25/09/2024
+++ NGG bringt Bäckerbub-Übernehmer „Premium Brot“ in Bexbach wieder in Tarifbindung +++
Tarifliche Bestimmungen aus Brotindustrie Baden-Württemberg übernommen – zusätzlich 4,5 % mehr Lohn!
Nach intensiven Verhandlungen und Gesprächen ist der Bäckerbub-Übernehmer Premium Brot GmbH nun mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rückwirkend zum Betriebsübergang am 1. Mai 2024 voll tarifgebunden. Tobias Wolfanger, Verhandlungsführer und NGG-Geschäftsführer im Saarland, erklärt: Nachdem EDEKA Südwest den Standort Bexbach aus dem eigenen Konzern herausgelöst und an den bisher nicht tarifgebundenen Betrieb Premium Brot mit einem weiteren Werk in München verkauft hat, war es unser Ansinnen, für die vielen Gewerkschaftsmitglieder am Standort Sicherheit für ihre Löhne und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Auch durch das ständige Hin und Her mit EDEKA war es dringend notwendig, diesen Betrieb mit tollen Beschäftigten und Fachkräften in ruhiges, sicheres Fahrwasser zu führen und das ist uns nun schlussendlich dank einer starken Mitgliedschaft und ebenfalls der notwendigen Offenheit des Arbeitgebers gelungen.“
Um die Rahmenbedingungen zu regeln, wurde der geltende Manteltarifvertrag der Brotindustrie Baden-Württemberg leicht auf den Betrieb modifiziert und modernisiert übernommen. Themen wie Weihnachtsgeld, Arbeitszeit, Zuschläge, Altersfreizeit und Sonderurlaub zu bestimmten Anlässen sind nun übergangslos weiter geregelt. Dieser Tarifvertrag ist erstmalig zum Ende des Jahres 2028 kündbar.
Des Weiteren wurden auch die Lohngefüge der Brotindustrie Baden-Württemberg vollumfänglich in einem neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrag übernommen und zusätzlich rückwirkend zum Juli eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent nebst Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 200 Euro ausgehandelt. Dieser Tarifvertrag läuft noch zwölf Monate und ist zum 30. September 2025 kündbar.
„Die Kolleginnen und Kollegen bei Bäckerbub haben jetzt die Sicherheit, dass sie auch unter neuem Arbeitgeber unter tariflichen Arbeits- und Lohnbedingungen arbeiten können. Von den ersten Monaten des neuen Arbeitgebers haben wir einen guten Eindruck und erhoffen uns, dass Jobsicherheit und Wertschätzung für die tägliche Arbeit der über 100 Beschäftigten Einzug halten und den Standort zukunftsfähig machen“, so Wolfanger abschließend.