Offene Kinder und Jugendarbeit PWH

Offene Kinder und Jugendarbeit PWH Offene Kinder und Jugendarbeit im Peter Weiss Haus. Offen für dich Montag bis Donnerstag 13 - 19 Uhr. Konzept

1.1 Selbstverständnis
Soziale Bildung e.V.

ist ein basisdemokratischer Zusammenschluss von jungen Menschen, die gesellschaftliche Probleme öffentlich präsent machen, direkt in die Gestaltung des Gemeinwesens eingreifen und gesellschaftliche Alternativen fördern. Soziale Bildung e.V. ist eine gemeinnützige, offene Beteiligungsstruktur.
1.2 Aufgaben und Ziele
Der Verein fördert Bildung, interkulturelle Begegnungen, demokratische, antirassist

ische und emanzipatorische Initiativen. Der Verein dient der Stärkung und Festigung von demokratischen, sozialen und emanzipatorischen Prinzipien, um ein friedliches humanes Miteinander aller Menschen zu fördern. (Auszug aus Satzung)
Der Verein ist Herausgeber des alternativen Stadtmagazins „Fußnote“.
1.3 Arbeitsbereiche
Um die Ziele und das Selbstverständnis praktisch umzusetzen, ist der Verein in drei eng verknüpften Bereichen aktiv:
a) Kultur
Das kulturelle Engagement umfasst die Schaffung von materiellen Rahmenbedingungen und die Durchführung von Veranstaltungen wie Kleinauftritte, Vorträge, Lesungen und Filmabende im eigenen Veranstaltungsraum in der Frieda 23. 2008 eröffnet der Verein ein Veranstaltungs- und Kulturcafé im Rostocker Stadtteil Kröpeliner-Tor/Vorstadt mit angeschlossenen Büro- und Seminarräumen. b) Bildung
Seit 2004 ist der Verein staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung. Die Bildungsangebote werden zusammen mit z.Z. ca. 100 Ehrenamtlichen und HonorarmitarbeiterInnen konzipiert und durchgeführt. Dafür werden die freiwillig Engagierten durch projektbezogene Fortbildungen als MultiplikatorInnen qualifiziert. Inhaltliche Schwerpunkte der Bildungsarbeit sind u.a. Rechtsextremismus und Rassismus, Globalisierung, solidarische Ökonomie, Umweltthemen Gentechnik und Politik der Ernährung zu denen Projekttage, Fortbildungen und Workshops angeboten werden. c) Politik
Der Verein versteht sich als freie Assoziation von politisch interessierten und aktiven Menschen. Das politische Engagement vollzieht sich dabei nicht in Partei- und Verbandsstrukturen, sondern konzentriert sich auf den alltäglich erfahrbaren lokalen und regionalen Raum. Ziel des politischen Engagements ist die Schaffung und Förderung von zivilgesellschaftlichen Strukturen, das Empowerment von politisch interessierten Menschen und die Solidarisierung mit Menschen, die nur über geringe Repräsentation ihrer Interessen und Forderungen verfügen. Die Mitglieder des Vereins engagieren sich deshalb in verschiedenen Zusammenhängen wie z.B. in antirassistischen und globalisierungskritischen Zusammenhängen. beabsichtigt im Feld der offenen Kinder- und Jugendarbeit (im folgenden OKJA) tätig zu werden. und damit einen weiteren eng am Bildungsbereich anknüpfenden Arbeitsbereich zu schaffen.

2. Ziele und Orientierungen für die geplante offene Kinder- und Jugendarbeit
Unserem Verständnis nach, hat offene Kinder- und Jugendarbeit mehrere gleichzeitige, aufeinander bezogene Funktionen:
a) Sie muss als Beratungsstruktur für individuelle und auf objektive Lebenslagen gründende Probleme, Bedürfnisse und Interessen von Jugendlichen fungieren. Hinzu kommt die Aufgabe beratend gegenüber Eltern und anderen Bezugspersonen von Jugendlichen wirksam zu werden. b) Als Ermöglichungsstruktur sollen Handlungsspielräume entstehen, in denen die Ansprüche und Ideen von Jugendlichen realisierbar werden. Ziel ist es Möglichkeitsräume zu erschließen, in denen Jugendliche sich die Erfahrung der eigenen Stärke und Kompetenz aneignen und Muster solidarischer Vernetzung erproben können. c) Die offene Kinder- und Jugendarbeit wird eine Struktur von Freizeitangeboten kreieren, die sich den Interessen und der Lebenswelt der jugendlichen Zielgruppen zuwendet, unabhängig von Angeboten der kommerziellen Freizeitindustrie. d) Statt sich nur am Betreuungs-, Belehrungs-, Anpassungsgedanken zu orientieren, wird sie als Selbstorganisationsstruktur Selbstartikulation, Selbstverantwortung, Selbstfindung und Selbstverwaltung fordern und fördern. e) Durch die offene Kinder- und Jugendarbeit soll eine Lernfeldstruktur geschaffen werden, die vielfältige Bildungsprozesse, formeller aber vor allem informeller Art, fördert. Im Rahmen von Gruppen- und Selbstgestaltungsprozessen werden soziale und partizipative Kompetenzen der Adressaten aufgebaut. Durch teilnehmerorientierte politische Bildungsangebote werden Selbstartikulation und mündige Interessenvertretung gefördert. f) Als Problembewältigungsstruktur hat die Offene Kinder- und Jugendarbeit die Aufgabe Jugendlichen Unterstützung und Hilfestellung in allen Problemlagen zu geben. Dies geschieht in Form der Strukturierung diffuser individueller Problemlagen und ggf. der Vermittlung von Ansprechpersonen und -instanzen für konkrete Unterstützung, kann aber auch in Form direkter sozialpädagogischer Intervention geschehen.
3. Konzeptaufriss zur Struktur der geplanten OKJA
Die Offene Kinder und Jugendarbeit durch Soziale Bildung e.V. soll Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit bieten, ihre freie Zeit gemeinsam zu gestalten und zu organisieren. Es soll ein sozialer Raum entstehen, in dem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene einen niederschwelligen und offenen Zugang finden. Dieser Zugang soll den Nutzer_innen der Offenen Kinder und Jugendarbeit, mit dem pädagogischen Ansatz des „Sozialen Lernens“, helfen ihre intrapersonalen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken. Hierzu zählen:

* Selbständigkeit, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl,
* Förderung der eigenen Werte- und Handlungsorientierung
* Eigenverantwortlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftsfähigkeit,
* Kommunikations-, Kooperationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit sowie
* Selbstorganisation. Um die genannten Ziele unter Berücksichtigung der lokalen Situationen und der Bedürfnisse der Stadt umsetzen zu können, bedarf es aus Sicht von Soziale Bildung e.V. einer in drei Teilbereichen gegliederte Gesamtstruktur:

1. einer Beratungsstruktur, die sowohl einen individuellen als auch gruppendynamischen Ansatz auf verschiedene Weise verfolgt durch a) Problemkomplexität und -kausalität b) Ressourcendiagnostik c)Netzwerken sowie d) Kooperationsberatung und Gruppencoaching verfolgt.
2. einen Bereich der mobilen Jugendarbeit und
3. die Möglichkeit und Bereitstellung eines selbst zu organisierenden Freiraums.
4. Der Teilbereich Schulsozialarbeit wird gesondert betrachtet. Generell bieten sich dabei vielfältige und sinnvolle Schnittpunkte zu allen Teilbereichen an. Die Teilbereiche stehen in einem sich ergänzenden, synergetischen Verhältnis.

4. Zielgruppen
Die Angebote von offener Kinder- und Jugendarbeit werden im Wesentlichen für die Altersgruppe der 10 bis 27 Jährigen vorgehalten. Im Innenstadtbereich leben ca. 11.000 Kinder und Jugendliche1 im Alter von 10 bis 27 Jahren, die potentielle Adressaten der geplanten OKJA sind. Die Anzahl der 10 bis 27 Jährigen nimmt entgegen der bisher auf der WIMES Prognose2 m Stadtteil KTV stetig zu. Im folgenden werden neben der generellen Zielgruppenbestimmung spezifische Zielgruppen problemorientiert charakterisiert.

1.
1.
1. 4.1 Kinder und Jugendliche mit sozialpädagogischer Betreuung (Hilfen zur Erziehung gemäß § 27 SGB VIII)

Kinder und Jugendliche, die Adressaten von Hilfen zur Erziehung gemäß §27 SGB VIII sind, werden als Zielgruppe der Offenen Kinder und Jugendarbeit betrachtet. Der Bedarf an staatlicher Unterstützung in Form der Jugendhilfe im Allgemeinen und in Form der OKJA ist bei Kinder aus Familien mit Erziehungsproblemen gegeben. Hierfür sind Angebote vorgesehen, die das Lern- und Erfahrungsfeld der Kinder vergrößern, und die Beeinträchtigung in der Entwicklung zur selbständigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten abmildern und die persönliche Entwicklung fördern.

1.
1.
1. 4.2 Arbeitslose Jugendliche (Arbeitslose und Langzeitarbeitlose)

Bildungs- und Beratungsangebote können diese Jugendlichen psychosozial stärken und Sozial- und Kommunikationskompetenzen fördern. Dabei sollten die Angebote nicht allein arbeitsmarktorientiert gestaltet werden, sondern auch dazu dienen Jugendlichen in durch Arbeitslosigkeit geprägten Lebenslagen, gesellschaftliche Verhältnisse, welche für die Entstehung dieser Lebenslagen verantwortlich sind, verständlich machen und Auswege aufzeigen.

1.
1. 4.3 Jugendliche mit Migrationshintergrund

In der offenen Kinder- und Jugendarbeit können gezielte Angebote geschaffen werden, welche die Integration durch:

* interkulturelle Kontakte,
* Unterstützung im Umgang mit Behörden und bei alltäglichen Problemen,
* Aufklärung zu gesellschaftspolitischen Prozessen, in denen Menschen mit Migrationshintergrund eingebettet sind und
* Schaffung von Möglichkeiten zur Verbesserung der Sprachkompetenz fördern.

4.4 Frauen und Mädchen

Auch Jugendarbeit ist dem Gleichheitsgrundsatz verpflichtet und setzt sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben ein. Dies kann u.a. durch Schaffung von Angeboten der Mädchen- und Jungenarbeit, der Unterstützung von feministischen Initiativen und der grundsätzlichen Orientierung an Gendermainstreaming realisiert werden.

1. 4.5 Schwule und Lesben
2. Diese Gruppe Jugendlicher findet hier Raum für Begegnungen, Austausch und Engagement. Durch die angestrebte Zusammenarbeit mit Vereinen , die sich auf diesem Gebiet bereits professionalisiert haben, kann Zusammenarbeit hinsichtlich von Beratung und Bildung stattfinden.
3. 5. Kooperationen mit Einrichtungen für Kinder und Jugendliche

Im Innenstadtbereich gibt es verschiedene Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, die von der Hansestadt Rostock gefördert werden. In Brinkmannsdorf gibt es lediglich den Brinkmanntreff e.V., der sich als eine Art kleines Stadtteilzentrum darstellt. In den Stadtteilen Stadtmitte und KTV gibt es folgende Einrichtungen: Evangelisches Stadtjugendpfarramt, Jüdische Gemeinde, JSB MV e.V., JAZ e.V., Kontaktladen der Caritas Mecklenburg e.V., Sozialberatung für Immigrant_innen Dien Hong e.V., Pro Familia e.V., Stadtmission e.V. und die Jugendbegegnungsstätte Median AWIRO e.V.. Offene Kinder und Jugendarbeit mit sozialpädagogischer Begleitung und Betreuung findet zur Zeit im Innenstadtbereich nicht statt. Es gibt zwar Kinder und Jugendarbeit für bestimmte Gruppen von Kinder und Jugendlichen3, aber ein allgemeines offenes Angebot besteht nicht. Neben den städtisch geförderten Einrichtungen gibt es weitere Vereine, Initiativen und Unternehmen, die Angebote für Kinder und Jugendliche im Innenstadtbereich haben. Offene Kinder und Jugendarbeit sollte hier mittels geeigneter Kooperationsformen eine Mittlerrolle übernehmen, also einerseits niederschwelligen allgemeine Angebote schaffen und andererseits Zugänge für bereits bestehende Angebote im Innenstadtbereich vermitteln.

1. 6. Organisation/ Planung/ Finanzierung

Organisation und Planung der offenen Kinder- und Jugendarbeit müssen die Strukturprinzipien ihres Aufgabenfeldes berücksichtigen. Die Leitung erfolgt nach den Grundsätzen des Sozialmanagements. Strategische Planung und Steuerung erfolgen durch Soziale Bildung e.V. Dies beinhaltet:

* eine klare Ziel- und Zielgruppendefinition,
* die Vereinbarung von Regeln und
* die Verpflichtung zur gegenseitigen Information
* die Kooperation zwischen den Arbeitsgruppen und unseren Partner_innen

Die Verschränkung und Verbindung vieler Methoden und Programme, aber auch die eingeschränkten finanziellen Spielräume machen den innovativen Einsatz neuer Ansätze der Planung, Durchführung und Aufgabenabwicklung erforderlich. Insbesondere Projektmanagement4 erhält ein stärkeres Gewicht.

1.
1. 6.1. Personalstruktur

Die personelle Absicherung der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist durch:

* hauptamtliche Mitarbeiter_innen
* projektbezogene Honorar- bzw. Werksvertragsmitarbeiter_innen
* ehrenamtlich Engagierte und innerhalb dieser Gruppe besondere Aufmerksamkeit gewidmet,
* aktiv partizipierender Teilnehmer_innen

angedacht. Das Team der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird aus Frauen und Männern bestehen.

1.
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1. 6.1.1. Hauptamtliche Mitarbeiter_innen

Offene Kinder- und Jugendarbeit erfordert fest angestelltes Personal. Soziale Bildung geht davon aus, dass für die Umsetzung des Konzeptes drei Vollzeitstellen (TvöD 9/Stufe I) eingerichtet werden müssen. Die Stellen müssen für qualifiziertes Personal ausgeschrieben werden. Wichtig ist eine sozialpädagogische Ausbildung und Erfahrungen mit offener Kinder- und Jugendarbeit. Zur Absicherung der Aufgaben des Verwaltungsbereiches bedarf es weiterhin einer halben Finanzverwaltungsstelle (TVöD 7)

1.
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1. 6.1.2. Projektbezogene Honorar- bzw. Werksvertragsmitarbeiter_innen

Soziale Bildung e.V. organisiert zur Zeit die Personalstruktur des Bildungsträgers unter Berücksichtigung eines Multiplikator_innenansatzes. Neben der hauptamtlichen Struktur werden junge Menschen projektbezogen qualifiziert und deren Tätigkeit im Rahmen von Honorar- und Werksverträgen vergütet. Dies kann auch für einzelne Projekte innerhalb der geplanten offenen Kinder- und Jugendarbeit sinnvoll sein. Die dafür jeweilig notwendige finanzielle Ausstattung ist weitestgehend durch Drittmittelakquise zu finanzieren.
6.1.3. Ehrenamt

Es besteht der Wille ehrenamtlich Tätige für die offene Kinder- und Jugendarbeit zu gewinnen. Dies soll u.a. durch Eltern-Kind-Projekte, Gemeinwesenarbeit im Zuge der mobilen Jugendarbeit und Einrichtung von Praktikumsplätzen geschehen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden eingeschränkt und projektgebunden eingesetzt und professionell begleitet.

1.
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1. 6.1.4. Aktiv partizipierende Teilnehmer_innen

Die Einbindung von Adressaten der Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist expliziter Bestandteil der geplanten Arbeitsweise und -struktur. Die Angebote sollen letztlich selbstorganisierte Projektinitiationen fördern. Hierbei orientieren sich die Projekte am Empowerment-Ansatz.

1.
1. 6.2 Verwaltungsstruktur

Die Dienst und Fachaufsicht erfolgt durch Soziale Bildung e.V. Dazu ist bisher die Stelle der pädagogischen Leitung beauftragt, welche gegenüber den Vereinsgremien rechenschaftspflichtig ist. Die ordnungsgemäße Erledigung von Verwaltungsaufgaben ist bisher einer Verwaltungsstelle übertragen, welche im Zuge der Ausdehnung von Verwaltungsaufgaben durch den zusätzlichen Arbeitsbereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit um ein halbe Stelle zu ergänzen sein wird.

6.3 Qualitätssicherung/ Qualitätsentwicklung

Es ist notwendig, die Zielsetzungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit ständig zu überprüfen. Dies geschieht hinsichtlich:

* des Grades der Zielerreichung,

* der Qualität der angebotenen Dienstleistungen,
* der Akzeptanz,
* der Verhaltensmodifikationen, die durch die Angebote erreicht werden,
* des erforderlichen Aufwandes. Die Qualitätssicherung ist eine gemeinsame Aufgabe aller Bereiche von Soziale Bildung e.V. und findet auf den Ebenen der Struktur, des Prozesses und des Ergebnisses statt.

1.
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1. Qualitativ hochwertige offene Kinder- und Jugendarbeit setzt funktionierende Strukturen voraus, die durch Soziale Bildung e.V. zu erbringen sind.

6.3.1 Strukturqualität

a) Personelle Ressourcen (Qualifikation der in der offenen Kinder- und Jugendarbeit Beschäftigten; Einbindung von Haupt-, Neben- und Ehrenamt.) b) Rahmenbedingungen (Konzept des Trägers; Festlegung von Leitung und Verantwortlichkeiten; Weiterbildungen)
c) Materielle Ressourcen (Räumlichkeiten und Ausstattung; Eigenmittel und Drittmittel)

1.
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1. 6.3.2 Prozessqualität

Offene Kinder- und Jugendarbeit ist durch eine Vielzahl organisatorischer und pädagogischer Prozesse gekennzeichnet. Prozessqualität erfordert Anforderungen bei der Durchführung der Arbeit, die durch Instrumente der Qualitätssicherung erreicht werden können. Die folgende Grafik zeigt das verwendete Setting um die professionelle Umsetzung allgemeiner Anforderungen steuern zu können.

6.3.3 Ergebnisqualität

Um Aussagen über die Qualität der Arbeit zu gewinnen, bedarf es einer Überprüfung der Zielerreichung hinsichtlich der Wirksamkeit und Angemessenheit der praktischen Umsetzung des Konzeptes. Wichtige Analysepunkte für die Ergebnisqualität sind

* Zielgruppe
* Arbeitsschwerpunkte
* Angebote
* Grad der Partizipation
* Förderung des Ehrenamtes
* Kooperation/ Vernetzung
* Erreichen der pädagogischen Ziele
* Wirksamkeit der angewandten Methoden

1Dezember 2005 lebten 11.239 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 27 Jahren im Innenstadtbereich

2Nach der WIMES Prognose von August 2005 hätten es 2006 nur 8189 10-27 Jährige sein sollen. WIMES hat sich offenbar auf den Rückgang in einzelnen Alterskohorten auf Grund des sogen. „Geburtenknick“ bezogen, ohne die Zugänge und Abgänge von jugendlichen Bewohner_innen zu berücksichtigen.

3Siehe Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit im Innenstadtbereich

4Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist unserer Ansicht nach, auf vielfältige Formen der (Einzel-)Projektarbeit angewiesen. Durch Projektarbeit ist es möglich zielgruppen- und problemorientiert zeitlich überschaubare Angebote zu schaffen, die sowohl Partizpation und Entfaltung ermöglichen, als auch von institutioneller Förderung der Stadt unabhängig realisiert werden kann. verfügt über ausreichende Erfahrung im Projektmanagement und damit verbundener Drittmittelakquise.

Politischer Donnerstag am 30.07. um 19:00 UhrKurzfilm und DiskussionAufruf der "Frauen Organisation 8. März Iran-Afghani...
06/07/2026

Politischer Donnerstag am 30.07. um 19:00 Uhr
Kurzfilm und Diskussion

Aufruf der "Frauen Organisation 8. März Iran-Afghanistan" (deutsche Übersetzung auf der Poldo-Homepage)

از مبارزات زنان و مردان هرات علیه گروه زن ستیز طالب حمایت می کنیم!

در طول نزدیک به پنج سال به قدرت رسانده شدن گروه جنایتکار و زن ستیز طالبان با حمایت مستقیم امپریالیزم آمریکا و همدستانش، می گذرد. این رژیم برای حفظ هویت اسلامی شان که همان سرکوب و خشونت علیه زنان است، با تمام قدرت، شدت و حدت تلاش کرده اند زنان را به شکل واقعی آن از اجتماع حذف و خانه نشین کنند. در طول این چهارسال و یازده ماه هر راهی را برای سرکوب و به حاشیه راندن کامل زنان رفته اند. از ترور، قتل، تجاوز جنسی، زندانی و سرکوب گرفته تا وضع زن ستیزانه و عقب مانده ترین قوانین بدوی و اسلامی شان؛ چنانکه با آخرین بیانه رهبر این گروه از زنان خواسته شده است که اگر حجاب مورد نظر این گروه را مراعات نکنند، بازداشت می شوند. دقیقا یک روز بعد از نشر این اعلامیه ضد زن، هفته پیش، در شهر هرات اعضای امر به معروف این گروه، زنان زیادی را از کوچه و بازار دستگیر و زندانی کردند. این گروه هر زنی را که در بیرون دیدند، بازداشت کردند. زنانی که بنا به هر مجبوری، مجبور به بیرون شدن از خانه شان شده بودند، حتی زنان سنتی و با حجاب، را نیز با خشونت و زور دستگیر و زندانی کردند. این سرکوب و بازداشت ها بلاخره باعث خشم عموم مردم مخصوصا مردان افغانستان برای اولین بار پس از به قدرت رساندن طالب گردید.
زنان ا

Ausstellung und KonzertTerritório"Território" is a series of photographs taken between 2012 and 2026 that document part ...
30/06/2026

Ausstellung und Konzert

Território
"Território" is a series of photographs taken between 2012 and 2026 that document part of the daily life of an Indigenous territory reclaimed in Peruíbe, on the southern coast of São Paulo. The exhibition shows routines, practices, knowledge, and affections into a few images. These photos seek to give visibility to the existence and resistance of a tupi guarani people.

About.

In 1950, hundreds of Indigenous people were expelled from their land by a mining company.

For 50 years, all the vegetation, soil, and life in this territory were devastated.

In 2000, an elder, Dona Catarina, organized her family, returned to the territory where her ancestors lived, and confronted the mining company and the state. The threats and conflicts were constant.

The existence of this people in this territory became synonymous of resistance.

In 2012, a group of young Indigenous people met us due to demonstrations and struggles in the neighboring city and invited us to participate in a process of building houses, schools, cultural centers, community kitchens, bathrooms, resistance and struggle in this territory.

In 2016, after many struggles, the territory was recognized as Indigenous Land by the Brazilian state.

During these years, with an old camera in hand, at the request of the families, we took these photos, something like proof of the existence of a people.

The exhibition "Território" presents some of these photos.

"Território" speaks about the possibility of existing in the world in other ways, completely distant from the state and capitalism.

The Piaçaguera Indigenous Land resists, the struggle continues!
Cultive Resistência, 2026

Band: aqua.
anarcho punk itanhaem brasil

Tür/ Ausstellung 19.00
Show 21.00

Polmi Queerfilmwoche Slay it loud - Wir sehen gemeinsam den Film "Pride" Mittwoch 8.7.26 19 Uhr im Peter-Weiss-Haus Slay...
22/06/2026

Polmi Queerfilmwoche Slay it loud - Wir sehen gemeinsam den Film "Pride"

Mittwoch 8.7.26 19 Uhr im Peter-Weiss-Haus

Slay it loud - Wir sehen gemeinsam den Film "Pride" Im Rahmen der HanseQueer-Kulturwochen (HQKW) laden DGB und GEW herzlich zu einem gemeinsamen Filmabend ins Peter-Weiss-Haus ein! Dieser Abend wird mehr als nur Kino. Wir zeigen Pride – eine Geschichte über Widerstand, Solidarität und den Mut, gemeinsam für Gerechtigkeit einzustehen. Gerade jetzt gilt: Rechte werden erkämpft und nicht geschenkt. Kommt vorbei, schaut mit uns den Film und lasst uns ins Gespräch kommen – laut, solidarisch und entschlossen. Unterstützt von der GEW und dem DGB.

Das Inovationsprojekt Praxisdialoge „Kinder stärken Vielfalt und Beteiligung im Fokus“ stellt sich vor.
16/06/2026

Das Inovationsprojekt Praxisdialoge „Kinder stärken Vielfalt und Beteiligung im Fokus“ stellt sich vor.

Buchvorstellung „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ & Diskussion mit Bafta Sarbo1973 wurde der postkoloniale Klassiker ...
12/06/2026

Buchvorstellung „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ & Diskussion mit Bafta Sarbo

1973 wurde der postkoloniale Klassiker „Afrika. Die Geschichte einer Unterentwicklung“ von Walter Rodney auf Deutsch veröffentlicht. Der falsch übersetzte Titel verzerrte schon damals Rodneys zentrale These, nach der die „Unterentwicklung“ Afrikas nicht ohne Europa zu verstehen ist. Eine 2023 veröffentlichte Neuübersetzung hat diesen Fehler nun korrigiert und so Rodneys Grundaussage wieder deutlicher hervorgehoben.

Das Werk stellt sich gegen die verbreitete Überzeugung, dass Afrikas „Fehlentwicklung“ eine natürliche Eigenheit sei, die man mit Kultur oder Mentalität erklären könnte. Stattdessen macht es die bis heute anhaltende, imperialistische Ausbeutung des Kontinents verantwortlich. Sie mit dem Rassismus von Herrscher*innen ‚entwickelter‘ kapitalistischer Länder zu erklären, greift für Rodney zu kurz: Unterdrückung brauche Ausbeutung – und nicht umgekehrt. Damit macht er den Kolonialismus als Produkt des Kapitalismus erkennbar.

Das Buch „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ wird uns Bafta Sarbo vorstellen. Die Berliner Sozialwissenschaftlerin hat dort ein Kapitel zum Leben und politischen Wirken Rodneys beigetragen. Sie ist in jüngster Vergangenheit vor allem durch ihren Sammelband „Die Diversität der Ausbeutung“ (2022, mit Eleonora Roldán Mendívil) oder den Beitrag „Marxismus, Sklaverei und Kapitalismus“ (2025, mit René Arnsburg in Eric Williams‘ „Kapitalismus und Sklaverei“) in Erscheinung getreten.

Buchvorstellung „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ & Diskussion mit Bafta SarboPolitischer Donnerstag am 18.06. um 18 ...
11/06/2026

Buchvorstellung „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ & Diskussion mit Bafta Sarbo

Politischer Donnerstag am 18.06. um 18 Uhr im Peter-Weiss-Haus.

1973 wurde der postkoloniale Klassiker „Afrika. Die Geschichte einer Unterentwicklung“ von Walter Rodney auf Deutsch veröffentlicht. Der falsch übersetzte Titel verzerrte schon damals Rodneys zentrale These, nach der die „Unterentwicklung“ Afrikas nicht ohne Europa zu verstehen ist. Eine 2023 veröffentlichte Neuübersetzung hat diesen Fehler nun korrigiert und so Rodneys Grundaussage wieder deutlicher hervorgehoben.

Das Werk stellt sich gegen die verbreitete Überzeugung, dass Afrikas „Fehlentwicklung“ eine natürliche Eigenheit sei, die man mit Kultur oder Mentalität erklären könnte. Stattdessen macht es die bis heute anhaltende, imperialistische Ausbeutung des Kontinents verantwortlich. Sie mit dem Rassismus von Herrscher*innen ‚entwickelter‘ kapitalistischer Länder zu erklären, greift für Rodney zu kurz: Unterdrückung brauche Ausbeutung – und nicht umgekehrt. Damit macht er den Kolonialismus als Produkt des Kapitalismus erkennbar.

Das Buch „Wie Europa Afrika unterentwickelte“ wird uns Bafta Sarbo vorstellen. Die Berliner Sozialwissenschaftlerin hat dort ein Kapitel zum Leben und politischen Wirken Rodneys beigetragen. Sie ist in jüngster Vergangenheit vor allem durch ihren Sammelband „Die Diversität der Ausbeutung“ (2022, mit Eleonora Roldán Mendívil) oder den Beitrag „Marxismus, Sklaverei und Kapitalismus“ (2025, mit René Arnsburg in Eric Williams‘ „Kapitalismus und Sklaverei“) in Erscheinung getreten.

Am 08.04. um 18 Uhr wird es im Rahmen des Poldo im Peter Weiss Haus die Filmvorführung „Gemeinsam sind wir stärker“ von ...
31/03/2026

Am 08.04. um 18 Uhr wird es im Rahmen des Poldo im Peter Weiss Haus die Filmvorführung „Gemeinsam sind wir stärker“ von RomaniPhen e.V. geben.
Der Dokumentarfilm „Gemeinsam sind wir stärker“ porträtiert Rom:nja- und Sinti:zee aus Bremen, Hamburg, Dresden, Berlin und Mecklenburg Vorpommern, die über ihren Aktivismus, ihre Kämpfe und ihre Visionen sprechen.
Im Mittelpunkt stehen die persönlichen und politischen Perspektiven der Frauen und Mädchen. Sie erzählen von den Herausforderungen, denen sie in der Gesellschaft begegnen – von Diskriminierung, struktureller Benachteiligung und dem Kampf um Sichtbarkeit –, aber auch von ihrer Stärke, Solidarität und ihren Forderungen nach gesellschaftlicher und politischer Teilhabe.
Der Film zeigt, wie Rom:nja und Sinti:zze in Deutschland ihre Stimmen erheben, Netzwerke aufbauen und für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Empowerment eintreten. Ihre Geschichten machen deutlich, dass Feminismus und Antirassismus untrennbar miteinander verbunden sind.
Entstanden ist der Film im Rahmen des Projekts „Gemeinsam sind wir stärker“ von RomaniPhen Archiv. Er wurde von Roma-Frauen selbst produziert – als Ausdruck von Selbstrepräsentation, Widerstand und Hoffnung auf eine gerechtere Zukunft.

Bewirb Dich jetzt Als Multiplikator*in & gestalte Bildungsarbeit im Team auf Augenhöhe -  Rostock & MV Unsere Themen: Ge...
26/03/2026

Bewirb Dich jetzt Als Multiplikator*in & gestalte Bildungsarbeit im Team auf Augenhöhe - Rostock & MV Unsere Themen: Geschlechtergerechtigkeit, Klima(un)gerechtigkeit & Postkolonialismus

> Du lernst gerne neue Perspektiven kennen, arbeitest mit Freude im Team
& findest unsere Themen auch wichtig?

> Du möchtest die Gesellschaft mitgestalten, Jugendliche dafür begeistern & dabei
auch noch im Ehrenamt ein wenig auf Honorarbasis dazu verdienen?

Grundlagentraining Globales Lernen bei Soziale Bildung e.V. in Lärz
für Personen ab 16 Jahren vom 02.06. bis 04.06.2026

Was erwartet dich im Grundlagentraining?
pädagogische Grundlagen der Bildungsarbeit & was heißt es, Multiplikator*in zu sein?
Grundlagen für die Zusammenarbeit mit Gruppen & die Rolle der Teamenden
Grundlagen zu Kernbegriffen im Globalen Lernen, Austausch zu Kernthemen der Geschlechtergerechtigkeit, Klima(un)gerechtigkeit & Postkolonialismus
kostenlose Verpflegung, Snacks & Übernachtung - nur die Fahrt dahin zahlst du selbst

Das alles macht dich neugierig? Bewirb dich für einen Platz bis spätestens zum 15.05.2026 & finde heraus, was Bildungsarbeit im Team mit uns bedeutet!
Sende uns ein kurzes aussagekräftiges Motivationsschreiben per mail >> [email protected] oder hier!

Kleine Änderung im Programm des Poldo diesen Donnerstag! Der neue Vortrag heißt: Skinheads on the Dancefloor. Zur Bedeut...
23/03/2026

Kleine Änderung im Programm des Poldo diesen Donnerstag! Der neue Vortrag heißt: Skinheads on the Dancefloor. Zur Bedeutung von Orten des Vergnügens für die neonazistische Rechte in Mecklenburg-Vorpommern 1987–1993
Es ist bezeichnend, wie viele Bestseller immer neue Erklärungen für die rechte Besonderheit des Ostens liefern und wie wenig wir gleichzeitig über eine Zeit wissen, die heute wegen ihrer brutalen rechten Alltagsgewalt oft als Baseballschlägerjahre bezeichnet werden.
Entgegen dem Trend richtet der Vortrag den Blick auf die bislang wenig beachteten Dynamiken und Schauplatz dieser Zeit. Schon in den späten Jahren der DDR wurden Diskotheken, Gaststätten und Jugendclubs zu Experimentierfeldern für rechtes Verhalten.
Anhand von Beispielen aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt der Vortrag, wie sich diese zwischen 1987 und 1993 entwickelten und warum ausgerechnet Tanzflächen, Clubtüren und der Weg nach Hause so oft zu Schauplätzen rechter Gewalt wurden.

Herzliche Einladung zum Politischen Donnerstag!26.02. 19 UhrWege aus der Krise – Die falsche Wirtschaftspolitik der Regi...
10/02/2026

Herzliche Einladung zum Politischen Donnerstag!

26.02. 19 Uhr

Wege aus der Krise – Die falsche Wirtschaftspolitik der Regierung Merz

26.03. 19 Uhr

Antisemitismus als Empowerment - Doomscrolling, Heldentum und die Wiedergeburt der Gemeinschaft

30.04. 19 Uhr

NORMAL - eine Besichtigung des Wahns. Ein Abend gegen Irrationalismus und instrumentelle Vernunft mit Thomas Ebermann, Thorsten Mense und Flo Thamer

Mehr Informationen unter: https://soziale-bildung.org/angebote/politischer-donnerstag/

Adresse

Doberaner Straße 21
Rostock
18057

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