Training jeden Freitag ab 18 Uhr, Eingang Peter-Maeth Str. 5, 53424 Remagen. Der Wassersportverein Remagen:
Der Wassersportverein Remagen (WSV Remagen) wurde am 10. Dezember 1933 gegründet und zählte zur Gründungszeit 17 Mitglieder. Die Aktivitäten beschränkten sich damals auf das Wasser-Wandern mit Booten der Marke „Eigenbau“. Dabei handelte es sich um sogenannte „Lumpenkreuzer“, die aus einfa
chen Holzlattenkonstruktionen bestanden und mit weitgehend wasserundurchlässigen Laken bespannt waren. Weltkrieg (1939 – 1945) setzte dem Vereinsleben zunächst ein Ende. Wiederbelebt wurde der WSV im April 1950. Das Bootshaus:
Das Bootshaus dank finanzieller Opferbereitschaft der Mitglieder konnte ein Grundstück direkt am Rhein erworben werden und bereits am 14. Oktober 1959 erfolgte
Der erste Spatenstich zum Bau einer eigenen Bootshalle, die dann in Eigeninitiative der Mitglieder und der Stadt Remagen mit Clubraum und Duschanlagen ergänzt wurde. Das neue Bootshaus wurde 1961 eingeweiht. Eine wesentliche Erweiterung erfuhr das Gebäude mit seiner Aufstockung im Jahr 2005. Der Clubraum wanderte vom kalten Parterre in die erste Etage und ist heute ein gemütlicher Treffpunkt für alle Mitglieder. Damit ist das Vereinsgebäude Sportstätte, Bootshaus, Vereinsheim und
Naherholungsort zugleich. Neue Boote:
Im Laufe der 50er Jahre lösten kommerziell produzierte „Faltboote“ die
Eigenkonstruktionen ab. Diese neuartigen, zerlegbaren und im Tragesack gut
Transportierbaren Kajaks erlaubten es den Vereinsmitgliedern, ihren Wirkungskreis via Bahn, später per Auto,
deutlich zu erhöhen. Von nun an konnten weit entfernte Gewässer erreicht werden. Nach und nach wurde die Faltbootflotte durch stabile Kunststoffboote ergänzt, die zunächst aus Glasfaserverbundwerkstoffen, später aus immer weiter entwickelten diversen Polyethylenen bestanden. Diese Entwicklung der Materialien erlaubte die Befahrung von Wildflüssen, wofür die empfindlichen Faltboote bislang ungeeignet waren. Leistungssport:
Mitglieder des WSV nahmen immer wieder an Wettkämpfen im Wildwasserrennsport und Kanuslalom teil. Prominenteste Paddlerin ist Ricarda Funk, die 2003 die Deutsche Schülermeisterschaft im bayrischen Rosenheim unter WSV-Flagge gewann und 2021 Olympiasiegerin und Weltmeisterin wurde. Das erste Boot von Ricarda hängt heute im Bootshaus des WSV an der sogenannten „Wall of Fame“.