11/01/2022
MINT-EC-Camp: Math-Talent-School
Was machen Mathematiker eigentlich genau und wie kann man mit Hilfe der Mathematik Probleme in der echten Welt lösen? Das war die grundlegende Fragestellung im MINT-EC-Camp „Math-Talent-School“, unterstützt durch die Fraunhofer Gesellschaft, welches dieses Jahr aufgrund von Corona online stattfand und an dem Nonnenwerther Sebastian Lüchow (MSS 11) zusammen mit 19 weiteren Schüler*innen von Schulen aus ganz Deutschland teilnehmen konnte. In diesem setzte er sich intensiv damit auseinander, wie mathematische Berechnungen Evakuierungsszenarien prognostizieren und somit Präventionsarbeit leisten können. Hier berichtet er über seine Erfahrungen:
Schon im Voraus wurde jedem Teilnehmer ein kleines Versorgungspaket zugesendet, dass uns durch die über vier Tage verteilten Online-Konferenzen begleiten sollte.
Das Camp begann dann mit einer kurzen Vorstellungsrunde gefolgt von den einzelnen Projektbetreuern, die uns die vier Themenbereiche präsentierten, aus denen wir einen wählen konnten. Ich entschied mich für das Projekt „Evakuierungsprozesse untersuchen“ und so fanden wir uns in den 5er Gruppen ein, in denen wir die nächsten Tage arbeiten würden.
Wir begannen zunächst damit, unser Vorgehen zu planen und uns ein zentrales Problem zu suchen, welches wir in den nächsten Tagen ausführlich behandeln könnten. Nachdem wir erstmal als Gruppe den wissenschaftlichen Hintergrund zu Erstellung von Modellen zur Verfolgung von Fußgängerevakuierungen erarbeitet hatten, machten wir uns mit der Software vertraut, die uns unterstützen würde: Vadere.
Am Ende des ersten Tages folgte dann noch ein 90-minütiger Programmierkurs, der uns die Möglichkeiten, mit Vadere zu arbeiten, nochmal erweiterte, da die Software zusätzlich zum grafischen Interface auf der Programmierung mit Javascript beruht.
In den folgenden Tagen bauten wir einige Evakuierungssimulationen in Vadere und testeten diese auf verschieden Evakuierungsmodelle, welche jeweils Aspekte wie soziale Bindungen zwischen den Fußgängern, Orientierungslosigkeit der Fliehenden oder das Laufen in größeren Gruppen näher beleuchteten.
Zusätzlich zur Gruppenarbeit am Projekt haben wir noch alle zusammen das „Fraunhofer Escape Game“ gespielt und so trotz der Online-Situation ein wenig das „Gruppenfeeling“ gehabt, welches diese Camps so auszeichnet. In diesem Spiel mussten wir in neu zusammengewürfelten Teams verschiedene Rätsel lösen und gemeinsam unsere Stärken einsetzen, um ans Ziel zu gelangen.
Außerdem erzählten uns noch zwei Studenten über ihre Erfahrungen mit einem mathematischen Studium und den Berufsmöglichkeiten, die sich einem danach eröffnen.
Am letzten Tag folgten dann die Gruppenpräsentationen, bei denen wir als einzelne Projektgruppen vor den anderen Schüler*innen, den Projektleiter*innen und einigen Mathematikprofessor*innen unsere Ergebnisse präsentierten, um so etwas über die Projekte der anderen zu erfahren und zu einem erfolgreichen Ende zu kommen.