NABU-Recklinghausen

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NABU-Recklinghausen Der Naturschutzbund Recklinghausen kümmert sich um Tiere und Pflanzen und Natur im Allgemeinen (Fledermäuse, Streuobstwiesen, Nistkästen usw.)

Vogel des Jahres 2027: Die Mehlschwalbe fliegt zum SiegMehr als 148.500 Menschen haben bei der Vogelwahl mitgemacht_____...
16/10/2026

Vogel des Jahres 2027: Die Mehlschwalbe fliegt zum Sieg

Mehr als 148.500 Menschen haben bei der Vogelwahl mitgemacht
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Berlin/Düsseldorf – Die Sommerbotin ist Vogel des Jahres 2027: Mit 67.050 Stimmen (45,2 Prozent) setzte sich die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) durch. Insgesamt beteiligten sich 148.506 Menschen an der öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres von NABU und LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). Für den Trauerschnäpper entschieden sich 33.181 Wählende (22,3 Prozent), der Kolkrabe kam auf 22.587 (15,2 Prozent), die Wasseramsel auf 16.074 (10,8 Prozent). Auf den letzten Platz landete der Kranich mit 9.614 Stimmen (6,5 Prozent).

Der neue Jahresvogel wurde in Abwesenheit gekürt – er überwintert derzeit Tausende Kilometer weit weg, in Afrika, südlich der Sahara. Erst Anfang April kommen die Mehlschwalben zurück zu uns, um zu brüten. Auch wenn nach dem bekannten Sprichwort eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, gelten sie als Vorboten der warmen Jahreszeit. „Leider ist der neue Jahresvogel gefährdet“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler. Bis zu 770.000 Brutpaare gibt es noch in Deutschland.

In Nordrhein-Westfalen geht man noch von bis zu 52.000 Brutpaaren aus. Der Bestand geht aber stetig zurück, vor allem durch illegale Zerstörung von Nestern und Vergrämungsmaßnahmen an Häusern. „Moderne Architektur und die zunehmende Versiegelung machen es Schwalben zudem oft unmöglich, ihre Nester zu bauen. Da Mehlschwalben sich von Fluginsekten ernähren, trägt auch der anhaltende Insektenschwund zu deren Rückgang bei, fehlt doch einfach ausreichend Nahrung insbesondere für die Aufzucht der Jungtiere“, so Christian Chwallek, Sprecher des Landesfachausschusses Ornithologie beim NABU NRW.

Die Vögel sind etwa 14 Zentimeter groß und haben einen kurzen, leicht gegabelten Schwanz. Oberseite und Flügel sind schwarz, wobei Kopf und Rücken metallisch blau glänzen. Unterseite und Bürzel leuchten weiß wie Mehl – daher stammt auch ihr Name. Mehlschwalben sind gesellig: Sie brüten in Kolonien und sind auch außerhalb der Brutzeit in großen Schwärmen anzutreffen. Sie bauen runde, nahezu geschlossene Lehmnester an Gebäuden unter Dach- oder Fassadenvorsprüngen und an Felswänden in Nischen. Ein solches Nest besteht aus bis zu 1.500 Lehmkügelchen, die die Schwalben in Pfützen sammeln. Insekten fangen sie im Flug oft in großer Höhe.

„Helfen kann man dem neuen Jahresvogel, indem man seine Nester am Haus duldet“, rät Rümmler. „Wer Mehlschwalben willkommen heißt, kann vom NABU die Plakette ,Schwalbenfreundliches Haus‘ erhalten.“ Lehmpfützen in Hof oder Garten bieten den Vö**ln Baumaterial, ein insektenfreundlicher Garten lockt Nahrung für die Sommerboten an.

Die Mehlschwalbe folgt auf das Rebhuhn, das in diesem Jahr den Titel trägt. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

Mehr Infos:

Mit der Mehlschwalbe rückt ein Vogel in den Fokus, dessen Lebensraum eng mit dem des Menschen verknüpft ist. Doch fehlende Nistplätze und der Insektenrückgang setzen der sympathischen Sommerbotin zunehmend zu. Dabei helfen schon kleine Veränderungen, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

NABU: So wird der Herbstgarten zum Winterquartier für TiereWilde Ecken, Hecken, Laubhaufen und Sträucher bieten Vö**ln, ...
16/10/2026

NABU: So wird der Herbstgarten zum Winterquartier für Tiere

Wilde Ecken, Hecken, Laubhaufen und Sträucher bieten Vö**ln, Amphibien, Igeln und Insekten sichere Verstecke
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Düsseldorf – Wenn Stauden, Kräuter und Blumen im Herbst verblühen und Hecken aus der Form geraten sind, wirkt der Garten schnell etwas unordentlich. Doch jetzt beherzt aufzuräumen, wäre der falsche Impuls. Kai‑Lukas Bentz vom NABU‑Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ erklärt: „Weniger Tatendrang hilft vielen Tieren, ein geschütztes Plätzchen für die kalte Jahreszeit zu finden. Igel, Fledermäuse, Vögel und Insekten sind auf solche Rückzugsräume angewiesen.“

Tipp 1: Wilde Ecken und Fallobst als Lebensretter
Eine unaufgeräumte Gartenecke ist ein kleines Paradies für Wildtiere. Altgrasstreifen, verblühte Disteln, Brennnesseln, Totholz oder ein Steinhaufen bieten Unterschlupf für Amphibien, Igel und Schmetterlinge. Auch Fallobst ist wertvoll: Wanderfalter wie der Admiral tanken daran Energie für den Flug über die Alpen, im Winter bedienen sich Amseln, Wacholderdrosseln und Stare. Am besten sammelt man das Obst in einer geschützten Ecke.

Tipp 2: Laub als natürlicher Winterschutz
Auf den Einsatz von Laubbläsern ganz verzichten und mit dem Laub stattdessen Beete abdecken, es unter Hecken fegen oder einen Laubhaufen anlegen. Laub-, Reisig- und Totholzhaufen oder Kompost bieten Schutz vor Nässe und Kälte. Igel finden dort geeigneten Unterschlupf über Tag. Ab November eigenen sich solche ungestörten Orte auch als Quartier für überwinternden Igel. Auch überwinternde Schmetterlinge nutzen solche Strukturen. Wichtig: Holz- und Reisighaufen sollten dicht und etwas höher aufgeschichtet sein, damit sie trocken bleiben.

Tipp 3: Verblühte Stauden stehen lassen
Die hohlen Stengel verblühter Stauden sind wertvolle Winterquartiere für Wildbienen und andere Insekten. Und die Samenstände von Wilder Karde, Disteln oder Königskerze sind eine wichtige Energiequelle für Körnerfresser wie Stieglitz, Buchfink und Girlitz. Bentz empfiehlt mit dem Rückschnitt bis zum Frühjahr zu warten. Auch hier helfe Nichtstun am meisten.

Tipp 4: Tiere im Garten erleben
„Igel, Schmetterlinge, Vögel und Wildbienen machen den Garten zu einem Naturerlebnis direkt vor der Haustür“, so Bentz weiter. Ein naturnaher Garten schenke nicht nur spannende Beobachtungsmomente – er entlaste auch. „Man darf ruhig mal die Beine hochlegen und genießen.“

Wer dennoch aktiv werden möchte, kann jetzt Blumenzwiebeln setzen oder frühblühende heimische Sträucher und Bäume pflanzen. Sie bieten früh fliegenden Wildbienen im kommenden Jahr wertvolle Nahrung.
Weitere Infos zur naturnahen Gartengestaltung unter

Hier findest du kompakt und übersichtlich, wie du deinen Garten, Balkon oder das öffentliche Grün in deiner Stadt in ein lebendiges Zuhause für Wildbienen, Vögel und Co. verwandelst – mit heimischen Pflanzen, natürlichen Strukturen und praktischen Tipps für jede Gartengröße.

Wir laden zum Kräuterspiralen-Bau ein:Wir am Samstag, 31. Oktober, zu einem kostenlosen Workshop rund um den Bau einer K...
14/10/2026

Wir laden zum Kräuterspiralen-Bau ein:

Wir am Samstag, 31. Oktober, zu einem kostenlosen Workshop rund um den Bau einer Kräuterspirale ein. Die etwa vierstündige Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr auf dem NABU-Gelände am Alten Forsthaus, Hohenhorster Weg 51.

Bevor es ans Werk geht, gibt Mareike Hölscher von „Naturparadieschen“ eine kleine Eileitung. Anschließend packen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam an und setzen das gelernte Wissen direkt Schritt für Schritt im NABU-Garten in die Tat um.

Für Getränke ist gesorgt, eine eigene Verpflegung für den kleinen Hunger zwischendurch ist bitte mitzubringen. Sowie Handschuhe und Gartenkleidung.

Eine Anmeldung ist vorab per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0151 10659351 bei Ansprechpartnerin Heike Salzer erforderlich.

Empfehlenswert.
07/10/2026

Empfehlenswert.

25/09/2026

Fahrplan für mehr Natur und mehr Lebensqualität

NABU NRW begrüßt Fortschreibung der Biodiversitätsstrategie für NRW
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Düsseldorf – Der NABU NRW sieht in der kürzlich vorgestellten Fortschreibung der Biodiversitätsstrategie des Landes NRW ein wichtiges Signal für den Naturschutz in Nordrhein‑Westfalen. „Gemeinsam mit der EU‑Wiederherstellungsverordnung liegt nun ein starkes Instrumentarium vor, um wertvolle Lebensräume zu sichern und die Artenvielfalt zu stärken“, sagte Bernd Milde, stellvertretender Vorsitzender des NABU NRW. Entscheidend sei jetzt, die bestehenden Vorgaben konsequent umzusetzen und im gesamten Land zu verankern – dies sollte die jetzige Landesregierung engagiert vorantreiben.

Dafür brauche es nach Ansicht des Verbands vor allem eine verlässliche Finanzierung, ausreichend Personal in den Behörden, bessere Daten und digitale Verfahren sowie frühzeitige Planung und klare Koordination. „Nur so kann die Strategie tatsächlich Wirkung entfalten“, so Milde weiter.

Wesentlich sei zudem, die Biodiversitätsstrategie eng mit der EU‑Wiederherstellungsverordnung zu verzahnen. Die Strategie müsse klar benennen, welche Flächen, Lebensräume und Maßnahmen NRW zur Erfüllung seiner Wiederherstellungsverpflichtungen einbringt. Förderprogramme, Kooperationen und Planungsinstrumente sollten gebündelt und auf diese Ziele ausgerichtet werden. Dabei ist es ebenfalls wichtig, eine Bilanz der bisherigen Landesbiodiversitätsstrategie nicht außer Acht zu lassen und daraus zu lernen, welche Ziele bisher nicht erfüllt wurden, welche Maßnahmen nicht umgesetzt werden konnten und welche Indikatoren zu kurz greifen.

Dazu gehören aus Sicht des NABU die stärkere Sicherung und Entwicklung von Freiräumen in der Landes- und Regionalplanung, die Schaffung von Gewässerentwicklungskorridoren sowie die langfristige Sicherung von Auen und Mooren. Ebenso wichtig sei der Abbau von Fehlanreizen: Umweltbelastende Subventionen müssten schrittweise und sozialverträglich angepasst werden.

Die Landesregierung – ebenso wie zukünftige Regierungen – wird sich daran messen lassen müssen, wie konsequent sie die Ziele der Biodiversitätsstrategie in enger Verzahnung mit der Wiederherstellungsverordnung umsetzt. „Das gelingt nur, wenn das Land seine Gesamtverantwortung wahrnimmt und Naturschutz als ressortübergreifende Zukunftsaufgabe begreift“, betonte Milde. „Die Strategie ist die Karte, die Wiederherstellungsverordnung der Kompass. An diesem Kompass muss die Landesregierung ihre Aktivitäten bis zur Landtagswahl im April 2027 ausrichten.“

Ob die Maßnahmen ausreichen, um die Hotspots der Artenvielfalt in NRW wirksam zu schützen, das Aussterben weiterer Arten zu verhindern und wie sich die Umsetzung in zukünftigen Haushalten auf Bundes und Landesebene sowie in Förderprogrammen für Kommunen niederschlägt, wird der NABU aufmerksam verfolgen.

18/09/2026

Klimaresilienter Waldumbau - Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften

NABU NRW betont Chancen und Spielräume für zukunftsorientierte Waldwirtschaft mit Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung
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Düsseldorf – Der diesjährige Dürresommer mit Hitzetoten, historischem Rheinniedrigwasser, ausgedorrten Landschaften, verheerenden Waldbränden und volkswirtschaftlichen Milliardenschäden hat uns, auch in NRW, mit aller Deutlichkeit gezeigt: Nichts ist teurer als der Verlust unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dazu gehören insbesondere gesunde und anpassungsfähige Wälder.

Im Zusammenhang mit einem kürzlich veröffentlichten, von Landnutzungsverbänden in Auftrag gegebenen Gutachten kursieren aktuell irreführende Aussagen zu möglichen Einschränkungen für die Waldwirtschaft. So seien mit der Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung (W-VO) zwangsläufig ordnungsrechtliche Beschränkungen für Flächeneigentümer und -bewirtschafter zu erwarten sowie eine fehlende Flexibilität angesichts des Klimawandels.

Dazu nimmt NABU-Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer wie folgt Stellung: „Wenn morgen Waldbesitzer in NRW zum Thema "Klimarettung durch Waldbewirtschaftung" beim Waldbauerntag zusammenkommen, wird sicherlich ein Thema im Mittelpunkt stehen, dessen gemeinwohlorientierte Bedeutung, insbesondere der Privatwald bisher leider verkennt: Die entschlossene und kooperative Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung. Von funktionsfähigen Ökosystemen – also auch intakten Waldökosystemen – werden alle profitieren. Der NABU NRW hat sich von Beginn an für eine konstruktive und vor allem faktenbasierte Auseinandersetzung mit der W-VO stark gemacht. Statt sich gemeinsam für die Umsetzung einzusetzen, werden hier von Seiten der Landnutzer aktuell keine konstruktiven Vorschläge präsentiert.“

Tatsächlich basiert die W-VO auf einem wissenschaftlich begründeten Rahmen, der den EU-Mitgliedstaaten individuelle Gestaltungsspielräume bei der konkreten und operativen Umsetzung bei der Wiederherstellung lässt. Die Ziele der EU-WVO führen nicht unmittelbar zu Verboten oder neue Pflichten für Waldbesitzende oder Forstbetriebe. Es steht Deutschland also frei, den erheblichen Umsetzungs- und Durchsetzungsdefiziten mit einer Ausweitung von Förderprogrammen und ökonomischen Anreizen zu begegnen. Die W-VO berücksichtigt außerdem ausdrücklich, klimabedingte Umweltveränderungen in der Wiederherstellungsplanung. Sie enthält Ausnahmeregelungen, wenn Wiederherstellungsziele etwa klimabedingt nicht mehr erreicht werden können.

Naderer: „Wir beobachten leider, dass in diesen Tagen vielfach Unsicherheiten und Bedenken geschürt werden, zum Teil auch mit groben Falschinformationen. Dabei sind die Wiederherstellung von Ökosystemen und eine zukunftsfähige Waldwirtschaft keine Gegensätze, sondern gehören vielmehr zusammen. Intakte und funktionsfähige Ökosysteme sind die Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Resilienz. Ein „Weiter-so-wie-bisher“ kann es daher nicht geben, das sollte uns allen klar sein. Die W-VO gibt erhebliche Spielräume für Anreize, Kooperation und Lösungen, die Naturschutz und Landnutzung zusammenbringen. Diese Chancen sollten wir nutzen.“

NRW-Stiftung fördert erneut Artenschutzprojekt für den FeuersalamanderBis zu 225.000 Euro für Umsetzungsphase___________...
11/09/2026

NRW-Stiftung fördert erneut Artenschutzprojekt für den Feuersalamander

Bis zu 225.000 Euro für Umsetzungsphase
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Düsseldorf – Der Feuersalamander ist in Nordrhein-Westfalen stark bedroht. Etliche Populationen der schwarz-gelben Amphibie fallen einem invasiven Pilz zum Opfer. Seit zwei Jahren läuft deshalb ein Schutzprojekt. Die NRW-Stiftung unterstützt dieses Vorhaben des NABU Landesverbands Nordrhein-Westfalen e. V. mit weiteren bis zu 225.000 Euro. Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg, Vorstandsmitglied Dr. Ute Röder und Geschäftsführer Stefan Ast überreichten heute die Förderurkunde an Dr. Heide Naderer, Landesvorsitzende des NABU NRW.

Der Feuersalamander fühlt sich in naturnahen Laubmischwäldern entlang von Bächen wohl. Diese fallen insbesondere in Dürreperioden aber immer häufiger trocken. So verlieren die Tiere wichtige Lebensräume. Gleichzeitig breitet sich der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) immer weiter aus. „Deshalb ist es wichtig, die Widerstandsfähigkeit der Feuersalamanderbestände zu stärken und das bereits begonnene Artenschutzprojekt nach einer ersten intensiven Planungsphase nun in der Praxis umzusetzen“, sagte Eckhard Uhlenberg.

Im zurückliegenden Jahr suchte und fand das Projektteam des NABU Landesverbands Nordrhein-Westfalen bereits mehr als 60 repräsentative Flächen, auf denen der Feuersalamander vorkommt. Es untersuchte die genaue Verbreitung von Bsal und baute ein Netzwerk aus Verbänden, Fachleuten und Ehrenamtlichen auf. „Nun geht es darum, konkrete Maßnahmen umzusetzen. So sollen die Lebensräume der Tiere gezielt verbessert werden, etwa indem Wasser in den Gebieten länger gehalten wird“, sagte Dr. Heide Naderer und bedankte sich für die weitere Förderung des Projektes. Das soll den Lurchen dabei helfen, Dürren und Krankheiten besser zu überstehen. Geplant sind auch besondere Hygienemaßnahmen gegen Bsal. Die begleitende Öffentlichkeitsarbeit soll zudem die Akzeptanz des Projekts stärken und das Bewusstsein für den Schutz des Feuersalamanders in der Bevölkerung fördern.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt rund 340 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW, aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf http://www.nrw-stiftung.de und im Podcast „Förderbande“.

Mehr zum NABU-Schutzprojekt „Zukunft des Feuersalamanders in NRW“ unter https://nrw.nabu.de/feuersalamander.

Die NRW-Stiftung sichert Natur, Landschaft, Denkmäler und Kulturgüter, macht sie erfahrbar und stärkt das Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger.

11/09/2026

Weidetiere fördern Artenvielfalt – und helfen mit beim Klimaschutz

Art und Weise der Haltung entscheidend
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Düsseldorf/Hamminkeln – Rund 60 Fachleute aus Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung folgten heute der Einladung des NABU NRW zur Weidetier‑Fachtagung in Hamminkeln. Ihr gemeinsames Anliegen: Wie kann extensive Weidehaltung wieder gestärkt werden – als Schlüssel für artenreiches Grünland und wirksamen Klimaschutz?

Fakt ist: Extensiv genutztes Grünland zählt zu den artenreichsten Lebensräumen Europas, bietet Pflanzen, Insekten und Vö**ln wertvollen Lebensraum und speichert außerdem große Mengen CO₂ im Boden. Trotzdem stehen immer weniger Rinder, Schafe und Ziegen auf der Weide und wertvolles Grünland geht verloren. Die artenreichen Weidelandschaften der NABU-Naturschutzstation Münsterland, die auf der Tagung vorgestellt wurden zeigen, wie sich mit wenigen Tieren, robusten Rassen auf großflächig eingezäuntem Grünland, artenreiche „Weidelandschaften“ entwickeln lassen. Auch in der Dingdener Heide steht Natur mit vielfältigen Strukturen wie Gehölzen, hoch- und niedrigwüchsiger Vegetation, offenen Bodenstellen und Kleingewässern im Fokus.

Im Projekt „KlimaWeiden“ arbeitet die NABU-Naturschutzstation Niederrhein gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben als eines von fünf bundesweiten Modellprojekten der Deutschen Anpassungsstrategie Klima daran, wie Feuchtgrünland durch Beweidung gegenüber dem voranschreitenden Klimawandel widerstandsfähig gemacht werden kann. „Betriebe, bei denen die Produktion von Milch und Fleisch im Fokus stehen, liefern Beispiele wie mit einem klugen Management resiliente Böden hergestellt und diese so zur Erhaltung einer arten- und strukturreichen Kulturlandschaft beitragen können“, erklärte Eva Lisges, Referentin für Naturschutz und Landwirtschaft beim NABU NRW. Gerade dort, wo Naturschutz und Landnutzung zusammenkommen, brauche es kooperative Ansätze und naturverträgliche Bewirtschaftungssysteme, die messbare Beiträge zur Zielerreichung der Wiederherstellungsverordnung und der EU-Klimaziele leisten. „Voraussetzung sei allerdings eine faire Honorierung dieser Leistungen“, so Lisges weiter.

Denn extensive Weiden leisten weit mehr als Artenschutz: Sie speichern mehr CO₂ als Ackerflächen, erhalten seltene Nutztierrassen und prägen attraktive Landschaftsbilder. Nicht zuletzt sind gesunde Ökosysteme sowohl Lebensgrundlage der Menschen als auch wirtschaftliche Basis der Landwirtschaft. Die extensive Weidetierhaltung mit ihren vielfältigen positiven ökologischen Effekten ist deshalb ein wichtiger Baustein im Rahmen der Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) zur Erreichung der Ziele für Agrarökosysteme. Dazu gehört beispielsweise, Bestäuberpopulationen, Feldvögel und andere gefährdete Arten unserer Agrarlandschaften wieder zu stärken.

Der NABU NRW ruft deshalb dazu auf, die W-VO konsequent zu nutzen, um das Grünland und seine vielfältigen Leistungen durch extensive Weidetierhaltung zu erhalten und wiederherzustellen. „Dazu braucht es zwingend eine gute finanzielle Ausstattung der Agrarnaturschutz-Förderprogramme, insbesondere des Vertragsnaturschutzes. In der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2028 muss zudem ein ausreichendes Mindestbudget für Agrarnaturschutz verbindlich festgeschrieben werden“, machte Susanne Wangert, stellvertretende Vorsitzende und Agrarexpertin des NABU NRW deutlich.

09/09/2026

Mehr Wasser in die Landschaft

NABU NRW wählt neuen Landesvorstand auf seiner Vollversammlung in Oberhausen | Schwammlandschaften und -städte als Schlüssel für ein klimaresilientes NRW
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Düsseldorf – Die Delegierten der gestrigen NABU‑Vollversammlung haben mit der Resolution „Wasser in der Landschaft halten – Schwammland NRW jetzt!“ ein deutliches Signal an die Landesregierung gesendet. Darin fordert der NABU NRW das Land dazu auf:

1. alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen und die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um Wasser in der Landschaft zu halten und die Lebensgrundlagen von Mensch und Natur zu schützen.
2. entwässerte Landschaften und Städte in NRW konsequent zu Schwammlandschaften und Schwammstädten umzubauen.
3. landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Entwässerungssysteme konsequent zurückzubauen und industrielle Grundwasserentnahmen kritisch zu prüfen.
4. die Wiederherstellungsverordnung (W-VO) entschlossen und kooperativ umzusetzen.

„Renaturierung braucht Zeit, Geld und politischen Willen – und genau diese Zeit läuft uns davon“, warnte NABU Landesvorsitzende Dr. Heide Naderer. Angesichts der sich verschärfenden Klimakrise erwarte der NABU NRW deshalb deutlich schnelleres Handeln von den politischen Entscheidungsträger*innen. „Die Entscheidungen der kommenden Jahre bestimmen, ob wir Artenvielfalt bewahren, Klimaanpassung meistern und unsere Lebensgrundlagen sichern“, betonte Naderer. Der Schlüssel dafür sei die konsequente Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung. Denn gesunde Ökosysteme sind starke Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise: Wiedervernässte Moore, renaturierte Auen und Feuchtgrünland sowie naturnahe Wälder binden Kohlenstoff, puffern Starkregen ab und stärken die Artenvielfalt.

Auch die besonderen Gäste der Vollversammlung, NRW‑Umweltminister Oliver Krischer und Prof. Dr. Uli Paetzel (Emschergenossenschaft), unterstrichen die Bedeutung einer starken blau‑grünen Infrastruktur.

NABU NRW: Starkes Fundament für große Aufgaben
Mit über 140.000 Mitgliedern sieht sich der NABU NRW gut gerüstet. „Unsere Mitglieder und Ehrenamtlichen sind das Rückgrat unseres Verbandes“, so Naderer. Für ihr jahrzehntelanges Engagement wurden in diesem Jahr Michael Tomec und Heinz Hermann Verholte vom NABU Oberhausen mit der Goldenen Ehrennadel geehrt. „Menschen wie sie haben den Naturschutz in NRW geprägt – dafür gebühren ihnen Dank und Anerkennung.“

Zudem wählten die Delegierten auf der diesjährigen Vollversammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand des NABU-Landesverbandes. Die künftig 13 ehrenamtlichen Mitglieder des neuen Vorstandes, werden gemeinsam mit der Vorsitzenden Dr. Heide Naderer, die bereits im vergangenen Jahr im Amt bestätigt wurde, die landesweite Arbeit des NABU NRW steuern und die Landespolitik weiterhin kritisch wie konstruktiv begleiten. Neu in den Vorstand gewählt wurden als Beisitzende Klaus-Bernhard Kühnapfel, Jorre Hasler, Wolfgang Schuldzinski und Claus Wittke. Weiterhin dabei sind für den geschäftsführenden Vorstand Bernd Milde, Dr. Christian Volk und Susanne Wangert sowie als Beisitzende Prof. Dr. Anna von Mikecz, Dr. Manfred Aletsee, Petra Kugel, Thomas Pusch und Anuschka Tecker.

„Mit aller Kraft werden wir uns für die lebendige Vielfalt in Wäldern, Mooren und Agrarlandschaften einsetzen“, erklärte Naderer. Vorrangiges Ziel sei die konsequente Umsetzung der EU‑Wiederherstellungsverordnung sowie die Anpassung an die Klimawandelfolgen in NRW. Zudem bereite sich der Verband bereits jetzt auf die kommenden Landtagswahl im Frühjahr 2027 vor.

Adresse

Hohenhorster Weg 51
Recklinghausen
45659

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