16/05/2026
Ein „Ja“ krönt den Kraftakt
Martina Englhardt-Kopf und Heinz Lichtenwald beschirmen Fest der Hubertusschützen
Reichenbach. (cp) Nach einem Kraftakt, der seinesgleichen sucht, kann der Schützenverein Hubertus Reichenbach im Juli 2026 die Segnung seines neuen Schützenheimes feiern. Auf der Suche nach einem Schirmherrn und Ehrenschirmherrn hatte der Verein Martina Englhardt-Kopf und Ehrenmitglied Heinz Lichtenwald im Visier – und ins Schwarze getroffen. Beim Schirmherrnbitten am Regenanger trug Schützenmeister Willi Zankl sein Anliegen vor. „Als Hubertus Reichenbach stehn wir hier, mit einer Bitte im Herzen und später auch Bier. Drei Jahr hamma g’werklt an unserm neia Haus, des schaut jetzt wirklich super aus. Viel Eigenleistung, Schweiß und a a bisserl Gschrei, das Ministerium und die Gemeinde warn finanziell mit dabei. A kloanes Wunder ham mir vollbracht, jeder hot g‘holfa, so guat er’s hod schafft. Unser Heinz (Bagger König), als Ehrenschirmherr für des Fest, hot als Polier gebn sei Best’s. War alle Tag am Bau, hat g’schaut und g’macht, hätt am liebsten im Bagger übernacht. Des war sei Spielzeug, sei größtes Glück, wich koa Sekunden freiwillig zurück.“ Das unterstrich der Schützenmeister mit einem Minibagger als Geschenk. Prüfungen nach alter Schirmherrnbitten-Sitte „A Ehrenschirmherr braucht a starke Frau an der Seit, und da ham mir an dich Martina dacht, scho seit langer Zeit. Trotz Hauptstadt-Pflaster und Berliner Luft, bist du unkompliziert und schnell zur Stell, wenn aus der Heimat wer um Hilfe ruft. Bei am Weizen in Berlin hammas gpürt ganz genau: Du bist a bodenständige Frau. Bist trotz Amt ohne Starallürn, drum dadst du unser Fest am allerbesten anführn. Es war uns ganz viel wert, wenn ma vo dir a Ja hätten ghört. Ich frag euch beide offiziell: Wollt‘s ihr unsere Schirmherrn sein, dann sagt’s uns zua ganz schnell. Beschützt’s unser Fest und unser Schützenhaus, dann schaut die Zukunft für die Hubertus Schützen glänzend aus.“ Ein von Herzen kommendes doppeltes „Ja, es ist uns eine große Ehre“, war die prompte Antwort darauf. Man freue sich, in Anerkennung des Zusammenhalts und der emotionalen und sozialen Verbundenheit, die die Identität von Verein und Ort prägen, und dem, was mit dem Bau für die nachfolgende Generation auf die Beine gestellt wurde, etwas zurückgeben zu können. Nach alter Schirmherrnbitten-Sitte folgte dann ein kleines Spektakel mit drei Aufgaben. Zunächst musste das Schirmherrngespann einen Birkenstamm durchschneiden. Dann galt es mit dem Lasergewehr Treffsicherheit unter Beweis zu stellen. Und schließlich folgte mit einer Weißbierchallenge für Martina Englhardt-Kopf eine besondere Aufgabe. Es galt in kleinen Schlucken drei Weißbiersorten zu erkennen. Aber als heimatverbundene Politikerin fiel es ihr nicht schwer, das „wohl beste Weißbier der Welt“ herauszufinden. Böllersalut und Festzug zum Schützenheim „Euer Ja ist für unseren Verein weit mehr als eine Formsache, es ist die Krönung für unsere harte Arbeit am Schützenheim.“ Ein dankbarer und auf das Werk stolzer Schützenmeister machte abschließend aus seinem Herzen keine Mördergrube. Die Zeit der Baupläne und Anträge sei nun vorbei. „Mit dir Martina haben wir die beste Botschafterin, die wir uns wünschen können, und mit dir Heinz das Herz des Baues an unserer Seite.“ Mit einem originellen Trinkspruch lud er alle Gäste ein, anzustoßen auf ein unvergessliches Fest: „Das Geld ist flüssig, der Beton ist fest, jetzt freuen wir uns auf unser Fest. Politik und Handwerk Hand in Hand, sind das beste Gespann im ganzen Land. Ein Hoch auf die Schirmherrin, den Ehrenschirmherrn dazu, jetzt lassen wir Bagger und Akten in Ruh. Auf unser neues Heim, auf Freundschaft und Ehr, auf Martina und Heinz – bitte sehr.“ Noch ein Ehrensalut von den Böllerschützen für die Honoratioren, dann zogen alle, angeführt vom Musikverein Walderbach, zum geselligen Beisammensein zum neuen Schützenheim, wo Schützenmitglied Siegfried Hofer bei deftigem Schweinebraten zünftig aufspielte.