oder 'Edelborsdorfer'. Letzterer ist übrigens eine typische Sorte für die Region Ostthüringen und gilt als älteste, seit dem 11. Jahrhundert bekannte, Apfelsorte im deutschsprachigen Raum.

Es standen stark- oder schwachwachsende Unterlagen zur Verfügung, die später einen ausgewachsenen Hoch- oder Mittelstamm hervorbringen. Die Wahl der passenden Unterlage ist dabei genauso entscheidend, wie die Wahl der Sorte - z.B. je nach dem wieviel Platz man auf der Streuobstwiese oder im Hausgarten zur Verfügung hat.

Am Nachmittag gingen dann alle mit viel neuem Wissen und mit je zwei kleinen Obstbäumchen nach Hause, die nun ihre Wurzeln in den heimischen Boden schlagen dürfen und in einigen Jahren leckere Früchte tragen werden.

So konnten wir wieder einen kleinen Beitrag zum Wissenstransfer und Erhalt der regionalen Kulturlandschaft leisten. Besonders freuen wir uns, dass manche Teilnehmende mehrere, eine sogar alle unserer diesjährigen Workshops besuchten und damit sozusagen angehende StreuobstexpertInnen werden.

Wenn ihr euch auch für das Thema Streuobst interessiert, dann lasst euch bereits für anstehende Kurse vormerken. Gern beraten wir euch auch zu möglichen Förderungen für die Sanierung, Pflege und Anlage von Streuobstwiesen in den Landkreisen Greiz, Altenburger Land und Gera.

07/04/2026

Heute ist der Internationale Tag der Biber

Bis zu seiner fast vollständigen Ausrottung im 19. Jahrhundert war der Eurasische Biber (Castor fiber) in Europa ursprünglich weit verbreitet. Erst durch die Initiierung von Artenschutzmaßnahmen und gezielte Wiederansiedlungen, haben sich die Populationen in den letzten Jahren wieder stabilisiert.

In Thüringen findet man genetisch verschiedene Unterarten des Europäischen Bibers – z.B. den Elbebiber (Castor fiber albicus) und den Rhone-Biber (Castor fiber galliae), die aus umliegenden Bundesländern einwandern. Er hat sich mittlerweile wieder nahezu flächendeckend an Gera, Ilm, Saale, Weißer Elster und Werra angesiedelt.

Das nachtaktive Säugetier lebt in ausreichend tiefen, naturnahen Still- oder langsam fließenden Gewässern mit grabbaren Steilufern, die von ausgeprägten Weichholzauen (z.B. Pappel und Weide) als Nahrungsgrundlage umgeben sind.

Durch das Fällen von Bäumen und damit der Schaffung von Offenland, der Errichtung von Biberburgen und -dämmen sowie dem Anstauen von Gewässern, gestaltet das größte europäische Nagetier aktiv und dynamisch seinen Lebensraum und schafft gleichzeitig auch strukturreiche Biotope für andere Tierarten. Zudem trägt seine Nage- und Bautätigkeit erheblich zum Wasserrückhalt in der Landschaft und zum Hochwasserschutz bei.

Dadurch entstehen aber oft auch Konflikte mit anderen Landnutzern. Hier kommen dann regionale Biberberater zum Einsatz, die aufklären, Lösungen aufzeigen und vermitteln. Vorkommen und mögliche Schäden können in Thüringen beim Kompetenzzentrum für Wolf, Biber und Luchs am Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUENF) gemeldet werden.

Die Zerschneidung und Vernichtung von Lebensräumen und der zunehmende Straßenverkehr, stellt die größte Bedrohung für Biber dar. Er ist europarechtlich durch die Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt und befindet sich auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands sowie in Gefährdungskategorie 3 (gefährdet) der Roten Liste Thüringens.

Adresse

Finkenweg 5
Schmölln
04626

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Natura 2000-Station Osterland erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Natura 2000-Station Osterland senden:

Teilen