01/11/2026
🌍 𝗞𝗿𝗶𝘀𝗲𝗻, 𝗭𝘂𝗸𝘂𝗻𝗳𝘁𝘀𝗮̈𝗻𝗴𝘀𝘁𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗽𝘀𝘆𝗰𝗵𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗚𝗲𝘀𝘂𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁: 𝗪𝗶𝗲 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗲𝘀 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗝𝘂𝗴𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗗𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗻𝗱❓
Kriege, Klimawandel, wirtschaftliche Unsicherheit und gesellschaftliche Veränderungen: Kinder und Jugendliche wachsen in einer Zeit auf, die von zahlreichen Krisen geprägt ist. Welche Auswirkungen hat das auf ihre psychische Gesundheit?
Eine aktuelle Veröffentlichung der bundesweiten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt, dass die psychische Belastung junger Menschen auch nach der Corona-Pandemie weiterhin hoch ist.
📊 Die zentralen Ergebnisse aus dem Herbst 2025:
🔹 23 % der Kinder und Jugendlichen zeigen psychische Auffälligkeiten.
🔹 25 % berichten von Angstsymptomen.
🔹 22 % weisen eine eingeschränkte gesundheitsbezogene Lebensqualität auf.
🔹 70 % machen sich Sorgen über Kriege, 62 % über Terrorismus und Anschläge und 57 % über wirtschaftliche Krisen.
🔹 39 % der befragten Jugendlichen berichten zumindest teilweise, in sozialen Medien mit belastenden Inhalten konfrontiert zu werden.
Besonders deutlich wird, dass die Zukunftsängste in einem engen Zusammenhang mit psychischen Belastungen stehen. Junge Menschen, die sich stärker um ihre Zukunft sorgen, berichten häufiger von Ängsten, Einsamkeit und weiteren psychischen Problemen.
Die Studie zeigt zugleich, wie bedeutsam persönliche Stärken, familiärer Zusammenhalt und soziale Unterstützung sind. Junge Menschen mit ausgeprägten psychosozialen Ressourcen weisen deutlich seltener psychische Belastungen auf. Aus Sicht des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e. V. unterstreichen die Ergebnisse, wie wichtig es ist, die psychische Gesundheit junger Menschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Wir brauchen niedrigschwellige und bedarfsgerechte psychosoziale Unterstützungsangebote, verlässliche Ansprechpersonen und eine bessere Vernetzung von Jugendhilfe, Schule, Gesundheitsversorgung und Gemeindepsychiatrie – insbesondere für Kinder und Jugendliche in belasteten Lebenssituationen.
🔗 Die komplette Studie finden Sie hier:https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00787-026-03092-6.pdf