Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach

Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach Förderverein des Stadtarchivs Rheinbach und Plattform für Geschichtsinteressierte aus Rheinbach und Umgebung.

Die Familie Adenauer und RheinbachAnläßlich der Verlegung einer Bodenplatte zur Erinnerung an den historischen Händedruc...
01/06/2026

Die Familie Adenauer und Rheinbach
Anläßlich der Verlegung einer Bodenplatte zur Erinnerung an den historischen Händedruck zwischen Fr. Mitterand und H. Kohl 1984 in Verdun, weilten mehrere interessante Gäste in Rheinbach. Einer von ihnen war Konrad Adenauer, Enkel des ersten Nachkriegsbundeskanzlers der Bundesrepublik. Letzterer hatte zusammen mit Charles de Gaulle durch Unterzeichnung des Élysée-Vertrages 1963 den Grundstein zur deutsch-französischen Freundschaft gelegt.
Als Exkurs konnte das Stadtarchiv bei dieser Veranstaltung kurz auf die bis ins 17. Jahrhundert reichenden Verbindungen zu den Adenauers hiweisen. Hier in Auszügen der Wortbeitrag des Stadtarchivs:

"Eine wichtige Aufgabe der Lokalgeschichtsforschung ist es Geschichte zu verorten. Das heißt: Beziehungen und Verbindungen von Akteuren der „großen“ Geschichte zu den Lebenswelten der einfachen Bürgerinnen und Bürger in ihrem konkreten Alltag herzustellen...
Sehr geehrter Herr Adenauer, Sie wissen sicher, dass Ihr Ururururgroßvater (ja 4 x Ur-) Johann im Mai 1726, genauer am 27. Mai, in Flerzheim an der Swist geboren wurde. Das ist das erste überlieferte Geburtsdatum eines Vorfahren von Konrad Adenauer, dem Oberbürgermeister von Köln und späteren Bundeskanzler.
Johanns Eltern waren Dionysius und Catherina. Mit diesem Ehepaar rutschen wir tief ins 17. Jahrhundert hinein. Der Leitvorname Dionysius taucht übrigens bei vielen männlichen Vorfahren der Familie Adenauer aus Flerzheim auf. Etwas ungewöhnlich für unsere Gegend, herrschen doch sonst als männliche Vornamen vor allem Johann oder Jakob vor. Der Name bezieht sich auf den heiligen Dionysius, einer der 14 Nothelfer, der im 3. Jahrhundert lebte und Bischof von Paris war. Er war Missionar Galliens und gilt als ein Nationalheiliger Frankreichs.
Im 17. Jahrhundert werden die Adenauers, damals noch Adeneuer genannt, mehrmals in Flerzheimer Schriftquellen genannt. Dass die Mitglieder der Familie Adenauer nicht einfache Tagelöhner waren, sondern angesehene Bauern, lässt sich aus der Tatsache schließen, dass sie in dieser Zeit mehrmals als Bürgermeister oder als Schöffen erwähnt werden.

Theiß Adenauer (erwähnt in Kirchenbücher zw. 1693 und 1708)
Johann Adenauer (Raingeschworener und Sendschöffe, erwähnt 1722 – 1730)
Dionys (Bürgermeister 1721, Schöffe 1765)
Johann(es) (Schöffe 1789)
Johann(es) (Gemeindevorsteher 1819)

Wo die Adenauers in Flerzheim wohnten, erfahren wir aber erst Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, als das erste Flurkataster für das Dorf aufgesetzt wurde. In einem damals dazu erstellten Häuserverzeichnis werden gleich fünf Häuser, die im Besitz von Familiengliedern waren, aufgezählt. In einem Ort, in dem zu dieser Zeit gerade einmal 168 Wohngebäude aufgelistet sind, ist das schon eine recht große Zahl. Drei Seite an Seite liegende Gebäude befanden sich in der Mönchsgasse, eins in der Hühnergasse und ein weiteres an der damaligen Neustraße, heute Konrad-Adenauer-Straße. Dieses letztgenannte Haus ist noch heute vorhanden und gilt nach mündlicher Überlieferung als das Stammhaus der Familie Adenauer.

1815 lebten noch drei Familien der Adenauer in Flerzheim:
Franz Adenauer, in dessen Haushalt insgesamt 5 Erwachsene und drei Kinder, lebten,
Niklas Adenauer mit seiner Frau und 5 Kindern sowie
Johann mit drei weiteren Erwachsenen und 3 Kindern.

Nun zurück zum 1726 geborenen Johann. Er hatte einen Sohn namens Jakob und dieser verließ wohl aber bereits als junger Mann vor 1800 den Swistbachort in Richtung Bonn.
Dort begann der Aufstieg der Familie. Jakobs Sohn Franz, der Bäcker war, heiratete noch ein Mädchen aus Rheinbach-Oberdrees, dann lockern sich aber langsam die Verbindungen in die Voreifel. Die nächste Generation, vertreten durch Sohn Johann Conrad -nun wurde übrigens Konrad der Leitvorname dieses Familienzweigs- machte als Justizbeamter Karriere in Köln. Johann Conrads Ehefrau Maria gebar dann 1876 den späteren Bundeskanzler...
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, damit endet mein kurzer Rückblick auf die genealogischen Wurzeln der Familie Adenauer, die bis nach Rheinbach-Flerzheim reichen..
Heute wird mit der Einweihung des Kunstwerks von Bildhauer Karl Günter Wolf hier in Rheinbach ein starkes Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft gesetzt. Diese hatte 1963 durch Unterzeichnung des Élysée-Vertrages zwischen Staatspräsident de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer seinen Anfang genommen."

Zu einem Vortrag mit Buchvorstellung unter dem Titel „Sechs vaterlose Brüder - Kindheit und frühe Jugend in Ludendorf im...
15/04/2026

Zu einem Vortrag mit Buchvorstellung unter dem Titel „Sechs vaterlose Brüder - Kindheit und frühe Jugend in Ludendorf im Bonner Land 1939 bis 1959“ laden die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach alle Interessierten herzlich ein.
Der Vortragsabend findet am Montag, 20. April 2026, um 19:00 Uhr im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach, Himmeroder Wall 6, statt.
Der Referent und Buchautor Josef Wißkirchen, geb. 1939, ist in Ludendorf großgeworden. Sein Vater war Schmied. Am Dorfrand errichtete er mit seinen Brüdern eine große Werkstatthalle für ein Hammerwerk und den Bau von Anhängern für die Landwirtschaft und die Organisation Todt. 1942 kam er an die Ostfront und starb 1945 in russischer Gefangenschaft. Seine junge Frau stand mit sechs kleinen Kindern alleine da.
In seinem Buch und in seinem Vortrag erinnert Josef Wißkirchen an die Fähigkeit seiner Mutter, das Überleben der Familie in den Not- und Hungerjahren 1946/47 zu sichern. Präzise schildert er auch Brauchtum und Alltagsleben im Ort. Eine neue Welt erschloss sich ihm mit dem Wechsel an das Städtische Gymnasium in Rheinbach, das er von 1949 bis 1958 besuchte. Bei Wind und Wetter fuhr er mit dem Fahrrad dorthin. Er spricht an diesem Abend ausführlich über seine Lehrer und analysiert, wie sehr die Nazizeit ihre Biografien erschütterte.
Der vielfach ausgezeichnete Forscher lebt heute als Studiendirektor i. R. in Pulheim-Stommeln.
Das 282 Seiten umfassende Buch kann am Vortragsabend erworben werden.

Foto: Das Städtische Gymnasium befand sich ursprünglich an der Ecke Pallottistr./Am Voigtstor.

Am Sonntag, 12. April, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv wieder eine Führung durch die K...
05/04/2026

Am Sonntag, 12. April, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv wieder eine Führung durch die Kernstadt Rheinbach an. Bei dieser etwa eineinhalbstündigen Tour wird vor allem das Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rheinbach unterhaltsam und fachkundig erläutert. Viele Anekdoten aus der Rheinbacher Geschichte lassen alte Zeiten wieder lebendig werden. Treffpunkt ist der Himmeroder Hof am Himmeroder Wall. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Abb.: Rheinbach im Jahre 1659, Repro: Stadtarchiv Rheinbach

Bevor die Abende heller werden...Die letzte unserer beliebten Nachtwächterführungen vor der Sommerpause findet am Freita...
26/03/2026

Bevor die Abende heller werden...

Die letzte unserer beliebten Nachtwächterführungen vor der Sommerpause findet am Freitag, 27. März, 21:00 Uhr statt.
Unser Nachtwächter erwartet Dich an der Schwengelpumpe auf dem Platz "Am Bürgerhaus". Sei dabei und tauche für eineinhalb Stunden in das Alltagsleben der Rheinbacher*innen vergangener Zeiten ein. Lausche spannende und unterhaltsame Geschichten vom Leben, vom Tod, und von menschlichen Bedürfnissen aller Art.

Die „Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach“ laden Euch wieder herzlich zum Brettspielabend ein!Eine Vielzahl an Spiele...
10/03/2026

Die „Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach“ laden Euch wieder herzlich zum Brettspielabend ein!
Eine Vielzahl an Spielen unter dem Motto „Spiele im Mittelalter – Mittelalter im Spiel“ halten wir für Euch bereit. Wer mag, darf auch gerne eigene Spiele mitbringen.
Spielt, erkundet, handelt, kämpft und lacht gemeinsam – mitten im historischen Gemäuer des Hexenturms.

Wir treffen uns am Samstag, den 21. März 2026, um 18.00 Uhr.
Die Plätze sind begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung unter [email protected]
zwingend bis zum 20.03.2026 nötig.

Spielbegeisterte aller Altersgruppen sind herzlich willkommen, bis einschließlich 14 Jahre müssen Spielende von einer erwachsenen Person begleitet werden.

Wir freuen uns auf Euch!

Nächste Nachtwächterführung in Rheinbach:27.2.26, 21:00 hStart: Schwengelpumpe (Platz "Am Bürgerhaus"Ein kleines Appetit...
20/02/2026

Nächste Nachtwächterführung in Rheinbach:
27.2.26, 21:00 h
Start: Schwengelpumpe (Platz "Am Bürgerhaus"

Ein kleines Appetithäppchen aus der WDR-Lokalzeit Bonn, in der über die Januarführung berichtet wurde.
https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/bonn/nachtwaechterfuehrung-rheinbach-100.html

Dank an Svenja Smolarek (Bericht), Benedikt Ahrens (Kamera) und Katja Kühl (Schnitt) für die tolle Reportage und die gute Zusammenarbeit!

Alle, ob groß, ob klein, ob dick, ob dünn,ob jung, ob alt,ob reich, ob arm,ob von nah, ob von fern, ob mit zwei Beinen o...
27/01/2026

Alle,
ob groß, ob klein,
ob dick, ob dünn,
ob jung, ob alt,
ob reich, ob arm,
ob von nah, ob von fern,
ob mit zwei Beinen oder vier,
ja wirklich alle
sind herzlichst zur nächsten Nachtwächterführung in Rheinbach eingeladen:
Sie findet am Freitag, 30.1.2026, 21:00 Uhr, statt.
Treffpunkt ist der Platz "Am Bürgerhaus" (an der Schwengelpumpe).
Die Teilnahme ist kostenlos.
Für die
Burg- und Stadtführer
im Eifel- und Heimatverein Rheinbach
Dietmar Pertz

Rheinbach: Großes Interesse an Stadt- und Burgführungen 2025Im Jahre 2025 stießen die durch die Burg- und StadtführerInn...
06/01/2026

Rheinbach: Großes Interesse an Stadt- und Burgführungen 2025

Im Jahre 2025 stießen die durch die Burg- und StadtführerInnen im Eifel- und Heimatverein Rheinbach angebotenen Führungen wieder auf großes Interesse bei der Rheinbacher Bevölkerung. Aber auch bei auswärtigen Besuchern unserer Stadt fand unser Angebot großen Anklang. 22 kostenpflichtige Touren wurden gebucht und es konnten dabei etwa 370 Besucherinnen und Besucher durch die mittelalterliche Stadt oder über das Burggelände geführt werden.
Schwerpunkte waren natürlich, wie jedes Jahr, die kostenlosen Führungen zu festen Terminen oder zu Spezialthemen. 49 Führungen wurden angeboten, rund 1.200 Interessierte nahmen daran teil. Als Thementouren standen u.a. auf dem Programm: Am 23.3. zum Thema Kriegsende in Rheinbach, zu dieser Tour konnten der Militärexperte Peter Baus und Dietmar Pertz 65 Teilnehmende begrüßen. Beim Tag des offenen Denkmals erläuterten Birgit Preywisch-Schrick und Jürgen Losch unter dem Titel „Die Rheinbacher Burg im Wandel“ die sich ändernde Perzeption der Burg und ihre Funktion vom Mittelalter bis heute. Rund 100 Interessierte nahmen daran teil. Erstmals wurde durch Jürgen Herling und Cornelius Klemp eine Drei-Türme-Tour (Wasemer Turm, Kallenturm und Bergfried der Burg) durchgeführt. Außerdem gab es im vergangenen Jahr Touren zum Thema „Nachhaltigkeit in Rheinbach“ und im Begleitprogramm der Ausstellung „KERAMIKBOOM!“ eine Führung zum Thema „Keramik im Stadtbild“ sowie zwei Betriebsführungen durch die Räumlichkeiten von OTTOKERAMIK.
Im November verabschiedeten wir zwei langgediente Guides: Trude Hunzelder-Stein, die seit 2018 m Stadtführerteam mitwirkte und Wilfried Skupnik, der sogar schon 2009 zu unserer Gruppe gestoßen war. Beide haben mit viel Herz und Kompetenz unseren Gästen die Stadt näher gebracht. Beiden gilt ein sehr herzlicher Dank für die gute vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren besonderen ehrenamtlichen Einsatz für unsere Stadt.
Nachdem Jürgen Losch in diesem Jahr seine ersten Führungen mit Erfolg absolvierte, sind jetzt auch Gabriele Pesch und Lutz Engelskirchen Teil unseres Teams. Wir freuen uns sehr, dass wir die beiden für unser Anliegen gewinnen konnten. Unser Burg- und StadtführerInnenteam besteht demnach zur Zeit aus fünf Frauen und sechs Männern.
Trotz der guten Personallage würden wir gerne unser Team in den kommenden Jahren verjüngern. Wer Interesse hat, bei uns mitzumachen, kann sich gerne für weitere Infos im Stadtarchiv Rheinbach unter der Telefonnummer 02226/917550 oder per E-Mail unter [email protected] melden.

Weitere Informationen zu den Burg- und Stadtführungen in Rheinbach, die man auch gegen Gebühr als Gruppe buchen kann, findet man auf der Homepage der Stadt Rheinbach unter https://www.rheinbach.de/stadt-und-burgfuehrungen. Dort sind auch die für 2026 geplanten Termine für öffentliche und kostenlose Führungen zu finden.

Wer in den kommenden hektischen Vorweihnachtstagen etwas Ablenkung sucht, findet diese sicher im Glasmuseum Rheinbach. D...
08/12/2025

Wer in den kommenden hektischen Vorweihnachtstagen etwas Ablenkung sucht, findet diese sicher im Glasmuseum Rheinbach. Die derzeitige Ausstellung "KERAMIK BOOM!" lädt in die Blütezeit der Rheinbacher Keramikindustrie der 1950er bis 1970er Jahre ein. Entdecken Sie dort Designklassiker, die nicht nur Sie, sondern oft auch bereits Ihre Eltern oder Großeltern zu schätzen wussten. Es erwartet Sie eine leicht nostalgische Zeitreise, die aber nicht vergisst, die ausgestellten Objekte in den historischen Kontext einzuordnen.

Wer gerne mehr Informationen möchte, dem seien die Ausstellungsführungen durch Stadtarchivar Dietmar Pertz empfohlen. Hier werden zusätzliche Objekte und Dokumente wie z. B. historische Kataloge der Rheinbacher Firmen gezeigt.



Die Führungen finden statt:

Sonntag, 14. Dezember 2025, 15:00 Uhr

Mittwoch, 14. Januar 2026, 18:00 Uhr

Sonntag, 01. Februar 2026, 15:00 Uhr



Um besser planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung zu den kostenlosen Führungen unter der Telefonnummer 02226/917501 oder den Mailadressen [email protected] bzw. glasmuseum@stadt-rheinbach-de

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

30/11/2025

Adresse

Polligsstraße 1
Rheinbach
53359

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