Die Gründung des Ortsvereins Sachsenhagen
Im Jahre 1936 setzten sich unter der Initiative von August Winkelhake folgende Herren zusammen:
Heinrich Behrens, Straßenbauarbeiter
Heinrich Hahne, Landwirt
Ludwig Bellersen, Landwirt
Fritz Schwarze, Arbeiter
Ludwig Stackmann, Bäckermeister
Ludwig Franke, Landwirt
Wilhelm Lampe, Landwirt
und gründeten den DRK-Ortsverein Sachsenhagen mit einer Sanitätsdi
enstgruppe. Von der Sanitätsdienstgruppe wurden in der Villa (Dühlfeld) sowie im Rathaus Rettungsstellen eingerichtet. Es wurden auch überörtliche Einsätze durchgeführt. Der verstorbene Stadtdirektor Dietrich Klingemann, von Beruf Bergmann, gesellte sich zu der Gruppe und bastelte einen OP-Tisch sowie eine OP-Leuchte aus einer Grubenlampe für die Rettungsstelle in der Villa. Aus der Sanitätsdienstgruppe entwickelte sich 1941 ein Sanitätszug. Da im gleichen Jahr der Bereitschafsführer Herr Heringslack aus Bad Nenndorf gefallen war, übernahm August Winkelhake die Führung des Sanitätszuges und wurde der neue Bereitschaftsführer. Es folgten nun Jahre, in denen das DRK Sachsenhagen sein Können und seine Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen musste. In meist schwierigen Einsätzen bemühten sich die Helfer, ihre Aufgaben im Sinne des „Genfer Abkommens“ zu erfüllen. Gegen Ende des Krieges suchte der damalige alliierte Stadtkommandant von Stadthagen den Bereitschaftsführer August Winkelhake auf und bat um sanitätsdienstliche Versorgung seiner Leute. Eine Dienstbekleidung durfte nicht mehr getragen werden und die Helfer wurden mit einer weißen Armbinde gekennzeichnet. Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten: Spielende Kinder verletzten sich durch Detonation einer Handgranate, die sie in der Kuhle gefunden hatten. Ein Kind starb. Heinrich Niederbracht und Heinrich Harste gesellten sich im Jahre 1949 dazu. 1950 erreichte das DRK Bereitschaftsstärke und nannte sich fortan DRK-Bereitschaft im Ortsverein Sachsenhagen. Die immer größeren Aufgaben und Anforderungen machten es im Jahre 1952 erforderlich, dass die Kameraden Bernhard Schindler, Bernhard Niedenzu und Manfred Langer zu Ausbildungslehrgängen entsandt wurden. Nach erfolgreichem Abschluss konnten die Kameraden ab 1953 Erste-Hilfe-Lehrgänge in Sachsenhagen und der weiteren Umgebung durchführen. Das erste Ehrenzeichen im Ortsverein erhielt der damalige Bereitschaftsführer August Winkelhake im Jahre 1957. Die Dienstabende wurden von 1950 – 1958 im Clubraum der Gaststätte Köster abgehalten. Die immer umfangreicher werdende Ausbildungsarbeit machte diesen Raum bald zu klein. Neue Räumlichkeiten schaffte der damalige Stadtdirektor Dietrich Klingemann 1958 durch Umsetzen des ehemaligen Wasserpumpenhauses von der Bergtrift auf den Schützenplatz und stellte es dem Ortsverein zur kostenlosen Benutzung für Ausbildungs- und Schulungszwecke zur Verfügung. Mitte des Jahres 1961 bauten die Gruppenleiter Johann Habsch und Werner Windhorn das erste Jugendrotkreuz in Sachsenhagen auf. Die ersten Jugendlichen waren:
Willi Mejow
Otto Stein
Manfred Kolbe
Wolfgang Bergmann
Burkhard Malucha
Gerhard Feige
Wilfried Fabritzki
Jürgen Schlüter
Angelika Bellersen
Karin Mensching
Roswita Klingemann
Klaus Dieckmann
Im Jahre 1969 war der Ortsverein bereits auf 178 Mitglieder, davon 20 aktive, herangewachsen. Dazu kamen noch die 20 Mitglieder des Jugendrotkreuzes (JRK) unter der Leitung von Wolfgang Bergmann. (...) (Auszug aus der Chronik des OV Sachsenhagen)