Allianz für den freien Sonntag, Saarland

Allianz für den freien Sonntag, Saarland ... eine kirchliche und gewerkschaftliche Initiative im Saarland im Rahmen einer europaweiten Kampagne zum Schutz des Sonntages

22/04/2026

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz | Kulturstiftung Sachsen-Anhalt | Stiftung Bauhaus Dessau |
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt | Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt |
Franckesche Stiftungen | Kunststiftung Sachsen-Anhalt | Vereinigte Domstifter zu Merseburg
und Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz | Kloster Bergesche Stiftung | Stiftung Kloster Un-
ser Lieben Frauen | CAT-stairs – Das Kabarett / Burger KleinKunstBühne | Ferropolis Stiftung
Industriekultur gGmbH | Kulturzentrum Moritzhof | Kammerspiele Magdeburg | Kunstmu-
seum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen | Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) |
Kunstverein „Talstraße“ e.V. | Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren im Land
Sachsen-Anhalt (LASSA) e.V. | Literaturhaus Magdeburg | Museumsverband Sachsen-Anhalt
e.V. | Puppentheater Magdeburg | Stiftung Evangelisches Anhalt | Stiftung Händel-Haus |
Technik Museum Magdeburg | Theater der Altmark |Theater Magdeburg | Werkleitz Gesell-
schaft e.V.
Gemeinsame Pressemitteilung
Magdeburg, 16. April 2026
Kulturinstitutionen warnen vor nationalistisch ausgerichteter Kulturpolitik in
Sachsen-Anhalt
Die AfD Sachsen-Anhalt kündigt für den Fall einer Regierungsübernahme eine
„neue patriotische Kulturpolitik“ an. Die Kulturstiftungen und weitere Kulturin-
stitutionen des Landes sehen darin den Versuch, historisches Erinnern, Kunst
und kulturelle Vielfalt an nationalistischen Leitbildern und Identitätsvorgaben
auszurichten. Sie warnen vor einer Entwicklung, die die Freiheit der Kunst, die
Offenheit kultureller Institutionen und die demokratisch verankerte Erinne-
rungskultur grundlegend in Frage stellt.
Das am Wochenende verabschiedete „Regierungsprogramm“ kündigt u.a. eine „patriotische
Wende“ in der Kulturpolitik an. Es verschiebt den Kulturbegriff grundlegend: Kultur wird nicht
mehr als offener, pluraler Raum verstanden, sondern verengt sich deutlich. Sie wird Instru-
ment zur Herstellung einer parteipolitisch definierten kollektiven Identität. Kultur erscheint in
diesem Fall als Ausdruck einer ethnisch homogenen Volksgemeinschaft, deren angebliche
„Identitätsstörung“ durch eine „selbstbewusste deutsche Identität“ überwunden werden soll.
In dieser Ausrichtung treten Elemente einer völkisch-nationalistischen Kulturauffassung deut-
lich hervor.
Die kulturpolitischen Aussagen des Programms reichen weit über den eigentlichen Kulturbe-
reich hinaus und betreffen auch zentrale Felder wie Bildungs-, Wissenschafts- Integrations-
und Religionspolitik. In den einleitenden Passagen des Kulturteils wird die bestehende Erinne-
rungskultur als „Verewigung eines Schuldkomplexes“ beschrieben, der die „Möglichkeiten ei-
ner stabilen nationalen Identitätsbildung verbaut“ habe. Zur „Heilung“ dieser „Identitätsstö-
rung“ wird eine stärkere Fokussierung auf die „guten Seiten der deutschen Geschichte“ gefor-
dert. Damit verschiebt sich der Fokus von einer differenzierten, auf wissenschaftlichen Er-
kenntnissen beruhenden Erinnerungskultur hin zu einer selektiven Geschichtsdarstellung, in
der die deutsche NS-Vergangenheit systematisch geschönt wird.
Auch im Umgang mit der künstlerischen Moderne zeigt sich eine deutliche Abgrenzung. Das
Bauhaus wird als Ausdruck von „Identitätslosigkeit“ dargestellt; dem wird eine „ -
ken“-Kampagne entgegengesetzt. In Verbindung mit Vorgaben für eine an „Bautradition“ ori-
entierte Architektur entsteht ein normatives Kulturverständnis, das moderne Strömungen de-
legitimiert und durch staatliche Leitbilder ersetzt.
Im Bereich der bildenden und darstellenden Kunst wird staatliche Förderung an die „kulturelle
Identität“ gebunden; insbesondere Theater sollen stärker „deutsche Stücke“ berücksichtigen.
Damit wird ein inhaltlicher Steuerungsanspruch gegenüber Kulturinstitutionen formuliert.
Diese Tendenzen setzen sich fort: Kulturförderung soll an nationale Identitätsbildung gekop-
pelt, als „antideutsch“ geltende Kunst ausgeschlossen und kulturelle Bildung auf „kulturelle
Identität“ ausgerichtet werden. Selbst von Vereinen, die eine Landesförderung beantragen,
wird dann zukünftig ein „glaubhaftes Bekenntnis“ zu einer „patriotischen Grundhaltung“ er-
wartet. Das Kulturkonzept der AfD verdrängt, wie wichtig vielfältige Impulse für eine leben-
dige Kultur sind. Diese legen den Grundstein für gesellschaftliche Entwicklungen und Erneue-
rungsprozesse.
Das Verhältnis zu den beiden großen Kirchen als Trägern kulturellen Lebens ist widersprüch-
lich: Einerseits gelten sie als identitätsstiftend, andererseits wird ihnen „Regenbogenideolo-
gie“ vorgeworfen. Förderentscheidungen werden auch hier an politische Konformität ge-
knüpft.
Insgesamt folgt diese Programmatik einem klar erkennbaren Muster: Erinnerung wird selektiv
umgedeutet, Kunst normiert, Institutionen ab- und umgebaut und Förderung politisch instru-
mentalisiert. Darüber hinaus wird Sachsen-Anhalt als „Musterland der Kulturpolitik“ positio-
niert, das eine „Strahlwirkung auf andere Bundesländer“ entfalten soll. Das Programm be-
nennt die kulturpolitische Entwicklung Ungarns unter dem abgewählten Ministerpräsidenten
Viktor Orbán als „Vorbild und Inspiration“. Damit orientiert sich die AfD Sachsen-Anhalt an
einem Modell, das auf eine enge Verknüpfung von Staat, Kultur und nationaler Identität sowie
die politische Einflussnahme auf Kulturinstitutionen und die Einschränkung von Vielfalt und
Meinungsfreiheit zielt.
Das Land Sachsen-Anhalt wurde 1990 gegründet. Dabei wurden Regionen unterschiedlicher
kultureller und historischer Identität zusammengefasst. Seine Landesidentität definiert sich
wesentlich über verbindende historische Ereignisse und das gemeinsame künstlerische und
kulturelle Erbe. Sachsen-Anhalt steht mit dem Wirken des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz
von Anhalt-Dessau in Wörlitz am Beginn der Aufklärung. Freiheit und Toleranz sind in Sachsen-
Anhalt gelebte Grundwerte. Es ist ein Kulturland ersten Ranges, mit einer der höchsten Dich-
ten an bedeutenden Denkmalen in Mitteleuropa. Dem Schutz und Erhalt dieses verbindenden
Erbes haben sich die unterzeichnenden Kulturinstitutionen auf Grundlage der freiheitlichen
demokratischen Grundordnung, der im Grundgesetz verankerten Ideale von Toleranz und
Vielfalt und der Wissenschafts- und Kunstfreiheit verschrieben. Ein Angriff auf Kunst, Kultur
und Geschichte, ihre ideologische Instrumentalisierung, treffen die Bürgerinnen und Bürger
des Landes im Kern ihrer Identität.
Die Unterzeichnenden halten dem entgegen: Kulturpolitik darf nicht zur nationalistischen In-
strumentalisierung von Geschichte und Kultur missbraucht werden. Die Freiheit der Kunst, die
Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und eine an demokratischen Werten orientierte Erinne-
rungskultur bleiben unverzichtbar. Ihre entschlossene Wahrung sichert nicht nur die vitale
und vielfältige Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt, sondern stärkt zugleich gesellschaftlichen
Zusammenhalt, Pluralität sowie die Grundlagen unseres demokratischen Gemeinwesens.

deus dixit????
22/04/2026

deus dixit????

18/03/2026

🏛️ Für starke politische Bildung im Saarland: Landeszentrale für politische Bildung gesetzlich verankert 🏛️

Unsere Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie lebt davon, dass wir sie Tag für Tag verteidigen – gegen Hass, Hetze, Populismus, Fake News, Rassismus und Extremismus. Politische Bildung ist deshalb heute wichtiger denn je. Mit dem Gesetz über die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes, das heute im Landtag beschlossen wurde, schafft das Saarland erstmals nach fast 70 Jahren einen klaren gesetzlichen Rahmen. 📖

Das bedeutet für die Landeszentrale:

➡️ Rechtliche Absicherung: Teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Personal- und Sachmitteln vom Land.
➡️ Unabhängigkeit: Keine Partei, Regierung oder Mehrheit kann Einfluss nehmen – politische Bildung bleibt frei und überparteilich.
➡️ Demokratie & Werte: Förderung von Respekt, Toleranz und Pluralismus; Prävention gegen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus
➡️ Medienkompetenz: Kritischer Umgang mit Informationen und Schutz vor Falschinformationen.
➡️ Bürger:innenbeteiligung: Unterstützung von Schulen, Lehrkräften und Bürger:innen, sich aktiv, kritisch und selbstbestimmt einzubringen.
➡️ Qualität & Transparenz: Wissenschaftlicher Beirat, Netzwerke, Standards sowie klare Regeln für Transparenz und Kontinuität.

"Demokratie lebt davon, dass Menschen verstehen, wie sie funktioniert, dass sie Fragen stellen, widersprechen und sich einmischen. Die Landeszentrale für politische Bildung ist dafür ein zentraler Pfeiler: Sie ist eine Institution, die unser Land stärkt, unsere Geschichte bewahrt und die Grundlage für eine lebendige, freie und wehrhafte Demokratie sichert. Dass sie jetzt erstmals gesetzlich verankert wird, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass wir Demokratie, Vielfalt und Menschenwürde in unserem Land nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv verteidigen", so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot. 💪

📸 Oliver Dietze

13/03/2026

Erklärung der Europäischen Bewegung Christlicher Arbeitnehmer (EBCA) zum internationalen Tag des freien Sonntags 2026

12/03/2026
03/03/2026

Seit 20 Jahren munter und streitbar für den Sonntagsschutz: Die
Am Internationalen Tag des Sonntags feiert die KAB zusammen mit ver.di, der KDA - Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt und der das 20jährige Bestehen der Sonntagsallianz . 20 Jahre ist es diesem besonderen Bündnis gelungen, die Besonderheit des Sonntags als gemeinsamen Tag der Muße und Selbstbestimmung erfolgreich zu inszenieren und zu verteidigen.
Unser Foto zeigt mit Hannes Kreller und Erwin Helmer Männer der ersten Stunde. Maria Etl als Repräsentantin der Österreichischen Sonntagsallianz zeigt, dass der Sonntagsschutz keine Grenzen kennt. Die KAB ist stolz auf dieses Bündnis.

Es war ein hartes Stück Arbeit, ist aber gelungen , Strahlkraft über  das Saarland hinaus: das gemeinsame Zeichen der Re...
23/01/2026

Es war ein hartes Stück Arbeit, ist aber gelungen , Strahlkraft über das Saarland hinaus: das gemeinsame Zeichen der Religionen kann zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, gar zum Weltfrieden beitragen ,wenn Menschen guten Willens sich zusammentun!

23/12/2025
23/12/2025
Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonn...
21/12/2025

Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“
„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonntag“

Für die Adventsaktion 2025 hat die „Allianz für den freien Sonntag Saarland“ erneut vier prominente Persönlichkeiten eingeladen, ihre persönliche Haltung zur Bedeutung der Sonntagsruhe und zur gemeinsamen freien Zeit zu formulieren. Die vier „Adventspaten“ teilen an jedem der vier Adventssonntage ihre Gedanken zum Thema „freier Sonntag“.
Am vierten Advent antwortet die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Anke Rehlinger (SPD), auf die Frage: „Was bedeuten für mich ganz persönlich Sonntage im Allgemeinen und Adventssonntage im Besonderen?“

Statement Anke Rehlinger, Adventsaktion der Allianz für den freien Sonntag Saarland:
„In unserer Landesverfassung hat die Sonntagsruhe einen besonderen Schutzstatus – und das bleibt für diese Landesregierung maßgeblich. Er bietet Raum für Erholung, für Zeit mit der Familie sowie für kulturelles und geistiges Leben. Gerade in einer Zeit, die für viele Menschen immer schnelllebiger wird, brauchen wir solche verlässlichen Momente der Ruhe und des Innehaltens. Der freie Sonntag stärkt unseren Zusammenhalt – in den Familien, in der Gemeinschaft und im gesellschaftlichen Engagement. Deshalb ist mir wichtig, dass der Sonntag seinen besonderen Charakter als freier Tag behält und nicht zum alltäglichen Werktag wird. Unsere Solidarität gilt all jenen, die sonntags arbeiten und damit den Betrieb unseres Gemeinwesens sichern. Ihnen gebührt unser besonderer Dank.“

Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonn...
14/12/2025

Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“
„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonntag“
Für die Adventsaktion 2025 hat die „Allianz für den freien Sonntag Saarland“ erneut vier prominente Persönlichkeiten eingeladen, ihre persönliche Haltung zur Bedeutung der Sonntagsruhe und zur gemeinsamen freien Zeit zu formulieren. Die vier „Adventspaten“ teilen an jedem der vier Adventssonntage ihre Gedanken zum Thema „freier Sonntag“.
Zum dritten Advent antwortet Timo Ahr, stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland, auf die Frage: „Was bedeuten für mich ganz persönlich Sonntage im Allgemeinen und Adventssonntage im Besonderen?“
Statement Timo Ahr, Adventsaktion der Allianz für den freien Sonntag 2025:
„Der freie Sonntag ist ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen Miteinanders – und seine Bedeutung ist heute wichtiger denn je. Er ist verfassungsrechtlich geschützt, er dient der Ruhe, der Erholung und der Zeit für Familie, Freund*innen, Ehrenamt und Gemeinschaft. Gerade im Saarland, dem Land der Vereine und des Ehrenamtes, wissen wir, wie wichtig dieser gemeinsame freie Tag ist.
Wir leben in einer Zeit, in der die Arbeitsintensität weiter steigt und die Rufe nach „immer mehr“ lauter werden: mehr Arbeit, mehr Flexibilität, mehr Erreichbarkeit – und nicht zuletzt mehr Konsummöglichkeiten durch längere Öffnungszeiten und Sonntagsöffnungen. In einer Welt, in der alles jederzeit verfügbar sein soll, werden feste Zeiten der Entschleunigung umso wichtiger.
Natürlich gibt es Bereiche, in denen Sonntagsarbeit zulässig ist. Millionen Beschäftigte arbeiten im Gesundheitswesen, bei Polizei und Feuerwehr, in der Energie- und Wasserversorgung, im Verkehrssektor und in der Industrie. Oftmals im Schichtbetrieb rund um die Uhr, damit unser Gemeinwesen funktioniert – damit der ÖPNV rollt, Strom und Wasser fließen, die Heizung läuft und die Notaufnahme jederzeit arbeitsfähig bleibt. Deshalb wissen wir als Gewerkschaften sehr genau, wo es echte Ausnahmen braucht – und wo nicht.
Doch der Sonntag verkörpert auch etwas anderes: an diesem Tag steht einmal nicht im Vordergrund, was ein Mensch wirtschaftlich leistet, sondern viel mehr das Miteinander in der Gesellschaft und das eigene Leben. Beim Einsatz für den arbeitsfreien Sonntag geht es um ein ausgeglichenes Leben der Menschen - getreu dem Motto: „Man arbeitet, um zu leben, man lebt nicht um zu arbeiten.“
Der Sonntag steht stellvertretend für die wesentlichen Dinge im Leben: Familie und Freunde. Der reine Profit und das Streben nach mehr Effizienz und Produktivität darf nicht zu einer weiteren Disbalance zwischen Arbeit und Leben führen. Dafür setzen wir uns als Gewerkschaften täglich ein.“



Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonn...
07/12/2025

Adventsaktion 2025 der „Allianz für den freien Sonntag Saarland“
„Vier Adventssonntage – Vier Stimmen für den freien Sonntag“
Für die Adventsaktion 2025 hat die „Allianz für den freien Sonntag Saarland“ erneut vier prominente Persönlichkeiten eingeladen, ihre persönliche Haltung zur Bedeutung der Sonntagsruhe und zur gemeinsamen freien Zeit zu formu-lieren. Die vier „Adventspaten“ teilen an jedem der vier Adventssonntage ihre Gedanken zum Thema „freier Sonntag“.
Zum Zweiten Advent zitieren wir Wolfgang Edlinger, den ehemaligen Vorsit-zenden der Saarländischen Armutskonferenz (SAK). Sein Statement auf die Frage: „Was bedeuten für mich ganz persönlich Sonntage im Allgemeinen und Adventssonntage im Besonderen?“ lautet:

„‘Der Mensch hat Vorrang vor Kapitalinteressen‘; diese Mahnung eines päpst-lichen Rundschreibens vor mehr als 50 Jahren ist heute aktueller denn je.
Immer mehr Menschen können dem ökonomischen Druck, den wirtschaftli-chen Notwendigkeiten des Marktes nicht mehr standhalten. Sie verlieren den Anschluss, erleben gesellschaftliche Ausgrenzung. Ihre Menschenwürde, ihr Menschsein ist nur noch ein untergeordneter Faktor im täglichen Run um Wettbewerbsfähigkeit und Steigerung der Wirtschaftskraft.
Sie rutschen ab in gesellschaftlichen Notlagen, erleiden körperliche, seeli-sche und soziale Gefährdungen.
Die Allianz für den freien Sonntag setzt ein Zeichen gegen diesen Trend.
Ein gemeinsamer wöchentlicher Ruhetag, der Sonntag ist unabdingbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Familien, Freunde, Gemeinschaften und Vereine finden Zeit für gemeinsames Leben: Für das Ehrenamt, kulturelle Aktivitäten, Sport, Natur oder einfach füreinander da zu sein.
Das Innehalten ermöglicht auch den Blick zu öffnen für mein Umfeld, für mei-ne Nachbarschaft, für das Gemeinwesen. Sensibel zu werden für Gemeinsinn statt Konkurrenz und Ausgrenzung.
Auch diejenigen wahrzunehmen, die nicht mithalten können. Eine freundliche Geste für Menschen, deren Andersartigkeit uns verunsichert: Arme, Obdach-lose, Fremde, die in den Innenstädten oft als Störfaktor des Konsums wahr-genommen werden. Auch sie mit ihren menschlichen Werten sind Teil unserer Gesellschaft.
Das Recht auf eine wöchentliche Ruhezeit, auf den arbeitsfreien Sonntag kann ein Baustein sein für eine Gesellschaft mit menschlichen Zügen.“

Adresse

St. Johanner Straße 49
Saarbrücken
66111

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