26/05/2026
Wenn du das auch unglaublich findest, dann folgt uns gerne und zeig somit dass du verstehst, dass hier was gewaltig schief läuft.
Donnerstagvormittag, Beratungsstelle, 10:03 Uhr. Der Sozialarbeiter fragt: „Haben Sie Kinder?“, Haken dran, nächste Zeile. Der Moment ist vorbei. Auf dem Papier ist damit alles erledigt.
Es geht nicht um eine UNICEF-Statistik mit Platz 25 von 37 es geht darum, dass diese miese Platz im Ranking Struktur hat und ganz gewiss kein Zufall ist. Beispielsweise weil KINDER von SUCHT UND PSYCHISCH KRANKEN ELTERN im Hilfesystem oft nur abgefragt werden: gibt es welche, ja/nein, diese kleinen und jungen Menschen werden nicht als Person wahrgenommen mit ihren Ängsten, Verantwortung und Sorgen. Das System sagt faktisch: „Notiert“ aber es folgt keine automatische Weiterleitung dieser Information, kein Standard, der sicherstellt, dass irgendjemand dieses Kind aktiv sucht, anspricht, schützt.
Und nein: Das ist kein Vorwurf an die einzelnen Fachkräfte. Die meisten sind längst an der Grenze, wollen mehr tun, als die Struktur ihnen erlaubt.
Ein System, das seine Abläufe besser schützt als die Kinder, die mittendrin leben, darf sich über Platz 25 beim Kindeswohl nicht wundern. Deutschland hat sich diesen Platz hart erarbeitet.
Kinder von sucht- und psychisch kranken Eltern dürfen nicht länger Randnotiz in der Akte sein. Sie brauchen Sichtbarkeit, Sprache – und Erwachsene, die sich trauen, dieses Versagen laut zu benennen.