NABU-Recklinghausen

NABU-Recklinghausen Der Naturschutzbund Recklinghausen kümmert sich um Tiere und Pflanzen und Natur im Allgemeinen (Fledermäuse, Streuobstwiesen, Nistkästen usw.)

15/06/2026

Auf die Plätze, fertig, Falter zählen!

Vom 15.6. bis 15.7. Schmetterlinge beobachten und dem NABU NRW melden
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Düsseldorf – Längst sind viele Tag- und Nachtfalter nicht mehr so häufig zu Gast in unseren Gärten wie noch vor ein paar Jahren. Denn auch vor unseren beliebten Schmetterlingen macht das dramatische Insektensterben nicht Halt. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, ruft der NABU NRW bereits zum elften Mal zur Falterzählaktion „Schmetterlingszeit“ in Nordrhein-Westfalen auf, die im Rahmen des Projektes „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ weitergeführt wird. Alle Interessierten können vom 15. Juni bis zum 15. Juli Schmetterlinge beobachten, zählen und dem NABU NRW melden.

„Dabei kann überall gezählt werden, egal ob im Garten oder auf dem Balkon, im Freibad oder im Park. Empfehlenswert ist es, eine passende Pflanze auszuwählen und alle Schmetterlinge, die sich dort niederlassen, zu erfassen“, erklärt Karl Heinz Jelinek, Schmetterlingsexperte beim NABU NRW. Anhand der Daten, die bei der Zählaktion gesammelt werden, könne man herausfinden, welche Tag- und Nachtfalter im unmittelbaren Siedlungsbereich noch vorkommen und wie häufig diese gesichtet werden. „Über die Jahre können wir so vielleicht Entwicklungstendenzen der Bestände einzelner Falterarten erkennen. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen teilnehmen“, so Jelinek.

Die genaue Zählanleitung und Abbildungen der im Fokus stehenden zwölf Tag- und sechs Nachtfalterarten sind auf einer Zählhilfe vermerkt, die beim NABU-Landesverband kostenfrei erhältlich ist. Flyer, Zählhilfe und weitere Informationen zur Teilnahme sind zudem online unter der Zählaktionsseite http://www.nrw.nabu.de/zaehlaktion abrufbar. Die Beobachtungen können ebenfalls direkt online eingegeben werden.

Ausführliche Falterportraits und weiterführende Informationen sind unter http://www.schmetterlingszeit.de zu finden. Darüber hinaus bietet die projekteigene Webseite http://www.mehrgartenvielfalt.de zahlreiche Tipps, wie Gärten und Balkone in schmetterlingsfreundliche Oasen verwandelt werden können.

Gefördert wird das Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Zählaktion wird durch das Portal Naturgucker.de unterstützt.

Exkursion in den Diersfordter WaldHirschkäfer fühlen sich in den Eichenwäldern im Diersfordter Wald beiWesel pudelwohl. ...
14/06/2026

Exkursion in den Diersfordter Wald

Hirschkäfer fühlen sich in den Eichenwäldern im Diersfordter Wald bei
Wesel pudelwohl. Eine Gruppe von NABU-Aktiven besuchte das seit fast 100
Jahren unter Naturschutz stehende Gebiet und lernte die
Lebensraumvielfalt kennen. Heidemoore, Heideweiher und Wälder mit großen
Totholzanteilen machen den besonderen Wert aus.

Leverkusens Siebenschläfer sind zurückNABU-We**am startet in die neue Saison____________________________________________...
10/06/2026

Leverkusens Siebenschläfer sind zurück

NABU-We**am startet in die neue Saison
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Düsseldorf/Leverkusen – Pünktlich Ende Mai haben die Leverkusener Siebenschläfer ihren Winterschlaf beendet – und damit ist auch das bundesweit einzigartige Live-Beobachtungsangebot des NABU Leverkusen wieder online. „Noch zeigen sich die kleinen Nistkastenbewohner eher selten. Das ist zu Saisonbeginn völlig normal“, erklärt Regine Kossler, Koordinatorin des Projekts. „Nach dem langen Schlaf prüfen die Tiere zunächst verschiedene Quartiere und wechseln häufig zwischen Nistkästen und natürlichen Höhlen.“ Doch nun habe sich der erste Siebenschläfer in einem Nistkasten eingefunden. Bis Mitte Oktober kann man das muntere Treiben der wildlebenden Bilche in ihren Nisthilfen unter https://nabu-leverkusen.de/siebenschlaefer/ nun wieder verfolgen.

Rückblick auf ein außergewöhnliches Siebenschläferjahr
Auch 2025 bot die We**am faszinierende Einblicke in das sonst verborgene Leben der Tiere. Ab August konnten Zuschauerinnen und Zuschauer 13 winzige, frisch geborene Junge beobachten – eine hohe Zahl, die auf eine gute Nahrungssituation schließen ließ. Ihr rasantes Wachstum dank energiereicher Muttermilch war täglich in beeindruckender Bildqualität zu sehen. Bereits Anfang September hatten sich die Jungtiere zu lebhaften, neugierigen „Teenagern“ entwickelt, die ersten Erkundungstouren inklusive. „Mitte Oktober waren schließlich alle Siebenschläfer wieder in den Winterschlaf verschwunden – bis auf einen besonders wachen Gesellen“, berichtet Kossler. „Er wurde im Dezember in einen frostfreien, sicheren Bereich umgesiedelt und zusätzlich gefüttert.“

Beliebte We**am – weltweit genutzt
„Unser Leverkusener „Siebenschläfer-TV“ wurde im vergangenen Jahr über 313.000 Mal aufgerufen. Damit gehört es zu den meistbesuchten Tier-We**ams Deutschlands“, freut sich Erich Schulz vom Vorstand des NABU Leverkusen. Auch international stößt das Projekt auf großes Interesse: Menschen aus mehr als 60 Ländern haben die kleinen Nager bereits beobachtet.

Ermöglicht wurde das Projekt erneut durch die Unterstützung der Postcode Lotterie.

Beobachtet werden können die Siebenschläfer auch über die Homepage des NABU NRW http://www.nabu-nrw.de.

Unter https://www.facebook.com/familiesiebenschlaefer/ kann man „Familie Siebenschläfer“ auf Social Media folgen.

Siebenschläfer sind sympathische Nagetiere, die nur in der grünen Jahreszeit aktiv sind. So nutzen sie die Wachstumsphase der Pflanzen und haben ein großes Nahrungsangebot. Im späten Frühling wachen sie aus ihrem Winterschlaf auf und verabschieden sich im Oktober schon wieder in den 7 Monate da...

26/05/2026

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Bundesweites Netzwerk stärkt Wälder als Lebensraum

Neues Großprojekt schützt Waldfledermausarten und fördert klimaresiliente Wälder

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In diesem Frühjahr ist ein bundesweites Verbundprojekt zum Schutz von Waldfledermäusen in Deutschland gestartet. Unter der Leitung der Naturstiftung David arbeiten zehn Partnerorganisationen aus Naturschutz und Wissenschaft daran, wichtige Lebensräume von Waldfledermäusen langfristig zu sichern und ökologisch aufzuwerten. Das fünfjährige Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Nationalen Artenhilfsprogramm gefördert und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Stärkung resilienter Waldökosysteme.



Vier Fledermausarten im Fokus

Tagsüber verstecken sich die nachtaktiven Waldfledermäuse in Bäumen, erst nachts gehen sie auf Insektenjagd. Die lautlosen Jäger der Baumkronen sind auf strukturreiche Wälder mit alten Bäumen, Höhlenstrukturen und hohem Insektenreichtum angewiesen. Wo sie geeignete Lebensbedingungen finden, profitieren zahlreiche weitere Arten – sie sind damit Schirmarten und wichtige Botschafter für lebendige Wälder. Im Mittelpunkt des Projekts stehen vier Arten: Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Rauhautfledermaus und Kleinabendsegler. Als typische Waldbewohner zeigen sie an, wo ökologische Prozesse in Wäldern intakt sind.



Gemeinsam wirksam in der Fläche

Getragen wird das Projekt von einem interregionalen Netzwerk aus zehn Partnerorganisationen unter der Leitung der Naturstiftung David. Beteiligt sind Naturschutzverbände, Naturschutzorganisationen, Landesstiftungen und Forschungseinrichtungen. Neben den Verbundpartnern sind auch Bundes- und Landesforste, Waldbesitzende sowie ehrenamtlich Engagierte eingebunden. „Naturschutz wirkt dann besonders erfolgreich, wenn er gemeinsam gedacht und umgesetzt wird. Mit unserem Netzwerk bringen wir Fachwissen, praktische Erfahrung und Engagement aus ganz Deutschland zusammen“, sagt Jana Planek, Leiterin des Verbundprojektes.



Konkrete Maßnahmen für lebendige Wälder

Im Rahmen des Projekts werden über 60 Maßnahmen in Staats-, Kommunal- und Kirchenwäldern ebenso wie in Stiftungs- und Privatwald umgesetzt. Dazu gehören unter anderem der Schutz und die Entwicklung von Habitatbäumen und Waldrefugien, die Sicherung von Höhlenstrukturen und Quartierbäumen sowie die Aufwertung von Jagdhabitaten und Waldrändern.



Ergänzend sind über 70 Fortbildungen geplant, um Wissen zum Schutzmanagement in die Forstpraxis zu bringen und Akteure über den Verbund hinaus zu vernetzen.



Datenbasierte Zukunftsräume gestalten

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung der Datengrundlage: Bestehende Informationen zum Bestand der vier Waldfledermausarten werden zusammengeführt und durch gezielte Erhebungen ergänzt. Daraus entstehen bundesweite Habitatmodelle sowie Karten, die geeignete Lebensräume und bestehende Defizite sichtbar machen. Auch der Klimawandel wird systematisch berücksichtigt: Mithilfe von Projektionen werden zukünftige Verbreitungsgebiete identifiziert, um Lebensräume frühzeitig zu sichern und anzupassen.



Projektförderung

Das Verbundprojekt „Lebensraumschutz für windkraftsensible Waldfledermäuse“ wird im Nationalen Artenhilfsprogramm (nAHP) durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Es hat eine Laufzeit von fünf Jahren (01.03.2026 – 28.02.2031). Darüber hinaus werden die Teilprojekte von den jeweiligen Ländern und weiteren Partnern unterstützt. Das Verbundprojekt hat ein finanzielles Gesamtvolumen von rund 11,1 Mio. Euro.

Turmfalken-We**am: Sechs kleine FederknäuelFamilienleben der Greifvögel täglich live auf http://www.NABU-NRW.de beobacht...
18/05/2026

Turmfalken-We**am: Sechs kleine Federknäuel

Familienleben der Greifvögel täglich live auf http://www.NABU-NRW.de beobachten
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Düsseldorf – Über das Wochenende sind die We**am-Küken geschlüpft! Per Kamera kann man weiterhin beim Brutgeschehen dabei sein. Anfangs werden die Küken intensiv von der Mutter gewärmt und sind nur sporadisch beim Füttern zu sehen. „Wenn später beide Eltern auf Futterjagd sind, wärmen sich die Kleinen gegenseitig, indem sie eine sogenannte Wärmepyramide bilden. Dieses Verhalten kann man dank der Kamera sehr gut beobachten“, erklärt Monika Hachtel vom NABU Bonn.

Jetzt beginnt die spannende Zeit, da der Vater zur Versorgung regelmäßig Mäuse bringt, die das Weibchen dann häppchenweise an die Jungen verfüttert. „Da wie bei Geschwistern üblich jedes am meisten bekommen möchte, wird es dann oft trubelig im Kasten. Aber die Mutter verteilt ziemlich gerecht und achtet darauf, dass niemand zu kurz kommt – bei sechs Jungen durchaus eine Herausforderung“, so Hachtel weiter. Bei guter Versorgung mit Feldmäusen, der Hauptnahrung der Turmfalken in dieser Region, könne man den Tieren beim Wachsen förmlich zusehen. Nach den guten Erfahrungen der letzten Jahre ist Hachtel optimistisch, dass auch dieses Jahr alle Jungen ausfliegen werden. Etwas 35 Tage nach dem Schlupf sind die Falken flügge. Dann verlassen sie ihren Nistplatz schnell, brechen in ein eigenständiges Leben auf und kommen mit etwas Glück nächstes Jahr zum Brüten in die Region zurück.

Der Nistkasten befindet sich an einer Lagerhalle eines Obstbaubetriebs im rheinischen Wachtberg. Die We**ams sind Teil des bundesweiten Biodiversitätsprojekts von NABU, REWE Group und fast 500 Obst- und Gemüsebauern zur Förderung der biologischen Vielfalt im konventionellen Obst- und Gemüseanbau. Allein im südlichen Rheinland wurden seit 2012 über 100 Turmfalkenkästen aufgestellt, in denen jedes Jahr zwischen 20 und 30 Paare brüten und bisher über 700 Jungfalken flügge wurden. Seit 2018 sind die We**ams in Wachtberg ab Anfang April bis Anfang Juli auf Sendung. Früh im April hatte in diesem Jahr auch die Brut begonnen.

Unter http://www.nabu-nrw.de lässt sich das Familienleben der wilden Turmfalken weiterhin auf einer Innen- wie auf einer Außen-We**am verfolgen.

Mehr als 130.000 NABU-Mitglieder setzen sich für die Natur in NRW ein. Sie sind in rund 120 Kreisverbänden und lokalen Gruppen tätig.

30/04/2026

Zum Tag des Wolfes am 30.04.

Herdenschutz wirkt, Bejagung nicht

NABU NRW fordert Landesregierung auf, die reguläre Bejagung des Wolfes in NRW zu verhindern
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Düsseldorf – Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz ist seit Anfang April in Kraft, nun folgt die Umsetzung in den Ländern. Auch in NRW wird die Aufnahme des Wolfs in das Landesjagdgesetz vorbereitet. „Bei unzuverlässigen Bestandszahlen – das Landesumweltministerium spricht von rund 30 Wölfen – und ohne nachweislich günstigen Erhaltungszustand wäre eine Aufnahme ins Landesjagdgesetz unseriös“, sagte Wolfsexperte Thomas Pusch anlässlich des Tags des Wolfes. Zudem befürchtet der Verband einen Flickenteppich unkoordinierter Abschüsse in den einzelnen Ländern, der den Erhaltungszustand der Art gefährden und klare Konflikte mit EU Recht provozieren könnte. Mindestens seien länderübergreifende Konzepte nötig, um den Schutzstatus zu sichern.

Die geplante Gesetzesänderung ist aus Sicht des NABU zudem überhaupt nicht geeignet, Konflikte rund um die Rückkehr des Wolfes zu lösen. Denn Abschüsse führen bei Wölfen nicht zu mehr Distanz zu Weidetieren. Standortangepasster Herdenschutz wirke dagegen erwiesenermaßen nachhaltig und ist der derzeit verlässlichste und am besten belegte Ansatz, Konflikte dauerhaft zu reduzieren. „Getötete Wölfe lernen nichts mehr. Lebende Wölfe hingegen können lernen geschützte Herden zu meiden und dieses Verhalten innerhalb des Rudels weitergeben“, sagte Wolfgang Kwasnitza, Sprecher des Landesfachausschusses Wolf im NABU NRW. Eine reguläre Bejagung könne wirksamen Herdenschutz nicht ersetzen und berge neue rechtliche wie gesellschaftliche Risiken.

„Der NABU fordert die Landesregierung daher auf, auf eine Aufnahme des Wolfs ins Landesjagdgesetz zu verzichten, so Kwasnitza weiter. Statt Symbolpolitik brauche es jetzt eine konsequente Umsetzung des geltenden Naturschutzrechts, die strikte Einhaltung der EU-Vorgaben, eine vollständige und unbürokratische Förderung des Herdenschutzes sowie ein aktives, belastbares Wolfsmonitoring. Nur mit wissenschaftsbasierten Daten und Lösungen gelingt ein dauerhaft tragfähiges Miteinander von Menschen, Weidetieren und Wölfen in unserem Land.

Mehr dazu:
NABU-Faktencheck – für eine sachliche Debatte und Lösungen, die wirklich helfen http://www.nabu.de/tdw2026

Offener Brief des NABU NRW an die Landesregierung, die anlasslose Jagd auf den Wolf in NRW zu verhindern

30/04/2026

Nationaler Wiederherstellungsplan: Wichtiger Schritt für Schutz und Regeneration der Natur

NABU NRW sieht jedoch erheblichen Nachbesserungsbedarf beim Beitrag Nordrhein-Westfalens zum Wiederherstellungsplan
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Düsseldorf – Der NABU NRW begrüßt den von Bund und Ländern vorgelegten nationalen Wiederherstellungsplan als wichtigen Schritt für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur, sieht jedoch noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Der Zustand der Natur in NRW erfordert stärkere Anstrengungen als sie der aktuelle Entwurf erkennen lässt.

„Es ist gut, dass der nationale Wiederherstellungsplan jetzt vorliegt. Er zeigt, dass die Bundes- und Landesregierungen den Handlungsbedarf erkannt haben. Entscheidend ist aber, ob die Maßnahmen vor Ort ausreichen und konsequent umgesetzt werden – hier sehen wir für unser Bundesland noch deutlichen Verbesserungsbedarf“, erklärte NABU-Landesvorsitzende, Dr. Heide Naderer, heute in Düsseldorf. Die Lebensraumqualität in Wäldern, Agrarlandschaften, Siedlung und Gewässern nehme in NRW seit Jahren ab. Der vorgelegte Plan reiche deshalb in seiner jetzigen Form nicht aus, um diese Probleme wirksam zu lösen.

Um den Plan erfolgreich zu gestalten, müssen entsprechende Flächenkulissen, Maßnahmen, Zeitpläne und Finanzierungsansätze festgelegt werden. Naderer: „Der aktuelle Entwurf ist erst einmal eine Bestandsaufnahme. In zentralen Punkten bleibt er noch zu vage und unverbindlich.“ Hier muss NRW nachlegen.

NABU-Forderungen an die Landesregierung NRW
Für eine wirksame Umsetzung im Bundesland sind aus Sicht des NABU NRW daher folgende Nachbesserungen erforderlich:
• Die Wiederherstellung der Natur ist eine Investition in unsere Daseinsvorsorge. Die bisher bereitgestellten Mittel spiegeln das nicht wider. In den Haushalten der EU, des Bund und in NRW müssen daher weitere Mittel für eine stringente und zielgerichtete Finanzierung bereitgestellt werden und entsprechend die bestehenden Förderprogramme darauf ausgerichtet werden.
• Die neue Waldstrategie des Landes berücksichtigt die Veränderungen durch die Klimakrise, muss aber nun auch Wege für die Wiederherstellung der Natur wie in der WVO vorgesehen abbilden.
• Städte und Kommunen müssen stärker unterstützt werden, um Maßnahmen wie Biotopvernetzung, die Renaturierung von Kleingewässern und Bächen, naturbelassenen Kommunalwäldern und mehr Grünflächen umzusetzen.
• Die Natur wieder herzustellen ist zudem eine Generationenaufgabe. Die Landesregierung NRW sollte daher Akteure aus Wissenschaft, von Nutzergruppen und Naturschutzverbänden aktiv in den Prozess einbinden, um Maßnahmen transparent und fundiert festzulegen und umzusetzen.

Der jetzt vorliegende Wiederherstellungsplan ist eine große Chance für Natur und Klima und eine gute Basis, die Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu sichern.

Hintergrund:
Der Plan ist das zentrale Instrument zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Die seit 2024 geltende Verordnung legt für alle Mitgliedsstaaten verbindliche Ziele zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme fest. Unter anderem sollen so bis 2030 auf mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresflächen wirksame Wiederherstellungsmaßnahmen und eine Trendwende beim Naturverlust eingeleitet werden.

Natur- und Umweltschutz60 Jahre NABU NRW – Mit voller Energie in ein neues Naturschutzjahrzehnt7. NRW-Naturschutztag lei...
30/04/2026

Natur- und Umweltschutz

60 Jahre NABU NRW – Mit voller Energie in ein neues Naturschutzjahrzehnt

7. NRW-Naturschutztag leitet Jubiläumsjahr ein | Erklärung zur Zukunft des Waldes in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht
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Düsseldorf/Wuppertal – Der NABU-Landesverband Nordrhein-Westfalen feiert sein 60-jähriges Bestehen und startet mit dem 7. NRW-Naturschutztag unter dem Motto „Wald – Vielfalt schützen, nachhaltig nutzen“ engagiert in ein neues Naturschutzjahrzehnt. „Nachlassen in unserem Einsatz für die Natur können wir uns nicht erlauben. Die Herausforderungen durch Flächenkonkurrenz, die Biodiversitätskrise und den Klimawandel sind zu groß“, betonte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU Nordrhein-Westfalen, zur Eröffnung der Veranstaltung. Besonders der Zustand der Wälder bereite dem Verband große Sorge.

Mit der auf dem Naturschutztag vorgestellten „NABU NRW-Walderklärung“ legte der Verband zehn zentrale Forderungen zur Zukunft des Waldes vor – von der konsequenten Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung über verbindlich festgelegte Wildnisentwicklungsziele bis hin zu einer grundlegenden Reform des Landesforstgesetzes. „Künftig müssen Biodiversität, Boden- und Wasserschutz sowie Klima- und Erholungsfunktionen klaren Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen erhalten, wolle man das Ziel klimaresiliente, naturnahe und artenreiche Wälder in der Zukunft wirklich erreichen“, so die NABU-Landesvorsitzende weiter.

Der Naturschutztag markierte zugleich den öffentlichen Auftakt zum diesjährigen, 60sten Jubiläum des NABU NRW. Seit der Gründung 1966 als Landesverband – aus den beiden bis dahin getrennt existierenden Landesgruppen Nordrhein und Westfalen – ist der Verband stetig gewachsen: Von zunächst 4.000 Mitgliedern über gut 22.000 Mitglieder zehn Jahre später auf heute rund 140.000 Engagierte. Damit ist der NABU NRW der stärkste NABU-Landesverband bundesweit und der größte Naturschutzverband in NRW.

Hinter diesem Wachstum stehen naturschutzpolitische Erfolge wie der Aufbau Biologischer Stationen, die Rettung des Wanderfalken oder die Verdienste im Bereich Umweltbildung und Naturerlebnis. Dazu zählen eigene aktuelle Projekte wie das Engagement im Rheinischen Revier, das Projekt zum Schutz des Feuersalamanders oder das „gArtenvielfaltprojekt“, das mit zahlreichen praktischen Tipps, persönlicher Beratung und beispielhaften rollenden Gärten für mehr grüne Oasen im Siedlungsraum sorgt.

„Vor allem aber verdanken wir unseren Erfolg den vielen Ehrenamtlichen, die seit Jahrzehnten Naturschutz vor Ort leben“, sagte Naderer. Mit 180 NABU-Gruppen, fünf Biologischen Stationen, sechs BNE-Zentren, mehreren Hochschulgruppen, Landesfachausschüssen und Arbeitskreisen sei der Verband heute landesweit präsent und setze sich flächendeckend für den Natur- und Artenschutz in Nordrhein-Westfalen ein. „Dies werden wir in den nächsten Jahrzehnten auch weiterhin mit Fachkenntnis und Herzblut für die Sache tun“, kündigte die NABU-Landeschefin an. Denn die Gesellschaft brauche mehr denn je starke Umweltverbände, die als Anwalt dienen für eine intakte Natur und eine gesunde Umwelt, die kämpfen für eine schonende Agrarpolitik, für die naturschutzverträgliche Energiewende und für mehr und bessere Wildnisgebiete, um unsere Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu sichern.

Die ausführlichen Forderungen des NABU NRW zur zukünftigen Landes-Waldpolitik sind zeitnah abrufbar unter http://www.nabu-nrw.de.

Mehr zum 60-jährigen Jubiläum des NABU NRW und seiner Geschichte unter https://nrw.nabu.de/wir-ueber-uns/organisation/geschichte

Mehr als 130.000 NABU-Mitglieder setzen sich für die Natur in NRW ein. Sie sind in rund 120 Kreisverbänden und lokalen Gruppen tätig.

Wälder von morgen – nur bedingt naturnah, artenreich und klimaresilientNABU NRW: Echter Neuanfang in der Forstpolitik du...
30/04/2026

Wälder von morgen – nur bedingt naturnah, artenreich und klimaresilient

NABU NRW: Echter Neuanfang in der Forstpolitik durch heute vorgestellte Waldstrategie für Nordrhein-Westfalen bleibt aus
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Düsseldorf – Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat heute die neue Waldstrategie für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf vorgestellt. Die Strategie will aufzeigen, wie die Wälder und die Waldbewirtschaftung im Klimawandel gestärkt werden können, um auch zukünftig die vielfältigen wichtigen Waldfunktionen in der Natur und für die Gesellschaft sicherzustellen. „Der NABU NRW anerkennt das Bemühen der Ausarbeitung einer solchen Strategie, sieht aber den Fokus der Strategie zu deutlich weiter auf die wirtschaftliche Nutzung und die Holzproduktion gerichtet“, erklärte die Vorsitzende des NABU NRW, Dr. Heide Naderer, anlässlich der Veröffentlichung.

Großflächige Fichtenmonokulturen, intensive Bewirtschaftung und die zunehmende Trockenheit infolge des Klimawandels haben den Wald massiv geschwächt. Davon zeugen unter anderem die ausgedehnten Kalamitätsflächen wie etwa im Sauerland. Das Land setzt in seiner Strategie vorrangig auf waldbauliche Maßnahmen zur Regeneration des Waldes. Die natürliche Wiederbewaldung als ein entscheidender Motor für Erholung und Stabilität unserer Wälder kommt jedoch deutlich zu kurz. „Wo sich der Wald selbst entwickeln darf, entstehen stabile, artenreiche Mischwälder, die Hitze, Schädlingen und Extremwetter besser standhalten“, so Naderer weiter. Diese natürlichen Prozesse zuzulassen wäre aus Sicht des Verbandes ein wichtiges Signal für einen echten Neustart in der Forstpolitik.

Darüber hinaus fordert der NABU NRW, heimische Waldgesellschaften landesweit stärker zu fördern – nicht nur in Schutzgebieten. Nicht-heimische Baumarten sollten dort ausgeschlossen bleiben; außerhalb von Schutzgebieten seien ausschließlich europäische Arten zu verwenden. Ziel müsse sein, standorttypische Waldlebensgemeinschaften mit ihren zum Teil bedrohten Arten langfristig zu erhalten. Dazu gehörten auch der Schutz historischer Waldstandorte und ungestörter Rückzugsräume. „Angesichts der gerade vom Land vorbereiteten Beiträge zur EU-Wiederherstellungsverordnung hätten wir uns gewünscht, konkrete Vorhaben auch in der Waldstrategie für unser Land wiederzufinden. Hier muss sicherlich noch nachgearbeitet werden“, meinte Naderer.

Der NABU NRW begrüßte explizit, wie sich die Waldstrategie des Landes zu der zeitlich parallel stattfindenden dritten Änderung des Landesentwicklungsplans und dem dort festgehaltenen Vorhaben, die Umwandlung von Waldflächen für Infrastrukturprojekte zu erleichtern, verhält: Die Waldstrategie spricht die drohende Einschränkung der bestehenden Waldflächen durch eine weitere Fragmentierung der Landschaft deutlich an, die Biodiversität wie Klimaschutz gefährdet. Naderer: „Wir erwarten, dass diese deutlichen Aussagen des Landwirtschaftsministeriums und der Waldbesitzerverbände auch in die laufenden Beratungen zur dritten Änderung des Landesentwicklungsplans einfließen.“

Der NABU NRW wird im Rahmen des 7. NRW Naturschutztages am 25.4.2026 die „Zukunft des Waldes“ aus Naturschutzperspektive beleuchten. Die Inhalte und Forderungen werden zeitnah auf www.nabu-nrw.de zu finden sein.

Mehr als 130.000 NABU-Mitglieder setzen sich für die Natur in NRW ein. Sie sind in rund 120 Kreisverbänden und lokalen Gruppen tätig.

Kommt zum botanischen Spaziergang rund um die Streuobstwiese in der Hohenhorster Heide 🌿🌷. Unser botanischer Spaziergang...
16/04/2026

Kommt zum botanischen Spaziergang rund um die Streuobstwiese in der Hohenhorster Heide 🌿🌷.

Unser botanischer Spaziergang führt uns durch die reizvolle Landschaft der Hohenhorster Heide, rund um die idyllische Streuobstwiese in Recklinghausen. Während wir gemeinsam unterwegs sind, richten wir unseren Blick auf die vielfältige Pflanzenwelt, die sich in diesem besonderen Lebensraum entfaltet. Dabei entdecken wir typische Wildkräuter, bunte Wiesenblumen und alte Obstbaumsorten, die dieses wertvolle Biotop so einzigartig machen.

Besondere Hinweise:

Bitte beachtet, dass der Weg teilweise unbefestigt ist. Entsprechendes Schuhwerk wird empfohlen und um Rücksichtnahme wird gebeten.

Treffpunkt und Ablauf:

Treffpunkt: Altes Forsthaus, Hohenhorster Weg 51, 45659 Recklinghausen

Termin: Mittwoch, der 29.04. um 14:30 Uhr

Ansprechpartnerin und Anmeldung:

Annette Wagner
Telefon: 02361 901838

Kosten:

Für die Teilnahme wird ein Kostenbeitrag von 5,00 € erhoben

Adresse

Hohenhorster Weg 51
Recklinghausen
45659

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