gav.rottweil

Wegbeschreibung Website

gav.rottweil Geschichts- und Altertumsverein Rottweil e.V.

Bereits am Donnerstag, 15. Oktober, findet die nächste Veranstaltung des diesjährigen Führungsprogrammes statt: Der Vort...
12/10/2026

Bereits am Donnerstag, 15. Oktober, findet die nächste Veranstaltung des diesjährigen Führungsprogrammes statt: Der Vortrag von Dr. Karl Kleinbach „Über das Ungeheuer des Schreiberwesens“ 🖋️

Wir freuen uns, Sie um 19:00 Uhr im Festsaal des Alten Gymnasiums begrüßen zu dürfen😊

Wer schreibt hat Macht und Einfluss:
Über viele Jahrzehnte hatten sich im Herzogtum Württemberg die Schreiber an vielen Orten ein Regiment aus charmant-durchtriebenen Substituten und Skribenten aufgebaut. Diese Schreiber-Clans produzierten Verträge (Heirat, Testament, Grundstückskäufe) sowie Briefe, Beschwerden und Anfragen. Meist in zwei- oder dreifach ausgefertigt war dies ein einträgliches Geschäftsmodell.

Napoleons hegemoniale Politik brachte Württemberg 1806 eine erhebliche Gebietserweiterung und dem Herzog den Aufstieg zum Kurfürsten und später zum König. Die notwendige verwaltungsmäßige Konsolidierung erzeugte Problemdruck: ein Regent, aber zwei Landesteile, hier die Stammlande mit den Privilegien der Stände und dort neuen Territorien mit eigener Munizipalverfassung und Identität.

In Neuwürttemberg war das altwürttembergische Schreiberwesen und seine dubiosen Umtriebe weitgehend unbekannt, so auch hier in Rottweil. Denn die aus Alt-Württemberg kommenden Amtsschreiber erwiesen sich keineswegs als Boten einer sorgenfreien Zukunft. Stattdessen traf gerade sie die volle Wucht der konfessionellen und sozialen Spannungen zwischen Alt- und Neuwürttemberg. In den Verhandlungen ab 1815 über eine Verfassung des Königreichs traten die jahrzehntelangen Missstände der Schreiberei offen zutage und wurden beinahe zur Sollbruchstelle. Für Justinus Kerner waren die Schreiber „lauter Kerle, die aus leicht begreiflichen Gründen aus ihrer alten Sauce nicht heraus wollen“. Mit der Durchsetzung einer absolutistischen Reformpolitik wollte König Friedrich I. und sein Sohn König Wilhelm I. auch dieses Schreiber-Übel abschaffen.

Der Vortrag möchte ein kurzes und folgenreiches Kapitel württembergischer Verwaltungsgeschichte sichtbar machen – und zugleich die weitreichenden Folgen für Archivgeschichte, Medientheorie und die gegenwärtige Diskussion um Bürokratieabbau aufzeigen.

Karl Kleinbach (*1950 in Stuttgart) studierte Pädagogik, Soziologie und Philosophie. Er war als Lehrer, Schulleiter und Hochschullehrer in Reutlingen, Tübingen und Ludwigsburg tätig. Seine Forschungsschwerpunkte lagen auf Ethik in der Sonderpädagogik, Medientheorie, historischer Anthropologie und Didaktik.
Heute lebt er in Balingen und engagiert sich im Ruhestand in der KZ-Gedenkstätte Bisingen, der Erwachsenenbildung sowie in Projekten zur Lokal- und Filmgeschichte.

Natürlich sind auch wir bei der „Nacht des offenen Denkmals“ vertreten. Schauen Sie bei unseren Führungen und/oder im Ka...
11/09/2026

Natürlich sind auch wir bei der „Nacht des offenen Denkmals“ vertreten. Schauen Sie bei unseren Führungen und/oder im Kapuziner gerne bei uns vorbei🤗🤗

06/05/2026

Das Handout zur Führung von Dr. Jürgen Mehl: „Dunkle Mittelstadt - Rottweil zwischen Römern und Staufern“ am 10. Mai 2026 können Sie nun auf unserer Homepage herunterladen 🤗

30/04/2026

Am Sonntag, 10. Mai 2026 lädt der Geschichts- und Altertumsverein alle Interessierten und Neugierigen ein zur Maiführung mit dem Thema ‚Dunkle Mittelstadt. Rottweil zwischen Römern und Staufern‘. In fünf Büchern hat der ehemalige Stadtarchivar Dr. Winfried Hecht die Stadtgeschichte auf über 1000 Seiten niedergeschrieben. Nur 40 Seiten davon brauchte er für die ersten 1000 Jahre. Vom 3. bis ins 13. Jahrhundert liegt Rottweil historisch im Dunkeln, da es wenige schriftliche Quellen gibt. Für einen Blick auf die frühe Stadtentwicklung bleibt noch das ‚unterirdische Archiv‘ und was die ergrabenen archäologischen Funde aus historischem Boden rund um Pelagiuskirche und Pürschgerichtslinde dazu sagen können. Um 260 nach Christus wurde die Stadt arae flaviae von den Römern aufgegeben und das Gebiet am oberen Neckar von Alemannen und Franken übernommen. Die Frage, wie es mit der Besiedlung zu Zeiten der Merowinger, Karolinger, Ottonen und Salier weiterging, bevor im Hochmittelalter die Zähringer und Staufer um die Macht in Stadt und Königshof rangen, ist nicht einfach zu beantworten, aber eine Spurensuche ist möglich. Sie beginnt am Muttertag um 11 Uhr an der Kirche St. Pelagius, führt von der Altstadt zur Mittelstadt, wird begleitet von Ausschussmitglied Jürgen Mehl und dauert etwa eine Stunde.

Wir freuen uns auf Ihr kommen 😊😊

29/04/2026

Wir laden Sie herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung des Geschäftsjahres 2025 am Mittwoch, dem 29. April, ein.
Um 18Uhr geht es im Festsaal des Alten Gymnasiums los.

Anschließend referiert Bauhistoriker Stefan King über die Restaurierungsgeschichte des Kapellenturms.

Wir freuen uns über Ihr Kommen 😊

Adresse

Engelgasse 13
Rottweil
78628

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn gav.rottweil etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen