Goaßlschnalzen ist ein bayerisch-österreichischer Brauch. Der Name erklärt sich aus der Bezeichnung für die Fuhrmannspeitsche, der Geißel, im bairischen Dialekt „Goaßl“. Schnalzen bezeichnet das laute und schnelle Krachen oder Knallen mit der Geißel. In früheren Jahrhunderten wurde von vielen Fuhrleuten bei der Einfahrt in Ortschaften oder bei anderen Gelegenheiten mit der Peitsche geknallt. Zur U
nterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten die Fuhrleute immer spezifischere Knallfolgen ein. Es entstanden bestimmte Schlagarten wie der Vorhandschlag, der Rückhandschlag und der Doppelschlag, später auch die „Triangel“. Im Laufe der Zeit entstanden so Erkennungsmelodien, einzelne Fuhrleute entwickelten beachtliche Geschicklichkeit und übten auch in ihrer Freizeit mit der Peitsche. Wir Alt Rosenheimer Goaßlschnalzer hatten das große Glück, dass der 13 fache Bayerische Meister im Preisschnalzen, Simon Wolff aus Chieming am Chiemsee, uns die große Kunst des Goaßlschnalzens beigebracht hat!