Henri-Goldstein-Haus e.V.

Henri-Goldstein-Haus e.V. Das H.-G.-H. ist eine Gedenkstätte im Kreis Pinneberg. Sie erinnert an die NS-Zeit und arbeitet das Schicksal der jüdischen
Kriegsgefangenen auf.

Am Rande des Himmelsmoores, in unmittelbarer Nähe des Torfwerks steht ein unscheinbares kleines Flachdachgebäude aus roten Klinkern. Es steht so, wie es 1936 errichtet wurde – äußerlich unverändert, im Innern alles in allem so, wie es im Zweiten Weltkrieg für die Unterbringung von Kriegsgefangenen genutzt wurde. Zuletzt wurde das Gebäude im Wesentlichen von dem Torfwerksbetreiber als Lagerraum gen

utzt. Das Besondere an diesem kleinen Gebäude aus roten Klinkern (deshalb Rotsteinhaus) ist, dass dort etwa 100 jüdische Kriegsgefangene aus unterschiedlichen Nationen, von denen rund 85 aus Frankreich (überweigend gebürtig aus dem Elsass) untergebracht waren. Sie waren in diesem Gebäude isoliert von allen anderen Kriegsgefangenen und wurden zum Torfabbau eingesetzt. Die Dokumentation „Kriegsgefangenen-Arbeitskommando 1416“ informiert, ausgehend von Berichten eines der jüdischen Kriegsgefangenen, über Bedingungen und Zustände, denen die Gefangenen ausgeliefert waren. Diese Dokumentation ist im Wachholtz Verlag Neumünster 2005 erschienen (ISBN 3-529-06139) und über den Buchhandel zu beziehen. Aktuelle Recherchen knüpfen an diese Dokumentation an, ergänzen und vertiefen die bisherigen Ergebnisse, setzen damit eine wichtige Arbeit fort und zeigen, wie wichtig es ist, die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen, damit Zukunft gestaltet werden kann.

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Quickborn
25451

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