08/06/2026
🐕 Einsatzbericht: Hündin Asher – Ein Happy End nach 2,5 Wochen
Asher entlief am 20. Mai abends im Bereich Höltigbaum am nordöstlichen Hamburger Stadtrand – mit Halsband, Sicherheitsgeschirr und zwei je 2 Meter langen Leinen hinter sich herschleppend. Auf der Hamburger Seite das Naturschutzgebiet Höltigbaum, auf der anderen Seite weite Felder, Heuwiesen mit Knicks und Waldstücke. Irgendwo darin eine kleine Hündin, die sich möglicherweise hoffnungslos verfangen hatte – und die wir unbedingt finden wollten.
Am Folgetag starteten wir einen 🚁 Drohnenflug mit Genehmigung der Umweltbehörde Hamburg. Herr Sternberg von „Sternberg Aerial Services“ flog ehrenamtlich drei Stunden lang eine riesige Fläche ab – Flächen, die wir zu Fuß niemals hätten abdecken können. Keine Sichtung. Knicks und dichte Waldstücke schluckten jede Hoffnung auf einen Blick von oben.
Beim 🐾 ersten Suchhundeeinsatz grenzten Maggy und Lucy ein Gebiet ein, in dem sich Asher vermutlich aufhielt. Ob sie festhing oder sich noch bewegte – unklar. Aber eines war sicher: kein Totfund. Wenige Tage später bestätigte 🐾 Bella im zweiten Einsatz exakt dasselbe Gebiet. Auch sie gab keinen Hinweis auf einen Totfund – und ließ uns ahnen, dass Asher sich bewegte.
Dann endlich: ein erstes 📷 Lebenszeichen auf der Wildkamera an der Einfahrt der Besitzer. Asher lebte. Und war sofort wieder verschwunden.
Beim 🐾 dritten Suchhundeeinsatz mit Maggy und Lucy wurde klar, was wir gehofft hatten: Asher war mobil – und versuchte aktiv, den Hunden auszuweichen. Wir brachen den Einsatz bewusst ab, um sie nicht weiter aufzuscheuchen, installierten eine Wildkamera mit Futterstelle im angrenzenden Wäldchen – doch die suchte sie nie auf.
Stattdessen tauchte sie ab diesem Zeitpunkt 🏠 täglich vor dem Grundstück der Besitzer auf. Näher traute sie sich nicht. Die langen Leinen hatten ihr massive Angst vor Durchgängen gemacht – eine Lebendfalle schied aus, zumal Asher bereits einmal in einer gesichert worden war. Also wurde der Garten ausbruchsicher gemacht, Nacht für Nacht ein kleines Stück mehr Vertrauen aufgebaut. Sobald Asher den Garten betreten hatte, wurde das Tor geschlossen – und unsere Notfallberaterin gemeinsam mit den Besitzern sicherte sie in der Nacht zum 7. Juni aus einem Gebüsch im eigenen Garten von Hand.
2,5 Wochen. Zwei schwere Leinen. Hochsommerliche Hitze. Und sie hat es geschafft. 🐾❤️
Unser herzlicher Dank gilt Herrn Sternberg, unseren Hundeführer/innen und Helfer/innen, der Notfallberaterin, den Jagdpächtern und Grundstückseignern für ihre Kooperation – und der Familie, die in all diesen Wochen niemals aufgegeben hat.