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Mein Kinderschutz Ich setze mich für den Schutz von Kindern in digitalen und analogen Räumen ein, faktenbasiert, sensibel, laut.

Fokus: Kinderschutz | Digitale Privatsphäre | Aufklärung
Orientierung statt Panik, mit Wissen, Haltung & Verantwortung.

Das Ferienfoto: nicht auf das Kind schauen, auf alles drumherumBevor das Ferienfoto online geht, lohnt ein zweiter Blick...
14/10/2026

Das Ferienfoto: nicht auf das Kind schauen, auf alles drumherum

Bevor das Ferienfoto online geht, lohnt ein zweiter Blick. Nicht auf das Kind. Auf alles drumherum.

Ein Foto zeigt oft mehr als das Motiv:
Ein Straßenschild, eine Hausnummer, ein Logo auf dem Shirt.
Den Ort, gespeichert in den Fotodaten.
Den Zeitpunkt. Wer „Gerade am Meer" postet, sagt auch, wo die Familie gerade nicht ist.

Ein paar Schritte, die schnell gehen:
Standort in der Kamera-App ausschalten.
Den Hintergrund prüfen oder den Ausschnitt ändern.
Lieber Füße im Sand als das Gesicht.
Erst nach dem Urlaub posten, nicht währenddessen.

Das ist kein Grund, die Ferien nicht festzuhalten. Fotos sind Erinnerungen, und Erinnerungen dürfen bleiben. Ein Foto ist kein Risiko. Erst das Teilen kann es dazu machen.

Schau hin, bevor du teilst. Zehn Sekunden Überlegung sind Kinderschutz.
Mehr dazu im Elternguide „Digitale Privatsphäre und KI". Link in der Bio

Regentag in den Ferien: Gewaltfreie Erziehung im echten AlltagGewaltfreie Erziehung entscheidet sich nicht im Ratgeber. ...
12/10/2026

Regentag in den Ferien: Gewaltfreie Erziehung im echten Alltag

Gewaltfreie Erziehung entscheidet sich nicht im Ratgeber. Sie entscheidet sich im Alltag, oft dann, wenn alle müde sind.

Ferien bedeuten viel gemeinsame Zeit. Viel Nähe bedeutet auch Reibung. Das ist kein Zeichen, dass etwas falsch läuft. Die Lücke zwischen Vorsatz und Alltag ist kein Versagen. Sie ist menschlich.

Was an vollen Tagen helfen kann:
Ein paar Schritte Abstand, bevor der Ton kippt. In die Küche, ans Fenster, wenn die Kinder sicher sind.
Die eigene Verfassung benennen statt die Kinder: „Ich brauche gerade einen Moment."
Streitende Geschwister kurz trennen. Nicht als Strafe, sondern als Pause für alle.
Und wenn die Stimme doch zu laut war: zurückkommen. „Ich war vorhin zu laut, und das hätte nicht sein müssen."

Niemand schafft das jeden Tag. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass Kinder erleben: Erwachsene kommen zurück.

Hol dir Hilfe, wenn du sie brauchst. Mehr Anregungen findest du in „Zwischen Liebe und Druck" und im Workbook dazu. Link in der Bio

Elterntelefon 0800 111 0550, kostenlos und anonym
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 116 016, rund um die Uhr

Wenn das Stopp im Lachen untergeht: Zustimmung lernen Kinder im AlltagEin Kind lernt nicht im Gespräch, dass sein Nein z...
09/10/2026

Wenn das Stopp im Lachen untergeht: Zustimmung lernen Kinder im Alltag

Ein Kind lernt nicht im Gespräch, dass sein Nein zählt. Es lernt es in den Momenten, in denen es gehört wird.

Einer dieser Momente ist das Kitzeln. Beim Kitzeln lacht der Körper, auch wenn es zu viel wird. Das Lachen ist ein Reflex, kein Zeichen von Vergnügen. Gerade deshalb eignet sich dieses Spiel als Übung. Für beide Seiten.

Dafür braucht es nichts Großes:
Beim ersten Stopp aufhören. Auch wenn es lachend kommt.
Kurz nachfragen: „Noch mal oder genug?"
Das Nein bestätigen: „Du hast Stopp gesagt. Ich hör auf."

Das kann sich übertrieben anfühlen. Es ist doch nur Spaß. Und genau darin liegt der Wert. Ein Kind, dessen Stopp im Spiel zählt, lernt: Mein Wille hängt nicht davon ab, wie er von außen aussieht. Und es erwartet auch später, dass er zählt.

Zustimmung ist kein Wort, das man einmal erklärt. Sie ist ein Zustand im Körper, der mit jeder Erfahrung wächst.

Schütze, bevor etwas passiert. Mehr dazu in „Stark von Anfang an" und im Workbook zum Buch. Link in der Bio

Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530, kostenfrei und anonym.

Die erste digitale Spur entsteht vor der GeburtDie erste digitale Spur deines Kindes ist oft älter als dein Kind.Sie beg...
07/10/2026

Die erste digitale Spur entsteht vor der Geburt

Die erste digitale Spur deines Kindes ist oft älter als dein Kind.
Sie beginnt häufig schon in der Schwangerschaft. Mit dem Ultraschallbild im Familienchat, mit Fotos und Nachrichten, die aus Freude geteilt werden. Das ist kein Fehler. Es ist Liebe, die geteilt werden will.

Nur: Ein Bild im Chat bleibt selten dort. Es wird gespeichert, weitergeleitet, manchmal gepostet. Und jedes Foto trägt mehr als das Motiv. Den Zeitpunkt. Das Gerät. Manchmal den Ort.

Dein Kind kann davon nichts entscheiden. Es kann nichts löschen, nichts rückgängig machen, nichts verhandeln. Es ist darauf angewiesen, dass Erwachsene seine Interessen stellvertretend schützen.

Drei Fragen vor dem Senden:
Wer bekommt das Bild wirklich?
Darf es weitergeleitet werden, und sage ich das dazu?
Wäre ich einverstanden, wenn mein Kind mit 18 fragt, wer dieses Bild alles hat?

Hinterfrage, was selbstverständlich wirkt. Nicht aus Angst. Aus Fürsorge.
Mehr dazu im Elternguide „Digitale Privatsphäre und KI". Link in der Bio

Gewalt jenseits von Schlägen: Anschreien, Ignorieren, BeschämenBei Gewalt denken die meisten an blaue Flecken. An Anschr...
05/10/2026

Gewalt jenseits von Schlägen: Anschreien, Ignorieren, Beschämen

Bei Gewalt denken die meisten an blaue Flecken. An Anschreien, Ignorieren und Beschämen denkt kaum jemand.

Diese Formen hinterlassen nichts, das man fotografieren kann. Kinder spüren sie trotzdem. Sie prägen, wie ein Kind sich selbst sieht.

Das ist kein Vorwurf. Solche Sätze rutschen raus, wenn Eltern müde sind, sich beobachtet fühlen oder unter Druck stehen.

Ein Moment ist kein Muster. Es geht nicht darum, sich zu verurteilen, sondern darum, es zu bemerken. Denn wenn Sätze wie „Hör auf zu heulen" sich wiederholen, lernt ein Kind nicht nur: Ich soll aufhören. Es lernt: Meine Gefühle stören.

Was helfen kann:
Einmal durchatmen, bevor der Satz kommt.
Das Gefühl benennen statt es abzustellen: „Du bist traurig. Ich bin da."
Reparieren, wenn es doch passiert ist: „Das war nicht fair von mir."

Informiere dich. Im Guide „Zwischen Liebe und Druck" geht es genau um diese leisen Formen. Link in der Bio

Hol dir Hilfe, wenn du sie brauchst:
Elterntelefon 0800 111 0550, kostenlos und anonym
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 116 016, rund um die Uhr

Körperrechte beginnen am Wickeltisch, nicht beim AufklärungsgesprächKörperrechte klingen nach einem großen Gespräch mit ...
02/10/2026

Körperrechte beginnen am Wickeltisch, nicht beim Aufklärungsgespräch

Körperrechte klingen nach einem großen Gespräch mit einem Schulkind. Sie beginnen viel früher. Beim Anziehen. Beim Naseputzen. Beim Wickeln.
Babys haben keine Worte, aber eine Sprache. Sie drehen sich weg, erstarren, entspannen sich oder schmiegen sich an. Zwei dieser Signale bedeuten: Ich möchte das nicht. Zwei bedeuten: Ich fühle mich sicher.

Ein fehlendes Nein ist kein Ja.

Niemand kann jedes Signal lesen. Das muss auch niemand. Es geht nicht um Perfektion, sondern um kleine Schritte in der Pflege:
Ankündigen, bevor du berührst: „Ich heb dich jetzt hoch."

Einen Atemzug warten.
Wahrnehmen, wie der kleine Körper reagiert.
Der Handgriff bleibt derselbe. Die Windel muss gewechselt werden. Der Unterschied liegt nicht in der Handlung, sondern in der Haltung: ob etwas mit deinem Kind geschieht oder ob es dabei sein darf.
So lernt ein Kind, lange bevor es sprechen kann: Mein Körper gehört zu mir.

Mehr dazu im Elternguide „Stark von Anfang an". Link in der Bio

Wenn du Fragen hast oder dir Sorgen machst: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch, 0800 22 55 530, kostenfrei und anonym.

Digitale Privatsphäre: Kinder brauchen UnsichtbarkeitKinder brauchen Unsichtbarkeit. Nicht aus Angst, sondern weil Entwi...
28/09/2026

Digitale Privatsphäre: Kinder brauchen Unsichtbarkeit

Kinder brauchen Unsichtbarkeit. Nicht aus Angst, sondern weil Entwicklung geschützte Räume braucht. Nicht jeder Moment des Aufwachsens sollte gespeichert, gepostet oder dauerhaft sichtbar gemacht werden.

Unsichtbarkeit bedeutet Würde, Entwicklungsraum und das Recht, die eigene digitale Geschichte später selbst mitzugestalten.

Mehr dazu in „Digitale Privatsphäre & KI“ auf der Webseite. Link in der Bio.

Workbook Stark von Anfang an: Kuss und Umarmung ohne PflichtKuss und Umarmung sollten für Kinder keine Pflicht sein. Wen...
25/09/2026

Workbook Stark von Anfang an: Kuss und Umarmung ohne Pflicht

Kuss und Umarmung sollten für Kinder keine Pflicht sein. Wenn Erwachsene Alternativen wie Winken, High-Five oder eine Herzgeste anbieten, lernen Kinder etwas Entscheidendes: Nähe darf freiwillig sein.

Das stärkt nicht Ablehnung, sondern Selbstbestimmung und Respekt im Alltag.

Mehr dazu im Workbook auf der Webseite. Link in der Bio.

Workbook Zwischen Liebe und Druck: Plan-B-Tag statt perfekt funktionierenEin Plan-B-Tag bedeutet: heute nicht perfekt fu...
23/09/2026

Workbook Zwischen Liebe und Druck: Plan-B-Tag statt perfekt funktionieren

Ein Plan-B-Tag bedeutet: heute nicht perfekt funktionieren, sondern Belastung reduzieren. Weniger To-dos, mehr Sicherheit, mehr Ehrlichkeit über den eigenen Zustand.

Gerade an Tagen mit leerem Akku kann dieser Perspektivwechsel entscheidend sein. Nicht alles schaffen zu müssen, kann helfen, Eskalation zu vermeiden und Verbindung zu erhalten.

Mehr dazu im Workbook auf der Webseite. Link in der Bio.

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