REG EV Roßdorfer Energie-Gemeinschaft

REG EV Roßdorfer Energie-Gemeinschaft Energiewende in Roßdorf umsetzen!

25/02/2025

Artikel 494 Wind beflügelt - eine Geschichte aus Veringenstadt anstelle Roßdorf

Wir haben im Dezember 2024 erlebt, dass Bürgermeister Zimmermann einen Auftrag der Gemeindevertretung, für den er mehr als 3 Monate Zeit hatte, offensichtlich nicht einmal begonnen hatte. Und einen Termin, bis wann die Ausschreibung zur
Windkraft in der Hess. Ausschreibungsdatenbank eingestellt
sein würde, hat er in einer Anfrage auch nicht genannt. Dabei
haben ihm die Gemeindevertreter eine zeitaufwendige Vorbereitung mit dem Kriterienkatalog bereits abgenommen. Da kommt das Beispiel aus Veringenstadt gerade recht. Es geht auch anders!

Energiewende im Laucherttal: Eine Region geht voran
In der malerischen Landschaft des Laucherttals im Landkreis
Sigmaringen dreht sich seit knapp zwei Jahren das erste Windrad auf Gemeindegebiet. Der Erfolg des Projekts geht weit über
die Stromerzeugung hinaus. Der Windpark ist ein gutes Beispiel
dafür, wie Gemeinden durch gute Kommunikation und attraktive
Angebote an die Bürger*innen finanziell von Windenergieprojekten profitieren und gleichzeitig die Akzeptanz in der Bevölkerung
fördern können.
Der Windpark Veringenstadt besteht aus einer modernen Windenergieanlage mit einer installierten Leistung von 4 Megawatt.
Sie erzeugt jährlich genug Strom, um rund 2.500 Vier-Personen-Haushalte zu versorgen. Damit werden etwa 6.500 Tonnen CO₂-
Emissionen pro Jahr vermieden.

Wirtschaftlicher Aufschwung durch Windenergie: So profitiert Veringenstadt
1. Pachteinnahmen: Der Standort des Windparks befindet sich
auf gemeindeeigenem Land, für das Veringenstadt jährlich
Pachteinnahmen erhält.
2. Steuereinnahmen: Die Gewerbesteuerzahlungen der Betreiberfirma fließen direkt in die Gemeindekasse.
3. Direkte Bürgerbeteiligung: Über ein Nachrangdarlehen
konnten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Beträge zwischen 500 und 10.000 Euro zu einem attraktiven Zinssatz
von 5,25 Prozent pro Jahr anlegen. Das Gesamtvolumen von
400.000 Euro wurde innerhalb von zwei Tagen erreicht – ein
Beweis für das Vertrauen der Bevölkerung in das Projekt.

Der Mensch im Mittelpunkt: Bürgermeister Ra******rg über
den Erfolg
Bürgermeister Maik Ra******rg äußerte sich begeistert über die
Entwicklung:
“Das erste Windrad im Laucherttal, genauer gesagt in Veringenstadt, ist ein echter Meilenstein. Es zeigt unser Engagement für
die Energiewende und schafft zugleich eine wertvolle Einnahmequelle, die direkt unserer Gemeinde und ihren Bürgerinnen und
Bürgern zugutekommt.”
Die Bürgerbeteiligung über ein Nachrangdarlehen stärkt die
Identifikation mit dem Projekt und sorgt so für eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

Vorbild für andere Gemeinden
Seit der Inbetriebnahme des Windparks hat sich Veringenstadt
positiv entwickelt. Die Bevölkerung hat die Windenergieanlage
gut angenommen, was auf ein starkes Bewusstsein für eine nachhaltige und lokale Energieversorgung hinweist. Darüber hinaus herrscht in der Gemeinde insgesamt Offenheit gegenüber
Windenergieprojekten.
Die Einnahmen aus der Windenergie fließen direkt in wichtige
Infrastrukturprojekte. Die Gemeinde Veringenstadt nutzt die
Pachteinnahmen aus dem Windpark, um die Lebensqualität
nachhaltig zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise Investitionen in die örtliche Infrastruktur, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.

Fazit
Die Voraussetzungen sind in Roßdorf ähnlich für Pacht- und
Steuereinnahmen, und es sollen 2 Windräder mit deutlich mehr
Leistung werden. Unsere Umfrage zur Investitionsbereitschaft
ergibt höhere Summen. Warum warten wir immer noch auf weitere Windräder?

REG.eV, Claus Nintzel, Mitglied

Artikel 490 Kommunale Wärmeplanung in RoßdorfDass eine Heizung ausgetauscht werden muss, ist für jemanden persönlich äuß...
25/02/2025

Artikel 490 Kommunale Wärmeplanung in Roßdorf

Dass eine Heizung ausgetauscht werden muss, ist für jemanden
persönlich äußerst selten. Wer aber Wohnungseigentum besitzt,
wird sich irgendwann mal damit auseinandersetzen müssen. So
ist das nun mal. Da dies aber eine hohe Investition bedeutet, tun
sich viele schwer damit. Wegen geplanter Klimaneutralität und
gewünschter Unabhängigkeit von Gas und Öl stellt sich oft die
Frage, was sinnvoll erscheint. Eine Orientierung soll in Zukunft
die kommunale Wärmeplanung in Roßdorf bieten.

Die gesetzlichen Grundlagen
Am 1. Januar 2024 ist das Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Kraft
getreten. Es verpflichtet die Länder sicherzustellen, dass für Gemeindegebiete mit bis zu 100.000 Einwohnern bis zum 30. Juni
2028 Wärmepläne erstellt werden. Das Land Hessen schreibt mit
dem neuen Hessischen Energiegesetz wird die kommunale Wärmeplanung für Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern verpflichtend vor. Hier muss allerdings noch eine Anpassung an das
Bundesgesetz erfolgen, das eine kommunale Wärmeplanung für
alle Gemeinden vorschreibt. Der Bund fördert über die KfW 75 %
bis zu 95 % nicht nur ein Konzept, sondern auch eine Personalstelle für das Sanierungsmanagement. Hessen fördert die Kommunen zusätzlich mit 20 Prozent bis zu 95 Prozent für Konzept
und das Sanierungsmanagement und man darf das Geld auch
an beauftragte Firmen auszahlen. Roßdorf hat eine Förderung
von 70.000€ erhalten.

Die Situation in Roßdorf
Wenn das Land Hessen sein Energiegesetz (HEG) novelliert hat,
läuft auch für Roßdorf die Frist zur Erstellung der Wärmeplanung.
Der Ablauf der Wärmeplanung ist in § 13 WPG definiert. Das Folgende gibt einen Überblick über die Schritte der Wärmeplanung,
Zeitpunkte und Formate der Beteiligung sowie Veröffentlichungszeitpunkte:
Ganz am Anfang steht ein politischer Beschluss zur Durchführung der Wärmeplanung. Dies ist gemäß Gremienportal in Roßdorf noch nicht erfolgt. Danach erfolgt als Schritt 1 „interne Organisation“ mit Festlegung der Projektleitung sowie der Prüfung
einer interkommunalen Wärmeplanung (mit Nachbargemeinden)
und der Unterstützung durch Dienstleister. Im Roßdorfer Anzeiger hat mal gestanden, dass sich unser Bürgermeister bereits für
die ENTEGA als Dienstleister entschieden hat.
In Schritt 2 „Akteursanalyse und Prozessorganisation“ werden
die relevanten Verwaltungseinheiten eingebunden und die weiteren Akteure analysiert. Ferner erfolgt danach die Planung und
die Festlegung der Prozessorganisation und der Akteursbeteiligung. Es ist ein Auftakt-Workshop mit den zentralen Akteuren
durchzuführen. Hier sollte REG.eV mit seinen vielfältigen Aktionen, Projekten und Kenntnissen dabei sein. Dazu heißt es in einem Leitfaden zum WEG: Unter den optional zu beteiligenden
lokalen Interessengruppen (Bürgerinitiativen, Mietervereine u.
a.) spielen Erneuerbare-Energien-Gemeinschaften eine besondere Rolle.
In Schritt 3 „Unterteilung in Teilgebiete und Eignungsprüfung“ beginnt nach der Vorbereitungs- die Erstellungsphase. Es werden
vorhandene Pläne und Informationen von z. B. Bezirksschornsteinfegern mit Daten zu fossilen Heizungen sowie Industrie, Gewerbe als Großverbraucher und von unvermeidbarer Abwärme gesammelt und daraufhin die Gemeinde in Teilgebiete unterteilt.
Für Roßdorf folgt nun eine ganz wichtige Aktion, nämlich die Teilgebiete zu identifizieren, für die auf die Durchführung einer Wärmeplanung verzichtet oder eine verkürzte Wärmeplanung durchgeführt werden kann. Wie können Kommunen diese Daten
verarbeiten, auswerten und anschaulich darstellen, um Entscheidungen über den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung treffen zu können? Ohne geeignete Software ist das nur schwer möglich. Eine Lösung sind sogenannte digitale Zwillinge der Kommune und ihrer Wärmeversorgung.

Fazit:
Wir von REG.eV halten bei fehlenden nennenswerten Wärmequellen in Industrie und Gewerbe sowie einer Siedlungsstruktur mit Ein- und Zweifamilienhäusern nur Wärmepumpen für sinnvoll.
Sie haben Fragen zur Wärmepumpe? Wenden Sie sich an die
Berater von REG.eV über: mailto:[email protected].
REG.eV, Claus Nintzel, Mitglied

Artikel 489 Strom vom Dach für Mieter und Weg - Wie macht man das?Mit eigenen Solarzellen seinen eigenen Strom zu produz...
25/02/2025

Artikel 489 Strom vom Dach für Mieter und Weg - Wie macht man das?

Mit eigenen Solarzellen seinen eigenen Strom zu produzieren ist
hipp! Für Hauseigentümer ist dies meist kein Problem und
deshalb boomt auch dort die Nachfrage nach entsprechenden
Photovoltaik (PV)-Anlagen.
Für Besitzer von Eigentumswohnungen (ETW) bzw. Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) oder Mieter in einer
Wohnanlage ist dies meist ein Riesenproblem, weil sich die dafür
erforderlichen Investitionen aufgrund der komplizierten
gesetzlichen Voraussetzungen und der resultierenden teuren
Lösungen meist nicht rechnen und auch nur schwerlich
umsetzen lassen. Sogenannte Steckersolargeräte bzw.
Balkonkraftwerke sind mittlerweile im Wohnungseigentümergesetz privilegiert worden, weshalb diese Art der
Solarstromproduktion im kleinen Rahmen für Mieter und ETW-Besitzer rechtlich grundsätzlich möglich geworden ist. Nur haben
nicht alle Interessenten das Glück auch einen sonnigen und
möglichst schattenfreien Balkon zu besitzen, der für diese Art der
Stromproduktion geeignet ist.
Die offizielle Statistik (dena-Gebäudereport 2024) weist in
Deutschland knapp 3,3 Mio. Mehrfamilienhäuser (MFH) aus, in
denen ca. 22,6 Mio. Wohneinheiten (WE) untergebracht sind. Im
Vergleich dazu gibt es in Deutschland insgesamt 16,2 Mio. Ein- und Zweifamilienhäuser (EFH/ZFH) in denen nur 19,3 Mio. WE
vorhanden sind. Die Mehrheit unserer Bevölkerung (ca. 44 Mio.
Bewohner) lebt somit in MFH, in denen die Produktion von
Solarstrom oft nur schwierig möglich ist, obwohl die baulichen
Voraussetzungen, wegen der meist höheren Gebäude und der
daraus resultierenden geringen Verschattung auf den Dächern,
meist sehr gut für die solare Stromproduktion geeignet sind.
Die Bundesregierung wollte mit entsprechenden Initiativen im
Solarpaket 1, das im Sommer letzten Jahres in Kraft getreten ist,
für Verbesserungen im Bereich der MFH sorgen.
Ob dies tatsächlich auch gelungen ist und wie Wohnungseigentümergemeinschaften zusammen mit ihren Mietern
auch trotzdem wirtschaftliche Lösungen zur solaren
Stromproduktion und Eigennutzung umsetzen können, wird
uns Herr Alan Atzberger, Head of Partnerships der Firma
Metergrid am Donnerstag den 30.01.2025 um 19:30 Uhr per Web-Konferenzzuschaltung im Elisabethhaus
erläutern, zu der wir hiermit herzlich einladen.

https://www.regev-rossdorf.de/app/download/15251896623/2025-01-18%20Artikel%20489%20STROM%20VOM%20DACH%20F%C3%9CR%20MIETER%20UND%20WEG.pdf?t=1738610669

04/12/2024
"KLIMA° vor acht" bringt ein wichtiges Thema zur besten Sendezeit ins Fernsehen. REG e.V. findet: Tolle und unterstützen...
03/12/2024

"KLIMA° vor acht" bringt ein wichtiges Thema zur besten Sendezeit ins Fernsehen. REG e.V. findet: Tolle und unterstützenswerte Initiative! Bitte teilen und mitmachen!

Deswegen: KLIMA° vor acht direkt vor der Tagesschau!

03/10/2024

Laut dem Heizspiegel wird Heizen mit Wärmepumpen 2024 am günstigsten. Pech für die, die der BILD glaubten und sich eine neue Gasheizung aufschwatzen ließen.

02/06/2024
26/05/2024

Aber für Wind- und Solarkraft haben wir zu wenig Platz in Deutschland!

Nein, und diese wunderbare Grafik von Christian Victor zeigt, warum (Quelle sind Daten von Google Earth Pro und verschiedene Statistiken für Flächennutzung, aber nicht alle aus dem gleichen Jahr. Es ist also eine gute Schätzung).

Selbst in der Ausbaustufe von 2030 belegt Freiflächen-Solar weniger Fläche als die Golfplätze (!) in Deutschland. Sie passt zusammen mit all der Windkraft locker in die Fläche für den Tagebau und wenn wir uns die riesige Fläche für Tierfutter ansehen, wird das ganze ohnehin komplett absurd.

Das sind übrigens 50:50 Grünland und Ackerfutterbau, aber nicht vergessen: Grünland kann alles sein von wunderbar artenreicher Weide mit Blumen, Kühen und Insekten bis zu rechteckigem Grasacker mit 7 Schnitten im Jahr. Die Futtermittel benötigen 200 mal so viel Fläche wie Solar- und Windkraft 2023.

Bedeutet: 0,5% weniger Fleisch essen würde ausreichen, um genug Fläche freizumachen. Beim derzeitigen Fleischkonsum sind das 250 Gramm weniger Fleisch im Jahr pro Deutschem. Sollte es uns das nicht wert sein?

Auch hart der Bedarf für Energiepflanzen, daraus wird dann am Ende Biodiesel, HVO oder irgendein anderer Rohstoff für industrielle Zwecke.

26/05/2024

Das Stadtplanungsamt lädt Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 15. Mai, zu einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung ein. Hintergrund ist der zwischen dem Unternehmen Wind2B GmbH gemeinsam mit den Stadtwerken Münster geplante Energiepark Münster-Süd am Autobahnkreuz Münster-Süd. Wie das kombinierte Solar- und Windprojekt aussehen könnte, zeigt unsere Visualisierung.

➡️ Weitere Infos zum Projekt und zur Öffentlichkeitsbeteiligung beim Stadtplanungsamt unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung

23/05/2024

Artikel 470: Solarcamp Darmstadt - Gemeinsam anpacken für mehr Klimaschutz
Der REG.eV: möchte in diesem Artikel auf eine Veranstaltung
von „Solarcamp Darmstadt“ hinweisen.

Adresse

Heinrich-Heine-Straße 11
Roßdorf
64380

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