Freundeskreis Potsdam-Sansibar

Freundeskreis Potsdam-Sansibar Der Freundeskreis unterstützt die 2017 geschlossene Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Sansibar Town.

Der heutige Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei mag Fragen aufwerfen. Gibt es das heute noch, Sklaverei...
02/12/2024

Der heutige Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei mag Fragen aufwerfen. Gibt es das heute noch, Sklaverei? Leider ja. Denn weder der Untergang des Römischen Reiches noch das Ende des Versklavungshandels zwischen Afrika und den Amerikas führten zum Ende jeglicher Versklavung. Diese hatte und hat vor allem ökonomische Motive. Wer Menschen ohne Lohn für sich arbeiten lässt, macht besonderen Profit. Auf diesem Prinzip basieren Geschäftsmodelle im Lauf der Geschichte, auf allen Kontinenten. Schätzungsweise 50 Millionen Menschen leben in moderner Sklaverei, davon 28 Millionen in Zwangsarbeit und 22 Millionen in Zwangsheirat. Fast jeder achte Zwangsarbeiter ist ein Kind. Mehr als die Hälfte dieser Kinder werden kommerziell sexuell ausgebeutet. Die meisten Fälle von Zwangsarbeit (86 Prozent) sind im privaten Sektor zu finden. Vier von fünf Menschen, die kommerziell sexuell ausgebeutet werden, sind Frauen oder Mädchen. Moderne Sklaverei ist nicht gesetzlich definiert, wird aber als Oberbegriff für Praktiken wie Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Zwangsheirat und Menschenhandel verwendet. Er bezeichnet Situationen der Ausbeutung, die eine Person aufgrund von Drohungen, Gewalt, Nötigung, Täuschung und/oder Machtmissbrauch nicht ablehnen oder verlassen kann. Moderne Sklaverei kommt in fast jedem Land der Welt vor und geht über ethnische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Zwangsarbeit und ein Viertel aller Zwangsheiraten sind in Ländern mit mittlerem oder hohem Einkommen zu finden.
Am 2. Dezember 1949 verabschiedete die Generalversammlung das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung der Prostitution anderer. Seitdem liegt der Schwerpunkt dieses Tages auf der Beseitigung zeitgenössischer Formen der Sklaverei, wie Menschenhandel, sexueller Ausbeutung, den schlimmsten Formen der Kinderarbeit, Zwangsheirat und der Zwangsrekrutierung von Kindern für den Einsatz in bewaffneten Konflikten.

Faktenquelle: https://www.un.org/en/observances/slavery-abolition-day

Diese Herrenrunde saß wohl öfter in dieser Konstellation zusammen in Berlin, im Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße...
19/11/2024

Diese Herrenrunde saß wohl öfter in dieser Konstellation zusammen in Berlin, im Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße. Sie kamen auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck und verhandelten über die Aufteilung des afrikanischen Kontinentes, der niemandem von ihnen gehörte. Erstmal ging es auf dieser auch als „Berliner Konferenz“ bekannten Runde um die Handelsfreiheit am Kongo und am Niger. Ergebnis der vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885 dauernden Schacherei war die als „Kongoakte“ bezeichnete Schlussakte, welche die Grundlage für die folgende Aufteilung Afrikas in Kolonien Europas bildete. Mit ihr begann der Wettlauf um Afrika. Eingeladen zur Konferenz waren die Vertreter der USA, des Osmanischen Reiches und der europäischen Mächte Österreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Portugal, Russland, Spanien und Schweden-Norwegen. Überflüssig zu erwähnen, dass kein einziger Afrikaner mit am Tisch saß. Über Details des widerlichen Geschehens und was daraus für die einzelnen Akteure folgte informiere man sich an geeigneter Stelle. Unser Grund darauf hinzuweisen resultiert aus der Verantwortung, welche die früheren Kolonialmächte für die Situation Afrikas tragen. Die Schlussakte der Konferenz bereitete das Feld für gnadenlose Ausplünderung eines ganzen Kontinents, die Europa Wohlstand und Zugriff auf Ressourcen brachte und den Reichtum unseres Kontinents ermöglichte. Die Folgen wirken in den afrikanischen Ländern fort und tragen dazu bei, Menschen auf die Flucht treiben. Das Nichtwissenwollen um diese kolonialen Zusammenhänge auf europäischer Seite führt zu der bekannten Arroganz gegenüber Afrika und seinen Menschen, die so manche*r als weniger wertvoll ansieht als weiße Europäer*innen. Doch Vorsicht: Afrika ist ein junger Kontinent und steckt voller Potenziale. Werden sie entfaltet, könnte Europa richtig alt aussehen.
Stich: Adalbert von Rößler (https://de.wikipedia.org/wiki/Kongokonferenz )

Die Worte „Wissen“ und „Macht“ in einem Satz – da fällt uns allen sicher dieser eine ein, demzufolge das eine das andere...
11/11/2024

Die Worte „Wissen“ und „Macht“ in einem Satz – da fällt uns allen sicher dieser eine ein, demzufolge das eine das andere bedingt. Man kann beide Worte aber auch ganz anders miteinander in Kontext bringen – und genau das taten die um die 40 Teilnehmenden der Sansibar-Veranstaltung der RAA Brandenburg am vergangenen Sonnabend im Potsdamer Bürgerhaus am Schlaatz.
Im Globalen Norden zählt oft nur das Wissen als richtig und wichtig, das schriftlich niedergelegt ist. Wissen aus dem Globalen Süden, welches genau die Kenntnisse widerspiegelt, die in bestimmten Kontexten gebraucht werden, schätzen wir geringer ein. Ohne es zu wollen und ohne uns dessen bewusst zu sein, negieren wir Wissen, das uns nicht in gewohnter Form vorliegt. Dass das viel mit Kolonialismus und dessen Kontinuität zu tun hat, gehörte zu den Diskussionspunkten an diesem Nachmittag. Globale Ungerechtigkeiten zeigen sich auch darin, dass selbstverständlich erscheinende Wissensquellen nicht überall verfügbar sind – Wikipedia in Swahili existiert (noch) nicht.
Wie viel wir trotz Abitur, Studium, Lexika und Wikipedia nicht wissen, zeigten Schüler*innen aus Dabendorf und Potsdam mit ihrer Präsentation des Begegnungsprojektes 2024 und einem Wissenstest rund um Gewürze. Im Projekt stand mit dem „Grünen Klassenzimmer“ ein Lernort im Mittelpunkt, der an sansibarische Schüler*innen und Lehrkräfte, aber auch an interessierte Tourist*innen Wissen zu Natur und Umweltschutz vermittelt. Im Wissenstest stellte sich heraus, dass niemand wirklich wusste, woher viele unserer täglich verwendeten Gewürzpflanzen ursprünglich stammen und wofür man sie ausser zum Kochen noch verwenden kann. Und letzteres ist Wissen, das auf Sansibar und in vielen anderen Regionen des Globalen Südens selbstverständlich im Alltag verwendet wird.
Viel zum Nachdenken konnte mensch aus der Veranstaltung mitnehmen, die längst viel mehr als ein „Klassentreffen“ der Sansibar-Gruppen und ihrer Fans ist.

In Bildungs- und Partnerschaftsprojekten begegnen sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen und eigenem Wisse...
08/11/2024

In Bildungs- und Partnerschaftsprojekten begegnen sich Menschen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen und eigenem Wissen. Wissen das subjektiv, fehlerhaft und unvollständig ist. Durch die seit der Kolonialzeit etablierten Machtstrukturen wird seit Hunderten von Jahren Wissen unterschiedlich bewertet und entsprechend weitergegeben. Daraus resultieren Vorurteile und Stereotype, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wie gehen wir damit um? Welches Wissen wird überhaupt als solches anerkannt? Freuen wir uns über die Vielfalt des Wissens und lernen voneinander? Wessen Wissen wird in Schulbüchern reproduziert und in Workshops eingebracht? Welches Wissen und welche Sprechpositionen, welche Perspektiven auf die Welt, welche Wissensbestände und Fragen werden global kontinuierlich – historisch und heute noch – ausgeblendet, abgewertet, marginalisiert oder sogar vernichtet?
Was wissen wir in Brandenburg und Sansibar voneinander und woher? Was haben wir in der Begegnung gelernt und was verlernt? Wo haben wir Leerstellen entdeckt und wie wollen wir diese ausfüllen? Das ist Thema der diesjährigen Veranstaltung der RAA Brandenburg zu den Partnerschaftsprojekten auf Sansibar.
Gesprächspartner*innen sind zum Einen Schüler*innen und Lehrkräfte der Oberschule an der Schanze Luckau und ihre Partner*innen aus der Sekundarschule Bambi, die eine Partnerschaft aufbauen. Sie teilen, was sie voneinander gelernt haben, welches Wissen übereinander ihre ersten Begegnungen geprägt hat und welche Leerstellen sie im Dialog in der Zukunft füllen wollen. Weiterhin sind es junge Erwachsene, die sich in Partnerschaftsprojekten ihrer Schulen engagieren und sich gemeinsam mit einer Gruppe junger Sansibaris mit ihrem Verhältnis zur Natur auseinandersetzen. Sie teilen Erfahrungen, wie sie gemeinsam die Arbeit im „Grünen Klassenzimmer“ auf Sansibar entwickelt haben, um für einen sorgsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Sie fragen, ob die nichtmenschliche Natur auch Rechte hat und wie sie mit Tourist*innen und Schüler*innen z.B. im Grünen Klassenzimmer über die Eigenrechte der Natur ins Gespräch kommen können.
Am 9. November 2024 von 14 Uhr bis 18 Uhr im Bürgerhaus am Schlaatz, Schilfhof 28, 14478 Potsdam

Können Afrika und Europa voneinander lernen? Dass Wissen keine Einbahnstraße ist, wird beim 4. Brandenburger Dialog „Mit...
21/10/2024

Können Afrika und Europa voneinander lernen? Dass Wissen keine Einbahnstraße ist, wird beim 4. Brandenburger Dialog „Mit Afrika lernen“ ein weiteres Mal sichtbar. Die Teilnehmenden werden sich zum Thema „Rückenwind für die Energiewende? Chancen, Anreize und Hindernisse für eine dezentrale Energieversorgung“ auseinandersetzen. Afrikanische Expert*innen werden sich mit Fachleuten aus Brandenburg treffen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln. Bei der Frage, wie die globale Energietransformation gelingen kann, gewinnt die Debatte um den Ausbau dezentraler Energieerzeugung an Fahrt. Verlässlich, bezahlbar und nachhaltig soll die Energie der Zukunft sein und das für alle Menschen weltweit. Es geht darum, welche Chancen und Hindernisse es beim Ausbau einer dezentralen Energieversorgung gibt. Ist Dezentralisierung die Lösung unserer Probleme mit Blick auf den Klimawandel und eine gesicherte Energieversorgung? Was ist nötig, um die Akzeptanz und Nachfrage nach dezentralen Lösungen zu stärken? Was können Bürgerenergieprojekte in Afrika und Deutschland voneinander lernen? Und welchen Stellenwert kann die dezentrale Energieerzeugung gegenüber der zentralen Energieversorgung einnehmen?
Es lädt ein: Stiftung Entwicklung und Frieden. Diskutieren Sie mit am 23. Oktober, NH Hotel Potsdam, 18:00 – 20:00 Uhr
Weitere Informationen, das aktuelle Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier:
https://www.sef-bonn.org/veranstaltungen/weitere-veranstaltungen/brandenburger-dialog-2024/
An den darauffolgenden zwei Tagen finden am gleichen Ort die Potsdamer Afrikagespräche statt.

Vielleicht auch für Sansibar-Fans interessant? Cagintua e.V. lädt ein! Vom 23. bis zum 26. Oktober 2024 findet schon zum...
18/10/2024

Vielleicht auch für Sansibar-Fans interessant?
Cagintua e.V. lädt ein! Vom 23. bis zum 26. Oktober 2024 findet schon zum 10. Mal die beeindruckende Konferenz des Potsdamer Vereins statt, dessen Mitglieder überwiegend engagierte Menschen der afrikanischen Diaspora sind. Cagintua ist übrigens Träger des Kathrin-Buhl-Preises der Stiftung Nord-Süd-Brücken 2023.
Die Veranstaltung wird politische Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Migrantenorganisationen und kulturelle Botschafter*innen zusammenbringen, um sich mit Themen wie demokratischer Entwicklung, Fluchtursachen, der Integration von Geflüchteten, dem Klimawandel und der Stärkung von Migrantengemeinschaften auseinanderzusetzen. Einige Höhepunkte aus dem Programm sind Besuche in der Geflüchtetenunterkunft Bad Belzig, gefolgt von einem kulturellen Austausch im Infocafé „Der Winkel“. Donnerstag und Freitag finden Podiumsdiskussionen zu Integration von Geflüchteten, Migrationspolitik, afrikanische Entwicklung, Dekolonisierung, Klimawandel und Unternehmertum statt. Der letzte Tag ist Information und Kultur gewidmet, gefolgt von einem Abend mit Musik und Tanz im Freiland in Potsdam.
Dies ist eine einzigartige Gelegenheit, Ideen auszutauschen, Netzwerke zu knüpfen und kulturelle Vielfalt zu feiern, während wir gemeinsam Lösungen für die drängendsten Entwicklungs- und Migrationsherausforderungen erarbeiten. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Das detaillierte Programm mit Ortsangaben und Anmeldeformular gibt es hier: https://cagintua.com/10-african-cultures-and-democratic-dialogue-conference/
Auskunft gibt gern Obiri Mokini über [email protected]

Nicht vergessen: Am Sonnabend, dem 19. Oktober wird um 18 Uhr im Rahmen der von BBAG e.V. und Thalia veranstalteten Euro...
17/10/2024

Nicht vergessen: Am Sonnabend, dem 19. Oktober wird um 18 Uhr im Rahmen der von BBAG e.V. und Thalia veranstalteten Europäischen Filmwoche der aufwühlende tansanisch-deutsche Dokumentarfilm "Das leere Grab" gezeigt. Damit beteiligt sich der Freundeskreis der Städtepartnerschaft Potsdam-Sansibar erstmals an der Filmwoche. Vertreter*innen des Freundeskreises und der BBAG stehen im Anschluss für ein kurzes Filmgespräch zur Verfügung.
Der Film thematisiert ein besonderes Kapitel der Kolonialgeschichte: den Raub menschlicher Gebeine durch deutsche Kolonialverbrechen in Tansania und die Folgen für die tansanische Gesellschaft. Informationen und Link zum Kartenerwerb hier: https://www.thalia-potsdam.de/filme/leere-grab-das-36842/

Lebendige Städtepartnerschaften bedeuten immer auch Begegnungen auf mehreren Ebenen. Die vierköpfige Delegation aus der ...
10/10/2024

Lebendige Städtepartnerschaften bedeuten immer auch Begegnungen auf mehreren Ebenen. Die vierköpfige Delegation aus der Potsdamer Partnerstadt Sansibar trifft auf ihrer noch bis 12. Oktober dauernden Besuchsreise einige wichtige Akteur*innen. Sie besuchten z.B. die Stadtverwaltung und den Botanischen Garten und trafen am Abend des 8. Oktober im Haus der BBAG e.V. Mitglieder des Freundeskreises Potsdam-Sansibar. Sie konnten sich in der kleinen Ausstellung, welche 2022 zum Jubiläum der Partnerschaft entstanden war über die Geschichte und wichtige Stationen des Miteinander informieren und erfuhren in einer kurzen Einführung von Kilian Kindelberger, wie die Partnerschaft in den Jahren in Potsdam sichtbarer wurde. Ein zweisprachiges Bingo-Spiel animierte alle Beteiligten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Nebeneffekt: alle Anwesenden wissen jetzt, was Sanssouci auf Swahili bedeutet und welcher Fluss durch Potsdam fließt. Bei einem Teller Pilau und weiteren Köstlichkeiten wurden weitere Kontakte geknüpft.
Bis zur Abreise haben Juma Khamis Haji, Maulid Abdalla Hassan, Abdulla Seif Abdulla und Dr. Anja Nelle noch ein volles Programm zu Themen wie Urban Gardening, Bio Cooling oder Straßenmanagement mit anderen Expert*innen. Und es gibt natürlich Sessions zur Planung weiterer Aktivitäten und Projekte im Rahmen dieser tatsächlich sehr lebendigen Partnerschaft.
Fotos: BBAG e.V.

Zum Freundeskreis: https://www.sansibar-potsdam.de/about/
Zu Potsdams Partnerschaften: https://www.potsdam.de/de/die-partnerstaedte-der-landeshauptstadt-potsdam
Kilian Kindelberger

Ein überaus bewegender Dokumentarfilm, der Gefühle auslöst: Fassungslosigkeit, Wut und den Wunsch, etwas zu tun – zum Be...
30/09/2024

Ein überaus bewegender Dokumentarfilm, der Gefühle auslöst: Fassungslosigkeit, Wut und den Wunsch, etwas zu tun – zum Beispiel sich mit deutscher Kolonialgeschichte und kolonialen Kontinuitäten zu beschäftigen. Woraus weitere Formen politischer Beteiligung und Widerstehens gegen das verbreitete Abtun von Kolonialverbrechen („ist doch ewig her und geschehen ist geschehen“) erwachsen können. Erste Schritte haben die Potsdamer Schüler*innen getan, die sich im Film überaus reif zum Thema äußern. „Das leere Grab“ wurde von zwei Regisseurinnen gedreht: je eine aus Tansania und Deutschland.
Der Film ist Teil der diesjährigen Europäischen Filmwoche, die von der BBAG e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam und gemeinsam mit den Freundeskreisen der europäischen Partnerstädte sowie in Kooperation mit dem Programmkino Thalia veranstaltet wird. Damit soll die kulturelle Vielfalt der Länder der Partnerstädte anhand von Filmen sichtbar werden. Mit der Übernahme von Verantwortung für die koloniale Geschichte Europas ist in diesem Jahr auch der Freundeskreis Potsdam-Sansibar dabei. Vor jeder Filmvorführung wird es eine kurze Vorstellung der jeweiligen Städtepartnerschaftsvereine und -initiativen geben.
Karibuni am Sonnabend, dem 19. Oktober 2024 um 18 Uhr im Thalia Filmtheater, Rudolf-Breitscheid-Straße 50 nahe S-Bahnhof Babelsberg.
Informationen und Reservierung: 0331/74 370 20
Kasse: (14 bis 21 Uhr) 0331/74 370 30
Eintritt: 5 Euro
Zum Film: https://salzgeber.de/dasleeregrab
Zum Programm der Filmwoche im Oktober:
https://www.thalia-potsdam.de/einmalig/sonderveranstaltungen/

Partnerschaften werden besonders lebendig, wenn sich die Partner*innen auch „offline“ begegnen. Die Städtepartnerschaft ...
27/09/2024

Partnerschaften werden besonders lebendig, wenn sich die Partner*innen auch „offline“ begegnen. Die Städtepartnerschaft Potsdam-Sansibar nimmt das ernst und hat daher wieder Besuch aus der Stadt, die auf der Insel Unguja vor der Küste Tansanias liegt. Eine vierköpfige Delegation der Partnerstadt wird vom 6. bis zum 12. Oktober in Potsdam sein und sich mit Akteur*innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft treffen. Der Freundeskreis Potsdam-Sansibar unter dem Dach der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V. lädt Interessierte zu einem informellen Treffen ins Haus der BBAG ein. Die Gäste sollen zivilgesellschaftliche Akteur*innen kennen lernen, die Möglichkeit zum Kontaktknüpfen bekommen und einen schönen Abend erleben. Ein interaktives zweisprachiges Kennenlernen und eine kurze Vorstellung des Freundeskreises sowie ein kleines Buffet, das u.a. mit Pilau, einem der bekanntesten Gerichte Sansibars aufwartet sollten alle Beteiligten zusammenbringen.
Wann: am Dienstag, dem 8. Oktober ab 18 Uhr im Haus der BBAG in der Schulstraße 8b, nahe Bahnhof Potsdam-Babelsberg. Karibuni – Willkommen!
Zur Koordination freuen wir uns über kurze formlose Anmeldung bei: [email protected]

VENROB e.V. Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft (BBAG) e.V.

Seit 2010 wird auf Anregung der Vereinten Nationen der 18. Juli als Nelson-Mandela-Tag begangen. An diesem Tag im Jahr 1...
18/07/2024

Seit 2010 wird auf Anregung der Vereinten Nationen der 18. Juli als Nelson-Mandela-Tag begangen. An diesem Tag im Jahr 1918 wurde der spätere Friedensnobelpreisträger und Präsident Südafrikas im Dorf Mveso in der Provinz Transkei geboren. Sein Vater gab ihm den Namen Rolihlahla, dessen wörtliche Bedeutung "am Ast eines Baumes ziehen" eigentlich Unruhestifter bedeutet. Den Namen Nelson bekam der Junge erst am 1. Schultag. Er konnte Jura studieren und schloss sich aus der Erkenntnis der tiefen Ungerechtigkeit des Apartheidstaates dem Widerstand an und wurde eine der wichtigsten Persönlichkeiten des ANC (African National Congress). Nach einigen bewegten Jahren zum Teil im Untergrund wurde Mandela 1962 verhaftet und 1964 zu lebenslanger Haft verurteilt, die er bis zu seiner Freilassung auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island und später im Pollsmore Gefängnis Kapstadt verbrachte. Am 11. Februar 1990 wurde er endlich freigelassen, der damalige Regierungschef de Klerk hatte erkannt, dass sich das Regime nicht länger halten konnte. Am 10. Mai 1994 wurde Nelson Mandela der erste Schwarze Präsident des Landes, das seit der Eroberung durch europäische Kolonialisatoren die autochtone Bevölkerung mit unvorstellbarer Grausamkeit unterdrückt und total entrechtet hatte.
Präsident Mandela schlug einen Kurs der Versöhnung ein, um das zerrissene und gespaltene Land zu einen. Dies gelang ihm zum Teil. Sein Vermächtnis ist das Streben nach einer Welt freier gleicher Menschen, ohne Rassismus, demokratisch regiert und sozial organisiert. In Südafrika war es ihm gelungen, die Einheit der Nation zu sichern und den friedlichen, mit einer freiheitlichen rechtsstaatlichen Verfassung abgesicherten Übergang von einer rassistischen Diktatur zu einer Demokratie zu erreichen. Dabei genoss er nach einer Umfrage 1997 die Anerkennung von 80 % der Südafrikaner. Im Gegensatz zu vielen anderen gelang es ihm, den Versuchungen von Macht und Geld zu widerstehen, gab er doch die politische Staatsführung ab und wurde durch sein integres Wirken in der Gefangenschaft und nach der Freilassung zum Vater („tata“) der neuen Nation.
Am 5. Dezember 2013 starb "Madiba" in Johannesburg.

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Schulstraße 8b
Potsdam
14482

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