Februar 1969 gründeten 12 motorsportbegeistere junge Männer im Gasthaus Margritz in Wilzenberg einen Motorsportclub mit dem Ziel, die kameradschaftliche Verbundenheit zu fördern sowie die Jugend dem Motorsport näher zu bringen. Die Gründungsmitglieder waren:
Ludwig Weinz, Bodo Ruppenthal, Gerd Bumke, Werner Becker, Peter Schindler, Oswald Bühl, Willi Becker, Peter Tielze, Franz Schalper, Werner K
orb, Egon Krummenauer und Armin Bühl. Der neu gegründete Verein wurde am 06. August 1971 in das Vereinsregister Birkenfeld unter dem Namen „MSC Rubin Wilzenberg im NAVC" eingetragen. Als Clublokal für die turnusgemäßen Sitzungen wurde das Gasthaus Margritz festgelegt. Als 1 .Vorsitzenden wählte die Versammlung Ludwig Weinz aus Wilzenberg. Im Jahr 1974 verlegte der Verein, nicht zuletzt aus räumlichen Gründen, seinen Clubsitz von Wilzenberg in das zentralgelegene Niederbrombach. Hier erfuhr man eine herzliche Aufnahme im Gasthaus Veek, wo man sich jeden 1. Montag im Monat, zur monatlichen Clubsitzung traf. Zum 01 .01.1978 fand ein Wechsel an der Vereinsspitze statt. Nach 8 erfolgreichen Jahren übergab Ludwig Weinz die Vereinsführung an Lothar Becker aus Niederbrombach, der bereits in den zurückliegenden Jahren verschiedene Vorstandspositionen begleitete. Ebenfalls in 1978 wechselte der „MSC Rubin" den Dachverband vom NAVC zum Kraftfahrerschutz e.V. Hiervon versprach sich der Verein eine bessere Unterstützung im Motorsport, speziell im Rallyebereich. Aus beruflichen Gründen stellte der Vorsitzende Lothar Becker bei der Jahreshauptversammlung am 13. Januar 1984 sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger wählte die Versammlung den bisherigen Sportleiter Heinz Holzhäuser aus Rinzenberg, und zu seinem Stellvertreter Dieter Schaaf aus Brücken. Am 09. Januar 1987 wählten die Mitglieder Dieter Schaaf als neuen Vereinsvorsitzenden für die beiden nächsten Jahre. (Heinz Holzhäuser baute sein Eigenheim und wollte während dieser Zeit etwas kürzer treten). Bei der Jahreshauptversammlung am 27.01.1989 wurde wieder Heinz Holzhäuser zum 1 . Vorsitzenden und Dieter Schaaf zu seinem Stellvertreter gewählt, diese Positionen üben beide noch bis zum heutigen Tage ununterbrochen aus. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 12. November 1993 berief der Vorstand ein, um über einen Wechsel des Verbandes vom Kraftfahrerschutz e.V. zum ADAC zu beschließen: Der Antrag wurde nach reger Aussprache angenommen und so Ist der Verein seitdem 01 .01.1994 Ortsclub des ADAC - GauMittelrhein und trägt den Namen
MSC Rubin Wilzenberg e.V. im ADAC
Da der bisherige Vereinswirt, Armin Veek, seine Gaststätte zum 3 1.12.2014 schloss musste sich der Verein nach einem anderen Clublokal umschauen. Man wurde mit Gastwirt, Hans-Georg Bruch, Inhaber des „Hunsrücker Hofes" in Brücken einig und verlagerte das Clublokal ab Januar 2015 nach Brücken. Bereits im Gründungsjahr veranstaltet der Verein eine Nachtorientierungsfahrt. Vom Erfolg dieser Fahrt angeregt, führte man in den folgenden Jahren weitere Veranstaltungen dieser Art durch. Überregionale Bekanntheit erlangte der Club durch die Ausrichtung eines Laufes zur Deutschen Amateur Meisterschaft des NAVC im Jahre 1975. Hier wurden auch die ersten Bande zu anderen Motorsportvereinen, insbesondere der MSC lrseltal und dem MSC Priesterath, geknüpft. Bei der Durchführung von Lehr- und Touristikfahrten in den folgenden Jahren förderte man zum einen den Nachwuchs im Rallyesport und zum weiteren diente es der Geselligkeit im Vereinsleben. Auch besuchte man gemeinsam Rennveranstaltungen und führte Preisskat- und Preisbullwettbewerbe durch. Das 10-lährige Vereinsbestehen wurde vom 02. - 04.06.1979 verbunden mit der gleichzeitig statt finden den Clubrallye in Niederbrombach gefeiert. Diese Clubrallye wurde bis zum Jahr 2001, mit Start und Ziel in verschiedenen Ortschaften, unter anderem in Oberhambach, Schwollen, Kronweiler, Gimbweiler und Niederbrombach durchgeführt. Teilweise mit für die Veranstaltungsgröße namenhaften Prädikaten wie: ONS-Prädikatslauf, Lauf zur Rheinland-Pfalz-Meisterschaft, Lauf zur Saar-Pfalz-Rallye-Meisterschaft, Lauf zur Saarländischen-Rallye-Meisterschaft um die BMW AG Trophy sowie Lauf zur Gaumeisterschaft des ADAC Mittelrhein. Daneben zeichnete sich der MSC Rubin für die Ausrichtung der Saar-Pfalz-Rallye-Meisterschaft in den Jahren 1993 bis 1996 verantwortlich. Die 32. Rubin-Rallye 200 am 09. Juni 2001 bildete den Abschluss einer langen Rallyeära des Vereins. Aufgrund des Aufwandes und der immer größeren Anforderungen bei immer weniger Helfern entschloss man sich schweren Herzens in den Folgejahren keine Veranstaltung dieser Größenordnung mehr durchzuführen. Doch neben Rallyes wurden in all den Jahren auch noch andere motorsportliche Veranstaltungen durchgeführt: Im Jahre 1981 veranstaltete der Verein am 01. und 02. Mai einen Ausscheidungslauf zur Deutschen-LKW-Meisterschaft des KS auf dem Talweiherplatz in Birkenfeld, wo sich zwei Tage Trucker aus ganz Deutschland zu diesem sportlichen Wettkampf trafen. Im gleichen Jahr wurde dem Verein vom Kraftfahrerschutz e.V. die Austragung des PKW-Endturniers um die Deutsche Meisterschaft übertragen. Austragungsort war das Gelände des Ferienparks Hambachtal. Im Jahre 1982 und 1983 wurde in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Schneider aus Niederbrombach ein Geschicklichkeitsturnier für Geländefahrzeuge durchgeführt. Nochmals trug der Verein am 28. und 29. Mai 1983 einen LKW-Geschicklichkeitslauf des KS in Birkenfeld aus, man notierte 180 Starter zu dieser Veranstaltung sowie ein weiteres mit 130 Startern vom 17.- 19. Juli 1987 auf dem Festplatz in Idar-Oberstein.
Über viele Jahre war der MSC Rubin fester Bestandteilbei der legendären Hunsrück-Rallye des STH Idar- Oberstein, ob als Streckenposten oder in der Zeitnahme. Auch bei anderen Rallyes der Nachbarclubs, wie der „Birkenfelder Löwen-Rallye" oder der „Kohle und Stahl" stellte der MSC Rubin Helfer. Auch bei der zur Weltmeisterschaft zählenden „Rallye Deutschland" waren Helfer des Vereins mehrere Jahre als Streckenposten im Einsatz. Aktuell wird noch bei der zur Deutschen Meisterschaft zählenden „Saar-Pfalz-Rallye" geholfen. Um bei der jungen Generation das Interesse am Motorsport zu wecken, entschloss sich der Verein in 1993 einen Motorkart zu kaufen. Vom Juli 1993 bis in das Jahr 2008 wurde regelmäßig unter der Leitung von Friedhelm Hartmann, Thomas Heylmann, Harry Rech und Jörg Wichter auf dem Schulhof in Niederbrombach trainiert. Dies führte dazu dass in den Jahren 1994 — 2008 jährlich ein Kart-Slalom-Turnier durchgeführt wurde. Je nach Genehmigung waren die Austragungsorte, Brücken, Birkenfeld und Idar-Oberstein. Daneben dürfen die zahlreichen anderweitigen Aktivitäten des Vereins nicht unerwähnt bleiben, u.a. der seit dem 11.11.1980 erstmals und noch lange Jahre danach, unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Musikvereins durchgeführte Martinszug in Niederbrombach. Mehrtagesfahrten in den Allgäu sowie ins Berchtesgadner Land wurden den Mitgliedern in den Jahren 1985 und 1987 angeboten. Besucht wurden bisher zahlreiche Motorsportveranstaltungen wie der Truck-Grand-Prix, das „Race of Champions", DTM-Läufe, die Formel 1 sowie diverse Rallyes bis Hin zur Königin der Rallyes der „Rallye Monte-Carlo". Das Ende der 70er Jahre bis Mitte der 90er Jahre darf als die goldene Zeit des Motorsportclubs in Bezugnahme auf Rallyes betrachtet werden. In dieser Zeit fuhren die Teams des MSC Rubin (teilweise bis zu 5) von Sieg zu Sieg, allein im Jahre 1983 konnten bei 18 Clubrallyes 6 Gesamtsiege, 25 Klassensiege (in 7 Wertungsklassen) sowie 6 Mannschaftssiege erzielt werden. Folgende Fahrer bzw. Beifahrer starteten während dieser Zeit für den MSC Rubin bei Rallyes, ob als reines Rubin-Team, als gemischtes Team, als festes Team oder einfach nur als Ersatzmann: Peter Dunkel, Norbert Lauer, Jürgen Griebel, Felix Griebel, Wolfgang Wiesemann, Marco Thiel, Christian Mayenfels, Ingo Krummenauer, Manfred Arend, Heinz Holzhäuser, Björn Holzhäuser, Lothar Becker, Roland Andrae, Harry Rech, Guido Mayenfels, Wolfgang Stuber, Harald Meyer, Klaus-Peter Veeck, Rolf Korell, Horst Reißner, Dieter Schaaf. Doch auch die motorsportlichen Erfolge der Kart-Kids dürfen sich sehen lassen, allen voran Christian Veeck, Niklas Rech, sowie die Brüder Björn und Tobias Holzhäuser. Bei Kart-Rundstrecken-Rennen belegte Niklas Rech 2006 den 1. Platz in der Gaumeisterschaft des ADAC Mittelrhein. Die Liste der Titel von Tobias Holzhäuser in den Jahren 2002-2017 ist ellenlang, letzter großer Sieg war 2017 als Gesamtsieger im Bundesendlauf in Wackersdorf in der Klasse X 30 Senior. Im Jahre 2009 gewann Tobias die DMV Kart-Meisterschaft. Im Jahr 2019 wurde das 50-lährige Jubiläum des MSC Rubin im Rahmen des jährlichen Jahresabschlusses im November, verbunden mit einer Fotoausstellung stolz gefeiert. Seit dem Jahr 2020 ist der MSC Rubin wieder im Bereich Jugend-Kartslalom aktiv, und führt mit dem vereinseigenen Kart ein regelmäßiges Training (Samstags) für die Jugendlichen Vereinsmitglieder durch. Aktuell zählt der Motorsportclub Rubin Wilzenberg ca. 70 Mitglieder. Die aktiven Mitglieder sind in den Bereichen Rallye, Rundstrecken-Challenge Nürburgring, Kart-Rundstrecke und Kartslalom vertreten.